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Manfred Haertel (03.05.2018, 12:11)
Während früher LKW-Fahrer eher "rücksichtsvoller" gefahren sind als
PKW-Fahrer, beobachte ich seit einigen Jahren ein genau gegenläufiges
Verhalten.

Im Prinzip kann man sich mittlerweile schon drauf verlassen, dass man
von LKWs nicht mehr von der Beschleunigungsspur auf eine Autobahn oder
Schnellstraße drauf gelassen wird. Im Gegenteil, es wird grade noch mal
Gas gegeben, so dass man ja auf der Beschleunigungsspur hart abbremsen
muss, um eine Kollision zu vermeiden.

Interessanterweise habe ich nun bei Fahrten durch Frankreich und Spanien
festgestellt, dass sich die LKW-Fahrer dort anders verhalten, und zwar
*alle* auch die dort anscheinend "unvermeidlichen" mit den
osteuropäischen Kennzeichen (wenngleich dort die Quote mit inländischen
Kennzeichen bei ca. 50% liegt, bei uns ja eher bei 5%).

Letztendlich verhalten sich dort die LKW-Fahrer wie bei uns vor
vielleicht 15 Jahren: Lassen PKWs "rein", signalisieren sich
gegenseitig, wann ein Überholvorgang abgeschlossen werden kann und
bedanken sich sogar, wenn nötig. Alles das, was es bei uns überhaupt
nicht mehr gibt.

Warum ist das so?
Erik Meltzer (03.05.2018, 13:30)
Moin!

On 03.05.2018 12:11, Manfred Haertel wrote:
> Während früher LKW-Fahrer eher "rücksichtsvoller" gefahren sind als
> PKW-Fahrer, beobachte ich seit einigen Jahren ein genau gegenläufiges
> Verhalten.


Ich bin (als Sowohl-LKW-als-auch-PKW-Fahrer) anderer Ansicht.

> Im Prinzip kann man sich mittlerweile schon drauf verlassen, dass man
> von LKWs nicht mehr von der Beschleunigungsspur auf eine Autobahn oder
> Schnellstraße drauf gelassen wird. Im Gegenteil, es wird grade noch mal
> Gas gegeben, so dass man ja auf der Beschleunigungsspur hart abbremsen
> muss, um eine Kollision zu vermeiden.


Wenn ich LKW fahre, sehe ich es als Job des auf die Autobahn
auffahrenden PKW-Fahrers, sich vor oder hinter mir eine Lücke zu
suchen. Auf der linken oder mittleren Spur ist meist ohnehin
zu viel Verkehr, um dorthin auszuweichen. PKW haben heute ein
Beschleunigungs- und Bremsvermögen, das das Lückenfinden völlig
unproblematisch macht. (Zumindest bei ausreichendem Abstand der
LKW untereinander; ich fahre mit Abstandsregler, der mit meiner
Einstellung ca. 50-60 m bei 84 km/h hält, genug zum Einscheren
also allemal.)

Handlungsbedarf sehe ich da nur bei anderen LKW, PKW mit Anhänger,
Oldtimern und ähnlichen Gefährten. Wenn links frei ist, weiche
ich für sowas natürlich aus (und das machen auch die meisten meiner
Kollegen); wenn nicht, reduziere ich ggf. auch meine Geschwindigkeit,
wenn mir nicht gerade ein merkbefreiter Vollhonk von Kollege auf
der Trailerstoßstange klebt, und signalisiere mit der Lichthupe,
daß das langsame Fahrzeug bitte vor mir einscheren möge. Das
seh ich bei meinen Kollegen zugegebenermaßen eher selten. (Ich
mache es natürlich auch nur dann, wenn es absehbar sonst eng für
den Auffahrenden wird; wenn ich an ihm vorbei bin, lange bevor sein
Beschleunigungsstreifen endet, und hinter mir genug Lücke ist, gibt
es ja auch keinen Grund dafür.)

> Interessanterweise habe ich nun bei Fahrten durch Frankreich und Spanien
> festgestellt, dass sich die LKW-Fahrer dort anders verhalten, und zwar
> *alle* [...]
> Letztendlich verhalten sich dort die LKW-Fahrer wie bei uns vor
> vielleicht 15 Jahren: Lassen PKWs "rein", signalisieren sich
> gegenseitig, wann ein Überholvorgang abgeschlossen werden kann und
> bedanken sich sogar, wenn nötig. Alles das, was es bei uns überhaupt
> nicht mehr gibt.


