expertenaustausch > etc.* > etc.fahrzeug.auto

Gerald Oppen (06.09.2007, 01:07)
In letzter Zeit komme ich öfters mal in die Verlegenheit kleine Wege
ausserhalb geschlossener Orschaften zu befahren.
Dabei ist nicht immer eindeutig ersichtlich ob das befahren erlaubt oder
verboten ist. Oft sind es geteerte Feldwege, die teilweise auch
Ortsverbindungsstrassen sind. Es kommt dabei vor dass kein Sperrschild
zu sehen ist wenn man in ein Gebiet hineinfährt, beim herausfahren an
anderer Stelle die Zufahrt aber verboten ist (Landwirtschaft frei etc.)

Was gibt es den als Höchststrafe falls man doch einmal von einer
Ordnungsperson wegen befahrens gesperrter Wege angezeigt wird?
Hatte eigentlich was im Hinterkopf von 2stelliger Eurobereich - jetzt
hat mir jemand was von 800Euro erzählt - ist da was dran?

Gerald
Frank Kemper (06.09.2007, 08:33)
Gerald Oppen wrote:

> Was gibt es den als Höchststrafe falls man doch einmal von einer
> Ordnungsperson wegen befahrens gesperrter Wege angezeigt wird?
> Hatte eigentlich was im Hinterkopf von 2stelliger Eurobereich - jetzt
> hat mir jemand was von 800Euro erzählt - ist da was dran?


Ich hatte vor 12 Jahren einen Arbeitsweg durch die Stadt, da gab es eine
Straße, wo nur Taxen und Busse durch durften, war aber eine schöne
Abkürzung. Ich bin da also immer mit meinem Pkw durch, und wurde einmal
aufgeschrieben: 25 Mark.

Kann man IMHO riskieren, wenn man niemanden grob behindert oder die
Umwelt massiv schädigt;-)

Frank
Tom M. (06.09.2007, 09:23)
Frank Kemper schrieb:
> Gerald Oppen wrote:
> Ich hatte vor 12 Jahren einen Arbeitsweg durch die Stadt, da gab es eine
> Straße, wo nur Taxen und Busse durch durften, war aber eine schöne
> Abkürzung. Ich bin da also immer mit meinem Pkw durch, und wurde einmal
> aufgeschrieben: 25 Mark.
> Kann man IMHO riskieren, wenn man niemanden grob behindert oder die
> Umwelt massiv schädigt;-)


Die Frage wäre halt noch, was einem für Strafen drohen, wenn es auf so
einer Strecke (auf der man ja eigentlich garnicht fahren dürfte) zu
einem Unfall kommt.
Vielleicht hätte die eigene Haftpflichtversicherung dann bessere Chancen
sich rauszuwinden und nicht zahlen zu brauchen, oder sich das Geld vom
Fahrzeugführer teils oder ganz zurückzuholen.
Axel van Bergen (06.09.2007, 10:16)
On 6 Sep., 01:07, Gerald Oppen <GeraldOp> wrote:
> In letzter Zeit komme ich öfters mal in die Verlegenheit kleine Wege
> ausserhalb geschlossener Orschaften zu befahren.
> Dabei ist nicht immer eindeutig ersichtlich ob das befahren erlaubt oder
> verboten ist. Oft sind es geteerte Feldwege, die teilweise auch
> Ortsverbindungsstrassen sind. Es kommt dabei vor dass kein Sperrschild
> zu sehen ist wenn man in ein Gebiet hineinfährt, beim herausfahren an
> anderer Stelle die Zufahrt aber verboten ist (Landwirtschaft frei etc.)


Dann darf man halt von der einen Seite in den Weg reinfahren, von der
anderen aber nicht. Wenn kein wie immer geartetes Schild steht (bzw.
bauliche Maßnahmen vorhanden sind, die erkennbar ein Befahren
verhindern sollen), kann man dich IMHO nicht bestrafen, wenn du es
tust.

Grüßle,
Axel
Klaus Hänsel (06.09.2007, 14:05)
Das Problem kann die Fahrtrichtung werden. Ich habe mal in einem solchen
Fall bei Durchfahrt von der nichtgesperrten Seite aus eine Sammelanzeige
über 5 Stück nach üblicher (un)rechtsstaatlicher Manier bekommen. Mein
Einwand, dass ich von der nicht gesperrten Seite eingefahren war, wurde mit
der Zeugenaussage des Aufschreibers (ehemaliger Polizist), dass ich
andersherum gefahren sei, scheinbar entkräftet. Erst einiges Hin- und Her
mit Beleg der Fahrtzeiten z.B. nach Arbeitsende in Richtung Heimat hat dann
zur Einstellung geführt.
Leider zeigte sich auch da wieder, dass z.B. (ehemalige) Staatsdiener sehr
viel gleicher sind als Normalos und aus persönlichem Ehrgeiz reichlich viel
Unfug anstellen können.

