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Egon Mueller (10.04.2017, 23:13)
Hallo,
ich programmiere und betreibe gelegentlich Arduinos, mit und ohne
externe Stromversorgung.
Nachdem ich häufiger Probleme mit den USB-Anschlüssen hatte und zuletzt
sogar per USB angeschlossene Tastatur und Maus nicht mehr erkannt
wurden, habe ich in einem Forum gelesen, daß ein Mainboard Ströme von
einer externen Arduino-Stromversorgung gar nicht mag.
Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber vorsichthalber würde ich gern
vorsorgen, um den USB-Controller meines neues Mainboard nicht zu
gefährden, aber anderseits möchte ich weiterhin entspannt mit den
Arduinos umgehen.
Also dachte ich mir, eine separate PCIe-USB-Karte einzubauen und an
diese den jeweiligen Arduino anzuschließen. Wenn die Vermutung aus dem
Forum richtig ist, dann geht der Controller auf der Karte kaputt und dem
Mainboard passiert nichts.
Ist meine Vermutung richtig oder falsch?

VG
Egon
kay (10.04.2017, 23:41)
Am 10.04.2017 um 23:13 schrob Egon Mueller:
> wurden, habe ich in einem Forum gelesen, daß ein Mainboard Ströme von
> einer externen Arduino-Stromversorgung gar nicht mag.


Du meinst die Arduinos schicken Spannung auf den Anschluß der sonst
eigentlich Daten (und Spannung) empfängt? Ist das denn so gewollt oder
gibt es da noch einen 2. (Host)Port? Vielleicht fehlt auch nur eine
diode zur Entkopplung der Spannung oder sie ist defekt...

> Also dachte ich mir, eine separate PCIe-USB-Karte einzubauen und an
> diese den jeweiligen Arduino anzuschließen. Wenn die Vermutung aus dem
> Forum richtig ist, dann geht der Controller auf der Karte kaputt und dem
> Mainboard passiert nichts.
> Ist meine Vermutung richtig oder falsch?


Warscheinlich schon. Aber, warum nimmst du nicht einfache einen Externen
USB-Hub. Wenn der kaputt geht musst du nur umstöpseln. Bei der Karte
aber den Rechner runterfahren, Gehäuse öffnen u.s.w. Billiger könnte er
auch noch sein - im 10'er Pack (scheint bei dir ja ein Verschleißteil zu
sein :).

Kay
Egon Mueller (11.04.2017, 01:55)
Am 10.04.2017 um 23:41 schrieb kay:
> Am 10.04.2017 um 23:13 schrob Egon Mueller:
> Du meinst die Arduinos schicken Spannung auf den Anschluß der sonst
> eigentlich Daten (und Spannung) empfängt? Ist das denn so gewollt oder
> gibt es da noch einen 2. (Host)Port? Vielleicht fehlt auch nur eine
> diode zur Entkopplung der Spannung oder sie ist defekt...
> Kay


Ich weiß nicht, ob da irgend etwas dran ist oder ob Geräte defekt sind;
im entspr. Forum hielt man so etwas für möglich.

An die eingebaute Karte hatte ich gedacht, weil dort ein eigener
Controller drauf ist (hoffe ich jedenfalls) und der Arduino noch besser
separiert ist. Die Karte ist auch nicht teurer als Hub und Netzteil und
es liegt einem weniger Kram herum.

VG
Egon
Bastian Lutz (13.04.2017, 21:24)
Hallo Egon!

Am 10.04.2017 um 23:13 schrieb Egon Mueller:
[..]
> Forum richtig ist, dann geht der Controller auf der Karte kaputt und dem
> Mainboard passiert nichts.
> Ist meine Vermutung richtig oder falsch?


Falsch (auch wenn sie vermutl. eine Reparatur des Rechners massiv
erleichtert da ich _vermute_ (aber nicht weiss) dass es dann nur die
Karte killt).
Hatte in meinem alten Job auch das Problem, dass von uns entwickelte
(aus Kaufteilen speziell zusammengesetzte) Geraete mit USB-Geraeten mit
ext. Stromversorgung drin Probleme gemacht haben. USB hat da wohl einen
Designfehler. Wir sind damals dazu uebergegangen statt USB LAN zu
verwenden (gibt da auch fertige LAN-RS232-Wandler z. B. von Lantronix).

Das Problem ist der Floating Ground auf mind. einer Seite (z. B. durch
ein Notebook-Netzteil bzw. ich vermute, dass es den Arduino genauso
betrifft.

Fassen wir die moegl. Loesungen zusammen:
- Verzichte auf USB und nimm LAN.
- Sorge dafuer, dass beide immer die selbe Masse haben. Eine praktikable
Loesung waere den Arduino vom PC-Netzteil des Rechners versorgen zu
lassen, wo er angesteckt ist. Allerdings nehmen es die Rechner z. T.
uebel, wenn man Spannungsspitzen auf der 5V/12V Leitung erzeugt z. B. in
dem man ein Geraet ab-/ansteckt.
- Verwende eine Funk- oder optische Verbindung.
- Arduino nur im Akkubetrieb laufen lassen (ohne Netzteil).

Evtl. solltest du auch

lesen.

Bastian Lutz
Arno Welzel (14.04.2017, 16:41)
Bastian Lutz wrote:

> Evtl. solltest du auch
>
> lesen.


Da gibt es nichts zu lesen - man soll 1,49 EUR zahlen, um an den Text
heranzukommen, der dann vermutlich erklärt, wie man eine LED mit
Vorwiderstand an die passenden Drähte eines alten USB-Kabels lötet und
damit testen kann, ob aus der USB-Anschluss aktiv mit Spannung versorgt
wird.
Gregor Szaktilla (14.04.2017, 17:05)
Am 14.04.2017 um 16:41 schrieb Arno Welzel:
> Bastian Lutz wrote:
> Da gibt es nichts zu lesen - man soll 1,49 EUR zahlen, um an den Text
> heranzukommen, der dann vermutlich erklärt, wie man eine LED mit
> Vorwiderstand an die passenden Drähte eines alten USB-Kabels lötet und
> damit testen kann, ob aus der USB-Anschluss aktiv mit Spannung versorgt
> wird.


Naja, der Aprilscherz-Artikel über das Nulldevice war mal echt gut.
Dafür hätte ich sogar eine Mark gezahlt. Aber heute ... wegen sowas ...

Gruß

Gregor
Bastian Lutz (14.04.2017, 18:38)
Hallo Arno!

Am 14.04.2017 um 16:41 schrieb Arno Welzel:
> Bastian Lutz wrote:
> Da gibt es nichts zu lesen - man soll 1,49 EUR zahlen, um an den Text
> heranzukommen, der dann vermutlich erklärt, wie man eine LED mit
> Vorwiderstand an die passenden Drähte eines alten USB-Kabels lötet und
> damit testen kann, ob aus der USB-Anschluss aktiv mit Spannung versorgt
> wird.


Mist, hab nicht weit genug runtergescrollt. Wollte eigentl.

verlinken (auch kostenpfl.), aber in den Kommentaren ist ein Gratis-Link
zu bzgl. Raspis problematischen USB-Hubs ->


Geht halt darum, dass Uplink-Ports von USB-Hubs z. T. unerlaubt Saft
rausgeben und so Hardware zerstoeren.

Bastian Lutz
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