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J.Malberg (08.10.2017, 10:55)
Für Kunden der netbank geht von Freitag bis Montags nichts.

Weder Onlinebanking, noch Kartenzahlund und Lastschriften platzen generell egal wie viel Geld auf den Konto ist.

Die netbank migriert ihre System zur Mutter Augsburger Aktienbank.

Und ab Montag haben netbank Kunden keine GIROCARD mehr sondern nurnoch eineDebit Mastercard und können nurnoch einmal im Monat Geld gebührenfrei abheben.
Peter Meier (08.10.2017, 11:17)
Am 08.10.2017 um 10:55 schrieb J.Malberg:
> Für Kunden der netbank geht von Freitag bis Montags nichts.


> Und ab Montag haben netbank Kunden keine GIROCARD mehr sondern nurnoch eine Debit Mastercard und können nurnoch einmal im Monat Geld gebührenfrei abheben.


Ich verstehe die Treue und Demut vieler Kunden gegenüber Ihrer Bank
nicht; denn sonst hätte die Bank längst keine Kunden mehr. Nur für
Trägheit bei den Kunden habe ich ein bißchen Verständnis, allerdings ab
Montag auch nicht mehr.

Bis zur seinerzeitigen Umstellung auf das "Moderne Internetbanking" war
ich auch langjähriger und zufriedener Kunde der netbank gewesen, als
dann keine Innovationen mehr kamen und die Technik nicht mehr zeitgemäß
war (Kontoauszugblätter auf jeweils 1/3 DIN A4 Seite, kein nutzbares
Banking über Smartphone) war ich schnell weg zu einer anderen Bank.
J.Malberg (08.10.2017, 11:30)
> Ich verstehe die Treue und Demut vieler Kunden gegenüber Ihrer Bank
> nicht; denn sonst hätte die Bank längst keine Kunden mehr. Nur für
> Trägheit bei den Kunden habe ich ein bißchen Verständnis, allerdings ab
> Montag auch nicht mehr.


Sorry dass man es so sagen muss aber viele Deutsche sind zu dumm / bequem ihr Konto zu wechseln.

Ich kenn jemand der seit Kind (wegen Eltern) bei der Sparkasse Essen ist und nun in Frankfurt wohnt. Kann daher die Einzahl-/Kontodrucker der Sparkassen Frankfurt nicht nutzen und nutzt das Konto nur online.

Zahlt aber für Konto mit einfacher MASTERCARD ca. 11 Euro Monat.
Ludger Averborg (08.10.2017, 19:46)
On Sun, 8 Oct 2017 02:30:01 -0700 (PDT), "J.Malberg"
<j.malberg> wrote:

>viele Deutsche sind zu dumm / bequem ihr Konto zu wechseln


Ich gehöre da wahrscheinlich auch dazu. Für mich wäre es
höchst unbequem, die Kontodaten überall dort zu ändern, wo
ich die abgelegt habe. Ich wüsste auf die Schnelle noch
nicht mal, wo ich die überall abgeliefert habe.

OK, ich könnte ein Jahr Kontoauszüge durchsehen, aber bequem
ist das nicht.

Gibt es da einen "bequemen Weg", den ich nicht kenne?
Irgend eine Dämon, der die Änderung bei Amazon, paypal,
Finanzamt, Zoll, Krankenkasse, ... automatisch ändert?

l.
Bernd Waterkamp (08.10.2017, 20:29)
Ludger Averborg schrieb:

> Gibt es da einen "bequemen Weg", den ich nicht kenne?
> Irgend eine Dämon, der die Änderung bei Amazon, paypal,
> Finanzamt, Zoll, Krankenkasse, ... automatisch ändert?


Seit letztem Jahr muss die abgebende Bank immerhin mithelfen:





Manche Banken versuchen das noch komfortabler zu gestalten. Die DKB
verwendet einen externen Dienstleister:



Ob man dem diese Einblicke geben möchte, muss jeder selber entscheiden.
Erfahrungswerte habe ich da noch nicht.

