expertenaustausch > comp.* > comp.software.graphik

Erik Griffin (22.11.2007, 18:31)
Hallo ;-)

Ich bin auf der Suche nach einem Programm welches per Klick oder
Knopfdruck meinen Scanner dazu motiviert die komplette Fläche in einer
vor eingestellten Auflösung einzuscannen und automatisch in ein Format
meiner Wahl abzuspeichern. Also in etwa sowas hier:

Klick -> Einscannen mit 300dpi, abspeichern unter 1.jpg
Klick -> Einscannen mit 300dpi, abspeichern unter 2.jpg
....
Klick -> Einscannen mit 300dpi, abspeichern unter 9999.jpg

Ganz toll wäre, wenn das Programm nun auch noch Gimp heißen würde ;-)
Hat jemand ne Idee? Geht das mit Gimp? Wenn ja, wie? Bzw. gibt es
kostenlose Alternativen?

Wozu das ganze: Ich bin auserkoren ehrenamtlicher Weise die Chronik
unseres Ortes aufzuarbeiten. Das bedeutet nun erstmal einfach alles
erstmal einscannen und mit eindeutiger Nummer katalogisieren -
Bearbeitung folgt später. Wenn ich nun ein Programm hätte was oben
beschriebenes Szenario erfüllt, könnte ich 10 Mutti's vor 10 PC's setzen
und diese Arbeit etwas beschleunigen.

mfg
Erik

PS: Welches Grafikformat würdet Ihr für Dokumente, S/W Bilder und
Color-Bilder verwenden? Schön wäre ein Format was entweder nicht
ausstirbt (sowas mit jpeg/png) bzw. welches man später jederzeit
konvertieren kann...
Torben Anschau (22.11.2007, 21:09)
Hi,

Erik Griffin schrieb:
[..]
> Bearbeitung folgt später. Wenn ich nun ein Programm hätte was oben
> beschriebenes Szenario erfüllt, könnte ich 10 Mutti's vor 10 PC's setzen
> und diese Arbeit etwas beschleunigen.


[Bevor andere schimpfen, es heißt "Muttis" - ohne Deppenapostroph]

Manche Scanner bieten das bereits in ihren Scanprogrammen an.
Ansonsten weiß ich nur von Photoshop, dass so eine Funktion in der
aktuellen Version eingebaut wurde.

> PS: Welches Grafikformat würdet Ihr für Dokumente, S/W Bilder und
> Color-Bilder verwenden? Schön wäre ein Format was entweder nicht
> ausstirbt (sowas mit jpeg/png) bzw. welches man später jederzeit
> konvertieren kann...


Da Du wahrscheinlich kein Profi bist und nicht immer mit professionellen
Programmen arbeiten wirst, empfehle ich Dir TIFF. Das ist ein Format, in
dem wirklich fast alles geht. Schwarz/Weiß-Bilder (also monocrhome),
Graustufen-Bilder (wichtig; das ist wahrscheinlch das, was Du mit S/W
meinst!) sowie Farbbilder in allen Farbmodi und Auflösungen. Komprimiert
wird ausschließlich verlustfrei, das heißt es geht nix verloren.
Tiffs lassen sich in fast jedem Programm und Betriebssystem anzeigen und
mit jedem Bildbearbeitungsprogramm verarbeiten. Ich selbst nutze meist
das Photoshop-Format oder auch PDF, aber das wird Dir nich so viel bringen.
Erik Griffin (23.11.2007, 02:19)
* Torben Anschau schrieb:

Hallo!

> Erik Griffin schrieb:
> [Bevor andere schimpfen, es heißt "Muttis" - ohne Deppenapostroph]


Ok, damit kann ich leben ;-)

> Manche Scanner bieten das bereits in ihren Scanprogrammen an.
> Ansonsten weiß ich nur von Photoshop, dass so eine Funktion in der
> aktuellen Version eingebaut wurde.


Ich kenne Photoshop, habe damit Jahre lang gearbeitet. ABER: Photoshop
kostet nun mal Geld. Ich möchte das mit freier bzw. kostenloser Software
hinbekommen.

>> PS: Welches Grafikformat würdet Ihr für Dokumente, S/W Bilder und
>> Color-Bilder verwenden? Schön wäre ein Format was entweder nicht
>> ausstirbt (sowas mit jpeg/png) bzw. welches man später jederzeit
>> konvertieren kann...

