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Marc Haber (17.09.2019, 16:30)
Hallo,

nach der Modernisierung meines Desktoprechners könnte ich die drei
Gehäuselüfter jetzt auch als 4-Pin-Lüfter ausführen. Aktuell eingebaut
sind 3-Pin-Lüfter. Das neue Mainboard kann beides ansteuern.

Macht das einen erkennbaren Unterschied? Oder kann ich die
3-Pin-Lüfter noch "aufbrauchen" und nach deren Tod erneuern?

Grüße
Marc
Kay Martinen (17.09.2019, 19:29)
Am 17.09.2019 um 16:30 schrieb Marc Haber:
> nach der Modernisierung meines Desktoprechners könnte ich die drei
> Gehäuselüfter jetzt auch als 4-Pin-Lüfter ausführen. Aktuell eingebaut
> sind 3-Pin-Lüfter. Das neue Mainboard kann beides ansteuern.
> Macht das einen erkennbaren Unterschied? Oder kann ich die
> 3-Pin-Lüfter noch "aufbrauchen" und nach deren Tod erneuern?


Ich denke das ist meist egal. Obwohl ich mir vorstellen könnte das die
4Pin Version Vorteile bietet wenn sie es schwerer haben mit dem
Anlaufen. Z.b. bei verdrecktem Rotor oder am Ende des Schmiermittels.
Einfach deshalb weil sie die Direkte Betriebsspannung bekommen (mehr
Strom ziehen "können") und aus dem separaten PWM-Signal selbst eine
Drehzahl machen. Aber ob es da eine interne Rückkopplung zum Motor gibt
und das evtl. nur bei teuren Modellen.... Das weiß ich auch nicht.

Kay
Rainer Knaepper (18.09.2019, 00:35)
mh+usenetspam1118 (Marc Haber) am 17.09.19 um 16:30:

> nach der Modernisierung meines Desktoprechners könnte ich die drei
> Gehäuselüfter jetzt auch als 4-Pin-Lüfter ausführen. Aktuell
> eingebaut sind 3-Pin-Lüfter. Das neue Mainboard kann beides
> ansteuern.


> Macht das einen erkennbaren Unterschied?


Kommt auf Lüfter und Mainboard an. Manche Boards behandeln 3-PIn und
4-Pin Lüfter insoweit unterschiedlich, daß sie die 4-pinnigen weiter
runterregeln können. Funfact: Nach Intel Specs dürfen 4-Pin-Lüfter
auch so konstruiert sein, daß sie eigenständig eine Mindestdrehzahl
halten, egal, wie weit das Mainboard drosseln möchte. Ich hatte
bislang aber nur welche in der Hand, die man (mit manueller
Ansteuerung) bis zum Stillstand drosseln konnte.

> Oder kann ich die
> 3-Pin-Lüfter noch "aufbrauchen" und nach deren Tod erneuern?


Wenn sie dir nicht zu laut sind oder dümmlich(1) angesteuert werden:
Einfach so lassen.

Btw: Für Gehäuse mit Dreipinlüftern und Mainboards, die ausschließlich
vierpinnige steuern können, hat sich dieses Ding ganz gut bewährt:


Rainer

1) Wir hatten mal ein Asus-Board, dem es ums Verrecken nicht
abzugewöhnen war, die Drehzahl ständig in merkbaren Abstufungen alle
paar Sekunden zu ändern. Spielte quasi eine Melodie da drauf. Absolut
nervtötend. Einige Intel-Boards konnten das früher auch ganz
"hervorragend".
Marc Haber (18.09.2019, 08:08)
Rainer Knaepper <rainerk> wrote:
>mh+usenetspam1118 (Marc Haber) am 17.09.19 um 16:30:
>> Oder kann ich die
>> 3-Pin-Lüfter noch "aufbrauchen" und nach deren Tod erneuern?

>Wenn sie dir nicht zu laut sind oder dümmlich(1) angesteuert werden:
>Einfach so lassen.


Dann bleiben die drin, der am deutlichsten zu vernehmende Lüfter ist
der 14-cm-Lüfter auf dem CPU-Kühler, und der wird heute schon
vierpinnig angesteuert.

Grüße
Marc
Marc Haber (21.09.2019, 16:56)
Marc Haber <mh+usenetspam1118> wrote:
>Rainer Knaepper <rainerk> wrote:
>Dann bleiben die drin, der am deutlichsten zu vernehmende Lüfter ist
>der 14-cm-Lüfter auf dem CPU-Kühler, und der wird heute schon
>vierpinnig angesteuert.