Das Signalisieren zum Einscheren und das Bedanken dafür mit Warn-
oder Wechselblinken ist auch bei uns noch relativ üblich. Ersteres
würde ich bei ca. 80% sehen, letzteres auch noch bei über der
Hälfte. Auffallend ist, daß es Süd-, Mittel- und Osteuropäer häufiger
machen als Nordeuropäer, insbesondere Dänen machen es fast nie.
Am höflichsten fahren nach meiner Beobachtung Niederländer und
Franzosen.

> Warum ist das so?


Falschverstandener Konkurrenzdruck. Nur weil sein Arbeitgeber meinem
Frachten mit unfairer Preisgestaltung wegschnappt, muß ich dafür doch
nicht das arme Schwein im ukrainischen Laster "bestrafen", das dafür
mit unterirdischem Gehalt und wochenlangen Touren fern der Heimat eh
schon die Zeche zahlt. Das sehen aber leider nicht alle so.

Und was die Rücksicht gegenüber PKW-Fahrern angeht: da verallgemeinern
halt auch viele, denn die Rücksicht von PKW- gegenüber LKW-Fahrern ist
gleichsam auf dem absteigenden Ast. Am nervigsten aus meiner Sicht
als LKW-Fahrer: Einscheren ohne auch nur ansatzweise Sicherheitsabstand,
meist von links kommend, mit anschließender Bremsung und Wechsel auf
einen Verzögerungsstreifen -- damit eine Bremsung des automatischen
Abstandsreglers auslösend, die mitunter über viele folgende LKW
nach hinten "durchgereicht" wird. Oder auch, wenn man doch mal einen
auf die rechte Spur gelassen hat, indem man auf die mittlere auswich:
wenn der dann minutenlang rechts neben oder knapp hinter dem LKW
hertrödelt und im letzteren Fall auch natürlich nicht per Lichthupe
zum Einscheren auffordert, einen also links "verhungern" läßt.

Wenn man sowas täglich dutzendfach erlebt, muß man sich schon bewußt
in Erinnerung rufen, daß das eben nur einige (wenn auch zu viele)
PKW-Fahrer sind und eben nicht "alle" oder "die PKW-Fahrer", sonst
kommt einem die Rücksicht auf selbige schnell abhanden.

Liebe Grüße,
Ermel.
F. Werner (03.05.2018, 13:51)
Am 03.05.2018 um 12:11 schrieb Manfred Haertel:

> Während früher LKW-Fahrer eher "rücksichtsvoller" gefahren sind als
> PKW-Fahrer, beobachte ich seit einigen Jahren ein genau gegenläufiges
> Verhalten.


Wenn ich das Thema anschneide, hält man mich für paranoid. Mir fällt das
aber schon länger auf. Da ich öfter von und aus Richtung
Belgischer/Holländischer Grenze komme, bin ich bei weißen
Nummernschilder mit "D" lieber immer doppelt vorsichtig.

> Im Prinzip kann man sich mittlerweile schon drauf verlassen, dass man
> von LKWs nicht mehr von der Beschleunigungsspur auf eine Autobahn
> oder Schnellstraße drauf gelassen wird. Im Gegenteil, es wird grade
> noch mal Gas gegeben, so dass man ja auf der Beschleunigungsspur
> hart abbremsen muss, um eine Kollision zu vermeiden.


Ja, das hört man bei offenem Fenster deutlich: "Ich muss Rücksicht
nehmen? Nicht mit mir! Fuß in die Ölwanne!" Ich hörte mal, dass man das
Einfädeln ermöglichen muss. Gilt das nicht mehr?

> Interessanterweise habe ich nun bei Fahrten durch Frankreich und
> Spanien festgestellt, dass sich die LKW-Fahrer dort anders
> verhalten, und zwar *alle* auch die dort anscheinend
> "unvermeidlichen" mit den osteuropäischen Kennzeichen (wenngleich
> dort die Quote mit inländischen Kennzeichen bei ca. 50% liegt, bei
> uns ja eher bei 5%).


Da wird einfach mehr kontrolliert (in Frankreich 2 Routine-Kontrollen,
in Belgien 2, in Holland 1, in Deutschland seit 2009 keine mehr).

In unkontrollierten Ländern macht halt jeder was er will.

FW
Klaus K (03.05.2018, 14:03)
Erik Meltzer schrieb:
[..]
> LKW untereinander; ich fahre mit Abstandsregler, der mit meiner
> Einstellung ca. 50-60 m bei 84 km/h hält, genug zum Einscheren
> also allemal.)


