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Thomas H. (12.10.2015, 05:31)
Ein Pedelecmotor darf maximal 250 Watt leisten, die S-Pedelec Motoren
von BOSCH sind auf 350 Watt limitiert. Aber wie ist das mit der
Tretleistung? Auf dem Fahrradergometer schaffe ich 75 Watt Dauerleistung
(1 Stunde) und 250 Watt im Sprit (1 min). Wie verhält sich das
mathematisch? Kommt die Tretleistung beim S-Pedelec noch dazu und wird
sie beim 25 km/h Pedelec von den 250 Watt abgezogen? Ein Pedelec ist
nämlich auf 25 km/h abgeriegelt, d.h. bei 250 Watt Antriebsleistung
müsste es noch etwas mehr Tempo schaffen (29 km/h?). Die S-Pedelec
schaffen hingegen ca. 35 km/h. Grob betrachtet steigt die benötigte
Leistung zum Quadrat der Geschwindigkeit. Genauer:



=> D.h. bei 29 km/h zu 35 km/h entsprechend 250 Watt zu 350 Watt + 75
Watt Tretleistung passt die Geschichte mathematisch betrachtet. Für 45
km/h (Abriegelung) würden utopische 875 Watt benötigt!?
Ervin Peters (12.10.2015, 08:40)
Am Mon, 12 Oct 2015 05:31:54 +0200 schrieb Thomas H.:

[..]
> => D.h. bei 29 km/h zu 35 km/h entsprechend 250 Watt zu 350 Watt + 75
> Watt Tretleistung passt die Geschichte mathematisch betrachtet. Für 45
> km/h (Abriegelung) würden utopische 875 Watt benötigt!?


Der Motorelektronik ist es vermutlich egal was Du leistest. Sie schlatet
den motor in der gewünschten Leistungsstufe dazu, wenn Du trittst und die
Geschweindigkeit unter 25 km/h ist und schaltet ihn aus, wenn die
Geschwindigkeit 25 km/h überschreitet.

Wenn Du schneller als 25 km/h fahren willst mußt Du die Leistung komplett
selber bringen, unter 25 km/h kannst Du den Motor die Arbeit verrichten
lassen und ihm durch Mittreten einschalten.

Ervin
Thomas H. (12.10.2015, 09:10)
Am 12.10.2015 um 08:40 schrieb Ervin Peters:

> Wenn Du schneller als 25 km/h fahren willst mußt Du die Leistung komplett
> selber bringen, unter 25 km/h kannst Du den Motor die Arbeit verrichten
> lassen und ihm durch Mittreten einschalten.
> Ervin


Ja, aber du beantwortest meine Frage nicht! Wie verhält es sich mit
Motorleistung + Tretleistung = ???
Andreas Oehler (12.10.2015, 09:18)
Mon, 12 Oct 2015 05:31:54 +0200, Thomas H.:

>Ein Pedelecmotor darf maximal 250 Watt leisten,


Falsch. Vorgeschrieben ist eine "Maximale Nenn-Dauerleistung" von 250W.
Diese Größe ist aber nicht exakt definiert (und wird von niemandem
überprüft) - ausser dass der Hersteller Sie in die Unterlagen schreiben
muß. Es handelt sich wohl um die Leistung, die im Dauerbetrieb ohne
Überhitzung möglich ist. Das führt dazu, dass ein Bionx-Pedelec-Antrieb
750Watt am Berg zieht und aktuelle Bosch-Antriebe immer noch weit über 500
Watt.

> die S-Pedelec Motoren
>von BOSCH sind auf 350 Watt limitiert. Aber wie ist das mit der
>Tretleistung? Auf dem Fahrradergometer schaffe ich 75 Watt Dauerleistung


Das wäre erstaunlich wenig - also gerade mal 17.5 km/h mit dem Hollandrad
in der Ebene. Bist Du wirklich so gemütlich unterwegs? Wo steckt das
gesundheitliche Problem? Bedenke zudem: Mit 75 Watt erreichst Du auf einem
halbwegs aerodynamisch optimierten Rennrad oder Liegerad bereits über 25
km/h in er Ebene.

