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Klaus Scheffel (06.02.2018, 11:11)
Zitat:
Fünf autonome Fahrzeuge des Herstellers Hyundai haben die Strecke von
Seoul nach Pyeongchang, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele
komplett selbstständig zurückgelegt. Mit 190 Kilometer stellt diese
Strecke einen neuen Rekord im Autonomie-Level 4 dar. Erreicht wurden
etwa 100 Stundenkilometer, bei den Fahrzeugen handelte es sich um drei
Hyundai Nexos und zwei Genesys G80s. Alle fünf liefen außerdem mit
Wasserstoff und Brennstoffzellen und hatten während der Fahrt
5G-Internetempfang für die Passagiere.
wired.de
Mathias Fuhrmann (07.02.2018, 16:37)
Klaus Scheffel schrieb:

> Zitat:
> Fünf autonome Fahrzeuge des Herstellers Hyundai haben die Strecke von
> Seoul nach Pyeongchang, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele
> komplett selbstständig zurückgelegt. Mit 190 Kilometer stellt diese
> Strecke einen neuen Rekord im Autonomie-Level 4 dar. Erreicht wurden
> etwa 100 Stundenkilometer, bei den Fahrzeugen handelte es sich um drei
> Hyundai Nexos und zwei Genesys G80s. Alle fünf liefen außerdem mit
> Wasserstoff und Brennstoffzellen und hatten während der Fahrt
> 5G-Internetempfang für die Passagiere.
> wired.de


Wer braucht 'autonome Fahrzeuge'?
Ich bin der Ansicht, Neuem gegenüber recht aufgeschlossen zu sein,
sofern _ich_ einen Sinn/Nutzen erkenne oder dieser mir kurz und präzise
dargelegt wird. Mit längere Abhandlungen will man nur oft realen
Befürchtungen durch viel Blabla entgegentreten.
Laß dir erste einmal Glasfaser ins Haus legen. ;-)
Klaus Scheffel (08.02.2018, 01:32)
Am 07.02.2018 um 15:37 schrieb Mathias Fuhrmann:
> Klaus Scheffel schrieb:
> Wer braucht 'autonome Fahrzeuge'?
> Ich bin der Ansicht, Neuem gegenüber recht aufgeschlossen zu sein,
> sofern _ich_ einen Sinn/Nutzen erkenne oder dieser mir kurz und präzise
> dargelegt wird.

Aufgabe der Industrie ist es, einen Bedarf so zu suggerieren, dass auch
Du es benutzen willst.
Es wird über kurz oder lang das von Dir angeforderte Taxi ohne Fahrer
vor Deiner Haustür stehen und Dich an den Ort Deiner Wahl befördern.
Selbstständige Spurhalte-und Bremsassistenten werden bereits serienmäßig
in LKW und PKW eingebaut. Ich habe erst heute mir einen solchen recht
preiswerten PKW angesehen, der mit zwei dafür notwendigen Kameras an der
Frontscheibe und der dazu notwendigen Steuerung für Lenkung und
Bremseausgerüstet ist.
Hartmut Ott (08.02.2018, 16:23)
Hej,

Am 08.02.2018 um 00:32 schrieb Klaus Scheffel:

>> Wer braucht 'autonome Fahrzeuge'?
>> Ich bin der Ansicht, Neuem gegenüber recht aufgeschlossen zu sein,
>> sofern _ich_ einen Sinn/Nutzen erkenne oder dieser mir kurz und präzise
>> dargelegt wird.


Oh, da wir ja schon älter sind - wir können sie brauchen, wenn wir nicht
mehr fahrtüchtig sind. Nur ...

> Aufgabe der Industrie ist es, einen Bedarf so zu suggerieren, dass auch
> Du es benutzen willst.
> Es wird über kurz oder lang das von Dir angeforderte Taxi ohne Fahrer
> vor Deiner Haustür stehen und Dich an den Ort Deiner Wahl befördern.


.... ich glaube, dass wird noch lange, sehr lange dauern. So es denn
überhaupt möglich ist, ein autonomes Auto zu fertigen. Und mit autonom
meine ich auch autonom. Also "Level 5: Kein Fahrer erforderlich. Außer
dem Festlegen des Ziels und dem Starten des Systems ist kein
menschliches Eingreifen erforderlich".