Absolut richtiges Verhalten. Wer auffährt muss aufpassen und niemanden zu einem Bremsen oder
Spurwechsel nötigen.
Solange der Anstand nicht gerade 10 m unterschreitet ist alles ok. Wenn er das tut, hat der
LKW Fahrer was falsch gemacht und sollte statt hupen sich selbst mal bei der Nase packen.

K.
Michael Landenberger (03.05.2018, 14:45)
"Manfred Haertel" schrieb am 03.05.2018 um 12:11:02:

> Während früher LKW-Fahrer eher "rücksichtsvoller" gefahren sind als
> PKW-Fahrer, beobachte ich seit einigen Jahren ein genau gegenläufiges
> Verhalten.


LKW-Fahrer haben sich bei mir schon von jeher durch (massiv StVO-widrige)
Elefantenrennen disqualifiziert. Da fallen die meisten anderen
Rücksichtslosigkeiten kaum noch ins Gewicht.

Gruß

Michael
Frank Hucklenbroich (03.05.2018, 14:48)
Am Thu, 3 May 2018 12:11:02 +0200 schrieb Manfred Haertel:

> Interessanterweise habe ich nun bei Fahrten durch Frankreich und Spanien
> festgestellt, dass sich die LKW-Fahrer dort anders verhalten, und zwar
> *alle* auch die dort anscheinend "unvermeidlichen" mit den
> osteuropäischen Kennzeichen (wenngleich dort die Quote mit inländischen
> Kennzeichen bei ca. 50% liegt, bei uns ja eher bei 5%).


Ich war letztes Jahr erstmals in Tschechien und Ungarn unterwegs (mit dem
PKW), und da ist mir aufgefallen, daß die LKW da extrem diszipliniert
geahren sind. Und eigentlich nur auf der rechten Spur, überholende LKW oder
gar Elefantenrennen gab es da keine.
Da konnte man den Tempomat auf Tempo 123 stellen und ganz entspannt über
die linke Spur fahren.

Grüße,

Frank
HC Ahlmann (03.05.2018, 17:28)
F. Werner <fhw> wrote:

> Ich hörte mal, dass man das Einfädeln ermöglichen muss. Gilt das nicht
> mehr?


Dochdoch, das gilt in Dänemark noch immer.
Aber in den Ländern mit Z.205 an Autobahneinfahrten galt es noch nie.
HC Ahlmann (03.05.2018, 18:03)
Manfred Haertel <Manfred.Haertel> wrote:

> [...mit] osteuropäischen Kennzeichen (wenngleich dort die Quote mit
> inländischen Kennzeichen bei ca. 50% liegt, bei uns ja eher bei 5%).


> Warum ist das so?


Das ist verzerrte Wahrnehmung.
Andreas Neumann (03.05.2018, 21:37)
Manfred Haertel wrote:

> Während früher LKW-Fahrer eher "rücksichtsvoller" gefahren sind als
> PKW-Fahrer, beobachte ich seit einigen Jahren ein genau gegenläufiges
> Verhalten.
> Im Prinzip kann man sich mittlerweile schon drauf verlassen, dass man
> von LKWs nicht mehr von der Beschleunigungsspur auf eine Autobahn oder
> Schnellstraße drauf gelassen wird. Im Gegenteil, es wird grade noch mal
> Gas gegeben, so dass man ja auf der Beschleunigungsspur hart abbremsen
> muss, um eine Kollision zu vermeiden.


Sag mal, hat man dir in der Fahrschule nicht beigebracht, was ein
*Beschleunigungsstreifen* ist?
Also gut, dann erzähle ich dir mal wie das geht. Man kommt mit - je nach
Kurvenradius der Auffahrt - ca 60 bis 80km/h auf der Spur an,
selbstverständlich auf dem Gas stehend. Das Fahrzeug beschleunigt also
(siehe "Beschleunigungsstreifen"). Da die meisten LKW mit maximal etwa
90km/h fahren, ist man also schon im gleichen Geschwindigkeitsbereich. Wenn
man also auf etwa gleicher Höhe mit dem LKW ist, kann man locker auf dem
*Beschleunigungsstreifen* auf >=100km/h beschleunigen, um mühelos mit
Sicherheitsabstand vor dem LKW einzuscheren.
Wenn der LKW dazu schon zu weit vorne ist, geht man ganz entspannt etwas vom
Gas und schert dahinter ein. Dazu muss man nicht mal bremsen.
Alles easy.

