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Peter Sauter (19.05.2018, 08:57)
Am 18.05.2018 um 22:13 schrieb Wolfgang Ottenweller:
> Richard Fonfara schrieb:
>> Der Rechner hat leider keinen PCIe-Steckplatz mehr frei, nur einen
>> normalen PCI-Steckplatz. Gibts für den auch USB-3-Erweiterungskarten?

>
> ca. 50 Euro.
> Allerdings ist PCI langsamer als USB 3.0.


und es gibt bei modernen Chipsätzen Probleme, weil der PCI-Bus nur noch
über PCIetoPCI-Bridgechips angebunden sind die bei einigen PCI-Karten zu
Problemem führen. Einige Musiker kennen die Problem bei der Übernahme
alter PCI-Soundkarten auf modernen Boards. Dieselben Probleme je nach
verbauten Bridgechips können prinzipbedingt auch mit anderen PCI-Karten
auftreten.

Beispiele:



-> SandyBridge Issues



Kurz gesagt kann das je nach verbautem BridgeChip, Bios und PCI-Karte zu
einem echten Problem bei der Fehlersuche werden. Daher wuerde ich
heutzutage alte PCI-Karten wenn moeglich entsorgen und beim
Hardwareupgrade passende PCIe-Karten sofern notwendig zu kaufen.
Dann hat man auch, sofern genuegend PCIe-Lanes per Chipsatz und
Prozessor kein Bandbreitenprobleme mit USB3.0 und S-ATA& M-SSDs etc.
Arno Welzel (19.05.2018, 10:10)
Richard Fonfara:

> Hallo,
> meine beiden externen Backupplatten sind mit 300 GB mittlerweile viel zu
> klein, zumal ich Daten- und Systempartition von 2 Rechnern zu sichern habe.
> Heute bietet voelkner die WDBU6Y0020BBK-WESN (Western Digital Elements
> Portable) statt für 109,99 ? für 69,99 ? an, eine 2-TB-Platte. Ich habe [...]
> Platte schon etwa 4 Jahre alt. Jetzt weiß ich nicht, ob die Platte noch
> gefertigt wird oder ob die angebotenen Platten seit 4 Jahren beim
> Händler rumliegen und durch die Lagerung vielleicht Schäden in Mechanik
> und Elektronik erlitten haben.


Nur weil eine Festplatte bereits 2014 oder 2015 auf den Markt gekommen
ist, bedeutet nicht, dass die Modelle bei den Händlern auch so alt sind.
Kein Händler wird eine Lagerhaltung betreiben, wo er Produkte für
mehrere vorrätig hält - das ist viel zu teuer.

Du kannst daher guten Gewissens auch heute noch WD Elements neu kaufen,
die Teile sind dann maximal ein paar Monate gelagert. Auch geht die
Mechanik nicht einfach kaputt, nur weil die Platte ein paar Monate
herumliegt.

Wichtig für's Backup ist vor Allem, mehrere Kopien zu haben und sich
nicht nur auf ein einziges Exemplar zu verlassen.

Welche Festplatte man dann genau nimmt, ist im Prinzip auch völlig egal,
solange sie rein technisch am Computer benutzt werden kann.

Meine persönliche Lösung: RDX - gibt es auch heute noch, aber das dürfte
Dir vermutlich zu teuer im Verhältnis zur Kapazität sein:

<https://arnowelzel.de/rdx>
Shinji Ikari (19.05.2018, 12:16)
Guten Tag

Arno Welzel <usenet> schrieb

>Nur weil eine Festplatte bereits 2014 oder 2015 auf den Markt gekommen
>ist, bedeutet nicht, dass die Modelle bei den Händlern auch so alt sind.
>Kein Händler wird eine Lagerhaltung betreiben, wo er Produkte für
>mehrere vorrätig hält - das ist viel zu teuer.
>Du kannst daher guten Gewissens auch heute noch WD Elements neu kaufen,


Bezogen auf die Lagerungsbefuerchtung stimme ich zu.

Man sollte aber beachten, dass WD (aber leider auch Seagate) bei
einigen als extern verkauften HDDs dazu uebergegangen ist die
USB-Schnittstelle fest auf der HDD Platine anzubringen, was Im Falle
eines HDD Problemes die persoenlche Datenrettung erschweren kann. Auch
ist bei den Modellen ein evtl. spaeterer Einsatz als interne HDD
aufgrund fehlender SATA-Konnektoren als schwierig zu bezeichnen.
Ich mache deshalb eher einen Bogen um diverse externe WD HDDs.
Michael Pachta (19.05.2018, 15:17)
Am 19.05.2018 um 10:10 schrieb Arno Welzel:
> Meine persönliche Lösung: RDX - gibt es auch heute noch, aber das dürfte
> Dir vermutlich zu teuer im Verhältnis zur Kapazität sein:
> <https://arnowelzel.de/rdx>