Klaus Hänsel.
Christian Ewald (06.09.2007, 16:05)
Gerald Oppen schrieb:

> Was gibt es den als Höchststrafe falls man doch einmal von einer
> Ordnungsperson wegen befahrens gesperrter Wege angezeigt wird?
> Hatte eigentlich was im Hinterkopf von 2stelliger Eurobereich - jetzt
> hat mir jemand was von 800Euro erzählt - ist da was dran?


Die Strafen hierzu kenne ich leider nicht; allerdings weiß ich von einem
Fall in unserem Ort, wo die Kosten eines Unfalls auf ebensolcher Straße
dann nicht von der Versicherung übernommen wurden.

Gruß,

Christian
Harald Hengel (06.09.2007, 17:30)
Christian Ewald schrieb:

> Die Strafen hierzu kenne ich leider nicht; allerdings weiß ich von
> einem Fall in unserem Ort, wo die Kosten eines Unfalls auf
> ebensolcher Straße dann nicht von der Versicherung übernommen wurden.


Aus welchem Grund?
Kasko- oder Haftpflichtschaden?

Harald
gunter kuehne (06.09.2007, 18:00)
Tom M. wrote:

> Frank Kemper schrieb:
> Die Frage wäre halt noch, was einem für Strafen drohen, wenn es auf so
> einer Strecke (auf der man ja eigentlich garnicht fahren dürfte) zu
> einem Unfall kommt.
> Vielleicht hätte die eigene Haftpflichtversicherung dann bessere Chancen
> sich rauszuwinden und nicht zahlen zu brauchen, oder sich das Geld vom
> Fahrzeugführer teils oder ganz zurückzuholen.

Hier im Odenwald gibt es ne menge solcher Straßen.
Im Regelfall zahlt dann bei einem Unfall jeder seins. Die Versicherungen
lehnen es ab da es kein öffentlicher Verkehrsraum ist.
manchmal steht da auch ein Schild , Befahren auf eigene Gefahr, Privatweg.
Gunter
Markus R. Keßler (06.09.2007, 19:45)
Gerald Oppen <Gerald.Oppen> wrote:

>In letzter Zeit komme ich öfters mal in die Verlegenheit kleine Wege
>ausserhalb geschlossener Orschaften zu befahren.


>Was gibt es den als Höchststrafe falls man doch einmal von einer
>Ordnungsperson wegen befahrens gesperrter Wege angezeigt wird?


Mich hat vor ein paar Jahren so ein selbsternannter „Volkspolizist“
aus MB (Miesbach) angezeigt. Hat mich 10 Euro gekostet.
Fand ich trotzdem nicht nett.

>Hatte eigentlich was im Hinterkopf von 2stelliger Eurobereich - jetzt
>hat mir jemand was von 800Euro erzählt - ist da was dran?

^^^^^^^
Jaja,... ;-)))

P.S.:

Der größte Lump im ganzen Land,
das ist und bleibt der Denunziant.

- Hoffmann von Fallersleben -

Viele Grüße,

Markus
Ralf Kiefer (06.09.2007, 20:03)
Gerald Oppen wrote:

> In letzter Zeit komme ich öfters mal in die Verlegenheit kleine Wege
> ausserhalb geschlossener Orschaften zu befahren.


Die Breite einer Straße sagt nichts über die Legalität.

Ist die Straße mit staubfreiem Belag und durch keinerlei Schilder als
(eingeschränkt) gesperrt oder als Privateigentum gekennzeichnet, dann
ist sie öffentlich. Ganz einfach, aber trotzdem IANAL.

Anders sieht es aus, wenn der Weg nicht staubfrei ausgeführt ist, also
die Qualität Feldweg oder Waldweg aufweist. Da ist dann irgendwo die
Grenze zu den Regelungen, die in BaWü das Natur- oder
Landeswaldschutzgesetz behandelt. Es gilt dann tendentiell Betreten
"ohne Motor". Eine Garantie ist das nicht, denn es gibt sogar in BaWü
noch öffentliche Straßen, die nicht staubfreien Belag aufweisen. Wie man
die vor Ort mit absoluter (deutscher) Sicherheit unterscheidet, ist
vermutlich nicht nur mir unbekannt. Steht allerdings am Ortsausgang auf
solch einem Weg ein Ortsausgangsschild, dann würde ich mich bei Mangel
an anderen Schildern auf eine öffentliche Straße ohne Einschränkungen
berufen.

