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Christoph Grausner (21.05.2019, 10:16)
Hallo, habe es geschafft meinen Laptop-Akku restlos 'leerzufahren'. Nun
will er nicht mehr. Akku wird vom Laptop erkannt, passiert aber nix.
Windows sagt auch nur:"Netzbetrieb, Akku wird nicht geladen". Macht es
Sinn das mal extern zu versuchen, also das Laden anzustoßen?
Hat das scon mal einer versucht?
Danke für ein paar Tips,
Gruß Ch.G.
Marcel Mueller (21.05.2019, 18:51)
Am 21.05.19 um 10:16 schrieb Christoph Grausner:
> Hallo, habe es geschafft meinen Laptop-Akku restlos 'leerzufahren'.


Normalerweise schaltet sich das Gerät dann ab, und das war's; notfalls
auf die Harte Tour, also ohne Herunterfahren.

> Nun will er nicht mehr.


Das ist nicht normal. Es passiert mir regelmäßig mal, dass das Notebook
aus geht, weil der Akku leer ist.

> Akku wird vom Laptop erkannt, passiert aber nix.
> Windows sagt auch nur:"Netzbetrieb, Akku wird nicht geladen".


Gibt es für dein Gerät detailliertere Tools wie z.B. den Energiemanager
von Lenovo? Damit kann man evtl. genauere Informationen zum Zustand des
Akkus erfahren.

> Macht es
> Sinn das mal extern zu versuchen, also das Laden anzustoßen?


? - wie willst Du das machen?

Die nächste Übung wäre die Zellenspannungen zu messen. Wenn der Akku
wirklich tiefentladen wurde, müssen die Zellen getauscht werden.
Außerdem zersägt es dabei auch gerne mal den Inhalt des Speichers im
Akku. Ohne denselben funktioniert das Laden auch nicht. Deshalb könnte
ein Zellentausch evtl. auch nicht ausreichen.

Sind die Zellenspannungen OK, liegt möglicherweise ein anderer Defekt
vor. Ein inhaltlich ungültiger Speicher im Akku kommt hier ebenso in
Frage wie ein defekter Ladecontroller im Notebook.

All das erfordert das öffnen des Akkus. Und da muss man gut aufpassen,
denn bei den Dingern kann man so schlecht den Strom abstellen. ;-)

Marcel
Ralph Aichinger (21.05.2019, 19:13)
Marcel Mueller <news.5.maazl> wrote:
> Die nächste Übung wäre die Zellenspannungen zu messen. Wenn der Akku
> wirklich tiefentladen wurde, müssen die Zellen getauscht werden.
> Außerdem zersägt es dabei auch gerne mal den Inhalt des Speichers im
> Akku. Ohne denselben funktioniert das Laden auch nicht. Deshalb könnte
> ein Zellentausch evtl. auch nicht ausreichen.
> Sind die Zellenspannungen OK, liegt möglicherweise ein anderer Defekt
> vor. Ein inhaltlich ungültiger Speicher im Akku kommt hier ebenso in
> Frage wie ein defekter Ladecontroller im Notebook.


Bei Preisen von typischerweise 50 Euro für einen Ersatzakku würde
ich keinen großen Li-Akku aufmachen, wär mir zu gefährlich und
mühevoll.

/ralph
Christoph Grausner (21.05.2019, 19:42)
Am 21.05.2019 um 18:51 schrieb Marcel Mueller:
> Am 21.05.19 um 10:16 schrieb Christoph Grausner:
> Normalerweise schaltet sich das Gerät dann ab, und das war's; notfalls
> auf die Harte Tour, also ohne Herunterfahren.
> Das ist nicht normal. Es passiert mir regelmäßig mal, dass das Notebook
> aus geht, weil der Akku leer ist.

Kann ja Zufall/Pech halt sein. Jedenfalls hatte ich ihn vergessen (noch
an aber zugeklappt) und erst 3 Wochen später wieder benutzen wollen. Da
war das Problem dann da. . .
> Gibt es für dein Gerät detailliertere Tools wie z.B. den Energiemanager
> von Lenovo? Leider nein. Ist ein Acer Aspire.


>> Macht es Sinn das mal extern zu versuchen, also das Laden anzustoßen?

> ? - wie willst Du das machen?

Bei anderen(normalen) LI-ION habe ich da schon Erfolg gehabt. Einfach
unter Kontrolle(!) fremdgeladen. Aber das schein wohl bei einem
Laptop-Akku nicht zu funktionieren.
> Die nächste Übung wäre die Zellenspannungen zu messen. . .
> Außerdem zersägt es dabei auch gerne mal den Inhalt des Speichers im
> Akku. . . .
> . . .
> Ein inhaltlich ungültiger Speicher im Akku kommt hier ebenso in
> Frage wie ein defekter Ladecontroller im Notebook.
> All das erfordert das öffnen des Akkus.
> . . .

Nein. Aufmachen werde ich den nicht. Mein Problem ist eben nur das um zu
lokalisieren ob Fehler im Akku oder im Laptop liegt, ich eben einen
neuen Akku kaufen muss. Und das könnte ja umsonst sein. Was ich halt
gern vermeiden möchte. . .