Die Wartungsseite bei der Netbank ist übrigens inzwischen verschwunden.
Martin Gerdes (08.10.2017, 23:12)
Konrad Wilhelm <ludger_averborg> schrieb:

>>viele Deutsche sind zu dumm / bequem ihr Konto zu wechseln


>Ich gehöre da wahrscheinlich auch dazu.


Na ja, ein Konto bei der DKB ist ja keins, das man als Onliner wechseln
müßte.

>Für mich wäre es höchst unbequem, die Kontodaten überall dort
>zu ändern, wo ich die abgelegt habe. Ich wüsste auf die
>Schnelle noch nicht mal, wo ich die überall abgeliefert habe.


>OK, ich könnte ein Jahr Kontoauszüge durchsehen, aber bequem
>ist das nicht.


>Gibt es da einen "bequemen Weg", den ich nicht kenne?
>Irgend eine Dämon, der die Änderung bei Amazon, paypal,
>Finanzamt, Zoll, Krankenkasse, ... automatisch ändert?




Es gibt mittlerweile einen gesetzlich vorgeschriebenen
Kontowechselservice, auf dem Papier unterstützt Dich Deine Bank dabei.

Ich würde mich nicht drauf verlassen, sondern das lieber selber machen.

Das Excelblatt von diesem und dem letzten Jahr mit meinen Buchungen
durchzusehen, wäre nicht _der_ Aufwand. Andererseits will ich aktuell
meine Bank nicht wechseln :-)
Peter Meier (09.10.2017, 01:36)
Am 08.10.2017 um 23:12 schrieb Martin Gerdes:

> Na ja, ein Konto bei der DKB ist ja keins, das man als Onliner wechseln
> müßte.


Erst wenn iTAN abgeschaltet wird.
Ludger Averborg (09.10.2017, 11:51)
On Sun, 8 Oct 2017 20:29:32 +0200, Bernd Waterkamp
<Bernd-Waterkamp> wrote:

>Ludger Averborg schrieb:
>Seit letztem Jahr muss die abgebende Bank immerhin mithelfen:
>
>

