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Lothar Klein (07.03.2018, 15:26)
Hi,

Was soll das Angebot 116117 bezwecken?
Mir wurde bei starken Bauchschmerzen und Husten empfohlen, bei
Schneeglätte spätabends ein 20km entferntes Krankenhaus aufzusuchen.
Was für eine geniale Leistung, man hatte die Anschrift des Krankenhauses
parat.
Sind die Angstellten dieser Hotline vorrangig zur Kostenminimierung im
Dienst?
Es scheint, als solle mit allen Mitteln der Einsatz eines mobilen
Arztes, der den Patienten besuchen kommt, vermieden werden.
Diese Nummer gehört in der jetzigen Form sofort abgeschaltet.

Gruß
HWS (07.03.2018, 20:49)
Am 07.03.2018 um 15:26 schrieb Lothar Klein:
[..]
> Arztes, der den Patienten besuchen kommt, vermieden werden.
> Diese Nummer gehört in der jetzigen Form sofort abgeschaltet.
> Gruß


Bei der Nummer 116 117 erfährt man den Standort des nächsten
hausärztlichen Notdienstes.

Soweit ich weiß, ist micht überall ist ein mobiler hausärztlicher
Notdienst verfügbar. Liege ich da falsch?
Thomas Hochstein (11.03.2018, 14:42)
Lothar Klein schrieb:

> Was soll das Angebot 116117 bezwecken?


Eine einheitliche Rufnummer für den vertragsärztlichen
Bereitschaftsdienst zur Verfügung zu stellen - statt "jede
Bereitschaftsdienstzentrale, jeder diensttuende Arzt hat eine andere
Rufnummer, die dann in der Zeitung nd/oder online publiziert wird".

> Mir wurde bei starken Bauchschmerzen und Husten empfohlen, bei
> Schneeglätte spätabends ein 20km entferntes Krankenhaus aufzusuchen.


Das Krankenhaus oder den dort zentralisierten ärztlichen
Bereitschaftsdienst?

> Es scheint, als solle mit allen Mitteln der Einsatz eines mobilen
> Arztes, der den Patienten besuchen kommt, vermieden werden.


Hausbesuche sollen tatsächlich auf medizinisch indizierte Fälle
beschränkt werden, ja.

> Diese Nummer gehört in der jetzigen Form sofort abgeschaltet.


"Punkt.".
Siegfrid Breuer (12.03.2018, 00:47)
Ich bin Siegfrid Breuer <point>, egal was die Hobbykuemmerer
beim Usenet-Okkupanten Google sich dortselbst fuer einen Namen aus dem
Arsch ziehen: <http://www.hinterfotz.de/kackendreistegooglepest.html>

thh (Thomas Hochstein) schrieb:

> Hausbesuche sollen tatsächlich auf medizinisch indizierte Fälle
> beschränkt werden, ja.


Ausser Du bist Fluechtling.
Aber dann musst Du auch den Arzt verhauen, wenn der kommt.
Ist so Tradition.
Falk Dµebbert (15.03.2018, 00:25)
Am 07.03.18 um 15:26 schrieb Lothar Klein:
> Mir wurde bei starken Bauchschmerzen und Husten empfohlen, bei
> Schneeglätte spätabends ein 20km entferntes Krankenhaus aufzusuchen.


Also, vom Hochharz oder Oberbayern abgesehen, gab es diesen Winter
keinen Tag, an dem es durchgängig schneeglatt, war. Und 20km ist jetzt
nicht wirklich weit. Soweit fahre ich nach einem Arbeitsunfall zum
Chirurgen.

> Was für eine geniale Leistung, man hatte die Anschrift des Krankenhauses
> parat.
> Sind die Angstellten dieser Hotline vorrangig zur Kostenminimierung im
> Dienst?
> Es scheint, als solle mit allen Mitteln der Einsatz eines mobilen
> Arztes, der den Patienten besuchen kommt, vermieden werden.


Nehmen wir mal gleiche Entfernungen an:
Bei 20km im ländlichen Bereich wäre dieser Arzt für hin- und rück eine
Stunde unterwegs, sprich ein Achtel der Arbeitszeit unproduktiv, um für
eine vermutliche Pneunomie-Abklärung, die in der Regel nur eingeschränkt
dringend ist und von einem niedergelassenen Arzt am nächsten Tag
durchgeführt kann, zu Dir zu gelangen.

Dieser Arzt könnte also bei 20 Minuten Patientenzeit gerade mal 6
Patienten mit Deiner Anspruchshaltung pro Tag betreuen, statt 24 normale
Menschen mit sozialer Grundkompetenz, die wenn sie das Telefonbuch schon
aufgeschlagen haben, auch die Nummer vom Taxi-Ruf finden konnten.

Falk D.
Lothar Klein (15.03.2018, 18:29)
Am 15.03.2018 um 00:25 schrieb Falk Dµebbert:
[..]
> Patienten mit Deiner Anspruchshaltung pro Tag betreuen, statt 24 normale
> Menschen mit sozialer Grundkompetenz, die wenn sie das Telefonbuch schon
> aufgeschlagen haben, auch die Nummer vom Taxi-Ruf finden konnten.

Irgendwann werde ich meinen letzten Penny für Klagen gegen diese Kaste
aufwenden. Du kannst derweil dich sehr gern in Lebensgefahr begeben und
dich in Dunkelst-und-Kaltdeutschland selbst chauffieren. Hals- und
Beinbruch.
HWS (15.03.2018, 19:39)
Am 15.03.2018 um 18:29 schrieb Lothar Klein:
> Am 15.03.2018 um 00:25 schrieb Falk Dµebbert:
> Irgendwann werde ich meinen letzten Penny für Klagen gegen diese Kaste
> aufwenden. Du kannst derweil dich sehr gern in Lebensgefahr begeben und
> dich in Dunkelst-und-Kaltdeutschland selbst chauffieren. Hals- und
> Beinbruch.


Da muss ich dir recht geben... Taxifahrer sind alles Nepper und
schlepper :-)
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