Zu erwarten, dass der LKW wegen eigenem Unvermögen auf die linke Spur
ausweicht und damit dort alles herbremst, ist rücksichtslose
Erwartungshaltung auf deiner Seite. Sowas geht garnicht.

Falls du allerdings schon in der Alters-/Unflexibilitätsklasse bist, in der
man mit 49,7km/h auf die Autobahn fällt, um dann innerhalb der nächsten
drölfzig Minuten auf 92,88kmh hochzukriechen, solltest du dich mal fragen
ob Autofahren noch der richtige Zeitvertreib für dich ist.
HC Ahlmann (04.05.2018, 00:23)
Andreas Neumann <an5275> wrote:

> Sag mal, hat man dir in der Fahrschule nicht beigebracht, was ein
> *Beschleunigungsstreifen* ist?


Sag mal, hast Du nur mit wenigen Autos oder generell wenig Erfahrung?
Dann fahre einige Jahre oder einige zehntausend Kilometer auf vielen
verschiedenen Strecken leistungsschwache, schwere Autos, um Deinen
Horizont zu erweitern, statt singuläre Erfahrungen mit spurtstarken
Autos zu verallgemeinern.

> Also gut, dann erzähle ich dir mal wie das geht. Man kommt mit - je nach
> Kurvenradius der Auffahrt - ca 60 bis 80km/h auf der Spur an,


nicht zutreffend
Je nach Auto kann es deutlich weniger sein ? VW-T3 mit Rotzkocher, 2CV,
/8 200D.

> selbstverständlich auf dem Gas stehend.


nicht zutreffend bei Gefällen, grenzwertiger Geschwindigkeit oder engen
Kurven, nicht einsehbarer Kurve oder stockendem Verkehr auf dem
Hauptfahrstreifen

> Das Fahrzeug beschleunigt also (siehe "Beschleunigungsstreifen").


Zutreffend, sobald es gerade genug ist und sofern unter Beachtung von
Vorfahrt und Lücken auf dem Hauptfahrstreifen eine passende
Geschwindigkeit zum Einfädeln erreicht werden kann, sonst ist am Beginn
des Beschleunigungsstreifens anzuhalten, weil Vorfahrt zu gewähren ist.

> Da die meisten LKW mit maximal etwa 90km/h fahren, ist man also schon im
> gleichen Geschwindigkeitsbereich. Wenn man also auf etwa gleicher Höhe mit
> dem LKW ist, kann man locker auf dem *Beschleunigungsstreifen* auf
> >=100km/h beschleunigen, um mühelos mit Sicherheitsabstand vor dem LKW

> einzuscheren.


nicht zutreffend, weil das nötige Leistungsgewicht bei Pkw nicht
vorgschrieben ist
Ein vollbeladener VW-T3 mit 60PS-Benziner kann auf einem
Beschleunigungsstreifen von 40 auf 80km/h beschleunigen und zuvor nicht
mit mehr als 40km/h durch Kleeblattkurven fahren.
Michael Landenberger (04.05.2018, 08:09)
"HC Ahlmann" schrieb am 04.05.2018 um 00:23:16:

> Andreas Neumann <an5275> wrote:


>> Also gut, dann erzähle ich dir mal wie das geht. Man kommt mit - je nach
>> Kurvenradius der Auffahrt - ca 60 bis 80km/h auf der Spur an,


> nicht zutreffend
> Je nach Auto kann es deutlich weniger sein – VW-T3 mit Rotzkocher, 2CV,
> /8 200D.


Wie hoch ist der Anteil dieser Autos noch am Gesamtbestand der Fahrzeuge, d.
h. wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand eine solche Kiste fährt?
Und gibt es eine Verpflichtung, heute noch solche Kisten zu fahren? Gibt es
eine Verpflichtung, mit solchen rollenden Verkehrshindernissen die Autobahn zu
benutzen? Eben.

Die von Andreas beschriebene Vorgehensweise habe ich schon praktiziert, als
ich noch mit einem Passat mit 72 PS unterwegs war. Das war vor 25 Jahren. Hat
immer geklappt. Ein Auto, mit dem sowas nicht klappt, würde ich noch nicht
einmal geschenkt nehmen.