>(1 Stunde) und 250 Watt im Sprit (1 min). Wie verhält sich das
>mathematisch? Kommt die Tretleistung beim S-Pedelec noch dazu und wird
>sie beim 25 km/h Pedelec von den 250 Watt abgezogen?


Zu geringe Leistung ist bei allen Pedelec-Modellen nicht das Problem -
eher das Gegenteil.

> Ein Pedelec ist
>nämlich auf 25 km/h abgeriegelt, d.h. bei 250 Watt Antriebsleistung
>müsste es noch etwas mehr Tempo schaffen (29 km/h?).


Wenn der Hersteller sich an die Vorschrift hält, dann wird die
Motorleistung spätestens oberhalb 25 km/h auf 0 Watt abgeregelt. Das macht
die Sache zumindest in der Ebene deshalb wenig reizvoll, weil selbst
kränkliche Menschen mit nur 75 Watt in den Beinen bei halbwegs sinnvoll
aufgebautem Fahrzeug bereits 25 km/h aus eigener Kraft schaffen. Fazit:
Erstmal die ergonomischen und technischen Potentiale des Fahrrad
optimieren! Also Kaugummireifen wie MArathon Plus runterwerfen,
Sitzposition optimieren, Flatterklamotten ersetzen und - ab gehts!

> Die S-Pedelec
>schaffen hingegen ca. 35 km/h.


Diese elektrischen Kleinkrafträder dürfen bis 500 Watt Dauerleistung
ziehen und bis 45 km/h antreiben. Da ist dann eher der teure, schwere Akku
der begrenzende Faktor.

>Grob betrachtet steigt die benötigte
>Leistung zum Quadrat der Geschwindigkeit. Genauer:
>
>=> D.h. bei 29 km/h zu 35 km/h entsprechend 250 Watt zu 350 Watt + 75
>Watt Tretleistung passt die Geschichte mathematisch betrachtet. Für 45
>km/h (Abriegelung) würden utopische 875 Watt benötigt!?


Was heißt da utopisch. Du sprichts schließlich von einem Motorfahrzeug und
eigentlich hat diese Diskussion damit nichts mit "Fahrrad" zu tun. Um 45
km/h in der Ebene zu fahren, brauchst Du mit einem halbwegs optimierten
Liegerad 260 Watt Antriebsleistung. Mit einem vollverkleideten Velomobil
kämest Du mit 190 Watt auf dieses Tempo.

Sprich Fahrrad etwas optimieren und ein paar Monate täglich fahren - dann
klappen die 35 km/h in der Ebene auch ohne kurzlebige und teure
Ökoschweinerei.

Andreas
Thomas H. (12.10.2015, 09:38)
Am 12.10.2015 um 09:18 schrieb Andreas Oehler:

> Falsch. Vorgeschrieben ist eine "Maximale Nenn-Dauerleistung" von 250W.
> Diese Größe ist aber nicht exakt definiert (und wird von niemandem
> überprüft) - ausser dass der Hersteller Sie in die Unterlagen schreiben
> muß. Es handelt sich wohl um die Leistung, die im Dauerbetrieb ohne
> Überhitzung möglich ist. Das führt dazu, dass ein Bionx-Pedelec-Antrieb
> 750Watt am Berg zieht und aktuelle Bosch-Antriebe immer noch weit über 500
> Watt.


Am Berg, am Berg. Was kümmern mich die Berge? Ich lebe im Flachland,
flach wie ein Tisch!!!

> Das wäre erstaunlich wenig - also gerade mal 17.5 km/h mit dem Hollandrad
> in der Ebene. Bist Du wirklich so gemütlich unterwegs? Wo steckt das
> gesundheitliche Problem? Bedenke zudem: Mit 75 Watt erreichst Du auf einem
> halbwegs aerodynamisch optimierten Rennrad oder Liegerad bereits über 25
> km/h in er Ebene.


