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Claus Maier (09.06.2018, 14:36)
Guten Tag allerseits!

Vor Monaten hatte ich ja schon einmal über eine
Fruchtfliegenplage gestöhnt.
Damals kamen einige Tipps von euch, am besten geholfen hat:
1) Mit dem Staubsauger wegsaugen und
2) Aushungern (von Andy, IIRC)
So konnte ich die Plage schließlich beenden.

Nun war ich gerade bei LIDL, um etwas Bier und Obst zur Erfrischung zu
kaufen.
(Das feinstaubverseuchte Dreckloch Stuttgart ist momentan eine
Gluthölle. Da weht kein Lüftchen, die Luft steht wie Wasser im Kessel.
Ich wünschte, ich wohnte an der Küste)

Ich habe Pfirsiche und Orangen gekauft - von Aprikosen rate ich ab,
deren Fruchtfleisch ist "furztrocken", wie der Schwabe sagt, ich werde
die noch vorhandenen Früchte entsorgen.
Als ich nun die Pfirsiche (Plastikschale) und Orangen (Netz) der Auslage
entnahm, stiegen Wolken von Fruchtfliegen auf. Nun wurde mir einiges klar:
Da kann Ich zuhause machen was ich will, wenn ich die Fliegen von
außerhalb einschleppe, ist die Plage da.
(da böte sich eine Analogie zur Migrationsproblematik an, aber das lasse
ich, sonst bin ich der "Quoten-Nazi" hier)
Also bringe ich die Fruchtfliegen von LIDL mit nachhause.
Aber, was soll der Herr LIDL machen?
Er kann ja die Obst- und Gemüseauslage nicht mit Insektiziden einnebeln,
das dürfen nur Landwirte.
So werde ich wohl, da ich ja mit jedem Obstkauf wieder neue Insekten
importiere, die Plage stoisch ertragen müssen, bis die Ungeziefersaison
(nebst Fruchtfliegen gibt es ja noch Stechmücken) wieder vorbei ist.

Claus
Ulf.Kutzner (09.06.2018, 15:26)
Am Samstag, 9. Juni 2018 14:36:10 UTC+2 schrieb Claus Maier:

> Vor Monaten hatte ich ja schon einmal über eine
> Fruchtfliegenplage gestöhnt.
> Damals kamen einige Tipps von euch, am besten geholfen hat:
> 1) Mit dem Staubsauger wegsaugen und
> 2) Aushungern (von Andy, IIRC)
> So konnte ich die Plage schließlich beenden.
> Nun war ich gerade bei LIDL, um etwas Bier und Obst zur Erfrischung zu
> kaufen.


Hattest Du an Bierbowle gedacht?

[..]
> außerhalb einschleppe, ist die Plage da.
> (da böte sich eine Analogie zur Migrationsproblematik an, aber das lasse
> ich, sonst bin ich der "Quoten-Nazi" hier)


Irgendwie ist es Dir gelungen, den Vergleich doch
zu veröffentlichen. Kannst Dir denken, welchen
Titel Du Dir damit erarbeitet hast.

> Also bringe ich die Fruchtfliegen von LIDL mit nachhause.
> Aber, was soll der Herr LIDL machen?
> Er kann ja die Obst- und Gemüseauslage nicht mit Insektiziden einnebeln,
> das dürfen nur Landwirte.
> So werde ich wohl, da ich ja mit jedem Obstkauf wieder neue Insekten
> importiere, die Plage stoisch ertragen müssen,


Die Fruchtfliegen sind bald wieder weg, wenn kein (über)reifes
Obst in der Nähe.

Es kann helfen, das Obst in den Kühlschrank zu stellen, siehe Punkt 2.
Andy Angerer (09.06.2018, 16:03)
Claus Maier formulierte aufs eloquenteste:

> Als ich nun die Pfirsiche (Plastikschale) und Orangen (Netz) der Auslage
> entnahm, stiegen Wolken von Fruchtfliegen auf. Nun wurde mir einiges
> klar: Da kann Ich zuhause machen was ich will, wenn ich die Fliegen von
> außerhalb einschleppe, ist die Plage da.


Freilich; und die sind praktisch _immer_ mit dabei.

> (da böte sich eine Analogie zur Migrationsproblematik an,


Stimmt; wenn man Obst herholt, sind halt immer auch ein paar Taufliegen mit
dabei. Trotzdem wärs scheiße, auf das Obst zu verzichten. Meintest du diese
Analogie?

> aber das lasse ich, sonst bin ich der "Quoten-Nazi" hier)


Das könnten wir künftig mit "Quozi" abkürzen.

