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Helmut Schellong (16.05.2017, 20:06)
Ereignis/Fakt (A) (05.1998):
Eine Freundin meiner Mutter hatte von ihrem Sohn ein Handy
als Geschenk bekommen, und telefonierte sehr viel damit.
Ungefähr ein Jahr später war sie tot.
Gehirntumor, genau unter der Stelle, wo sie das Handy angelegt hatte.

Ereignis/Fakt (B) (02.2014):
Ein Vertriebsleiter und Geschäftsführer (Volker Pallatzky) einer Firma,
in der ich arbeitete, starb an einer lebensgefährlichen Gehirnveränderung.
Ein Foto im Krankenbett zeigt eine Operationswundenabdeckung zwischen
Kopfmitte und linker Schläfe/Ohr.
Herr Pallatzky telefonierte außerordentlich viel.

Ereignis/Fakt (C) (04.2017):


Ein italienisches Gericht hat die unsachgemäße Verwendung
eines Handys als Ursache für einen Gehirntumor anerkannt.
Der betroffene Mann telefonierte beruflich 3-4 Stunden täglich
über 15 Jahre hinweg.

WHO-Einstufung (D) (31.05.2011):





Die IARC (WHO) stuft Elektromagnetische Felder mit Radiofrequenz
für Menschen als möglicherweise Krebs erregend ein (2B):
| Kategorie 1 : ist krebserregend
| Kategorie 2A: ist wahrscheinlich krebserregend
|*Kategorie 2B: ist möglicherweise krebserregend
| Kategorie 3 : ist nicht klassifizierbar
| Kategorie 4 : ist wahrscheinlich nicht krebserregend

Basis für die Einstufung 2B war ein erhöhtes Risiko für Gliome
in Verbindung mit der Benutzung von drahtlosen Telefonen (Handy).
Eine Studie zeigte eine Risikosteigerung von 40% für Gliome
bei Intensiv-Telefonierern (>=0,5h pro Tag über 10 Jahre hinweg).

Eine Arbeitsgruppe aus 31 Wissenschaftlern aus 14 Ländern arbeitete
diesbezüglich vom 24.-31. Mai 2011 bei der IARC, vor der Einstufung.
Es wurden Hunderte wissenschaftliche Artikel berücksichtigt.

Angesichts von etwa 5 Milliarden Handys global, deren Zahl weiter
wächst, und weil viele Nutzer junge Erwachsene und Kinder sind, wurde
die Möglichkeit von Langzeit-Effekten für die Gesundheit diskutiert.

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe sagte, daß die Gesamtaussage
stark genug ist, um einen Schluß zu ziehen und die Einstufung 2B
vorzunehmen.
Der IARC-Direktor sagte, daß es wichtig ist, weitere Untersuchungen
anzusetzen, bezüglich intensiver Langzeit-Benutzung von Handys,
und empfiehlt, sich möglichst wenig der Handy-Strahlung auszusetzen,
was gleichbedeutend mit einer Warnung vor dem Gegenteil ist!

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ ++++++++++++++++++++++++
Die vorstehenden Fakten A,B,C,D führen dazu, daß ich es für möglich halte,
daß intensiver Gebrauch von Handys mit deren Anlegen an den Kopf, die
Entstehung lebensgefährlicher Tumoren im Gehirn bewirken kann.
Dies ist gleichbedeutend mit einem entsprechenden Verdacht.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ ++++++++++++++++++++++++

Ein Wirkungsmechanismus, wie Handys einen Hirntumor erzeugen können,
ist bisher nicht bekannt.
Dies schließt aber nicht aus, daß einer existiert.

Mikrowellen von 0,9..2,5 GHz werden in Mikrowellenherden verwendet.
Das bedeutet, daß Handys Erwärmungen in wasserhaltigem Gewebe
durch ihre Mikrowellen-Strahlung verursachen.
Der Wirkmechanismus ist hier ganz anders als bei anderen
Erhitzungsmethoden, wie Wärmestrahlung und Wärmeleitung.
Es werden nämlich die Wassermoleküle in Rotation versetzt!