... und genau dieser Lüfter nervt durch ständig wechselnde Drehzahlen.

Der 12-cm-Lüfter im alten Rechner musste eine 135-W-TDP-CPU kühlen und
war nur unter Vollast durch ein leises säuseln hörbar.

Der neue Lüfter (ein Thermalright AXP 200) hat 14 cm Durchmesser und
muss nur noch 65 Watt wegkühlen. Und ist viel lauter.

Kann das an seiner eher flachen Bauform liegen? hat es Sinn, den
Lüfter durch ein weniger flaches Exemplar zu ersetzen, in der
Hoffnung, dass man es weniger laut hört? Oder müssen Lüfter und
eigentlicher Kühler aufeinander abgestimmt sein?

Grüße
Marc
Kay Martinen (21.09.2019, 20:03)
Am 21.09.2019 um 16:56 schrieb Marc Haber:
> Marc Haber <mh+usenetspam1118> wrote:
> .. und genau dieser Lüfter nervt durch ständig wechselnde Drehzahlen.


Kann auch eine übernervöse Reglung der Drehzahl sein. Frage ist, kommt
die nur vom Board oder steckt evtl. ein Teil im Lüfter. Der Teil der
Nervös reagiert. Hast du mal einen Anderen 4 Pin Lüfter da und Probiert?
Rechner auf seite legen, lüfter lose auf den Kühler legen oder leicht
befestigen reicht Testweise evtl. aus.

> Der 12-cm-Lüfter im alten Rechner musste eine 135-W-TDP-CPU kühlen und
> war nur unter Vollast durch ein leises säuseln hörbar.
> Der neue Lüfter (ein Thermalright AXP 200) hat 14 cm Durchmesser und
> muss nur noch 65 Watt wegkühlen. Und ist viel lauter.
> Kann das an seiner eher flachen Bauform liegen? hat es Sinn, den
> Lüfter durch ein weniger flaches Exemplar zu ersetzen, in der


Man könnte annehmen das ein Größerer Kühlkörper durch seine höhere Masse
eher als eine Art Puffer für die abzuleitende Wärme dienen kann als ein
flacher mit weniger Masse - und vermutlich kürzeren Lamellen oder
geringere Oberfläche. Das hätte Auswirkungen auf das Regelzeit-verhalten.

> Hoffnung, dass man es weniger laut hört? Oder müssen Lüfter und
> eigentlicher Kühler aufeinander abgestimmt sein?


Ich würde sagen "eigentlich" schon und bei einer Kombi aus Kühler und 4
Pin lüfter eher als bei einem 3 Pin Angeschlossenen. Wenn du im BIOS
einstellmöglichkeiten hast den Lüfter früher oder später hoch drehen zu
lassen dann kannst du versuchen das dadurch zu kompensieren.

Kay
Michael Limburg (21.09.2019, 22:56)
Marc Haber wrote:

> Marc Haber <mh+usenetspam1118> wrote:


>>Dann bleiben die drin, der am deutlichsten zu vernehmende Lüfter ist
>>der 14-cm-Lüfter auf dem CPU-Kühler, und der wird heute schon
>>vierpinnig angesteuert.

> .. und genau dieser Lüfter nervt durch ständig wechselnde Drehzahlen.
> Der 12-cm-Lüfter im alten Rechner musste eine 135-W-TDP-CPU kühlen und
> war nur unter Vollast durch ein leises säuseln hörbar.


Da war dann aber sicher der Kühlkörper ein wenig größer. Ich habe
hier z.B. ein Board mit Xeon und sehr großem Kühler. Da muß der
Lüfter selbst bei hoher Last nicht sonderlich hoch drehen. Entsprechend
leise ist der Rechner.

> Der neue Lüfter (ein Thermalright AXP 200) hat 14 cm Durchmesser und
> muss nur noch 65 Watt wegkühlen. Und ist viel lauter.


Kommt der Lüfter, so wie auf der Herstellerseite im Foto, inkl.
Kühlkörper daher?

> Kann das an seiner eher flachen Bauform liegen? hat es Sinn, den
> Lüfter durch ein weniger flaches Exemplar zu ersetzen, in der


Probier's halt aus. Ich würde ja eher den Kühlkörper maximal groß
machen. Das sieht mir nach dem typischen Laptopproblem aus, die
Wärme mit kleinem Kühlkörper los zu werden. Dann muß man halt mehr
durchpusten.