In der Tat, völlig simpel:
======================================
Abschnitt 3
Kontenwechselhilfe
Unterabschnitt 1
Anspruch auf Kontenwechselhilfe
§ 20
Verpflichtung zur
Gewährung von Kontenwechselhilfe
(1) Im Zusammenhang mit einem Wechsel von einem
beim übertragenden Zahlungsdienstleister geführten
Zahlungskonto zu einem beim empfangenden
Zahlungsdienstleister
geführten Zahlungskonto sind die
Zahlungsdienstleister verpflichtet, dem Verbraucher
auf dessen Wunsch Unterstützungsleistungen zu erbringen
(Kontenwechselhilfe). Die Kontenwechselhilfe
erfolgt nach Maßgabe dieses und des folgenden
Unterabschnittes.
(2) Die Verpflichtung gemäß Absatz 1 besteht nicht,
wenn
1. der übertragende oder der empfangende
Zahlungsdienstleister
nicht im Geltungsbereich dieses Gesetzes
ansässig ist oder
2. die betreffenden Zahlungskonten des Verbrauchers
bei den beteiligten Zahlungsdienstleistern nicht in
derselben Währung geführt werden.
(3) Die Kontenwechselhilfe darf nur gewährt werden,
wenn der Verbraucher und gegebenenfalls jeder weitere
Inhaber der betroffenen Zahlungskonten eine den
Anforderungen
des § 21 entsprechende Ermächtigung zur
Kontenwechselhilfe erteilt hat.
§ 21
Ermächtigung des Kontoinhabers
(1) Eine Ermächtigung zur Kontenwechselhilfe bedarf
der Schriftform. Sie muss in deutscher Sprache
verfasst sein, es sei denn, die beteiligten
Zahlungsdienstleister
und der Inhaber des betroffenen Zahlungskontos
haben sich auf eine andere Sprache geeinigt.
Jeder der beteiligten Zahlungsdienstleister hat dem
Verbraucher sowie gegebenenfalls jedem weiteren Inhaber
der betroffenen Zahlungskonten auf dessen
Wunsch unverzüglich ein Formular für die Ermächtigung
zu übermitteln. Dem Verbraucher ist eine Kopie
der erteilten Ermächtigung auszuhändigen.
(2) Das Formular für die Ermächtigung muss so gestaltet
sein, dass der Inhaber des betroffenen Zahlungskontos
die Möglichkeit hat, eine Ermächtigung in
Schriftform zu erteilen, in der er
1. dem übertragenden Zahlungsdienstleister für die
Ausführung jeder der in den §§ 22 und 23 genannten
Leistungen separat seine ausdrückliche Einwilligung
erteilen kann,
2. dem empfangenden Zahlungsdienstleister für die
Ausführung jeder der in den §§ 22 und 24 genannten
Leistungen separat seine ausdrückliche Einwilligung
erteilen kann,
3. die einzelnen eingehenden Überweisungen, Daueraufträge
und Lastschriftmandate bestimmen kann,
die von der Kontenwechselhilfe erfasst werden sollen,
4. Daten bestimmen kann, ab denen der übertragende
Zahlungsdienstleister für das bei ihm geführte Zahlungskonto
Lastschriften und eingehende Überweisungen
nicht mehr akzeptieren sowie Daueraufträge
nicht mehr ausführen und
Zahlungsauthentifizierungsinstrumente
sperren soll sowie zu denen er
das bei ihm geführte Zahlungskonto schließen und
einen verbleibenden positiven Saldo auf das beim
empfangenden Zahlungsdienstleister geführte Zahlungskonto
überweisen soll, und
5. Daten bestimmen kann, ab denen Daueraufträge
von dem beim empfangenden Zahlungsdienstleister
geführten Zahlungskonto ausgeführt und Lastschriften
akzeptiert werden sollen.
(3) Ein Zahlungsdienstleister kann sich des Musterformulars
in Anlage 1 bedienen, das den Anforderungen
des Absatzes 2 entspricht.
(4) Die Ermächtigung nach Absatz 1 kann abweichend
von Absatz 1 Satz 1 auch im Online-Banking
durch den Inhaber des betroffenen Zahlungskontos erteilt
werden.
Unterabschnitt 2
Pflichten der
beteiligten Zahlungsdienstleister
§ 22
Einleitung des Kontenwechsels
über den empfangenden Zahlungsdienstleister
Der empfangende Zahlungsdienstleister hat auf Verlangen
des Verbrauchers innerhalb von zwei Geschäftstagen
nach Erhalt der Ermächtigung zur Kontenwechselhilfe
den übertragenden Zahlungsdienstleister aufzufordern,
folgende Leistungen zu erbringen, soweit die
Ermächtigung zur Kontenwechselhilfe dies vorsieht:
1. dem empfangenden Zahlungsdienstleister und dem
Verbraucher eine Liste der bestehenden Dauerauf-
träge und die beim übertragenden Zahlungsdienstleister
verfügbaren Informationen zu Lastschriftmandaten
zu übermitteln, die bei dem Kontowechsel
transferiert werden,
2. dem empfangenden Zahlungsdienstleister und dem
Verbraucher die verfügbaren Informationen über eingehende
Überweisungen und vom Zahlungsempfänger