> Da Du wahrscheinlich kein Profi bist und nicht immer mit professionellen
> Programmen arbeiten wirst, empfehle ich Dir TIFF.


Definiere Profi. Wie gesagt Photoshop ist für mich nicht unbekannt.

> Das ist ein Format, in dem wirklich fast alles geht. Schwarz/
> Weiß-Bilder (also monocrhome), Graustufen-Bilder (wichtig; das
> ist wahrscheinlch das, was Du mit S/W meinst!)


Ich meinte in der Tat S/W-Bilder. Es sind wirklich Bilder dabei die
keinerlei Graustufen haben sondern S/W sind.

> sowie Farbbilder in allen Farbmodi und Auflösungen. Komprimiert
> wird ausschließlich verlustfrei, das heißt es geht nix verloren.
> Tiffs lassen sich in fast jedem Programm und Betriebssystem anzeigen und
> mit jedem Bildbearbeitungsprogramm verarbeiten. Ich selbst nutze meist
> das Photoshop-Format oder auch PDF, aber das wird Dir nich so viel bringen.


Öhm wir reden hier von ca. 10.000 Dokumenten, welche vermutlich alle mit
je 300dpi eingescannt werden sollen. Ich denke TIFF würde hierbei den
verfügbaren Speicherplatz sprengen. Habe soeben mal einen Test gemacht:

A4-Seite mit 300dpi
JPEG 2.589kb (x10.000 =~ 24GB)
TIFF 26.256kb (x10.000 =~ 262GB)

Mir ist durchaus bewusst, dass JPEG verlustbehaftet ist - aber für die
Qualität wäre es in diesem Fall völlig ausreichend. Die Frage ist nur,
gibt es da ggf. schon etwas neueres? PNG ist ähnlich in der Kompression
(und auch wirklich frei - im Gegensatz zu JPEG) - aber evtl. kennt ja
jemand noch was besseres...

In jedem Fall habe ich nun ein Programm gefunden womit oben
beschriebenes Szenario geht. Bei Irfanview gibt es die Option
Scannen/Batch-Scannen - das macht genau das was ich will.

mfg
Erik
Torben Anschau (23.11.2007, 03:33)
HI,

Erik Griffin schrieb:
>> Manche Scanner bieten das bereits in ihren Scanprogrammen an.
>> Ansonsten weiß ich nur von Photoshop, dass so eine Funktion in der
>> aktuellen Version eingebaut wurde.

> Ich kenne Photoshop, habe damit Jahre lang gearbeitet. ABER: Photoshop
> kostet nun mal Geld. Ich möchte das mit freier bzw. kostenloser Software
> hinbekommen.


Ja, da müssen Dir andere helfen. Gimp kennst Du ja, musst halt gucken,
ob das damit geht. Und überlegen was billiger ist, 100 Euro für ein
Photoshop Elements oder die Arbeitszeit mehrerer Frauen.

>> Da Du wahrscheinlich kein Profi bist und nicht immer mit professionellen
>> Programmen arbeiten wirst, empfehle ich Dir TIFF.

> Definiere Profi. Wie gesagt Photoshop ist für mich nicht unbekannt.


Jemand der damit Geld verdient und entsprechende Kenntnisse besitzt.
Wenn Dir Photoshop bekannt ist - gut, dann bleibt TIFF dennoch eine gute
Wahl.

>> Das ist ein Format, in dem wirklich fast alles geht. Schwarz/
>> Weiß-Bilder (also monocrhome), Graustufen-Bilder (wichtig; das
>> ist wahrscheinlch das, was Du mit S/W meinst!)

> Ich meinte in der Tat S/W-Bilder. Es sind wirklich Bilder dabei die
> keinerlei Graustufen haben sondern S/W sind.


Ja, das geht auch im TIF.

> Öhm wir reden hier von ca. 10.000 Dokumenten, welche vermutlich alle mit
> je 300dpi eingescannt werden sollen. Ich denke TIFF würde hierbei den
> verfügbaren Speicherplatz sprengen. Habe soeben mal einen Test gemacht:
> A4-Seite mit 300dpi
> JPEG 2.589kb (x10.000 =~ 24GB)
> TIFF 26.256kb (x10.000 =~ 262GB)


Alle farbig? Bedenke, dass JPGs nur bei Farb- und Graustufenbildern
funktionieren. Wenn Du wirklich 1-Bit-Bilder als TIFF speicherst sollten
die gar nicht so groß werden (allerdings sind dann 300 ppi etwas
schwach, 600 oder 1200 wären vernünftig wegen möglicher Treppenbildung).
Außerdem: Was in JPG komprimiert wurde, ist teilweise wirklich weg. Oft
macht das nix, aber es können Artefakte entstehen und die
Nachbearbeitung erschwert werden. Ich hatte Dich so verstanden, dass Du
ein möglichst originalgetreu konservierendes Datenformat wissen willst.
Da halte ich TIFF für besser als JPG. Wenn Dir letzteres ausreicht, dann
nimm es doch.