Die Tatsache, daß hier ein ganz anderer Mechanismus wirkt, gibt
Raum für Vermutungen und gibt anderen Vermutungen Nahrung:
Vielleicht können Teile von komplexen organischen Verbindungen
(Moleküle) speziell beeinflußt werden, gedreht werden?
Oder die eng begrenzte erzeugte Wärme ergibt eine indirekte
Wirkung, aufgrund der Temperatur-Differenz?

Man kann sich örtlich begrenzt verkühlen, indem man 'Zug' bekommt.
Eine um 10 cm herabgelassene Fahrertür-Scheibe kann bewirken, daß
sich ein handgroßer Bereich an Hals/Wange abkühlt, nur 15 Minuten
lang - das reicht.
Am selben Tag bemerkt man keine Wirkung des 'Zug', sondern erst
ab dem nächsten Tag kann man den Kopf kaum mehr bewegen und hat
Schmerzen des gesamten Halses, fast eine Woche lang!
Das ist heftig, erschreckend, frappierend, überraschend!

Wenn jedoch in einem Cabrio fast der gesamte Körper abgekühlt
wird, auch stärker als zuvor beim 'Zug', gibt es keine Folgen!
Wenn man sich in beiden Fällen eine Infrarot-Aufnahme vorstellt,
mit blauem Fleck bzw. blauem Körper, wird klar, daß der
Wirkmechanismus die Differenz-Temperatur beim blauen Fleck
sein muß.
Folglich ist es vorstellbar/nachvollziehbar, daß die
(eng begrenzte) Erwärmung durch die Handy-Strahlung
innerhalb der Hirnmasse Schädigungen bewirken kann.

Ein elektrischer Widerstand mit 1 Watt hat beispielsweise eine
Größe von 6,5pi x 18 = 3,7 cm²; Oberflächen-Temperatur 125°C
in Luft bei voller Belastung mit 1 Watt.
Anhand dieser Daten erhält man eine grobe Vorstellung davon,
daß in Wärme umgesetzte 1 Watt ganz schön 'warm' sind, obwohl
der Wärmewiderstand zur Umgebung 'Luft' hoch ist.
Das Gehirn benötigt 15-20 Watt Energie, was natürlich nicht
nur Wärmeenergie ist.
Das Gehirn-Volumen liegt bei 1,2 Liter, daß durch die
Handy-Antenne beeinflußte Volumen vielleicht bei 0,025 Liter.
Dies ergibt eine weitere Einschätzungsmöglichkeit, wieviel
1 W Wärmeenergie in einem eng begrenzten Volumen innerhalb
des Gehirns bedeuten können.
Helmut Wabnig (16.05.2017, 20:14)
On Tue, 16 May 2017 20:06:38 +0200, Helmut Schellong
<rip> wrote:

[..]
>Dies ergibt eine weitere Einschätzungsmöglichkeit, wieviel
>1 W Wärmeenergie in einem eng begrenzten Volumen innerhalb
>des Gehirns bedeuten können.


Märchengeschichten ohne Belege.

Maxi telefonierte gestern, und heute ist er tot.
Vom Baum erschlagen.
Da siehts wie gefährlich telefonieren ist.

w.
Helmut Schellong (16.05.2017, 20:28)
On 05/16/2017 20:14, Helmut Wabnig wrote:
> On Tue, 16 May 2017 20:06:38 +0200, Helmut Schellong


> Märchengeschichten ohne Belege.
> Maxi telefonierte gestern, und heute ist er tot.
> Vom Baum erschlagen.
> Da siehts wie gefährlich telefonieren ist.


Welche Belege? Belege wofür?
Es wurden einige Fakten genannt - und weiter?
Fakten sind Fakten, also Belege.

Deine Antwort ist wertloses, dummes BlaBla.

Ich habe in dieser Newsgroup mit Erstaunen festgestellt, daß es
massive Defizite bei der Kenntnis der Semantik der deutschen
Sprache gibt.
John Wayne (16.05.2017, 20:32)
Am 16.05.2017 um 20:14 schrieb Helmut Wabnig:
> On Tue, 16 May 2017 20:06:38 +0200, Helmut Schellong
> <rip> wrote:
> Märchengeschichten ohne Belege.
> Maxi telefonierte gestern, und heute ist er tot.
> Vom Baum erschlagen.
> Da siehts wie gefährlich telefonieren ist.