veranlasste Lastschriften auf dem Zahlungskonto
des Verbrauchers in den vorangegangenen
13 Monaten zu übermitteln,
3. Lastschriften und eingehende Überweisungen mit
Wirkung ab dem in der Ermächtigung hierzu bestimmten
Datum gemäß § 21 Absatz 2 Nummer 4
nicht mehr zu akzeptieren, wenn der übertragende
Zahlungsdienstleister keinen Mechanismus für die
automatische Umleitung der Lastschriften und eingehenden
Überweisungen auf das beim empfangenden
Zahlungsdienstleister geführte Zahlungskonto
des Verbrauchers vorsieht,
4. Daueraufträge mit Wirkung ab dem in der Ermächtigung
hierzu bestimmten Datum gemäß § 21 Absatz 2
Nummer 4 nicht mehr auszuführen,
5. einen auf dem Zahlungskonto des Verbrauchers verbliebenen
positiven Saldo zu dem in der Ermächtigung
hierzu bestimmten Datum gemäß § 21 Absatz 2
Nummer 4 auf das beim empfangenden Zahlungsdienstleister
geführte oder eröffnete Zahlungskonto
zu überweisen und
6. das beim übertragenden Zahlungsdienstleister geführte
Zahlungskonto des Verbrauchers zu dem in
der Ermächtigung hierzu bestimmten Datum gemäß
§ 21 Absatz 2 Nummer 4 zu schließen.
§ 23
Pflichten des
übertragenden Zahlungsdienstleisters
(1) Der übertragende Zahlungsdienstleister hat nach
Erhalt einer entsprechenden Aufforderung nach § 22
folgende Leistungen zu erbringen, soweit die Ermächtigung
zur Kontenwechselhilfe dies vorsieht:
1. dem empfangenden Zahlungsdienstleister und dem
Verbraucher die Listen und Informationen gemäß
§ 22 Nummer 1 und 2 innerhalb von fünf Geschäftstagen
zu senden,
2. Lastschriften und eingehende Überweisungen mit
Wirkung ab dem in der Ermächtigung hierzu bestimmten
Datum gemäß § 21 Absatz 2 Nummer 4
nicht mehr zu akzeptieren, wenn er keinen Mechanismus
für die automatische Umleitung der Lastschriften
und der eingehenden Überweisungen auf
das beim empfangenden Zahlungsdienstleister geführte
Zahlungskonto des Verbrauchers vorsieht, sowie
Zahlungsempfänger und Zahler dieser nicht akzeptierten
Zahlungsvorgänge darüber zu informieren,
aus welchem Grund sie nicht akzeptiert wurden,
3. Daueraufträge mit Wirkung ab dem in der Ermächtigung
hierzu bestimmten Datum gemäß § 21 Absatz 2
Nummer 4 nicht mehr auszuführen,
4. den auf dem Zahlungskonto des Verbrauchers verbliebenen
positiven Saldo zu dem in der Ermächtigung
hierzu bestimmten Datum gemäß § 21 Absatz 2
Nummer 4 auf das beim empfangenden Zahlungs-
dienstleister geführte oder eröffnete Zahlungskonto
zu überweisen und
5. das beim übertragenden Zahlungsdienstleister geführte
Zahlungskonto des Verbrauchers unbeschadet
des § 675h Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs
zu dem in der Ermächtigung hierzu bestimmten
Datum gemäß § 21 Absatz 2 Nummer 4 zu
schließen, wenn die Schritte nach den Nummern 1, 2
und 4 vollzogen wurden.
(2) Der übertragende Zahlungsdienstleister darf unbeschadet
des § 675k Absatz 2 des Bürgerlichen
Gesetzbuchs vom Verbraucher eingesetzte
Zahlungsauthentifizierungsinstrumente
nicht vor dem in der Ermächtigung
hierzu bestimmten Datum gemäß § 21
Absatz 2 Nummer 4 sperren.
§ 24
Abschluss des Kontenwechsels
durch den empfangenden Zahlungsdienstleister
(1) Der empfangende Zahlungsdienstleister hat innerhalb
von fünf Geschäftstagen nach Erhalt der Listen und
Informationen nach § 23 Absatz 1 Nummer 1 folgende
Leistungen zu erbringen, soweit die Ermächtigung zur
Kontenwechselhilfe dies vorsieht:
1. die vom Verbraucher gewünschten Daueraufträge
einzurichten und sie mit Wirkung ab dem in der Ermächtigung
hierzu bestimmten Datum gemäß § 21
Absatz 2 Nummer 5 auszuführen,
2. die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um Lastschriften
zu akzeptieren, und sie mit Wirkung ab
dem in der Ermächtigung hierzu bestimmten Datum
gemäß § 21 Absatz 2 Nummer 5 zu akzeptieren,
3. den in der Ermächtigung genannten Zahlern, die
Überweisungen auf das Zahlungskonto des Verbrauchers
tätigen, die Angaben zur neuen Zahlungskontoverbindung
des Verbrauchers beim empfangenden
Zahlungsdienstleister mitzuteilen und ihnen eine Kopie
der hierauf bezogenen Ermächtigung des Verbrauchers
zu übermitteln,
4. soweit er nicht über alle Informationen verfügt, die er
für die Mitteilung nach Nummer 3 benötigt, den Verbraucher
oder den übertragenden Zahlungsdienstleister