>Mir ist durchaus bewusst, dass JPEG verlustbehaftet ist - aber für die
> Qualität wäre es in diesem Fall völlig ausreichend. Die Frage ist nur,
> gibt es da ggf. schon etwas neueres? PNG ist ähnlich in der Kompression
> (und auch wirklich frei - im Gegensatz zu JPEG) - aber evtl. kennt ja
> jemand noch was besseres...


Um die Freiheit von JPG mache ich mir keine Gedanken, weil mit dem
Erwerb von Software ist sie mein Eigentum und ich kann damit machen was
ich will, wenn das Speichern von JPGs dabei enthalten war, nutze ich
das. Sollen sich Assoziationen mit Adobe und Co rumprügeln, mich juckt
das nicht.
Was PNG betrifft, da hast Du bereits das Problem, dass das nicht von
allen Browsern und Programmen dargestellt wird, von den meisten aber
nicht allen. Es hat sich nach meiner Beobachtung nicht wirklich als
dauerhafter Ersatz herausgestellt. Wenn Du wirklich ein zertifiziertes
Archivformat benutzen willst, dann solltest Du PDF/A wählen. Die darin
enthaltenen Bilddaten können auch JPG-komprimiert bleiben.
Nur brauchst Du dann wieder Software, die das schreiben kann, die kostet
meist auch was.
Was die Datenmenge betrifft: Du solltest Dich schon entscheiden, ob Du
wirklich alles digitalisieren willst, weil Du die 10.000 Bilder ja
nirgendwo vernünftig und begründet publizieren wirst - nicht mal im
Internet. Wenn Du die speichern willst, geht es um Archivierung, und
dann sollte man auch in eine entsprechende Festplatte investieren. Die
sind ja heute selbst in diesen Größen bezahlbar - allerdings darf dann
die Backupplatte nicht vergessen werden. Jedenfalls würde ich für so
eine Archivierung mit Blick auf spätere Nutzbarkeit nicht unbedingt die
Datenqualität reduzieren. Die Alternative wäre halt, Du würdest
vorselektieren und von 10.000 vorhandenen Dokumenten nur die wichtigsten
3000 erfassen.
[..]
Dirk Michaelsen (23.11.2007, 09:03)
Erik Griffin <b355429d036b4f72abc4226a314776f7>
schrieb:

>Klick -> Einscannen mit 300dpi, abspeichern unter 1.jpg
>Klick -> Einscannen mit 300dpi, abspeichern unter 2.jpg
>...
>Klick -> Einscannen mit 300dpi, abspeichern unter 9999.jpg


was spricht gegen einen Scanner mit Dokumenteinzug? Ich habe ähnliches
für unseren Verein gemacht. Der Scanner war ein stinknormaler
HP-Scanner (USB) mit Einzug, die Software war ACDSee oder Micrografx
PicturePublisher (weiß ich nicht mehr so genau). Das Zauberwort bei
der Software heißt "Batch-Scan", dann läuft das alles vollautomatisch.

Gruß
Dirk
Dieter Stockert (23.11.2007, 09:22)
Torben Anschau <muelleimer> wrote:

> Ich hatte Dich so verstanden, dass Du ein möglichst originalgetreu
> konservierendes Datenformat wissen willst. Da halte ich TIFF für besser
> als JPG.


Falsch, da ist TIFF besser als JPEG.
Torben Anschau (23.11.2007, 11:11)
Dirk Michaelsen schrieb:
> Erik Griffin <b355429d036b4f72abc4226a314776f7>
> schrieb:
> was spricht gegen einen Scanner mit Dokumenteinzug? Ich habe ähnliches
> für unseren Verein gemacht. Der Scanner war ein stinknormaler
> HP-Scanner (USB) mit Einzug, die Software war ACDSee oder Micrografx
> PicturePublisher (weiß ich nicht mehr so genau). Das Zauberwort bei
> der Software heißt "Batch-Scan", dann läuft das alles vollautomatisch.


