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Peter (16.04.2018, 07:30)
Bekanntlich muss man beim Quartalsbeginn seine gültige Karte beim Doc
vorlegen, auch wenn man nur ständig verordnete Medikamente braucht.
Andererseits werden telefonische Medikamentenbestellungen oder Bestellungen
per Email heutzutage wohl von fast allen Ärzten akzeptiert

Ich selbst bin zu 90% gebehindert, alleinstehend, und es fällt mir immer
schwerer, den Doc aufzusuchen, nur damit der einmal die Karte durch das
Lesegerät zieht.
Zumal der seine Praxis im ersten Stock hat, ohne Fahrstuhl.
Gibt es da schon andere Möglichkeiten?

Ich denke da an etwas Ähnliches wie Video-Ident bzw. Online Identifizierung
mit Perso oder Krankenkassen-Karte.

Wie läuft denn das bei Personen, die in einem Pflegeheim sitzen und gar nicht
mehr rauskommen?

Gruß
HWS (16.04.2018, 09:43)
Am 16.04.2018 um 07:30 schrieb Peter:
> Bekanntlich muss man beim Quartalsbeginn seine gültige Karte beim Doc
> vorlegen, auch wenn man nur ständig verordnete Medikamente braucht.
> Andererseits werden telefonische Medikamentenbestellungen oder Bestellungen
> per Email heutzutage wohl von fast allen Ärzten akzeptiert


Aber erst nachdem die Karte eingelesen wurde :-)
> Ich selbst bin zu 90% gebehindert, alleinstehend, und es fällt mir immer
> schwerer, den Doc aufzusuchen, nur damit der einmal die Karte durch das
> Lesegerät zieht.
> Zumal der seine Praxis im ersten Stock hat, ohne Fahrstuhl.
> Gibt es da schon andere Möglichkeiten?
> Ich denke da an etwas Ähnliches wie Video-Ident bzw. Online Identifizierung
> mit Perso oder Krankenkassen-Karte.
> Wie läuft denn das bei Personen, die in einem Pflegeheim sitzen und gar nicht
> mehr rauskommen?
> Gruß


Man kann auch eine Person des Vertrauens in die Praxis schicken oder den
Pflegedienst oder denjenigen, der die Einkäufe erledigt, das geht ohne
technischen Schnickschnack. So wird es auch oft in Algtenheimen gesegelt.

Alternativ kann der Arzt/die Ärztin auch ein mobiles Lesegerät beim
Hausbesuch mitbringen, sofern er/sie die Investition von einigen hundert
Euro nicht scheut.
Peter (16.04.2018, 10:13)
On Mon, 16 Apr 2018 09:43:37 +0200, "HWS" posted:

>Am 16.04.2018 um 07:30 schrieb Peter:
>Aber erst nachdem die Karte eingelesen wurde :-)
>Man kann auch eine Person des Vertrauens in die Praxis schicken oder den
>Pflegedienst oder denjenigen, der die Einkäufe erledigt, das geht ohne
>technischen Schnickschnack. So wird es auch oft in Algtenheimen gesegelt.
>Alternativ kann der Arzt/die Ärztin auch ein mobiles Lesegerät beim
>Hausbesuch mitbringen, sofern er/sie die Investition von einigen hundert
>Euro nicht scheut.


Danke für die Antwort
Ideal wäre es natürlich, wenn man die Karte ganz einfach in das Lesegerät des
eigenen Rechners schieben könnte
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind doch schon jetzt alle
notwendigen Daten zur Identifizierung einschließlich Ablaufdatum auf dem Chip
der Gesundheitskarte drauf.
Fehlt doch nur noch eine App
Gerd Schweizer (16.04.2018, 16:16)
Peter schrieb:
> Bekanntlich muss man beim Quartalsbeginn seine gültige Karte beim Doc
> vorlegen, auch wenn man nur ständig verordnete Medikamente braucht.

Wer etwas übergreifend denken kann räumt auch die Möglichkeit ein Rezept
etwas länger gelten zu lassen. Seit 1975 brauche ich Tyroxin Tabletten
und muß dafür vier mal im Jahr zum Arzt. Aber in unserer sozialistischen
Planwirtschaft muß der Arzt ja vier mal eine Patientenpauschale
bekommen. Und wieviel Autoabgase für meine Rezepte erzeugt wurden...
HWS (16.04.2018, 23:39)
Am 16.04.2018 um 10:13 schrieb Peter:
> On Mon, 16 Apr 2018 09:43:37 +0200, "HWS" posted:
> Danke für die Antwort
> Ideal wäre es natürlich, wenn man die Karte ganz einfach in das Lesegerät des
> eigenen Rechners schieben könnte
> Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind doch schon jetzt alle
> notwendigen Daten zur Identifizierung einschließlich Ablaufdatum auf dem Chip
> der Gesundheitskarte drauf.
> Fehlt doch nur noch eine App


ehrlich gesagt... das ist ja schlimmer als payback :-)
Falk Dµebbert (19.04.2018, 22:36)
Am 16.04.18 um 23:39 schrieb HWS:
>> Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind doch schon jetzt alle
>> notwendigen Daten zur Identifizierung einschließlich Ablaufdatum auf
>> dem Chip
>> der Gesundheitskarte drauf.
>> Fehlt doch nur noch eine App

> ehrlich gesagt... das ist ja schlimmer als payback


Der elektronischen Gesundheitskarte dürfte kein langes Leben mehr
beschert sein.

Technisch ist sie sowohl direkt (kontaktbehaftet, langsames Protokoll)
als auch vom Datenmodell und dem Abfrageprotokoll her total veraltet.

Dazu kommt, dass der Flughafen BER im Vergleich zur eGK geradezu im
Zeitplan ist.

Daher dürfte Abreissen und Neubauen für mindestens ein Großprojekt
angesagt sein.

Falk D.
HWS (19.04.2018, 23:41)
Am 19.04.2018 um 22:36 schrieb Falk Dµebbert:

> Daher dürfte Abreissen und Neubauen für mindestens ein Großprojekt
> angesagt sein.
> Falk D.


Das dürfte für das gesamte deutsche Gesundheitssystem gelten :-)
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