Gruß Ch.G.
Andreas Theilmeier (22.05.2019, 17:36)
tach Christoph,

>>> Macht es Sinn das mal extern zu versuchen, also das Laden anzustoßen?

>> ? - wie willst Du das machen?

Du kannst den Akkupack (idR mit Gewalt) öffnen und dann die Zellen
einzeln mit einem geeigneten Lader laden bzw. prüfen.
Macht aber oft keinen Sinn. Bei ebay gibt es Packs guter Qualität
günstig von Fremdanbietern.

Bei Defekt kannst du die Zellen komplett gegen neue tauschen.
Ist aber auch nicht trivial (Pack muss die Elektronik beim Tausch
weiter mit Spannung versorgen).
Marcel Mueller (22.05.2019, 21:16)
Am 21.05.19 um 19:42 schrieb Christoph Grausner:
>>> Macht es Sinn das mal extern zu versuchen, also das Laden anzustoßen?

>> ? - wie willst Du das machen?

> Bei anderen(normalen) LI-ION habe ich da schon Erfolg gehabt. Einfach
> unter Kontrolle(!) fremdgeladen. Aber das schein wohl bei einem
> Laptop-Akku nicht zu funktionieren.


Das geht mit einem Notebook-Akku natürlich auch. Die Frage ist nur, mit
welchem Gerät. Externe Ladegeräte sind mindestens mal unüblich.

> Nein. Aufmachen werde ich den nicht. Mein Problem ist eben nur das um zu
> lokalisieren ob Fehler im Akku oder im Laptop liegt, ich eben einen
> neuen Akku kaufen muss. Und das könnte ja umsonst sein. Was ich halt
> gern vermeiden möchte. . .


Tatsächlich hatte ich schon einmal einen Fall, wo der Ladecontroller im
Notebook defekt war. Symptom war auch, dass der Akku nicht mehr geladen
wurde. Da wir Dutzende baugleicher Geräte hatten, war der Test
allerdings trivial.

Marcel
Michael Unger (23.05.2019, 15:51)
On 2019-05-22 21:16, "Marcel Mueller" wrote:

> Am 21.05.19 um 19:42 schrieb Christoph Grausner:
> [...]
> Tatsächlich hatte ich schon einmal einen Fall, wo der Ladecontroller im
> Notebook defekt war. Symptom war auch, dass der Akku nicht mehr geladen
> wurde. Da wir Dutzende baugleicher Geräte hatten, war der Test
> allerdings trivial.


Ich habe hier (immer noch) ein ThinkPad A30p, das sich mit eingesetztem
Akku nicht einmal mehr einschalten lässt, mit herausgenommenem Akku am
Netzgerät aber einwandfrei funktioniert.

Ich kann nur spekulieren, dass irgendeine "Wake-On-..."-Funktion den
Akku im "ausgeschalteten" Zustand des Notebooks komplett "leergesoffen" hat.

Michael
Marcel Mueller (23.05.2019, 19:49)
Am 23.05.19 um 15:51 schrieb Michael Unger:
> On 2019-05-22 21:16, "Marcel Mueller" wrote:
> Ich habe hier (immer noch) ein ThinkPad A30p, das sich mit eingesetztem
> Akku nicht einmal mehr einschalten lässt, mit herausgenommenem Akku am
> Netzgerät aber einwandfrei funktioniert.
> Ich kann nur spekulieren, dass irgendeine "Wake-On-..."-Funktion den
> Akku im "ausgeschalteten" Zustand des Notebooks komplett "leergesoffen" hat.


Ich tippe eher auf einen Kurzschluss irgendwo. Und dann geht das
Netzteil in die Notabschaltung.

Der Wake-On-Mist kann unter normalen Umständen den Akku nicht zerstören.
Auch dann nicht, wenn sämtliche Treibersoftware samt dem Rechner
abgestürzt ist.
Besonders perfide ist die zuweilen nicht abschaltbare Funktion
"Einschalten bei Deckel auf" in Kombination mit keiner
Deckelverriegelung. Tasche mit etwas Platz und ein Schlagloch und man
hat am Ende der Fahrt ein völlig überhitztes Notebook mit leerem Akku in
der Tasche. Der Lüfter bringt darin nämlich gar nichts.

Normalerweise haben die Akkus neben der Akkustandswarnung, die das OS
zum Warnen bzw. herunterfahren nutzt noch eine Schutzschaltung. Sobald
die minimale Zellenspannung unterschritten wird, wird einfach der Strom
unterbrochen, völlig egal, was dran hängt. Das ist normalerweise in
Hardware realisiert.
Das ist jetzt auch nicht primär eine Funktion zum Wohle der Kunden,
sondern schlicht ein Sicherheitsfeature. Li-Akkus dehnen sich bei sehr
niedrigem Ladestand extrem aus, weil die Li+-Ionen ein vielfaches größer
sind als ihre metallische Form. Da das Gehäuse natürlich nicht mit
wächst, können die Akkus platzen und sich ggf. entzünden.