Wahrscheinlich wirkt die Handystrahlung sogar auf Bäume!
Mein kleiner Kaktus ist auch eingegangen.

John Wayne

John Wayne
Mitleser (16.05.2017, 21:46)
Am 16.05.2017 um 20:06 schrieb Helmut Schellong:

> ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ ++++++++++++++++++++++++
> Die vorstehenden Fakten A,B,C,D führen dazu, daß ich es für möglich halte,
> daß intensiver Gebrauch von Handys mit deren Anlegen an den Kopf, die
> Entstehung lebensgefährlicher Tumoren im Gehirn bewirken kann.
> Dies ist gleichbedeutend mit einem entsprechenden Verdacht.
> ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ ++++++++++++++++++++++++


A, B, und C sind keine wissenschaftlichen Argumente. Generell ist die
Verwendung von Einzelfällen für eine Argumentation dieser Art _völlig_
deplatziert.

> Basis für die Einstufung 2B war ein erhöhtes Risiko für Gliome
> in Verbindung mit der Benutzung von drahtlosen Telefonen (Handy).


Diese Formulierung ist schlicht falsch. Es gibt aus Sicht der WHO kein
erhöhtes Risiko. Es gibt nur das, was da steht, einen _möglichen_ aber
_unwahrscheinlichen_ Zusammenhang. Das heißt die statistischen Daten
lassen den Ausschluss nicht zu.

Als denkbare Möglichkeit, das heißt ohne Risikoeinstufung, könnte ich
Dein persönliches Fazit nachvollziehen. Deine darauf folgende,
verzweifelte Suche und Argumentation über die Erwärmung eine
Krebsursache zu finden legt aber nahe, dass Du eben nicht eine
reine Möglichkeit meinst, sondern tatsächlich ein erhöhtes Risiko.
Das halte ich für falsch.

Eine Diskussion über die möglicherweise schädliche Wirkung erübrigt
sich, da eine erhöhte Krebsrate in den letzten Jahrzehnten nicht
festgestellt wurde. Man sucht nicht nach Ursachen für etwas, das nicht
existiert. Oder willst Du dann morgen Deine Suche auf Darmkrebs,
ausdehnen, mit der Ursache Fahrradfahren, weil man da so
durchgeschüttelt wird?
Mitleser (16.05.2017, 22:14)
Am 16.05.2017 um 20:28 schrieb Helmut Schellong:

> Ich habe in dieser Newsgroup mit Erstaunen festgestellt, daß es
> massive Defizite bei der Kenntnis der Semantik der deutschen
> Sprache gibt.


Das liegt vielleicht an Deinem nicht konkludenten Verhalten. Da ist man
gezwungen zu weiter als üblich zu interpretieren:

1) Auf der einen Seite behauptest Du Einzelfälle _nicht_ als
statistisches Ergebnis zu betrachten, führst aber Einzelfälle als
Fakten auf und nennst Fakten Belege. Das ist semantisch[1] und
methodisch falsch.

2) Du behauptest die Ergebnisse der WHO nicht als Risikoeinstufung zu
betrachten, tust das aber implizit, indem Du verzweifelt nach
biophysikalischen Ursachen für Hirntumore in der Handynutzung suchst.

3) Den Fakt, dass die Hirntumorrate trotz massiver Ausweitung der
Handynutzung über einen bereits sehr langen Zeitraum und weltweit
keine Erhöhung der Hirntumorrate nach sich zieht, nimmst Du verbal zu
Kenntnis, scherst dich in Deiner Ursachenforschung und Deinem Fazit
aber nicht darum. Dabei hat dieser Fakt tatsächlich eine
statistische Relevanz. Denn ohne erhöhte Krankheitsrate kann es
kein erhöhtes Risiko geben!

4) Du behauptest die Artikel vollständig gelesen und verstanden zu
haben. Du zitierst und sinnierst hier aber _ausschließlich_ über
die Teile, die Deinen "Verdacht" bestätigen.

Das sind vier Punkte, an Denen Dein Verhalten von Deiner Einsichts-
und Absichtserklärung abweichen. Das verstehe wohl nicht nur ich nicht.