Wow - tolle Sache. Davon hatte ich noch nie was gehört. Danke dafür. Ich
könnte mich damit anfreunden.
Thorsten Albrecht (19.05.2018, 17:29)
Jörg Tewes <jogi1964> wrote:

>Thorsten Albrecht schrieb:
>Allerdings besteht bei 2,5" Platten immer die Gefahr das sie zuviel
>Strom ziehen. Und dann nicht an jedem Rechner funktionieren. BTDT


Ich weiß, theoretisch. Praktisch habe ich das noch nie in meinem Leben
erlebt. Ich schätze, dass es so etwas öfter gab, als die 2,5'' Platten
intern mehr Magnetscheiben hatten und dadurch mehr Masse in Bewegung
gesetzt werden musste. Dadurch stieg der Anlaufstrom.

Heutige Platten sind meistens recht dünn (und haben damit wenig
Magnetscheiben); und daher halte ich das Risiko in etwa für Null, dass
ein solches Problem passiert. Zumindest nicht mit einer fertig
konfektionierten Platte von WD & Co. Aber Ausnahmen mag es natürlich
immer geben - und dann tauscht man sie halt um.

Thorsten
Thorsten Albrecht (19.05.2018, 17:36)
Shinji Ikari <shinji> wrote:

>Man sollte aber beachten, dass WD (aber leider auch Seagate) bei
>einigen als extern verkauften HDDs dazu uebergegangen ist die
>USB-Schnittstelle fest auf der HDD Platine anzubringen, was Im Falle
>eines HDD Problemes die persoenlche Datenrettung erschweren kann.


Ist es nicht eher so, dass mittlerweile alle externe WD-Platten nur
noch eine USB-Schnittstelle besitzen? Kann man nicht besonders gut
nachprüfen, da die Gehäuse meistens keine Schrauben haben.

BTW Für mich ist eine fehlende SATA-Schnittstelle übrigens kein
Problem, da ich nicht vorhabe, eine externe Platte (in einem meist
ganz guten Gehäuse) in meinen Rechner einzubauen. Dann müsste ich mir
ja schon wieder eine externe Platte kaufen - das würde für mich keinen
Sinn machen. Anfänglich hielt ich ein USB-Interface an einer Platte
auch für Frevel, aber mittlerweile ist mir das egal.

Thorsten
Jörg Tewes (19.05.2018, 19:00)
Thorsten Albrecht schrieb:
> Jörg Tewes <jogi1964> wrote:
>> Thorsten Albrecht schrieb:


>>> Im übrigen würde ich keine externe 3,5'' Festplatte mit
>>> Netzteil nehmen, da sie doch "etwas" unhandlicher (und
>>> erheblich schwerer) als eine kleine 2,5'' im
>>> Taschenrechnerformat ist - sofern die Festplatte herumgetragen
>>> werden soll.


>> Allerdings besteht bei 2,5" Platten immer die Gefahr das sie
>> zuviel Strom ziehen. Und dann nicht an jedem Rechner
>> funktionieren. BTDT


> Ich weiß, theoretisch. Praktisch habe ich das noch nie in meinem
> Leben erlebt.


Ich schon, wie ich oben schrieb.

> Ich schätze, dass es so etwas öfter gab, als die 2,5'' Platten
> intern mehr Magnetscheiben hatten und dadurch mehr Masse in
> Bewegung gesetzt werden musste. Dadurch stieg der Anlaufstrom.


Da die Bauhöhe durch die Verwendungsart, früher und heute eigentlich
gleich geblieben ist, nämlich 9,5mm hat sich auch die Anzahl der
Platter nicht verändert. Nur die Kapazität der Platter wurde erhöht,
inziwschen auf imho 1 TB.

> Heutige Platten sind meistens recht dünn (und haben damit wenig
> Magnetscheiben); und daher halte ich das Risiko in etwa für Null,
> dass ein solches Problem passiert.


Naja recht dünn, kommt halt auf die Speicherkapazität an. 7mm gibts
bis 2 TB Aber die haben dann immer noch 2 Platter. Und wie schon
gesagt hatte ich schon etwas fertiges.

> Zumindest nicht mit einer fertig konfektionierten Platte von WD &
> Co. Aber Ausnahmen mag es natürlich immer geben - und dann tauscht
> man sie halt um.


Und man hofft das der Port auf dem Board nicht defekt ist. Die
Hersteller spielen da einfach mit der Hoffnung das kein
Boardhersteller sich 100% an die Spezifikation hält. Imho gibts in den
Plattentests bei Heise immer wieder externe Platte die mehr Strom
ziehen als erlaubt.