Ein guter Hinweis. Allerdings ging es Erik wohl auch um den
Folgeschritt, die Scans automatisch zu zerteilen.
Erik Griffin (23.11.2007, 11:27)
* Dirk Michaelsen schrieb:

> Erik Griffin <b355429d036b4f72abc4226a314776f7>
> schrieb:
> was spricht gegen einen Scanner mit Dokumenteinzug? Ich habe ähnliches
> für unseren Verein gemacht. Der Scanner war ein stinknormaler
> HP-Scanner (USB) mit Einzug, die Software war ACDSee oder Micrografx
> PicturePublisher (weiß ich nicht mehr so genau). Das Zauberwort bei
> der Software heißt "Batch-Scan", dann läuft das alles vollautomatisch.


Ich kenne Scanner mit Dokumenteneinzug. Habe mit solchen Dingern
1999/2000 mal gearbeitet und die waren damals schon gut. Problem an der
Sache ist, dass wir hier Dokumente mit unterschiedlicher Größe haben.
Einige sind geknittert, andere wieder nicht. Ich habe schlichtweg Angst,
dass der Scanner sie zerfetzt.

mfg
Erik
St. Lux (23.11.2007, 11:49)
Erik Griffin schrieb:
[..]
> Bearbeitung folgt später. Wenn ich nun ein Programm hätte was oben
> beschriebenes Szenario erfüllt, könnte ich 10 Mutti's vor 10 PC's setzen
> und diese Arbeit etwas beschleunigen.


Alle Ehre, diese Job zu übernehmen. Ich kann mir nur nicht vorstellen
diesen Job innerhalb eines absehbaren Zeitraumes mit den gegebenen
Mitteln zu bewerkstelligen. Nach meinem Gefühl bei 10.000 Seiten mit
einem "normalen" Scanner > 10 Wochen.
Was du nicht schreibst, ob der Auftrag einzelne Seiten, Bücher,
Kataloge etc. umfasst.
Bei Einzelseiten kann ich nur einen dafür spezialisierten
Copyshop/Scanservice empfehlen mit entsprechender Scanner-Ausstattung,
wie z.B.

Wenn es insgesamt weniger kosten soll könnte die Gemeinde dafür
entsprechenden Scanner anschaffen (?) und nach Auftragende verkaufen.
Die Preise für diese Geräte sind sehr stabil (vielleicht die
Nachbargemeinden befragen, ob dort die techn. Geräte vorhanden sind ->
Amtshilfe ;-) )

Die Software der DokumentenScanner kann oftmals das Katalogisieren
automatisch nach Voreinstellung mitmachen.
Von einer Bearbeitung der Scans würde _ich_ absehen. ;-)
Die Scanauflösung sollte bei s/w mind. 300, besser 400 oder 600dpi für
spätere Ausdrucke sein.

> PS: Welches Grafikformat würdet Ihr für Dokumente, S/W Bilder und
> Color-Bilder verwenden? Schön wäre ein Format was entweder nicht
> ausstirbt (sowas mit jpeg/png) bzw. welches man später jederzeit
> konvertieren kann...


Definitiv tiff, da, wie Torben schon schreibt, normalerweise nicht
verlustbehaftet ist und viele Optionen zur Speicherung bietet (z.B.
mehrere Seiten in _ein_ Tiff zu packen).




s/w-A4-Seiten werden bei Einstellung nach dem CCITT-Standard bei
600dpi max. 1-3MB groß, farbige mit Kompression ca. 24MB.

jpg ist dafür mE das schlechteste Mittel der Wahl.

Viel Kraft und Ausdauer wünscht dir

Stefan
Michael Schumacher (23.11.2007, 22:51)
Erik Griffin <b355429d036b4f72abc4226a314776f7> writes:

> Ich bin auf der Suche nach einem Programm welches per Klick oder
> Knopfdruck meinen Scanner dazu motiviert die komplette Fläche in einer
> vor eingestellten Auflösung einzuscannen und automatisch in ein Format
> meiner Wahl abzuspeichern. Also in etwa sowas hier:
> Klick -> Einscannen mit 300dpi, abspeichern unter 1.jpg
> Klick -> Einscannen mit 300dpi, abspeichern unter 2.jpg


XSane. Enthalten in jeder Linuxdistribution (und falls nicht, kann man
die sowieso vergessen oder wusste das schon bei deren Auswahl).