[1] Ein Beleg ist ein Befund der eine Annahme oder einen Sachverhalt
bestätigt.
Helmut Schellong (17.05.2017, 00:05)
On 05/16/2017 21:46, Mitleser wrote:
> Am 16.05.2017 um 20:06 schrieb Helmut Schellong:
> A, B, und C sind keine wissenschaftlichen Argumente. Generell ist die
> Verwendung von Einzelfällen für eine Argumentation dieser Art _völlig_
> deplatziert.


Erstens spielt das keine Rolle, weil ich die Fakten A,B,C weglassen
könnte und nach wie vor genau so zu meinem Verdacht kommen würde.

Zweitens, warum sind A,B,C keine wissenschaftlichen Argumente?
Weil es jeweils ein Einzelfall ist?
Würde es wissenschaftlich werden, wenn fünf Gerichte statt einem
gleiche Urteile gefällt hätten?
Was ist unwissenschaftlich daran, von einem Todesfall zu erfahren,
der durch verschiedene Indizien rein prinziell einen kausalen
Zusammenhang feststellbar macht?
Wenn die Tumoren im Hinterkopf gewesen wären, könnte ein kausaler
Zusammenhang niemals festgestellt werden!
Das ist aber nicht der Fall, weil alles bestens zusammen paßt.
A,B,C passen untereinander zusammen als auch mit Fakt D.

>> Basis für die Einstufung 2B war ein erhöhtes Risiko für Gliome
>> in Verbindung mit der Benutzung von drahtlosen Telefonen (Handy).

> Diese Formulierung ist schlicht falsch. Es gibt aus Sicht der WHO kein
> erhöhtes Risiko. Es gibt nur das, was da steht, einen _möglichen_ aber
> _unwahrscheinlichen_ Zusammenhang. Das heißt die statistischen Daten
> lassen den Ausschluss nicht zu.


WHO/IARC nennt nur einen 'möglichen' Zusammenhang.
'unwahrscheinlich' nur bei '4':
"Kategorie 2B: ist möglicherweise krebserregend"
"Kategorie 4 : ist wahrscheinlich nicht krebserregend"

Nachfolgend die Begründung der IARC für die Risiko-Einstufung:
================================================== ========================
The WHO/International Agency for Research on Cancer (IARC) has classified
radiofrequency electromagnetic fields as possibly carcinogenic to humans
(Group 2B), based on an increased risk for glioma, a malignant type
of brain cancer, associated with wireless phone use.
================================================== ========================
Nun ja, meine Übersetzung steht sogar wörtlich in dem bezogenen Dokument.

> Als denkbare Möglichkeit, das heißt ohne Risikoeinstufung, könnte ich
> Dein persönliches Fazit nachvollziehen. Deine darauf folgende,
> verzweifelte Suche und Argumentation über die Erwärmung eine
> Krebsursache zu finden legt aber nahe, dass Du eben nicht eine
> reine Möglichkeit meinst, sondern tatsächlich ein erhöhtes Risiko.
> Das halte ich für falsch.


Die Erwärmung als möglichen Wirkungsmechanismus zu nennen ist lediglich
eine begründete Idee, eben weil ein Mechanismus bisher nicht gefunden wurde.

"dass Du eben nicht eine reine Möglichkeit meinst, sondern tatsächlich
ein erhöhtes Risiko."
Was soll Vorstehendes nun heißen? Das ist doch widersprüchlich!
Ich meine das, was ich geschrieben habe!

Die IARC empfiehlt nicht grundlos, Handy-Strahlung zu meiden!
Der Grund ist die Risiko-Einstufung 2B.
Wenn eine Möglichkeit eingeräumt wird, bedeutet das, daß ein kausaler
Zusammenhang möglich ist, jedoch bisher keiner gefunden wurde.

> Eine Diskussion über die möglicherweise schädliche Wirkung erübrigt
> sich, da eine erhöhte Krebsrate in den letzten Jahrzehnten nicht
> festgestellt wurde. Man sucht nicht nach Ursachen für etwas, das nicht
> existiert.


Dazu hatte ich schon etwas geschrieben:
Mein Verdacht bezieht sich nur auf Intensiv-Telefonierer, die allerdings
nur einen kleinen Teil (10%) von allen Teilnehmern bilden.
Deshalb sind Studien, die diese Selektion nicht vornehmen, nicht
oder kaum vergleichbar.