aufzufordern, ihm die fehlenden Informationen
mitzuteilen,
5. den in der Ermächtigung genannten Zahlungsempfängern,
die im Lastschriftverfahren Geldbeträge vom
Zahlungskonto des Verbrauchers abbuchen, die Angaben
zur neuen Zahlungskontoverbindung des Verbrauchers
beim empfangenden Zahlungsdienstleister
sowie das in der Ermächtigung hierzu bestimmte
Datum gemäß § 21 Absatz 2 Nummer 5, ab dem
Lastschriften von diesem Zahlungskonto abzubuchen
sind, mitzuteilen und ihnen eine Kopie der hierauf
bezogenen Ermächtigung des Verbrauchers zu
übermitteln,
6. soweit er nicht über alle Informationen verfügt, die er
für die Mitteilung nach Nummer 5 benötigt, den Verbraucher
oder den übertragenden Zahlungsdienstleister
aufzufordern, ihm die fehlenden Informationen
mitzuteilen, sowie
7. den Verbraucher über seine Rechte, soweit einschlä-
gig, zu informieren,
a) Lastschrifteinzüge auf einen bestimmten Betrag
oder eine bestimmte Periodizität oder beides zu
begrenzen,
b) den empfangenden Zahlungsdienstleister zu beauftragen,
falls das Lastschriftmandat gemäß
dem Zahlungsverfahren kein Erstattungsrecht
vorsieht, vor Belastung seines Zahlungskontos
jede Lastschrift anhand der Mandatsangaben zu
überprüfen und zu kontrollieren, ob der Betrag
und die Periodizität der vorgelegten Lastschrift
den Vereinbarungen im Mandat entsprechen, und
c) sämtliche auf sein Zahlungskonto bezogenen
Lastschriften oder sämtliche von einem oder
mehreren genannten Zahlungsempfängern veranlassten
Lastschriften zu blockieren oder lediglich
durch einen oder mehrere genannte Zahlungsempfänger
veranlasste Lastschriften zu autorisieren.
(2) Statt der Mitteilung an die Zahler gemäß Absatz 1
Nummer 3 oder der Mitteilung an die Zahlungsempfänger
gemäß Absatz 1 Nummer 5 kann der Verbraucher
vom empfangenden Zahlungsdienstleister verlangen,
ihm Musterschreiben zur Verfügung zu stellen, die die
Angaben zur neuen Zahlungskontoverbindung sowie
das in der Ermächtigung hierzu bestimmte Datum gemäß
§ 21 Absatz 2 Nummer 5, ab dem Lastschriften
von diesem Zahlungskonto abzubuchen sind, enthalten.
(3) Liegt ein in der Ermächtigung bestimmtes Datum
gemäß § 21 Absatz 2 Nummer 5 nicht mindestens
sechs Geschäftstage nach dem Erhalt der Listen und
Informationen nach § 23 Absatz 1 Nummer 1 durch
den empfangenden Zahlungsdienstleister, so tritt an
die Stelle dieses in der Ermächtigung bestimmten Datums
der sechste Geschäftstag nach dem Erhalt der
Listen und Informationen.
§ 25
Haftung bei Pflichtverletzungen
Der empfangende und der übertragende Zahlungsdienstleister
haften dem Verbraucher für Schäden aus
einer Verletzung ihrer Pflichten nach diesem und dem
vorangegangenen Unterabschnitt als Gesamtschuldner
nach den allgemeinen Vorschriften.
Unterabschnitt 3
Entgelte, Kosten
und Verbot von Vertragsstrafen
§ 26
Entgelte, Kosten und
Verbot von Vertragsstrafen
(1) Ein Zahlungsdienstleister hat für die Erfüllung seiner
Pflichten nach den Unterabschnitten 1 und 2 nur
dann einen Entgeltanspruch gegenüber dem Verbraucher,
wenn dies zwischen dem Verbraucher und dem
Zahlungsdienstleister vereinbart worden ist. Dieses
Entgelt muss angemessen und an den tatsächlichen
Kosten des Zahlungsdienstleisters ausgerichtet sein.
(2) Absatz 1 Satz 2 gilt für Vereinbarungen über zu
erstattende Kosten entsprechend.
(3) Ein Entgelt oder die Erstattung von Kosten darf
mit dem Verbraucher nicht vereinbart werden für
1. den Zugang des Verbrauchers zu seinen personenbezogenen
Daten im Zusammenhang mit bestehenden
Daueraufträgen und Lastschriften, die beim
betreffenden Zahlungsdienstleister vorhanden sind,
2. die Übersendung der Informationen und Listen nach
§ 23 Absatz 1 Nummer 1 sowie
3. die Schließung des beim übertragenden
Zahlungsdienstleister
geführten Zahlungskontos des Verbrauchers.
(4) Der übertragende Zahlungsdienstleister darf mit
dem empfangenden Zahlungsdienstleister weder ein
Entgelt noch die Erstattung von Kosten für die Übersendung
der Informationen und Listen nach § 23 Absatz
1 Nummer 1 vereinbaren.
(5) Eine Vereinbarung, nach der der Verbraucher eine
Vertragsstrafe im Zusammenhang mit der Kontenwechselhilfe
nach diesem Abschnitt schuldet, ist unzulässig.
========================================
(das mit den Auslandskonten lass ich jetzt mal weg)