Das ist das was der Fahrradergometer nach 1 Stunde als Durchschnitt
anzeigt. Wobei ich da schon äußerst gemütlich strampele und den Eindruck
habe, dass er auch etwas zu wenig anzeigt. Ich habe schwache Muskeln
denke ich, denn die anderen im Fitnessstudio treten wesentlich schneller
als ich. Dafür schwitze ich nur minimal.

> Zu geringe Leistung ist bei allen Pedelec-Modellen nicht das Problem -
> eher das Gegenteil.
> Wenn der Hersteller sich an die Vorschrift hält, dann wird die
> Motorleistung spätestens oberhalb 25 km/h auf 0 Watt abgeregelt. Das macht
> die Sache zumindest in der Ebene deshalb wenig reizvoll, weil selbst
> kränkliche Menschen mit nur 75 Watt in den Beinen bei halbwegs sinnvoll
> aufgebautem Fahrzeug bereits 25 km/h aus eigener Kraft schaffen. Fazit:
> Erstmal die ergonomischen und technischen Potentiale des Fahrrad
> optimieren! Also Kaugummireifen wie MArathon Plus runterwerfen,
> Sitzposition optimieren, Flatterklamotten ersetzen und - ab gehts!


Mhm, mit einem Rennrad bekomme ich aber keinen Einkauf o.ä.
transportiert. Mein 25 km/h Pedelec wiegt ca. 26 kg. Das wird aber
kompensiert durch den E-Motor, der die elektrische Energie aus dem Akku
zieht. Ist der Akku leer, fällt das Treten superschwer. Abhilfe: 612 Wh
Akku für 749 EUR. Siehe hier:



>> Die S-Pedelec
>> schaffen hingegen ca. 35 km/h.

> Diese elektrischen Kleinkrafträder dürfen bis 500 Watt Dauerleistung
> ziehen und bis 45 km/h antreiben. Da ist dann eher der teure, schwere Akku
> der begrenzende Faktor.


Also 612 Wh wiegen 3,3 kg. Schwer ist das nicht, sondern eine tolle
Kapazitätsdichte. Der 300 Wh Akku von BOSCH wiegt 2,4 kg.

> Was heißt da utopisch. Du sprichts schließlich von einem Motorfahrzeug und
> eigentlich hat diese Diskussion damit nichts mit "Fahrrad" zu tun. Um 45
> km/h in der Ebene zu fahren, brauchst Du mit einem halbwegs optimierten
> Liegerad 260 Watt Antriebsleistung. Mit einem vollverkleideten Velomobil
> kämest Du mit 190 Watt auf dieses Tempo.


Das 25 km/h Pedelec ist ein "Fahrrad". 260 Watt Dauerstramplen? Ohne
mich, ich darf nicht schwitzen;-)

> Sprich Fahrrad etwas optimieren und ein paar Monate täglich fahren - dann
> klappen die 35 km/h in der Ebene auch ohne kurzlebige und teure
> Ökoschweinerei.


Also ich finde das eine tolle Lösung. Wobei es allerdings die über
70-jährigen auffallend häufig "reißt":

Martin Wohlauer (12.10.2015, 09:44)
Am 12.10.2015 um 09:38 schrieb Thomas H.:
> Wobei es allerdings die über 70-jährigen auffallend häufig "reißt": Das ist ohne Motor dasselbe. Kinder und alte erwischt es am ehesten.


Grüßle,

Martin.
Andreas Oehler (12.10.2015, 09:49)
Mon, 12 Oct 2015 09:38:27 +0200, Thomas H.:

>Am 12.10.2015 um 09:18 schrieb Andreas Oehler:
>> Das führt dazu, dass ein Bionx-Pedelec-Antrieb
>> 750Watt am Berg zieht und aktuelle Bosch-Antriebe immer noch weit über 500
>> Watt.