Wenn Du bei einer bestimmten Straße sicher gehen möchtest, dann hilft
IMHO nur der Weg ins Rathaus der zugehörigen Gemarkung, da die dort
wissen müssen, wer für die Straße zuständig ist (Gemeinde, Land, Bund,
Privat) bzw. welchem Zweck diese gewidmet ist.

> Hatte eigentlich was im Hinterkopf von 2stelliger Eurobereich - jetzt
> hat mir jemand was von 800Euro erzählt - ist da was dran?


Ersteres ist es IMHO, zweiteres gilt für Verlassen der Wege und
gleichzeitig irgendwelche Nebenbedingungen, also Natur- oder
Landschaftsschutzgebiet.

Alles IANAL.

Gruß, Ralf
Harald Hengel (06.09.2007, 20:21)
gunter kuehne schrieb:

> Hier im Odenwald gibt es ne menge solcher Straßen.
> Im Regelfall zahlt dann bei einem Unfall jeder seins. Die
> Versicherungen lehnen es ab da es kein öffentlicher Verkehrsraum ist.


In welchen Versicherungsverträgen steht, dass die Versicherung sich nur auf
öffentlichen Verkehrsraum beschränkt?

> manchmal steht da auch ein Schild , Befahren auf eigene Gefahr,
> Privatweg.


Da bedeutet lediglich, dass der Besitzer der Strasse nicht für Schäden
haften will, die auf einem möglicherweise schlechten Zustand der Strasse
zurückzuführen ist.

Welche Bedeutung sollte das für deine Haftpflichtversciherung haben.
Für die Kasko kann es evtl. von Bedeutung sein, wenn du durch ein Schlagloch
rauscht und die die Achse brichst.

Harald
Gerald.Oppen (06.09.2007, 21:23)
Tom M. schrieb:

> Die Frage wäre halt noch, was einem für Strafen drohen, wenn es auf so
> einer Strecke (auf der man ja eigentlich garnicht fahren dürfte) zu
> einem Unfall kommt.
> Vielleicht hätte die eigene Haftpflichtversicherung dann bessere Chancen
> sich rauszuwinden und nicht zahlen zu brauchen, oder sich das Geld vom
> Fahrzeugführer teils oder ganz zurückzuholen.


Das ist jetzt weniger meine Frage... aber Danke für den Hinweis, darüber
habe ich noch nicht nachgedacht.

Gerald
bastian (06.09.2007, 22:17)
> Gerald Oppen wrote:
> > In letzter Zeit komme ich öfters mal in die Verlegenheit kleine Wege
> > ausserhalb geschlossener Orschaften zu befahren.


Soso.
Dürfen wir erfahren, was Du da tust ?

Nicht, daß man man neugierig wäre, niemals, aber wissen würde man es
schon gerne.

Wer fährt da denn mit ?

Am Ende könnten da noch ganz andere Strafbarkeiten.....

MfG
bastian
Roman Schütz (07.09.2007, 00:02)
Gerald Oppen schrieb:
[..]
> Hatte eigentlich was im Hinterkopf von 2stelliger Eurobereich - jetzt
> hat mir jemand was von 800Euro erzählt - ist da was dran?
> Gerald


Selbst wenn dort ein Schild auf beiden Seiten stehen würde, würde es lt.
Bußgeldkatalog Ziffer 141.1 nur 20 Euro Verwarngeld kosten.

Grüsse
Roman
Gerald.Oppen (07.09.2007, 00:59)
bastian schrieb:
> > Gerald Oppen wrote:
>>> In letzter Zeit komme ich öfters mal in die Verlegenheit kleine Wege
>>> ausserhalb geschlossener Orschaften zu befahren.

> Soso.
> Dürfen wir erfahren, was Du da tust ?


Ausnahmsweise:

bzw.

> Nicht, daß man man neugierig wäre, niemals, aber wissen würde man es
> schon gerne.
> Wer fährt da denn mit ?
> Am Ende könnten da noch ganz andere Strafbarkeiten.....


Nein! Ganz im Gegenteil! Ich verhindere dass "Strafbarkeiten"
unwissentlich begangen werden durch die Miterstellung von
OpenSource-Strassenkarten.
Diese Karten können ohne Gefahr einer Abmahnung ganz unbürokratisch auf
Webseiten (z.B. als Anfahrkarten) und für andere Zwecke verwendet werden

Gerald

Ähnliche Themen