> Selbstständige Spurhalte-und Bremsassistenten werden bereits serienmäßig
> in LKW und PKW eingebaut. Ich habe erst heute mir einen solchen recht
> preiswerten PKW angesehen, der mit zwei dafür notwendigen Kameras an der
> Frontscheibe und der dazu notwendigen Steuerung für Lenkung und
> Bremseausgerüstet ist.


Nur, solange eine vom Wind über die Straße gewirbelte Plastiktüte für
ein Vollbremsung sorgt, wird das mit den autonomen Autos eher nichts.
Und solange man sich bestimmte bunte Flecken irgendwo hinmalen kann und
der Computer erkennt dann z.B. einen Regenschirm oder eine Büroklammer
statt eines Menschen oder eines Verkehrsschildes wird das nichts. Eine
97,etwas Erkennungsrate reicht eben nicht aus um autonom zu sein.

Von den anderen Fragen die sich dann auftun, mal ganz zu schweigen.

mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
Klaus Scheffel (08.02.2018, 22:22)
Am 08.02.2018 um 15:23 schrieb Hartmut Ott:
[..]
> statt eines Menschen oder eines Verkehrsschildes wird das nichts. Eine
> 97,etwas Erkennungsrate reicht eben nicht aus um autonom zu sein.
> Von den anderen Fragen die sich dann auftun, mal ganz zu schweigen.


Zitat:
Das Unternehmen Embark hat einen Sattelzug des amerikanischen
Herstellers Peterbilt mit einem autonomen Fahrsystem ausgestattet und
lies den Truck quer durch die Vereinigten Staaten fahren. Fünf Tage
dauerte die Testfahrt, die von Los Angeles an der Westküste des Landes
nach Jacksonville in Florida führte. Embark-Chef Alex Rodrigues merkte
an, dass der Truck für die 3.900 Kilometer eigentlich nur zwei Tage
benötigt hätte ? die längere Fahrzeit lag an dem Fahrer, der zur
Sicherheit an Bord war, und für den Pausen eingelegt wurden. Aktuell
muss das System noch ständig von einem Fahrer überwacht werden, Ziel sei
aber eine komplett autonome Fahrt.
golem.de
Hartmut Ott (09.02.2018, 16:26)
Hej,

Am 08.02.2018 um 21:22 schrieb Klaus Scheffel:

> Zitat:
> Das Unternehmen Embark hat einen Sattelzug des amerikanischen
> Herstellers Peterbilt mit einem autonomen Fahrsystem ausgestattet und
> lies den Truck quer durch die Vereinigten Staaten fahren. Fünf Tage


Ja, ist mir bekannt.

> dauerte die Testfahrt, die von Los Angeles an der Westküste des Landes
> nach Jacksonville in Florida führte. Embark-Chef Alex Rodrigues merkte
> an, dass der Truck für die 3.900 Kilometer eigentlich nur zwei Tage
> benötigt hätte ? die längere Fahrzeit lag an dem Fahrer, der zur
> Sicherheit an Bord war, und für den Pausen eingelegt wurden. Aktuell
> muss das System noch ständig von einem Fahrer überwacht werden, Ziel sei
> aber eine komplett autonome Fahrt.
> golem.de


Und auf diese komplett autonome Fahrt eines kommerziellen Autos warte
ich noch, wobei die nicht nur über "Autobahnen" gehen sollte, sondern
auch durch kleine und große und auch sehr großen Städte der
verschiedensten Art unter allen möglichen Wetterbedingungen. Und ohne
das der Fahrer, äh arme Aufpasser auch nur einmal eingreifen musste.
Auch nicht bei Baustellen oder bei der Vorbeifahrt an einer
Unfallstelle. Sowas, und nicht nur eine ausgeklügelte Testfahrt, sondern
reale Bedingungen, zigmal erfolgreich wiederholt, das wäre autonom.

Für hiesige Bedingungen müsste ein autonomes Auto also auch auf
Feldwegen fahren kommen und notfalls eben auch einem entgegenkommenden
Fahrzeug ausweichen können.

mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
F.K.Siebert (09.02.2018, 18:04)
Am 09.02.2018 um 15:26 schrieb Hartmut Ott:
> Hej,
> Am 08.02.2018 um 21:22 schrieb Klaus Scheffel:


[..]
> Für hiesige Bedingungen müsste ein autonomes Auto also auch auf
> Feldwegen fahren kommen und notfalls eben auch einem entgegenkommenden
> Fahrzeug ausweichen können.