>Manche Banken versuchen das noch komfortabler zu gestalten. Die DKB
>verwendet einen externen Dienstleister:
>
>Ob man dem diese Einblicke geben möchte, muss jeder selber entscheiden.


Ja, das und vieles vieles anderes. Die DKB geht mit "weniger
als 10 Minuten" offenbar davon aus, dass man alles ungelesen
abklickt, obwohl ja schon die Vollmachterteilung (siehe
oben) einen Riesenhaufen von Entscheidungen bereithält (die
in dem Video der DKB alle völlig unter den Tisch fallen).

Hilfestellung, sein Konto bei der DKB zu einer anderen Bank
zu übertragen, bietet die DKB offenbar nicht an.

>Erfahrungswerte habe ich da noch nicht.


l.
Ludger Averborg (09.10.2017, 11:55)
On Mon, 9 Oct 2017 01:36:07 +0200, Peter Meier
<familie_peter_meier> wrote:

>Am 08.10.2017 um 23:12 schrieb Martin Gerdes:
>> Na ja, ein Konto bei der DKB ist ja keins, das man als Onliner wechseln
>> müßte.

>Erst wenn iTAN abgeschaltet wird.


Man kommt dann mit HBCI (oder wie das momentan grade genannt
wird) und einem Bankingprogramm (z. B. Quicken)
weitestgehend ohne TANs klar. Nur um Geld von der
Kreditkarte aufs Giro zu übertragen brauch ich noch TANs.
OK, und vermutlich für selten auftretende administative
Dinge.

l.
Frank Graf (09.10.2017, 18:19)
Am Mon, 09 Oct 2017 01:36:07 +0200 schrieb Peter Meier:

> Am 08.10.2017 um 23:12 schrieb Martin Gerdes:
>> Na ja, ein Konto bei der DKB ist ja keins, das man als Onliner wechseln
>> müßte.

> Erst wenn iTAN abgeschaltet wird.