HTH,
Michael
Stefan Lagotzki (24.11.2007, 17:08)
Michael Schumacher schrieb:
> XSane. Enthalten in jeder Linuxdistribution (und falls nicht, kann man
> die sowieso vergessen oder wusste das schon bei deren Auswahl).


Soweit ich mich entsinne, gab es da sogar noch ein Frontend ohne "X",
dann könnte man die Bedienung auf einen (Doppel)klick reduzieren und
hätte eine Fehlerquelle weniger. Der OP schrieb ja, dass es durch Laien
bedient werden soll.

Stefan

..
Marc Michael (25.11.2007, 03:17)
On 23 Nov., 01:19, Erik Griffin
<b355429d036b4f72abc4226a31477> wrote:

> Ich meinte in der Tat S/W-Bilder. Es sind wirklich Bilder dabei die
> keinerlei Graustufen haben sondern S/W sind.


Damit wäre ich vorsichtig. Beim Speichern von reinen schwarz-weiß-
Bildern muß ein Schwellwert angegeben werden. Und dieser Schwellwert
hängt stark vom zu scannenden Dokument ab. Ist er falsch eingestellt,
können ausgefranste Linien entstehen oder auch Flecken in ansonsten
weißen Flächen. Ein Zeitgewinn entsteht dadurch ebenfalls nicht, da
der Scanner selber mindestens Graustufenbilder an den Rechner liefert.
Und erst dort wird dann die Konvertierung in eine schwarz-weiß-Grafik
durchgeführt. Zudem enthält ein Graustufenbild mehr Informationen als
ein reines schwarz-weiß-Bild und wirkt gerade bei einem eingescannten
Dokument natürlicher.

> Öhm wir reden hier von ca. 10.000 Dokumenten, welche vermutlich alle mit
> je 300dpi eingescannt werden sollen. Ich denke TIFF würde hierbei den
> verfügbaren Speicherplatz sprengen. Habe soeben mal einen Test gemacht:
> A4-Seite mit 300dpi
> JPEG 2.589kb (x10.000 =~ 24GB)
> TIFF 26.256kb (x10.000 =~ 262GB)


Bedenke den Wert, den die 10.000 eingescannten Bilder haben! Der Wert
übersteigt doch wohl auf jeden Fall den Wert der 262GB. Wie Torben
schon schrieb solltest du gerade bei diesem Punkt nicht knauserig
sein. Dafür reicht ja eine einzelne, kleine Festplatte aus. Wenn du 10
Arbeitsstationen einrichtest, könntest du eine separate Festplatte für
die Bilder in einen Rechner einbauen und über ein Netzwerk den übrigen
Arbeitsstationen zur Verfügung stellen. Aktuelle Rechner haben ja
heutzutage einen Netzwerkanschluß schon direkt eingebaut. Du
bräuchtest da also nur noch Kabel und einen Switch oder Hub.

> Mir ist durchaus bewusst, dass JPEG verlustbehaftet ist - aber für die
> Qualität wäre es in diesem Fall völlig ausreichend. Die Frage ist nur,
> gibt es da ggf. schon etwas neueres? PNG ist ähnlich in der Kompression
> (und auch wirklich frei - im Gegensatz zu JPEG) - aber evtl. kennt ja
> jemand noch was besseres...


Es gibt noch spezielle Produkte, die gerade bei eingescannten
Illustrationen eine erstaunliche Datenreduktion ohne sichtbare
Artefakte durchführen. Allerdings sind das alles sehr geschlossene
Systeme. Diese Dateien können dann nur mit den Programmen des
Herstellers des Produktes gelesen werden. Daher würde ich dir das PNG-
Format empfehlen. Eigentlich jedes Programm kann es lesen, von daher
mußt du dir zum Zeitpunkt des Scannens keine großen Gedanken in diesem
Bereich darüber machen, mit welchem Programm du diese Dateien später
dann bearbeiten wird.

> In jedem Fall habe ich nun ein Programm gefunden womit oben
> beschriebenes Szenario geht. Bei Irfanview gibt es die Option
> Scannen/Batch-Scannen - das macht genau das was ich will.