......und es müsste Verkehrszeichen, wie Umleitungen und beschränkte
Durchfahrtshöhe u.a. erkennen können.
Theo P. (10.02.2018, 12:42)
F.K.Siebert schrieb:
> Am 09.02.2018 um 15:26 schrieb Hartmut Ott:
> .....und es müsste Verkehrszeichen, wie Umleitungen und beschränkte
> Durchfahrtshöhe u.a. erkennen können.


Meine Kiste hat ACC und Verkehrszeichenerkennung Friedrich, Karl.

Bedenke aber: Du bist mit 200 km/h auf der linken Spur unterwegs
plötzlich ploppt ein 120er-Schild im Display auf. Ganz schlecht soll
ein 80er Schild sein. Deine Karre versucht auf 80/120 km/h zu kommen,
bremst deswegen ab, kannst dir vorstellen, wie der Fahrer danach im
Gurt hängt. ;-)

BTW: Über 200 schaltet sich ACC aus.

Theo (hzjrygorjhffg zvg Oramvare hagrejrtf)
Peter Eggebrecht (10.02.2018, 15:08)
Theo P. (tepo) schrieb:

[...]
>Bedenke aber: Du bist mit 200 km/h auf der linken Spur unterwegs
>plötzlich ploppt ein 120er-Schild im Display auf. Ganz schlecht soll
>ein 80er Schild sein. Deine Karre versucht auf 80/120 km/h zu kommen,
>bremst deswegen ab, kannst dir vorstellen, wie der Fahrer danach im
>Gurt hängt. ;-)


Die Karre sieht natuerlich voraus...faehrt vorausschauend und passt sich
moderat der Geschwindigkeitsbeschraenkung an - rechtzeitig.

Somit wird diese Funktion abgeschaltet, denn man will ja keine Sekunde und
Meter verlieren ;-))

Mein Oldtimer hat noch keine Elektronik, dshalb wurde es auch ein Oldtimer.
Heute haelt das Blech und stirbt die Elektronik, v.d. gibt es irgendwann
auch keinen Oldtimer-Nachwuchs mehr...der faehrt.

Gruss Peter
Hartmut Ott (10.02.2018, 15:17)
Hej,

Am 09.02.2018 um 17:04 schrieb F.K.Siebert:

>> Für hiesige Bedingungen müsste ein autonomes Auto also auch auf
>> Feldwegen fahren kommen und notfalls eben auch einem entgegenkommenden
>> Fahrzeug ausweichen können.

> .....und es müsste Verkehrszeichen, wie Umleitungen und beschränkte
> Durchfahrtshöhe u.a. erkennen können.


Das setzte ich eh voraus. Und das es nicht so wie bei Tesla passiert
ist, ein abbiegender LKW für eine Überführung gehalten wird.

Das Problem dabei ist ja, das die Programme, die das machen, die
Umgebung nicht so wie ein Mensch sehen, sondern nur Zahlen haben, die
wenn sie ausreichend übereinstimmen für etwas gehalten werden. Nur
deshalb funktioniert ja der Trick mit den bunten Flecken.

mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
Gerhard Tenner (10.02.2018, 17:27)
Am 10.02.2018 um 14:17 schrieb Hartmut Ott:
> Das setzte ich eh voraus. Und das es nicht so wie bei Tesla passiert
> ist, ein abbiegender LKW für eine Überführung gehalten wird.


Schlechtes Beispiel. Das Fahrzeug war gar nicht mit einem entsprechend
leistungsfähigen System ausgestattet. Kam in der Berichterstattung eher
selten rüber, aber der Fahrer hätte keinesfalls ein Reagieren auf
Querverkehr erwarten dürfen. Aber wer liest schon so einen Absatz bis
zum einzig wichtigen letzten Satz:
"Harte Kritik am Elektroautohersteller Tesla: Zu lasche
Sicherheitsvorkehrungen bei der Software haben offenbar zu einem
tödlichen Unfall mit einem computergesteuerten Wagen der Marke im
vergangenen Jahr beigetragen. Das erklärte die US-Verkehrsbehörde NTSB,
die den Crash des Tesla-Elektroautos untersucht hatte. Die Kritik
fokussierte sich vor allem auf den eingebauten Autopiloten: Dieser habe
nicht verhindert, dass der Fahrer für längere Zeit die Kontrolle über
das Auto aufgab."
Man mahnt also eine Tot-Mann-Sicherung an, denn "Laut dem ersten
NTSB-Bericht war der verunglückte Tesla-Fahrer von der Software zuvor
mehrfach aufgefordert worden, die Hände aufs Steuer zu legen." Bremsen
und rechts ran ist wohl gefordert vom Autopilot.Stell ich mir lustig bei
Straßen mit nur einer Richtungsspur vor ...