Bin nicht ganz auf dem aktuellen Stand, aber durch die PSD2
Zahlungsrichtlinie sollte iTAN abgeschafft werden. Dann dürfte keine Bank
in der EU iTAN anbieten. Vielleicht gibt es noch Änderungen an der
Richtlinie. Geplant war das Inkrafttreten Anfang 2018, es gab aber
etliche Änderungswünsche.



Frank
Peter Meier (09.10.2017, 19:03)
Am 09.10.2017 um 18:19 schrieb Frank Graf:

> Bin nicht ganz auf dem aktuellen Stand, aber durch die PSD2
> Zahlungsrichtlinie sollte iTAN abgeschafft werden. Dann dürfte keine Bank
> in der EU iTAN anbieten. Vielleicht gibt es noch Änderungen an der
> Richtlinie. Geplant war das Inkrafttreten Anfang 2018, es gab aber
> etliche Änderungswünsche.
>


Danke für den Link!

Dort ist zu lesen: "Starke Kundenauthentifizierung =
Zwei-Faktor-Autorisierung bei eZahlungen -> je zwei Merkmale aus Wissen
(PIN, Passwort), Besitz (Karte, Chip), Inhärenz (Fingerabdruck, Iris,
etc.)."

Als "Besitz" kann man doch auch die iTAN-Liste betrachten, oder etwa nicht?

Wenn ein Räuber in meine Wohnung kommt und im Besitz meiner PIN ist, wie
auch immer er daran gekommen ist, so bietet die Girocard, die er dort
findet (bzw. mir geraubt hat), keinen Sicherheitsvorteil gegenüber der
iTAN-Liste. Er würde eine Überweisung tätigen und dazu die Girocard in
den Flackercode-Chip-TAN-Generator stecken, und weg ist mein Geld.

Der Sicherheitsvorteil gegenüber der iTAN ist hier nur die
kompliziertere Bedienung des Chip-TAN-Verfahrens, oder wie auch immer
das bei den verschiedenen Banken heißt.

Daher sind wir von der DKB weg, weil meine Frau keine iTAN mehr bekommen
hat, und wir beide zu doof und motorisch limitiert sind für PushTAN,
TAN2go und Chip-TAN. Bei der DiBa haben wir nun mTAN über das uralte Handy.
Martin Hofgesang (10.10.2017, 08:16)
J.Malberg beschrieb am 08.10.2017 :

> Weder Onlinebanking, noch Kartenzahlund und Lastschriften platzen
> generell egal wie viel Geld auf den Konto ist.


Woher hast Du die Info zu den Lastschriften?

Einiges hätte man bei der Umstellung aber besser machen können.
Wer ein Konto bei der Netbank und das Wertpapierdepot bei der AAB
hatte, hat plötzlich die postalische Korrespondenz an die beim Depot
hinterlegte Adresse bekommen, d.h. die neue Karte nebst neuer
Geheimzahl ist bei der Depotadresse gelandet.

Total toll, wenn beides nicht deckungsgleich ist.

Daueraufträge sind dafür übernommen worden, aber das Banking per
Programm funktioniert noch nicht ganz.

> Die netbank migriert ihre System zur Mutter Augsburger Aktienbank.
> Und ab Montag haben netbank Kunden keine GIROCARD mehr sondern
> nurnoch eine Debit Mastercard und können nurnoch einmal im Monat
> Geld gebührenfrei abheben.


Man muss dazu sagen, auch gegen gutes Fürsprechen und dem Einwurf
von kleinen Scheinen ist keine Girocard mehr zu bekommen.

Man scheint sich vom Privatkundengeschäft verabschieden zu wollen
finde ich.

Grüssle

Martin
J.Malberg (10.10.2017, 08:39)
> Woher hast Du die Info zu den Lastschriften?

Bei Facebook gibt (immer noch) deswegen und andere Probleme massive Beschwerden.

Die Umstellung ist bisher nicht problemlos abgeeschlossen.