Bye Jörg
Thomas Einzel (19.05.2018, 22:39)
Am 19.05.2018 um 16:36 schrieb Thorsten Albrecht:
> Shinji Ikari <shinji> wrote:
> Ist es nicht eher so, dass mittlerweile alle externe WD-Platten nur
> noch eine USB-Schnittstelle besitzen? Kann man nicht besonders gut
> nachprüfen, da die Gehäuse meistens keine Schrauben haben.
> BTW Für mich ist eine fehlende SATA-Schnittstelle übrigens kein
> Problem, da ich nicht vorhabe, eine externe Platte (in einem meist
> ganz guten Gehäuse) in meinen Rechner einzubauen. Dann müsste ich mir
> ja schon wieder eine externe Platte kaufen - das würde für mich keinen
> Sinn machen. Anfänglich hielt ich ein USB-Interface an einer Platte
> auch für Frevel, aber mittlerweile ist mir das egal.


Das kannst du ja so machen, kein Problem.

Der Hinweis ist IMO dennoch gut, da diese Beiträge nicht wie bei E-Mails
nur an einzelne Personen gerichtet sind.

Externe Gehäuse mit extern USB und intern SATA kann man, sofern man sie
passend auswählt, auch in ihrem "Leben" mehrmals benutzen, erst recht
wenn sie extern auch einen eSATA Port haben und damit eventuell im Laufe
der Zeit Beschränkungen der SATA zu USB Bridge relevant werden und man
spätestens dann eSATA nutzt.

So ist ein HDD Tausch möglich, Hersteller unabhängig. Das sind meist nur
2 Schrauben am Gehäuse, eventuell noch 2...4 intern, oder "werkzeugloser
Tausch". Muss man kein Elektroniker sein um eine HDD auszuwechseln.

Mein ältestes 3,5" Gehäuse hat mal mit einer 500GB HDD angefangen, vor
vielen Jahren. Dann 1TB, 2TB (seine USB Grenze), jetzt 4TB (nur eSATA).
Funktioniert, man muss IMO nicht mehr wegwerfen als nötig.
Shinji Ikari (20.05.2018, 13:12)
Guten Tag

Thorsten Albrecht <thorsten10> schrieb

>Ist es nicht eher so, dass mittlerweile alle externe WD-Platten nur
>noch eine USB-Schnittstelle besitzen?


OnBoard? Nein. Aber bei 2,5" Modellen ist das anscheinend haeufiger
der Fall als bei 3,5".

>Kann man nicht besonders gut
>nachprüfen, da die Gehäuse meistens keine Schrauben haben.


Korrekt. Wenn man evtl. einen Rettungsversuch per SATA versuchen will,
kann man eben bei Pech haben.

>BTW Für mich ist eine fehlende SATA-Schnittstelle übrigens kein
>Problem, da ich nicht vorhabe, eine externe Platte (in einem meist
>ganz guten Gehäuse) in meinen Rechner einzubauen.


Da ich Platten an verschiedensten Stellen Einsetze und sich auch bei
Bekannten immer mal wieder (auch nach groesserer Zeit) ein geaenderter
Einsatzzweck ergibt, bevorzuge ich Platten, die dahingehend eben
'flexibler' sind.

Gerade bei Datenrettung, weil der/die eine Bekannte die Platte mal
wieder hat fallen lassen oder vom Tisch gerutscht ist, ist es
hilfreich auf SATA Standards zurueckgreifen zu koennen.
Arno Welzel (21.05.2018, 14:14)
Shinji Ikari:

> Guten Tag
> Arno Welzel <usenet> schrieb
> Bezogen auf die Lagerungsbefuerchtung stimme ich zu.
> Man sollte aber beachten, dass WD (aber leider auch Seagate) bei
> einigen als extern verkauften HDDs dazu uebergegangen ist die
> USB-Schnittstelle fest auf der HDD Platine anzubringen, was Im Falle
> eines HDD Problemes die persoenlche Datenrettung erschweren kann. Auch


Genau deshalb hat man ja eine Sicherung, um eben keine Datenrettung
betreiben zu müssen, wenn eine der Festplatten ausfallen sollte.

Bei RDX kommt man über SATA direkt übrigens auch nicht an den
Medieninhalt heran. Stört mich da aber ebenso wenig, da ich von jeder
Sicherung mehrere redundante Kopien habe.
Shinji Ikari (21.05.2018, 14:50)
Guten Tag

Arno Welzel <usenet> schrieb

>> Man sollte aber beachten, dass WD (aber leider auch Seagate) bei
>> einigen als extern verkauften HDDs dazu uebergegangen ist die
>> USB-Schnittstelle fest auf der HDD Platine anzubringen, was Im Falle
>> eines HDD Problemes die persoenlche Datenrettung erschweren kann...