Gruß

Michael
Andreas Neumann (04.05.2018, 09:37)
HC Ahlmann wrote:

[Wanderdüne]

Ich kopiere dir mal den Satz rein, den du vermutlich in der Eile überlesen
hast:
> Wenn der LKW dazu schon zu weit vorne ist, geht man ganz entspannt etwas
> vom Gas und schert dahinter ein. Dazu muss man nicht mal bremsen.
> Alles easy.


Es besteht weder die Verpflichtung, noch die Notwendigkeit, noch ist es
sinnvoll, vom LKW-Fahrer zu erwarten für sowas den Verkehr auf der linken
Spur herzubremsen.
Auf dem Beschleunigungsstreifen gilt *Vorfahrt achten*. Auch das sollte man
in der Fahrschule gelernt haben.

Und ja, ich habe auch schon untermotorisiertes Gefährt auf der Autobahn
bewegt, Stichwort 220D /8, 1,4 Tonnen mit rachitischen 60 Diesel-PS, 2CV,
R4, Käfer mit 44PS u.ä.
Die Rücksichtnahme hat vom Einscherenden zu erfolgen. Früher, als der
Verkehr noch nicht so dicht war, konnte der LKW gerne mal auf die freie
linke Spur wechseln, heutzutage ist sowas nur noch in Ausnahmefällen
sinnvoll möglich.

Muss man hier echt Selbstverständlichkeiten und StVO in Breite erklären?
marc (04.05.2018, 09:50)
HC Ahlmann <hc.ahlmann> wrote:
> Andreas Neumann <an5275> wrote:
>> Also gut, dann erzähle ich dir mal wie das geht. Man kommt mit - je nach
>> Kurvenradius der Auffahrt - ca 60 bis 80km/h auf der Spur an,

> nicht zutreffend
> Je nach Auto kann es deutlich weniger sein ??? VW-T3 mit Rotzkocher, 2CV,
> /8 200D.


So ziemlich alles in den letzten 20 Jahren zugelassene hat ausreichend
Leistung. Obige Autos und welche mit vergleichbaren Leistungsgewichten
sind <<1% des aktiven Fahrzeugbestandes.

Und wenn ich mit Madame la DS auffahre, sind alle auch rücksichtsvoller.
Obwohl Madame kann, wenn ich will. Sie hat immerhin auch gut 100 PS auf
ihre 1200kg.

cu
.\\arc
HC Ahlmann (04.05.2018, 13:17)
Andreas Neumann <an5275> wrote:

> HC Ahlmann wrote:
> [Wanderdüne]
> Ich kopiere dir mal den Satz rein, den du vermutlich in der Eile überlesen
> hast:


Ich habe den Satz weder überlesen noch außer Acht gelassen. Deine
Einlassung ließ jedoch das Verhalten spurtschwacher Autos völlig
unberücksichtigt, während sie sehr breitbeinig und belehrend daherkam
("Sag mal, hat man dir in der Fahrschule nicht beigebracht, was ein
*Beschleunigungsstreifen* ist?").

> Muss man hier echt Selbstverständlichkeiten und StVO in Breite erklären?


Ja, denn es sind zu viele unterwegs, die nicht nach der aktuellen
Fassung der StVO handeln, sondern nach erlernten, aber ungültigen, nach
erdachten oder vorteilhaften Regeln* fahren oder Regeln vergessen haben,
was beim Antizipieren von Verkehrsverhalten sehr hilfreich ist.

* z.B. "Ich hörte mal, dass man das Einfädeln ermöglichen muss. Gilt das
nicht mehr?"
HC Ahlmann (04.05.2018, 13:17)
Michael Landenberger <spamwirdgefiltert> wrote:

> "HC Ahlmann" schrieb am 04.05.2018 um 00:23:16:
> Wie hoch ist der Anteil dieser Autos noch am Gesamtbestand der Fahrzeuge, d.
> h. wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand eine solche Kiste fährt?


Erkenne den Unterschied von schwachmotorisierten Fahrzeugen und
konkreten Beispielen.

> Die von Andreas beschriebene Vorgehensweise habe ich schon praktiziert, als
> ich noch mit einem Passat mit 72 PS unterwegs war. Das war vor 25 Jahren. Hat
> immer geklappt. Ein Auto, mit dem sowas nicht klappt, würde ich noch nicht
> einmal geschenkt nehmen.


Deine Entscheidung ist keine allgemeingültige Entscheidung.

Während vor 25 Jahren ein Passat mit 72PS durchschnittlich motorisiert
war, ist er das heute nicht mehr.

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