>Am Berg, am Berg. Was kümmern mich die Berge? Ich lebe im Flachland,
>flach wie ein Tisch!!!


Und was braucst Du dann ein Kfz für Kurzstrecken?

>Das ist das was der Fahrradergometer nach 1 Stunde als Durchschnitt
>anzeigt. Wobei ich da schon äußerst gemütlich strampele und den Eindruck
>habe, dass er auch etwas zu wenig anzeigt. Ich habe schwache Muskeln
>denke ich, denn die anderen im Fitnessstudio treten wesentlich schneller
>als ich. Dafür schwitze ich nur minimal.


Vermutlich wird Dein Pedelec Mitursache sein. Sowas macht abhängig und
erzieht dazu, selber nur noch symbolisch in die Pedale zu treten. Das
sieht man auch daran, dass viele Pedelec-Nutzer sehr unergonomisch auf
ihren Gefährten hocken: Zu niedriger Sattel, zu hoher Lenker, teilweise
eher sogar nach hinten gerichteter Rücken. So kann niemand Leistung
erbringen.

>Mhm, mit einem Rennrad bekomme ich aber keinen Einkauf o.ä.
>transportiert.


Wieso nicht? Nimm etwas im Stile eines Cross-Rades mit 28-32mm breiten,
dünnwandigen, unprofilierten Rennreifen, guten Bremsen, Schutzblechen und
Gepäckträger, pumpe die Reifen ordentlich auf und ab gehts!

> Mein 25 km/h Pedelec wiegt ca. 26 kg.


DAs Gewicht sorgt zwar dafür, das das Fahrzeug unangenehm Träge wird, aber
in der Ebene spielt das kaum eine Rolle.

> Das wird aber
>kompensiert durch den E-Motor, der die elektrische Energie aus dem Akku
>zieht. Ist der Akku leer, fällt das Treten superschwer.


Sitzposition, Reifen und Leerlaufverluste des Motors?

>Das 25 km/h Pedelec ist ein "Fahrrad".


Nein. Es wird nur rechtlich dem Fahrrad gleichgestellt. Ein Fahrrad ist
ein durch Pedalantrieb per Muskelkraft bewegtes Fahrzeug - und nicht ein
durch symbolisches Zappeln aktiviertes Motorfahrzeug.

>260 Watt Dauerstramplen? Ohne
>mich, ich darf nicht schwitzen;-)


Das ist natürlich bedauerlich. Arzt wechseln? Zudem sorgt Training (im
Sinne von regelmäßig fahren, nicht Wettkampf-Orientiertem Sport) dafür,
dass das mit de mSchwitzen bald nachläßt.

Andreas
Martin Wohlauer (12.10.2015, 09:56)
Am 12.10.2015 um 09:49 schrieb Andreas Oehler:
> Mon, 12 Oct 2015 09:38:27 +0200, Thomas H.:
>> 260 Watt Dauerstramplen? Ohne
>> mich, ich darf nicht schwitzen;-)

> Das ist natürlich bedauerlich. Arzt wechseln? Zudem sorgt Training (im
> Sinne von regelmäßig fahren, nicht Wettkampf-Orientiertem Sport) dafür,
> dass das mit de mSchwitzen bald nachläßt.


Davon hat mein Körper noch nicht so viel gehört... Während der Fahrt ist
das immer noch ganz nett, weil einem da der Fahrtwind vieles an Schweiß
weg weht. Aber kaum stehe ich, läuft mir sprichwörtlich das Wasser
runter. Das hört zwar schnell auf, aber der regelmäßige Schnellfahrer
läuft im Zweifelsfalle genau so aus, wie der Seltenfahrer.

Grüßle,

Martin.
Thomas H. (12.10.2015, 10:07)
Am 12.10.2015 um 09:49 schrieb Andreas Oehler:
> Mon, 12 Oct 2015 09:38:27 +0200, Thomas H.:
> Und was braucst Du dann ein Kfz für Kurzstrecken?