Ich denke auch, dass die netbank ihren Privatkunden (wie im TK Bereich Versatel) loswerden möchte.
Matthias Hanft (10.10.2017, 10:38)
Martin Hofgesang schrieb:
> Woher hast Du die Info zu den Lastschriften?


Ich als Händler aus eigener Erfahrung. Wollte gestern was (von der
Postbank aus) bei einem Kunden bei der Netbank abbuchen, kam zurück
mit dem Grund "Zahlstelle nicht erreichbar" (das hatte ich vorher
noch nie in meinem Leben).

Außerdem sind die (bei der Bundesbank) von der Netbank veröffent-
lichten Daten derzeit extrem inkonsistent. In der aktuellen BLZ-
Tabelle (die noch bis zum 3.12. gilt) wird für die BLZ 20090500
nach wie vor der BIC GENODEF1S15 angegeben, für den im aktuellen
SCL-Directory von gestern (Verzeichnis der erreichbaren Zahlungs-
dienstleister) "SDD=1" angegeben ist, d.h. man kann von dort Last-
schriften einziehen. Auf der Netbank-Homepage behaupten sie aller-
dings, sie hätten den (offenbar neuen) BIC AUGBDE71NET, und für
den steht im SCL-Directory tatsächlich "SDD=0", d.h. die Netbank
hat offiziell veröffentlicht, dass man von ihr (zumindest mit
*diesem* BIC) *grundsätzlich* keine Lastschriften einziehen kann.

In
hab ich übrigens grad gefunden:

--- schnipp ---

Änderung der BIC auf AUGBDE71NET
Ihre Kontonummer, Bankleitzahl und Ihre IBAN bleiben unverändert.
Insbesondere für Zahlungen außerhalb des SEPA-Raums gilt ab
09.10.2017 die neue BIC AUGBDE71NET. Bei Überweisungen von
Fremdbanken auf Ihr Konto wird ab 09.10.2017 vereinzelt noch
die alte BIC angezeigt. Transaktionen werden auch noch unter der
alten BIC ausgeführt.

--- schnapp ---

Na klasse. Wenn dann ein Netbank-Kontoinhaber seinen (neuen) BIC
in einem Online-Shop eingibt, der das SCL-Directory prüft (z.B.
in meinem :-) ), kommt dann (wegen SDD=0) raus "von dieser Bank
können wir leider keine Lastschriften einziehen", oder auch "der
BIC passt nicht zur IBAN" (weil sich die BIC-Änderung frühestens
ab dem 4.12. in der dann neuen BLZ-Tabelle niederschlagen wird).

Da haben die Netbank-Jungs wohl einiges Hals über Kopf umgestellt,
ohne die im Bankwesen üblichen langjährigen Übergangsfristen zu
beachten...

Da ich dort kein Konto habe, tangiert mich das nur peripher - außer
dass ich (als Händler) jetzt durch die Retoure -
a) einen verärgerten Kunden habe;
b) keine Bezahlung für das habe, was er bei mir gekauft hat (wie
kriege ich nun mein Geld? Kunde zum Überweisen auffordern?);
c) selber auch noch 5,50 Gebühren zahlen musste (wer ersetzt mir
das nun?).

Grmpf :-(

Gruß Matthias.
Martin Gerdes (11.10.2017, 00:04)
Konrad Wilhelm <ludger_averborg> schrieb:

>>> Na ja, ein Konto bei der DKB ist ja keins, das man als Onliner wechseln
>>> müßte.


>>Erst wenn iTAN abgeschaltet wird.


>Man kommt dann mit HBCI (oder wie das momentan grade genannt
>wird) und einem Bankingprogramm (z. B. Quicken)
>weitestgehend ohne TANs klar.


.... braucht aber halt einen Extra-Apparat dafür, den man bei sich haben
muß, wenn man banken will. Das halte ich im Vergleich zum
Spceicherstecker, den ich immer bei mir habe und auf dem ein Foto der
iTAN-Liste gut versteckt drauf ist, für die unbequemere Lösung.

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