Also noch weit weg vom autonomen Fahren. Und mir deucht, das will man
zwar für LKW-Kolonnen, die dann längst existierende und erprobte
Güterzüge simulieren - aber für Normalbürger im Status-Spielzeug? Der
will doch gerade Herrscher über die tolle Technik sein!
Theo P. (10.02.2018, 23:07)
Peter Eggebrecht schrieb:
> Theo P. (tepo) schrieb:
> [...]
> Die Karre sieht natuerlich voraus...faehrt vorausschauend und passt sich
> moderat der Geschwindigkeitsbeschraenkung an - rechtzeitig.


Definiert wird sowas etwa so: vorausschauend mit einen dem Verkehrsfluss
angepasster Geschwindigkeit.

> Somit wird diese Funktion abgeschaltet, denn man will ja keine Sekunde und
> Meter verlieren ;-))


Nur auf der Bahn ;-)

> Mein Oldtimer hat noch keine Elektronik, dshalb wurde es auch ein Oldtimer.
> Heute haelt das Blech und stirbt die Elektronik, v.d. gibt es irgendwann
> auch keinen Oldtimer-Nachwuchs mehr...der faehrt.


Würde liebend gerne auch Oldtimer fahren, auch extrem:

allerdings kommt man mit sowas leider nicht mehr in die nächst größere
Stadt (Umweltzonen) und mangels Airbag "dürfte" Opa/Oma die Kleinen
damit nicht in den Kindergarten/Schule chauffieren. :-(
Theo P. (11.02.2018, 11:57)
Peter Eggebrecht schrieb:

> Mein Oldtimer hat noch keine Elektronik, dshalb wurde es auch ein Oldtimer.
> Heute haelt das Blech und stirbt die Elektronik, v.d. gibt es irgendwann
> auch keinen Oldtimer-Nachwuchs mehr...der faehrt.


ACK

Einfach mal einen "Käfer crash test" anschauen. ;-)))


Hartmut Ott (11.02.2018, 16:03)
Hej,

Am 10.02.2018 um 16:27 schrieb Gerhard Tenner:
> Am 10.02.2018 um 14:17 schrieb Hartmut Ott:
> Schlechtes Beispiel. Das Fahrzeug war gar nicht mit einem entsprechend
> leistungsfähigen System ausgestattet. Kam in der Berichterstattung eher
> selten rüber, aber der Fahrer hätte keinesfalls ein Reagieren auf
> Querverkehr erwarten dürfen. Aber wer liest schon so einen Absatz bis
> zum einzig wichtigen letzten Satz:
> "Harte Kritik am Elektroautohersteller Tesla: Zu lasche


Ich. ,-)

Aber ich habe neben den Aufforderungen der Software, das der Fahrer die
Kontrolle übernehmen sollte auch in der Erinnerung, das es eben geschah,
weil diese Verwechslung stattfand.

> Sicherheitsvorkehrungen bei der Software haben offenbar zu einem
> tödlichen Unfall mit einem computergesteuerten Wagen der Marke im
> vergangenen Jahr beigetragen. Das erklärte die US-Verkehrsbehörde NTSB,
> die den Crash des Tesla-Elektroautos untersucht hatte. Die Kritik
> fokussierte sich vor allem auf den eingebauten Autopiloten: Dieser habe
> nicht verhindert, dass der Fahrer für längere Zeit die Kontrolle über
> das Auto aufgab."


Das ist eben der Knackpunkt.

> Also noch weit weg vom autonomen Fahren. Und mir deucht, das will man


Eben - sehr sehr weit weg.

> zwar für LKW-Kolonnen, die dann längst existierende und erprobte
> Güterzüge simulieren - aber für Normalbürger im Status-Spielzeug? Der
> will doch gerade Herrscher über die tolle Technik sein!


Wie es heißt, ist die heutige Jugend nicht mehr so am Auto interessiert
wir wir es waren.

mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
Hartmut Ott (11.02.2018, 16:05)
Hej,

Am 10.02.2018 um 22:07 schrieb Theo P.:

> Würde liebend gerne auch Oldtimer fahren, auch extrem:
>


VW mit Porschemotor? Das waren damals doch die giftigen Zwerge, die
meist nicht lange hielten.

mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*

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