Ich habe es hierfür gekauft:

Besuch bei der Mutti: 2x 14 km, 3x pro Woche (Mai bis Ende September)
Arbeitsstelle: 2x 16 km, 5x pro Woche (Mai bis Ende September)

Macht dann 5.333 km Jahresfahrleistung.

[...]
> Vermutlich wird Dein Pedelec Mitursache sein. Sowas macht abhängig und
> erzieht dazu, selber nur noch symbolisch in die Pedale zu treten. Das
> sieht man auch daran, dass viele Pedelec-Nutzer sehr unergonomisch auf
> ihren Gefährten hocken: Zu niedriger Sattel, zu hoher Lenker, teilweise
> eher sogar nach hinten gerichteter Rücken. So kann niemand Leistung
> erbringen.


Vielleicht ist es auch eine Erbkrankheit? Könnte ALS (amyotrophe
Lateralsklerose) sein, wobei ich mich momentan noch recht gut bewegen kann.

[...]

> Wieso nicht? Nimm etwas im Stile eines Cross-Rades mit 28-32mm breiten,
> dünnwandigen, unprofilierten Rennreifen, guten Bremsen, Schutzblechen und
> Gepäckträger, pumpe die Reifen ordentlich auf und ab gehts!
> DAs Gewicht sorgt zwar dafür, das das Fahrzeug unangenehm Träge wird, aber
> in der Ebene spielt das kaum eine Rolle.
> Sitzposition, Reifen und Leerlaufverluste des Motors?


Sitzposition: angenehm
Bereifung: Schwalbe Energizer, reflex, 40-622
Wirkungsgrad des E-Motors: > 90%

>> Das 25 km/h Pedelec ist ein "Fahrrad".

> Nein. Es wird nur rechtlich dem Fahrrad gleichgestellt. Ein Fahrrad ist
> ein durch Pedalantrieb per Muskelkraft bewegtes Fahrzeug - und nicht ein
> durch symbolisches Zappeln aktiviertes Motorfahrzeug.


Ich plädiere dafür, dass 25 km/h Pedelec einem Mofa gleichzustellen.
Dann gibt es ne Helmpflicht die sich gewaschen hat. Zu Recht wie ich
nach meinem 1. Asphaltkuss bei 25 km/h befinde;-)

[...]
Johann Mayerwieser (12.10.2015, 12:20)
Am Mon, 12 Oct 2015 09:10:01 +0200 schrieb Thomas H.:

> Ja, aber du beantwortest meine Frage nicht! Wie verhält es sich mit
> Motorleistung + Tretleistung = ???


Motorleistung nach der von dir gewählten Stufe *plus* deine Tretleistung.
Thomas H. (12.10.2015, 12:36)
Am 12.10.2015 um 12:20 schrieb Johann Mayerwieser:
> Am Mon, 12 Oct 2015 09:10:01 +0200 schrieb Thomas H.:
>> Ja, aber du beantwortest meine Frage nicht! Wie verhält es sich mit
>> Motorleistung + Tretleistung = ???

> Motorleistung nach der von dir gewählten Stufe *plus* deine Tretleistung.


Ja, aber wie ist das mit der Limitierung?

125 Watt E-Motorleistung + 75 Watt Treteigenbeitrag = 250 Watt

ODER

250 Watt E-Motorleistung + 75 Watt Treteigenleistung = 325 Watt

Ersteres ergibt bei meinem Pedelec bereits ca. 25 km/h. Der Akku hat 288
Wh und ist bei 25 km/h nach ziemlich genau 2 Stunden komplett leer. Also
gilt:

288 Wh / 2 h => 144 Watt Dauerleistung + ?? Watt Tretleistung

Folglich müssen sich die beiden Leistungen zu 250 Watt Abregelgrenze
summieren. Aber ist das beim S-Pedelec (45 km/h) auch so?
H0Iger SchuIz (12.10.2015, 13:10)
Thomas H. <thomashilgert> wrote:

> Motorleistung + Tretleistung = ???