> Oder willst Du dann morgen Deine Suche auf Darmkrebs,
> ausdehnen, mit der Ursache Fahrradfahren, weil man da so
> durchgeschüttelt wird?


Nein.
Ich kenne niemanden, der Darmkrebs bekam und viel mit dem
Fahrrad unterwegs war, und ich kenne keinerlei sonstige
Informationen, die so etwas möglich erscheinen lassen.
Außerdem kenne ich Darmkrebsfälle, ohne daß die Betroffenen
Fahrrad gefahren waren.
Für einen Verdacht brauche ich doch einen Zusammenhang, wie
einen Tumor genau an der Stelle, wo das Handy angelegt wurde.
Helmut Schellong (17.05.2017, 00:51)
On 05/16/2017 22:14, Mitleser wrote:
> Am 16.05.2017 um 20:28 schrieb Helmut Schellong:
>> Ich habe in dieser Newsgroup mit Erstaunen festgestellt, daß es
>> massive Defizite bei der Kenntnis der Semantik der deutschen
>> Sprache gibt.

> Das liegt vielleicht an Deinem nicht konkludenten Verhalten. Da ist man
> gezwungen zu weiter als üblich zu interpretieren:


Ich meine primär andere Vorkommnisse.
Als ein Beispiel von vielen hat jemand behauptet, ich hätte
Behauptungen aufgestellt.
Derjenige weiß nicht, daß ein Verdacht niemals eine Behauptung
sein kann.
Usw.

> 1) Auf der einen Seite behauptest Du Einzelfälle _nicht_ als
> statistisches Ergebnis zu betrachten, führst aber Einzelfälle als
> Fakten auf und nennst Fakten Belege. Das ist semantisch[1] und
> methodisch falsch.


In meinem Posting kommt das Wort 'Beleg' gar nicht vor.
Das Wort Risiko kommt nur als übersetztes Zitat vor.
Die Wörter Fall, betrachte, Statistik und Ergebnis kommen nicht vor.

Jeder Einzelfall ist ein Fakt. Ich schrieb dort "Ereignis/Fakt".
In jedem Fall gab es eine Hirnoperation, in jedem Fall war die
Operation im Antennenbereich eines Handys.

> 2) Du behauptest die Ergebnisse der WHO nicht als Risikoeinstufung zu
> betrachten, tust das aber implizit, indem Du verzweifelt nach
> biophysikalischen Ursachen für Hirntumore in der Handynutzung suchst.


Jeglicher Text zur WHO ist ein übersetztes Zitat.
Ich schrieb zur WHO kein einziges Wort, das kein Zitat ist.
Ich suche überhaupt nicht 'verzweifelt' nach Ursachen, sondern
bin da ganz entspannt.

[... ...]

Zum vorhergehenden Thread will ich nichts mehr schreiben.
Tom Bola (17.05.2017, 01:25)
Mitleser schrieb:

> Denn ohne erhöhte Krankheitsrate kann es
> kein erhöhtes Risiko geben!


You bet.
Mitleser (17.05.2017, 01:33)
Am 17.05.2017 um 00:05 schrieb Helmut Schellong:

> Zweitens, warum sind A,B,C keine wissenschaftlichen Argumente?
> Weil es jeweils ein Einzelfall ist?


Exakt. Und damit sind die weiteren Fragen, die Du im Folgenden stellst
ebenfalls zu beantworten.

> Nachfolgend die Begründung der IARC für die Risiko-Einstufung:
> ================================================== ========================
> The WHO/International Agency for Research on Cancer (IARC) has classified
> radiofrequency electromagnetic fields as possibly carcinogenic to humans
> (Group 2B), based on an increased risk for glioma, a malignant type
> of brain cancer, associated with wireless phone use.
> ================================================== ========================
> Nun ja, meine Übersetzung steht sogar wörtlich in dem bezogenen Dokument.


Das ist richtig. Ich hätte nicht "unwahrscheinlich" schreiben dürfen,
sondern, dass sie nicht für wahrscheinlich befunden wird. Denn das ist
mit 2A abgedeckt, pardon.

> Die Erwärmung als möglichen Wirkungsmechanismus zu nennen ist lediglich
> eine begründete Idee, eben weil ein Mechanismus bisher nicht gefunden
> wurde.