>Genau deshalb hat man ja eine Sicherung, um eben keine Datenrettung
>betreiben zu müssen, wenn eine der Festplatten ausfallen sollte.


Leider entspricht es den Gesetzen des Herr Murphy, dass man die
Sicherung erst dann wichtig braucht, wenn dem Original etwas passiert
ist und just dann die USB Schnittstelle an der HDD versagt.

>Bei RDX kommt man über SATA direkt übrigens auch nicht an den
>Medieninhalt heran. Stört mich da aber ebenso wenig, da ich von jeder
>Sicherung mehrere redundante Kopien habe.


Du ja, aber Richard klang mir nicht so, als habe er sich in der
letzten Zeit wirklich intensiv mit Festplatten oder umfangreichen
Sicherungskonzepten beschaeftigt.
Ich mag da aber moeglicherweise auch falsch liegen.
Richard Fonfara (21.05.2018, 15:12)
Am 21.05.2018 um 14:50 Uhr schrieb Shinji Ikari:

> Arno Welzel <usenet> schrieb
> Leider entspricht es den Gesetzen des Herr Murphy, dass man die
> Sicherung erst dann wichtig braucht, wenn dem Original etwas passiert
> ist und just dann die USB Schnittstelle an der HDD versagt.
> Du ja, aber Richard klang mir nicht so, als habe er sich in der
> letzten Zeit wirklich intensiv mit Festplatten oder umfangreichen
> Sicherungskonzepten beschaeftigt.
> Ich mag da aber moeglicherweise auch falsch liegen.

Ich speichere meine Backups auf 2 externe HDs. Eine davon ist bei mir zu
Hause, die andere in einem Schließfach. Außerdem sind die Platten
verschlüsselt, sodass bei Diebstahl/Verlust der Dieb/Finder nicht an
meine Daten kommt. Unter Linux verwende ich rsnapshot, unter Windows
Drive Snapshot sowie robocopy. Diese doppelte (eigentlich 4-fache)
Datensicherung unter Windows hat sich kürzlich auch als sehr hilfreich
erwiesen.
Richard Fonfara (21.05.2018, 15:19)
Hallo allerseits,

bis jetzt habe ich den Eindruck gewonnen, dass man zwar aus
Geschwindigkeitsgründen als externe Backupplatte USB-3 verwenden sollte,
dass man aber nicht unbedingt eine HighEnd-Platte braucht. Ich kann mir
also aus Testergebnissen eine Platte aussuchen, die mir preislich genehm
ist.

Ich bin mir allerdings noch nicht darüber im Klaren, ob ich zu 2 oder 3
GB-Platten greifen soll. Da ich immer wieder höre, dass GPT noch Fehler
hat, die zu Problemen führen können, fürchte ich, dass ich u. U. im
Notfall nicht an meine Daten rankomme.

Vielen Dank für Eure Tipps und allen noch ein schönes Restpfingsten.
Shinji Ikari (21.05.2018, 16:11)
Guten Tag

Richard Fonfara <junk_shredder> schrieb

>Ich bin mir allerdings noch nicht darüber im Klaren, ob ich zu 2 oder 3
>GB-Platten greifen soll.


Etwas klein, aber wenn es reicht. 8))))

>Da ich immer wieder höre, dass GPT noch Fehler
>hat, die zu Problemen führen können, fürchte ich, dass ich u. U. im
>Notfall nicht an meine Daten rankomme.


GPT mag vielleicht bei einem Gemisch aus verschiedenen OS und einiger
Verschluesselungssoftware Probleme haben, unter reiner Windowsumgebung
sind mir bisher keine Fehler aufgefallen, welche ich auf GPT schieben
wuerde.
Wie ich aus Message-ID:
<444bff8c-2405-8da0-8e10-5600d263de0a>
entnehme waere der Zugriffsverlust auf ein Backup aufgrund der
Doppelstrategie ja zu verschmerzen. Das waere dann eben Murphy in
Reality. 8)
Frank Möller (21.05.2018, 17:48)
Shinji Ikari schrieb:
> Richard Fonfara <junk_shredder> schrieb


>> Da ich immer wieder höre, dass GPT noch Fehler
>> hat, die zu Problemen führen können, fürchte ich, dass ich u. U. im
>> Notfall nicht an meine Daten rankomme.


> GPT mag vielleicht bei einem Gemisch aus verschiedenen OS und einiger
> Verschluesselungssoftware Probleme haben...


Zumindest für DiskCryptor und VeraCrypt kann ich da Entwarnung geben, die
haben beide weder mit GPT noch mit mehr als 2 TB ein Problem.

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