.... = Gesamtleistung

würd' ich sagen.

hs
H0Iger SchuIz (12.10.2015, 13:10)
Thomas H. <thomashilgert> wrote:

> Am 12.10.2015 um 09:18 schrieb Andreas Oehler:
> Am Berg, am Berg. Was kümmern mich die Berge? Ich lebe im Flachland,
> flach wie ein Tisch!!!


Deine "!"-Taste prellt. Im Flachland verstehe ich noch weniger, wofür
man einen Motor braucht. Liegt eine körperliche Einschränkung vor, die
es dir nicht ermöglicht zu radln, so dass du ein Pedelec wählst?
Vielleicht liefe die Diskussion etwas gezielter, wenn die benannt wäre.

> Das ist das was der Fahrradergometer nach 1 Stunde als Durchschnitt
> anzeigt. Wobei ich da schon äußerst gemütlich strampele


Versuch's mal mit Treten. Du musst die Karft schon in die richtige
Richtung ausüben.

> und den Eindruck
> habe, dass er auch etwas zu wenig anzeigt. Ich habe schwache Muskeln
> denke ich, denn die anderen im Fitnessstudio treten wesentlich schneller
> als ich. Dafür schwitze ich nur minimal.


Warum gehst du in Fitnessstudio?

> Mhm, mit einem Rennrad bekomme ich aber keinen Einkauf o.ä.
> transportiert.


Ist denn da die Geschwindigkeit so wichtig? Im Ausgangsposting erwecktes
du den Eindruck, es ginge irgendwie um das Erreichen hoher
Geschwindigkeiten. Ich fahre übrigens auch kein Rennrad, weil mir das im
Alltag zu unpraktisch ist, z.B. beim Warentransport. Trotzdem wäre ein
Motorfahrzeug nicht meine Alternative. Ich erledige meine Einkäufe --
eben auch aus praktischen Gründen -- mit dem Fahrrad. Die
Geschwindigkeit ist dabie eher nachrangig. Ich habe seit langem keinen
Tacho mehr am Rad und für die Tretleistung habe ich mich noch nie
interessiert. Ich trete und das Rad rollt, fertig. Ich achte allenfalls
auf eine nicht zu neidrige Trittfrequenz, früher elektrisch, jetzt aus
dem Bauch. Wegen die Knie!

Ich wohne im Übrigen nicht im Flachland und die Lage des Wohnhauses
erfordert, dass eigentlich jede meiner Alltagsstrecken mit Steigungen
verbunden ist.

Im Übrigen kann man auch auf Nicht-Rennern Andreas' Tipps zur
Wirkungsgrad-Optimierung anwenden.

> Mein 25 km/h Pedelec wiegt ca. 26 kg. Das wird aber
> kompensiert durch den E-Motor, der die elektrische Energie aus dem Akku
> zieht. Ist der Akku leer, fällt das Treten superschwer.


Klingt irgendwie nicht praktisch.

> Abhilfe: 612 Wh
> Akku für 749 EUR.


Das ist 'ne ordentliche Stange Geld, für die man schon ein brauchbares
Radl bekommt. Oder ein Zubehör zu einem richtig guten Radl, z.B. eine
Rohloff Speedhub.

> Also 612 Wh wiegen 3,3 kg. Schwer ist das nicht, sondern eine tolle
> Kapazitätsdichte.


Naja, immerhin 3,3 kg, die du _immer_ mitschleppen musst. Ich will mich
da nicht aus dem Fenster lehnen. Eine meiner Ortlieb-Taschen ist
eigentlich immer mit Klamotten, Werkzeug und Kram voll. Aber die hätte
ich auf einem E-Mofa sicherlich auch mit, so dass da die Akku-Masse noch
hinzu käme. Warum willste so 'was mitschleppen?

> Das 25 km/h Pedelec ist ein "Fahrrad".