Ein nicht gefundener Mechanismus kann unmöglich eine Begründung
darstellen. Damit ist die Idee _nicht_ begründet.

> "dass Du eben nicht eine reine Möglichkeit meinst, sondern tatsächlich
> ein erhöhtes Risiko."
> Was soll Vorstehendes nun heißen? Das ist doch widersprüchlich!


Das ist es eben _nicht_. Und Du hast behauptet, dass Du das alles wissen
und verstehen würdest!?

Zum x-ten Mal diese Einstufungen sind _keine_ Risikoeinstufungen. Es
geht ausschließlich um die _Möglichkeit_ einer vorhandenen Wirkung.
Selbst die Einstufung 1, also eine sichere Wirkung, bedeutet _alleine_
_kein_ _erhöhtes_ _Risiko_!

> Die IARC empfiehlt nicht grundlos, Handy-Strahlung zu meiden!


Diese Formulierung ist so schlicht falsch. Es wird empfohlen sich nicht
unnötig stark damit zu belasten. Das mag für Dich das Gleiche sein
das ist es aber eben nicht!

> Der Grund ist die Risiko-Einstufung 2B.


DAS IST KEINE RISIKOEINSTUFUNG!

> Wenn eine Möglichkeit eingeräumt wird, bedeutet das, daß ein kausaler
> Zusammenhang möglich ist, jedoch bisher keiner gefunden wurde.


Bisher gibt es noch nicht einmal eine Korrelation. Das vergisst Du immer
wieder.

> Mein Verdacht bezieht sich nur auf Intensiv-Telefonierer, die allerdings
> nur einen kleinen Teil (10%) von allen Teilnehmern bilden.
> Deshalb sind Studien, die diese Selektion nicht vornehmen, nicht
> oder kaum vergleichbar.


Geht's noch? Das spielt doch überhaupt keine Rolle. Die Anzahl der
Intensivtäter auf der Welt ist ebenso gestiegen wie die Anzahl der
Nutzer insgesamt. Das heißt 10% von damals fast niemandem zu heute
10% von _mindestens_ 50% der Bevölkerung der Erst- und Zweitweltländer.
Das sind mehrere dutzend Millionen zusätzliche Intensivnutzer, die
_nicht_ erkranken.

Wenn keine Steigerung der Erkrankungsrate festzustellen ist, gibt es
derzeit auch kein feststellbares Risiko. Was ist daran nicht zu verstehen?

Um das bekloppte Beispiel mal weiter zu spielen:

> Ich kenne niemanden, der Darmkrebs bekam und viel mit dem
> Fahrrad unterwegs war, und ich kenne keinerlei sonstige


Ich zwei. Jetzt habe ich einen 'begründeten' Verdacht.

> Informationen, die so etwas möglich erscheinen lassen.


Das Argument lässt du was Hirntumore angeht nicht gelten. Also zählt es
hier auch nicht.

> Außerdem kenne ich Darmkrebsfälle, ohne daß die Betroffenen
> Fahrrad gefahren waren.


Ich kenne Leute die Hirntumore hatten und noch nie ein Handy
in der Hand hatten.

> Für einen Verdacht brauche ich doch einen Zusammenhang, wie
> einen Tumor genau an der Stelle, wo das Handy angelegt wurde.


Irgendwelche Stoßwellen. Die werden ja auch therapeutisch eingesetzt.
"Da ist noch Raum für Spekulationen".

Die Anzahl der Darmerkrankungen ist im Übrigen tatsächlich gestiegen.
Ich hätte also sogar eine Korrelation vorzuweisen. Du nicht.

Merkst Du, wie schwachsinnig eine Einzellfalldiskussion ist?
Genau deswegen führt man sie _nicht_!
Fritz (17.05.2017, 06:45)
Am 16.05.17 um 20:14 schrieb Helmut Wabnig:
> Maxi telefonierte gestern, und heute ist er tot.
> Vom Baum erschlagen.
> Da siehts wie gefährlich telefonieren ist.