Ich würde mir auf jeden Fall noch über die Bennenung der Dateien
Gedanken machen. Wenn du 10 Dateien mit dem Namen Bild312.png
vorliegen hast ist das wohl nicht ganz so praktisch. :-)

Viele Grüße,
Marc Michael
Marc Michael (25.11.2007, 03:49)
On 23 Nov., 02:33, Torben Anschau <muellei> wrote:

> Um die Freiheit von JPG mache ich mir keine Gedanken, weil mit dem
> Erwerb von Software ist sie mein Eigentum und ich kann damit machen was
> ich will, wenn das Speichern von JPGs dabei enthalten war, nutze ich
> das. Sollen sich Assoziationen mit Adobe und Co rumprügeln, mich juckt
> das nicht.


Hier wäre ich vorsichtig. Man sah dies damals beim GIF-Format. Gerade
kleinere Firmen und auch Hobbyprogrammierer waren nicht bereit, die
Lizenzgebühren zu zahlen und nahmen die GIF-Unterstützung aus ihren
Programmen raus. Damit schränkte sich für mich als Anwender von
Grafikprogrammen die Auswahl an Grafikprogrammen, wenn ich das GIF-
Format verwenden wollte, doch drastisch ein. Aus diesem Grund verwende
ich auch heute noch praktisch nie das GIF-Format. Da gibt es weitaus
bessere Alternativen.

> Was PNG betrifft, da hast Du bereits das Problem, dass das nicht von
> allen Browsern und Programmen dargestellt wird, von den meisten aber
> nicht allen. Es hat sich nach meiner Beobachtung nicht wirklich als
> dauerhafter Ersatz herausgestellt. Wenn Du wirklich ein zertifiziertes
> Archivformat benutzen willst, dann solltest Du PDF/A wählen. Die darin
> enthaltenen Bilddaten können auch JPG-komprimiert bleiben.


Dies kann ich jetzt hier nicht unkommentiert stehen lassen. Was haben
denn jetzt Webbrowser hier zu suchen? Wenn dies ein Argument sein
sollte, dann kann man hier auch TIFF und vorallem PDF/A total
vergessen. Das PNG-Format ist mittlerweile soweit verbreitet, man kann
sagen, jedes Programm kann mit PNG-Dateien umgehen. Selbst MS-Paint,
welches mit Windows XP mitgeliefert wird, kann mit PNG-Dateien
umgehen. Und selbst auf einem Amiga gibt es keine Probleme mit dem PNG-
Format. Das PNG-Format ist frei verfügbar, es gibt freie Libraries.
Jeder Hobbyprogrammierer kann es einfach verwenden, ohne sich mit
irgendeinem Lizenzgeber rumschlagen zu müssen. Völlig umkompliziert.
Hinzu kommt, daß das PNG-Format von 2 Industrievereinigungen als
echter Standard zertifiziert ist. Das W3C hat es als „W3C
Recommendation" abgesegnet und es wurde auch ein ISO-Standard
verabschiedet. Für normale Bitmapgrafiken, die also nicht mehrere
Ebenen oder dergleichen benötigen, gibt es meiner Ansicht nach also
kein wirklichen Argument gegen das PNG-Format.

Viele Grüße,
Marc Michael
Dirk Michaelsen (26.11.2007, 08:18)
Torben Anschau <muelleimer> schrieb:

>Ein guter Hinweis. Allerdings ging es Erik wohl auch um den
>Folgeschritt, die Scans automatisch zu zerteilen.


soweit ich mich an meine Scanaktion erinnere, war da nichts zu
zerteilen; da kamen n Tiffs raus. Im Gegenteil, ich musste hinterher
die zusammengehörigen Seiten zu PDFs zusammenfassen.

Gruß
Dirk
Michael Schumacher (26.11.2007, 11:23)
On 24 Nov., 16:08, Stefan Lagotzki <lag> wrote:
> Michael Schumacher schrieb:
> > XSane. Enthalten in jeder Linuxdistribution (und falls nicht, kann man
> > die sowieso vergessen oder wusste das schon bei deren Auswahl).

> Soweit ich mich entsinne, gab es da sogar noch ein Frontend ohne "X",


scanimage, z.B.

> dann könnte man die Bedienung auf einen (Doppel)klick reduzieren


Man könnte es wohl auch in eine Endlosschleife packen und zwischen
zwei Scanvorgängen auf einen (beliebigen?) Tastendruck warten. Dann
müssen die Bediener wirklich nur noch die Seiten auflegen und auf die
Tastatur klopfen.

HTH,
Michael

Ähnliche Themen