Ich bewundere deine Zeichensetzung in diesem Fall, aber ein "Fahrrad"
ist eben noch kein Fahrrad. Der Unterschied zwischen Antrieb aus
_reiner_ Körperkraft und Motorantrieb ist hierbei schon wichtig.

> 260 Watt Dauerstramplen?


Treten, nicht strampeln. Eine Dauerleistung von 260 Watt erwartet auch
keiner. Warum stresst du dich so sehr mit Watt und Zeug? Ich habe nichts
dagegen, wenn man sich mit physikalischen Grundlagen beschäftigt, da bin
ich sogar sehr für. Aber davon würde ich mich doch meine Radl-Vorlieben
nicht bestimmen lassen. Treten und sich freuen, dass man vorankommt. Das
ist das ganze Geheimnis. Diese Leistungszentrierung (in mehrerlei Sinn)
könnt mir echt den Spaß am Radln vermiesen. Und es klingt fast, als dir
genau das passiert.

> Ohne
> mich, ich darf nicht schwitzen;-)


Sagt wer? Ist das eine religiöse Vorschrift? Oder hat dir der Hautarzt
das geraten? Und was machst du im Sommer, wenn's mal heiß ist?

> > Sprich Fahrrad etwas optimieren und ein paar Monate täglich fahren - dann
> > klappen die 35 km/h in der Ebene auch ohne kurzlebige und teure
> > Ökoschweinerei.

> Also ich finde das eine tolle Lösung.


Dann mach' das doch.

hs
H0Iger SchuIz (12.10.2015, 13:10)
Andreas Oehler <andreas.oehler> wrote:

> Das
> sieht man auch daran, dass viele Pedelec-Nutzer sehr unergonomisch auf
> ihren Gefährten hocken: Zu niedriger Sattel, zu hoher Lenker, teilweise
> eher sogar nach hinten gerichteter Rücken.


Und häufig treten die mit erschreckend niedriger Frequenz. Bleibt nut zu
hoffen, dass sie tatsächlich keine Krfat auf die Piddadells ausüben.

> Nein. Es wird nur rechtlich dem Fahrrad gleichgestellt.


Diese Explikation im Gesetz war übrigens notwendig, weil ein Pedelec
eben kein Fahrrad ist. Wäre das so, müsste man es nicht extra
dazuschreiben.

hs
H0Iger SchuIz (12.10.2015, 13:10)
Thomas H. <thomashilgert> wrote:

> Am 12.10.2015 um 09:49 schrieb Andreas Oehler:


> > Und was braucst Du dann ein Kfz für Kurzstrecken?

> Ich habe es hierfür gekauft:
> Besuch bei der Mutti: 2x 14 km, 3x pro Woche (Mai bis Ende September)
> Arbeitsstelle: 2x 16 km, 5x pro Woche (Mai bis Ende September)
> Macht dann 5.333 km Jahresfahrleistung.


Jo, auf eine solche komme ich in etwa durch die Arbeitswege, die etwa so
lang sind, wie die deinen. Aber ich beschränke mich dabei nicht auf die
Monate, deren Wärme mich am ehesten zum Schwitzen bringt, ich habe
dummerweise eine Gnazjahresjob. Alle anderen Wege kommen dann noch dazu.
Mit Hügeln, ohne Motor. Scheint zu gehen. Aber vielleicht täuscht das
nur, weil ich es nicht genau durchgerechnet habe. =:-)

> Ich plädiere dafür, dass 25 km/h Pedelec einem Mofa gleichzustellen.
> Dann gibt es ne Helmpflicht die sich gewaschen hat. Zu Recht wie ich
> nach meinem 1. Asphaltkuss bei 25 km/h befinde;-)


Einen Helm aufsetzen darfst Du auch ohne Pflicht. Ich rate aber eher
dazu, mal zu überlegen, wie es zu diesem Unfall kam, um solche zukünftig
zu vermeiden.

hs

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