Marcel
Martin Gerdes (23.05.2019, 20:27)
Andreas Theilmeier <news> schrieb:

>>>> Macht es Sinn das mal extern zu versuchen, also das Laden anzustoßen?
>>> ? - wie willst Du das machen?

>Du kannst den Akkupack (idR mit Gewalt) öffnen und dann die Zellen
>einzeln mit einem geeigneten Lader laden bzw. prüfen.
>Macht aber oft keinen Sinn. Bei ebay gibt es Packs guter Qualität
>günstig von Fremdanbietern.


Hast Du einen Namen für einen Lieferanten guter Qualität?
Darf auch was kosten, sollte dann aber auch gut sein. Für meinen Rechner
gibts leider kein Originalersatzteil mehr, den Preis dafür (50 Euro
statt 20 für Hutschi-Futschi) würde ich gern bezahlen.

Ich habe gerade (nolens-volens) Hutschi-Futschi gekauft (Label
"Protec"), der Akku hat in 4 Monaten 80% seiner Kapazität verloren.
Normalerweise sollte man den reklamieren, aber ich will mir für 23 Euro
Neupreis oder so den Zirkus nicht antun.
Andreas Theilmeier (24.05.2019, 07:39)
tach Martin,

>Hast Du einen Namen für einen Lieferanten guter Qualität?


den letzten habe ich bei quality-4-you gekauft.
Martin Gerdes (24.05.2019, 22:32)
Andreas Theilmeier <news> schrieb:

>>Hast Du einen Namen für einen Lieferanten guter Qualität?


>den letzten habe ich bei quality-4-you gekauft.


Und? Wars denn quality, was der Anbieter ohne eigene Webseite Dir
geliefert hat?

Wenn Du den Ebay-Shop quality-4-you meinst, sieht schon das Angebot in
meinen Augen nicht eben vertrauenerweckend aus (mal abgesehen davon, daß
er offensichtlich keinen Ersatzakku für mein Gerät anbietet).
Andreas Theilmeier (29.05.2019, 16:04)
tach Martin,

>Und? Wars denn quality, was der Anbieter ohne eigene Webseite Dir
>geliefert hat?
>Wenn Du den Ebay-Shop quality-4-you meinst, sieht schon das Angebot in
>meinen Augen nicht eben vertrauenerweckend aus (mal abgesehen davon, daß
>er offensichtlich keinen Ersatzakku für mein Gerät anbietet).


Sorry, link vergessen. Ich kann dir nur meine Erfahrungen weiter
geben. Vertrauen oder nicht ist dann deine Sache.

Diese beiden hatten auch Markenzellen und richtige Kapazitätangaben
(im Pack für Lenovo ThinkPad Edge E130):



Dein Gerät kenne ich allerdings nicht und kann daher nicht für dich
suchen.
Martin Gerdes (30.05.2019, 11:14)
Andreas Theilmeier <news> schrieb:

>>Und? Wars denn quality, was der Anbieter ohne eigene Webseite Dir
>>geliefert hat?


>>Wenn Du den Ebay-Shop quality-4-you meinst, sieht schon das Angebot in
>>meinen Augen nicht eben vertrauenerweckend aus (mal abgesehen davon, daß
>>er offensichtlich keinen Ersatzakku für mein Gerät anbietet).


>Sorry, link vergessen. Ich kann dir nur meine Erfahrungen weitergeben.


Gern! Bisher hast Du das allerdings noch nicht, sondern lediglich
mitgeteilt, daß Du Deinen letzten Akku bei diesem Ebay-Shop gekauft
hast.

>Vertrauen oder nicht ist dann deine Sache.


So etwa.
>Diese beiden hatten auch Markenzellen und richtige Kapazitätangaben
>(im Pack für Lenovo ThinkPad Edge E130):


>
>


Ich sehe schon, Du bist auf Ebay-Shops fixiert. Es mag ein Vorurteil
sein, aber mir ist ein Laden lieber, der wenigstens eine eigene Webseite
hat (und als Akkuhändler wirklich nur Akkus und nicht noch ein Sortiment
aller möglicher anderer Chinateile dazu).

Danke dennoch für Deine Mühe.

Offensichtlich hat ja kein anderer Mitleser hier einschlägige
Erfahrungen.
R. Schneider (06.08.2019, 22:31)
Am Tue, 21 May 2019 10:16:04 +0200 schrieb Christoph Grausner:

> Hallo, habe es geschafft meinen Laptop-Akku restlos 'leerzufahren'. Nun
> will er nicht mehr. Akku wird vom Laptop erkannt, passiert aber nix.
> Windows sagt auch nur:"Netzbetrieb, Akku wird nicht geladen". Macht es
> Sinn das mal extern zu versuchen, also das Laden anzustoßen?
> Hat das scon mal einer versucht?
> Danke für ein paar Tips,
> Gruß Ch.G.

Bei mir hat Aus- und Wiedereinbauen gewirkt. Kann man das Gerät ohne Akku
mit Netzkabel betreiben, würde ich auch das mal probieren.

Gruß
Ralf
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