> Also bringe ich die Fruchtfliegen von LIDL mit nachhause.
> Aber, was soll der Herr LIDL machen?


Nichts.
Das ist etwas, wo er absolut nichts machen kann.
Und das gilt auch für Obststände und sogar für die Obstbauern.

> So werde ich wohl, da ich ja mit jedem Obstkauf wieder neue Insekten
> importiere, die Plage stoisch ertragen müssen, bis die Ungeziefersaison
> (nebst Fruchtfliegen gibt es ja noch Stechmücken) wieder vorbei ist.


So isses.
Man kann sich nur bemühen, ihnen daheim die Unterstützung zu entziehen,
damit sich ihre Vermehrung möglichst wenig explosiv gestaltet. Gozeidank
sind sie viel angenehmere Wohnungsgenossen als Stechmücken und man darf sie
außerdem (im Gegensatz zu Stubenfliegen) bedenkenlos mitessen. Oder
mittrinken, wenn mal wieder welche im Weißbier ersoffen sind.
Ulf.Kutzner (09.06.2018, 17:56)
Am Samstag, 9. Juni 2018 16:03:02 UTC+2 schrieb Andy Angerer:
> > Also bringe ich die Fruchtfliegen von LIDL mit nachhause.
> > Aber, was soll der Herr LIDL machen?

> Nichts.
> Das ist etwas, wo er absolut nichts machen kann.


Feilbieten im begehbaren Kühlraum bei 0,1 Grad Celsius
könnte helfen. Setzt eben kleinere Umbauten voraus.

Ach ja, Aufgabe des Kunden wäre es dann, das Obst auf dem
ganzen Nachhauseweg abzuschirmen.

Gruß, ULF
Stefan Schmitz (09.06.2018, 19:16)
Am Samstag, 9. Juni 2018 16:03:02 UTC+2 schrieb Andy Angerer:

> Man kann sich nur bemühen, ihnen daheim die Unterstützung zu entziehen,
> damit sich ihre Vermehrung möglichst wenig explosiv gestaltet. Gozeidank
> sind sie viel angenehmere Wohnungsgenossen als Stechmücken und man darf sie
> außerdem (im Gegensatz zu Stubenfliegen) bedenkenlos mitessen. Oder
> mittrinken, wenn mal wieder welche im Weißbier ersoffen sind.


Welche Gefahren bestehen demgegenüber beim Verzehr von Stubenfliegen?
Martin Ebert (10.06.2018, 04:57)
Am 09.06.2018 um 14:36 schrieb Claus Maier:

Den kenne ich, der fiel schon negativ auf.

> außerhalb einschleppe, ist die Plage da.
> (da böte sich eine Analogie zur Migrationsproblematik an, aber das lasse
> ich, sonst bin ich der "Quoten-Nazi" hier)


"Quoten" müssen wir leider abziehen.

Das hier suchst Du:
<https://www.amazon.de/dp/B008PPUZ34/>

Mt
Claus Maier (10.06.2018, 08:38)
Martin Ebert wrote:

> Am 09.06.2018 um 14:36 schrieb Claus Maier:
> Den kenne ich, der fiel schon negativ auf.
>> außerhalb einschleppe, ist die Plage da. (da böte sich eine
>> Analogie zur Migrationsproblematik an, aber das lasse ich, sonst
>> bin ich der "Quoten-Nazi" hier)

> "Quoten" müssen wir leider abziehen.


Ja, ja Martin - ich dachte mir schon, daß ich mit dieser Bemerkung die
Nazijäger aufscheuche.
(Jeder, die die Massenmigration kritisch sieht, ist bei euch ja gleich
AfD oder Nazi)
DK, NL, S, u.a., alle von Nazis bevölkert, schrecklich.
Aber so langsam dreht sich auch hier der Wind, endlich!

> Das hier suchst Du: <https://www.amazon.de/dp/B008PPUZ34/>


Danke für den Link.

Claus
Andy Angerer (10.06.2018, 14:12)
Stefan Schmitz formulierte aufs eloquenteste:

> Am Samstag, 9. Juni 2018 16:03:02 UTC+2 schrieb Andy Angerer:
> Welche Gefahren bestehen demgegenüber beim Verzehr von Stubenfliegen?


Hochinfektiöse Inhalte ihres Verdauungstraktes.
Das ist auch der Hauptgrund (noch vor den dreckigen Füßen), warum man sie
nicht auf dem Essen rumlaufen lassen soll: sie würgen regelmäßig was davon
aus. Meist saugen sie es zwar wieder ein, aber manchmal fällts ihnen runter.
Andy Angerer (10.06.2018, 14:18)
Ulf.Kutzner formulierte aufs eloquenteste:

> Am Samstag, 9. Juni 2018 16:03:02 UTC+2 schrieb Andy Angerer:
> Feilbieten im begehbaren Kühlraum bei 0,1 Grad Celsius
> könnte helfen. Setzt eben kleinere Umbauten voraus.