Vermutlich sterben viel mehr Menschen wenn sie aufs Handy starren und
sie sich im Verkehr bewegen - hoppala den LKW übersehen ....
Fritz (17.05.2017, 06:46)
Am 16.05.17 um 20:28 schrieb Helmut Schellong:
> On 05/16/2017 20:14, Helmut Wabnig wrote:
> Welche Belege? Belege wofür?
> Es wurden einige Fakten genannt - und weiter?
> Fakten sind Fakten, also Belege.


Das sind keine Belege, sondern nur Behauptungen.

Erkundige dich mal, was der Unterschied zw. Beiden ist!
Paul (17.05.2017, 08:14)
Am 17.05.2017 um 06:45 schrieb Fritz:
> Am 16.05.17 um 20:14 schrieb Helmut Wabnig:
>> Maxi telefonierte gestern, und heute ist er tot.
>> Vom Baum erschlagen.
>> Da siehts wie gefährlich telefonieren ist.

> Vermutlich sterben viel mehr Menschen wenn sie aufs Handy starren und
> sie sich im Verkehr bewegen - hoppala den LKW übersehen ....

Hoppala die Straßenbahn als Fußgänger nicht bemerkt... Aber da war doch
gerade noch ein Pokemon zu fangen...Was ist denn so schlimm daran wenn
ich als Fahrer auf der Autobahn bei 130 mal schnell meine SMS checke...

Das ist das eigentliche Problem mit den Cranks, die haben keinerlei
Vorstellungen von Größenordnungen, sie können mehrere verschiedene
Risiken nicht zueinander einordnen und sie haben keinerlei Vorstellungen
von möglichen Wirkmechanismen. Sie hören aus irgendeiner vollkommen
obskuren Quelle das da irgendwo ein ganz schlimmes Risiko bestehe, und
schon schieben sie die absolute Panik. Ist ähnlich wie bei Hypochondern,
die lesen oder hören etwas von einer exotischen Krankheit, und schon
bilden sie sich ein an allen einschlägigen Symptomen zu leiden.

Paule
Fritz (17.05.2017, 09:52)
Am 17.05.17 um 08:14 schrieb Paul:
[..]
> schon schieben sie die absolute Panik. Ist ähnlich wie bei Hypochondern,
> die lesen oder hören etwas von einer exotischen Krankheit, und schon
> bilden sie sich ein an allen einschlägigen Symptomen zu leiden.


Man kann sicherlich weder/noch beweisen (auch im juristischen Sinn),
dass bei einer Vorschädigung grad ein Handy-Telefonat den Kick gegeben
hat, dass Zellen so massiv gekippt sind und die menschliche Immun-Abwehr
versagte. Angeblich entstehen bei jeden Menschen entartete Zellen,
welche die Immunabwehr meistens wegräumen kann.

Diesen Kick kann aber auch ein Aufenthalt in den Bergen, ein Flug, ein
Aufenthalt im Radonstollen, ein Röntgen, usw. ebenso geben.
Alkoholkonsum, Rauchen, lang und ungeschützt in der Sonne 'braten'
gehören da auch hinzu.

Die Ursachen lassen sich meistens kaum feststellen, außer wenn jemand
nachweislich Asbest oder karzinogenen chemischen Stoffen oder
Strahlungen ausgesetzt war.

<https://de.wikipedia.org/wiki/Karzinogen>
<https://de.wikipedia.org/wiki/Karzinogenese>
<http://www.hoffnung-bei-krebs.com/krebsausloesende_schadstoffe.html>

Quintessenz - Leben ist nun mal lebensgefährlich!
Helmut Schellong (17.05.2017, 11:11)
On 05/17/2017 01:33, Mitleser wrote:
> Am 17.05.2017 um 00:05 schrieb Helmut Schellong: [...]
>> Die Erwärmung als möglichen Wirkungsmechanismus zu nennen ist lediglich
>> eine begründete Idee, eben weil ein Mechanismus bisher nicht gefunden
>> wurde.

> Ein nicht gefundener Mechanismus kann unmöglich eine Begründung
> darstellen. Damit ist die Idee _nicht_ begründet.

[...]
[...]

Ich halte es für sinnlos, auf die vielen Argumente zu antworten, denn
es dreht sich schon wieder im Kreis.
Es gibt platt unzutreffende Argumente, zu viele Argumente wie vorstehend
angegeben, die abstruse Annahmen/Interpretation enthalten, etc.

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