> Hoffnung, dass man es weniger laut hört? Oder müssen Lüfter und
> eigentlicher Kühler aufeinander abgestimmt sein?


Naja, der Lüfter muß halt muß halt mindestens so viel Wärme wie
erforderlich wegblasen können. Das ist halt ne Gleichung mit
einigen Variablen, in die natürlich auch Lautstärke und Preis
einfließen können.

Dazu kommt natürlich noch das vom Board vorgegebene Regelverhalten.
Daruf hat man aber u.U. als Nutzer gar keinen Einfluß. Wenn möglich,
würde ich mit lm-sensors Einfluß nehmen.

MfG
Marc Haber (22.09.2019, 11:28)
Michael Limburg <mlimb> wrote:
>Marc Haber wrote:
>Da war dann aber sicher der Kühlkörper ein wenig größer.


Ja, aber wirklich nur ein wenig, der neue Kühler ist eigentlich für
einen 90-Watt-Prozessor.

>> Der neue Lüfter (ein Thermalright AXP 200) hat 14 cm Durchmesser und
>> muss nur noch 65 Watt wegkühlen. Und ist viel lauter.

>Kommt der Lüfter, so wie auf der Herstellerseite im Foto, inkl.
>Kühlkörper daher?


Das ist ein klassischer Top-Blower-Kühler, es wird ein Metallkonstrukt
mit Heatpipes und Kühlrippen auf die CPU geschraubt und die Kühlrippen
dann mit dem nach unten blasenden Lüfter gekühlt. Die Restluft schafft
Wärme von den Spannungsreglern weg. Kein Hexenwerk.

>> Kann das an seiner eher flachen Bauform liegen? hat es Sinn, den
>> Lüfter durch ein weniger flaches Exemplar zu ersetzen, in der

>Probier's halt aus. Ich würde ja eher den Kühlkörper maximal groß
>machen. Das sieht mir nach dem typischen Laptopproblem aus, die
>Wärme mit kleinem Kühlkörper los zu werden. Dann muß man halt mehr
>durchpusten.


Der Kühlkörper ist etwa doppelt so groß wie der originale Kühler von
AMD.

Grüße
Marc
Marc Haber (22.09.2019, 11:29)
Kay Martinen <kay> wrote:
>Kann auch eine übernervöse Reglung der Drehzahl sein. Frage ist, kommt
>die nur vom Board oder steckt evtl. ein Teil im Lüfter. Der Teil der
>Nervös reagiert. Hast du mal einen Anderen 4 Pin Lüfter da und Probiert?
>Rechner auf seite legen, lüfter lose auf den Kühler legen oder leicht
>befestigen reicht Testweise evtl. aus.


Nein, ich hab leider sonst nur 3-Pin-Lüfter.

>Man könnte annehmen das ein Größerer Kühlkörper durch seine höhere Masse
>eher als eine Art Puffer für die abzuleitende Wärme dienen kann als ein
>flacher mit weniger Masse - und vermutlich kürzeren Lamellen oder
>geringere Oberfläche. Das hätte Auswirkungen auf das Regelzeit-verhalten.


Ja, aber der neue Kühler ist auch alles andere als winzig.

Grüße
Marc
Marc Haber (21.12.2019, 14:27)
Kay Martinen <kay> wrote:
>Am 21.09.2019 um 16:56 schrieb Marc Haber:
>Kann auch eine übernervöse Reglung der Drehzahl sein. Frage ist, kommt
>die nur vom Board oder steckt evtl. ein Teil im Lüfter. Der Teil der
>Nervös reagiert. Hast du mal einen Anderen 4 Pin Lüfter da und Probiert?
>Rechner auf seite legen, lüfter lose auf den Kühler legen oder leicht
>befestigen reicht Testweise evtl. aus.


Das Asrock B450 Pro 4 hat inzwischen seinen Weg zum Händler
zurückgefunden. Der CPU-Kühler-Regelung war wegen eines anderen
Fehlers kein Einhalt zu gebieten, denn die UEFI-Firmware stürzt bei
diesem Exemplar sofort ab, sobald man versucht, seine Änderungen zu
speichern. Der Asrock-Suport war nicht hlifreich, also zurück zum
Händler.

Das Ersatzboard Asus PRIME X470-PRO war zwar doppelt so teuer, hat
aber auch einen moderneren Chipsatz und eine funktionierende
Lüfterregelung. Damit ist der Rechner jetzt wie sein Vorgänger nahezu
unhörbar.

Grüße
Marc
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