Bringt nix; die Eier der Taufliegen sind schon drin und halten das aus.

> Ach ja, Aufgabe des Kunden wäre es dann, das Obst auf dem
> ganzen Nachhauseweg abzuschirmen.


Und es daheim dann ebenfalls bei 0,1° zu lagern.
Das ist aber leider nicht mehr Kühlschrank und noch nicht Tiefkühl.
Andy Angerer (10.06.2018, 14:23)
Martin Ebert formulierte aufs eloquenteste:

> Das hier suchst Du:
> <https://www.amazon.de/dp/B008PPUZ34/>


Wie geil; ein Fliegenknast.
Nur das Entnehmen des Obstes dürfte dann größere Drosophila-Wolken
freisetzen.
Andy Angerer (10.06.2018, 14:24)
Claus Maier formulierte aufs eloquenteste:

> (Jeder, die die Massenmigration kritisch sieht, ist bei euch ja gleich
> AfD oder Nazi)


Mei; wenn er sie halt wählt....
Ulf.Kutzner (10.06.2018, 14:37)
Am Sonntag, 10. Juni 2018 14:18:38 UTC+2 schrieb Andy Angerer:
> Bringt nix; die Eier der Taufliegen


Schon am Baum vor der Ernste angebracht?

> sind schon drin und halten das aus.
> > Ach ja, Aufgabe des Kunden wäre es dann, das Obst auf dem
> > ganzen Nachhauseweg abzuschirmen.

> Und es daheim dann ebenfalls bei 0,1° zu lagern.
> Das ist aber leider nicht mehr Kühlschrank und noch nicht Tiefkühl.


Ich hab in meinem Kühlschrank beim Öffnen noch keine
Tau- oder Fruchtfliegen umherschwirren sehen.

Könnte zu kalt für artgerechte Flugbedingungen sein.

Gruß, ULF
Andy Angerer (10.06.2018, 15:13)
Ulf.Kutzner formulierte aufs eloquenteste:

> Am Sonntag, 10. Juni 2018 14:18:38 UTC+2 schrieb Andy Angerer:
> Schon am Baum vor der Ernste angebracht?


Puuh; das weiß ich jetzt nicht, wann die anfangen.
Aber ich glaub, die stürzen sich erst drauf, wenn die Sachen liegen und
nicht mehr hängen.

>> > Ach ja, Aufgabe des Kunden wäre es dann, das Obst auf dem
>> > ganzen Nachhauseweg abzuschirmen.

>> Und es daheim dann ebenfalls bei 0,1° zu lagern.
>> Das ist aber leider nicht mehr Kühlschrank und noch nicht Tiefkühl.

> Ich hab in meinem Kühlschrank beim Öffnen noch keine
> Tau- oder Fruchtfliegen umherschwirren sehen.


Ich schon.

> Könnte zu kalt für artgerechte Flugbedingungen sein.


Ja; sonderlich mögen tun sie das nicht.
Stefan Schmitz (10.06.2018, 22:42)
Am Sonntag, 10. Juni 2018 14:12:33 UTC+2 schrieb Andy Angerer:
> Stefan Schmitz formulierte aufs eloquenteste:
> Hochinfektiöse Inhalte ihres Verdauungstraktes.
> Das ist auch der Hauptgrund (noch vor den dreckigen Füßen), warum man sie
> nicht auf dem Essen rumlaufen lassen soll: sie würgen regelmäßig was davon
> aus. Meist saugen sie es zwar wieder ein, aber manchmal fällts ihnenrunter.


Nie gehört.

Meinst du sowas?

In unseren Breiten sieht man da eher keine Gefahr.
Ulf.Kutzner (11.06.2018, 08:31)
Am Sonntag, 10. Juni 2018 14:23:23 UTC+2 schrieb Andy Angerer:

Am Sonntag, 10. Juni 2018 14:23:23 UTC+2 schrieb Andy Angerer:
> Martin Ebert formulierte aufs eloquenteste:
> > Das hier suchst Du:
> > <https://www.amazon.de/dp/B008PPUZ34/>

> Wie geil; ein Fliegenknast.
> Nur das Entnehmen des Obstes dürfte dann größere Drosophila-Wolken
> freisetzen.


Versucht man, ggf. für andere Obstsorten, auch umgekehrt,
mit Baumsammel- oder -einzelschleier:

Gruß, ULF

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