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Hermann Riemann (11.03.2016, 11:06)
Vor ca 10 Jahren habe ich ein wenig in C++ programmiert
und habe jetzt angefangen C++ weitgehend neu zu lernen.
Zum Lernen verwende ich gewohnheitsmäßig Bücher und eigene Testprogramme.

Das Buch
Die Boost C++ Bibliotheken
von Boris Schäling
habe ich bestellt

das "Buch"
C++ Standdardbibliothek
kurz&gut
aus 2015
gekauft

Das (praktisch unbenutzte) Buch
Die C++ Standard Template Library
von Ulrich Brayman
aus 1996
wollte ich durch etwas aktuelles ersetzen
habe aber nichts gefunden.

Hermann
der C++ von der vermuteten privaten Anwendungen her
zwischen C99 und Python3 sieht.
Stefan Ram (13.03.2016, 01:41)
Hermann Riemann <nospam.ng> writes:
>Das (praktisch unbenutzte) Buch
>Die C++ Standard Template Library
>von Ulrich Brayman
>aus 1996
>wollte ich durch etwas aktuelles ersetzen
>habe aber nichts gefunden.


»The C++ programming language«, fourth edition von
Bjarne Stroustrup, 2013

Es gibt davon aber wohl noch keine deutsche Übersetzung.
Matthias Andree (13.03.2016, 20:11)
Am 11.03.2016 um 10:06 schrieb Hermann Riemann:

> Das (praktisch unbenutzte) Buch
> Die C++ Standard Template Library
> von Ulrich Brayman
> aus 1996
> wollte ich durch etwas aktuelles ersetzen
> habe aber nichts gefunden.


Abseits Breymann gibt es auch (englischsprachig) von Nicolai Josuttis
das Standardwerk, in zweiter Auflage, auf Stand C++11.
<http://www.cppstdlib.com/>.

Die Änderungen C++14 gegenüber C++11 sind hier umrissen, deutsche
Übersetzung scheint's nicht zu geben, ich bin aber auch nicht der
Recherchebeauftragte des Tages im Usenet, das gebe ich als Hausaufgabe
zurück:

<https://en.wikipedia.org/wiki/C%2B%2B14#New_standard_library_features>
Stefan Ram (21.03.2016, 22:51)
ram (Stefan Ram) writes:
>Hermann Riemann <nospam.ng> writes:
>»The C++ programming language«, fourth edition von
>Bjarne Stroustrup, 2013


Dann gibt es noch ein Buch von Ulrich Breymann. (Da sich
sein Name nur um zwei Zeichen von dem Namen des Autors aus
dem OP unterscheidet, paßt dies vielleicht zu den
Autor-Vorlieben des OP.) Das Buch scheint relativ aktuell
(Anfang 2015) zu sein, wenn man darauf achtet, die
4. Auflage zu kaufen. Nämlich »Der C++-Programmierer« von
Ulrich Breymann. Es behandelt wohl C++14, und die Container,
Iteratoren und Algorithmen auf den Seiten 805 bis 863,
ist allerdings in der Schulsprache geschrieben, das heißt
mit »dass« statt »daß« und so weiter.
Hermann Riemann (22.03.2016, 16:00)
Stefan Ram schrieb:

> Hermann Riemann <nospam.ng> writes:


> »The C++ programming language«, fourth edition von
> Bjarne Stroustrup, 2013


> Es gibt davon aber wohl noch keine deutsche Übersetzung.


Doch 2015 vom Hanser Verlag ISBN:
print : 978-3-446-43961-0
E-book: 978-3-446-43981-0

Hermann
der sich mit seiner C-Gewohnheit mit diesem
Buch etwas mehr Schwierigkeiten hat als mit anderen Bücher.
Hermann Riemann (22.03.2016, 18:00)
Stefan Ram schrieb:

> ram (Stefan Ram) writes:
> Dann gibt es noch ein Buch von Ulrich Breymann.


Dem Inhaltsverzeichnis nach sieht es interessant aus.
( durchhangeln)

Außer der deutschen Übersetzung von Stroustup habe ich noch das C++ Buch
vom Jürgen Wolf Galileo Computing (C++11)
welches auch ein Kapitel QT enthält
(Und vom gleichen Autor und Verlag QT 4 GUI-Entwicklung mit C++
QT5 scheint nicht als Buch zu erscheinen)

und C++ von Ulla Kirch und Peter Prinz 2015 mitp Verlag (C++14),
welches ich Neulingen in C++, die bereits Erfahrungen
in einer anderen Programmiersprache haben,
nach meinem Eindruck empfehlen mag.

> ist allerdings in der Schulsprache geschrieben, das heißt
> mit »dass« statt »daß« und so weiter.


Finde ich nicht so ungewohnt wie das <T> und :: in C++.

Hermann
der vermutet, dass auch
C++-Metaprogrammierung
von Jürgen Lemke interessant werden könnte.
Matthias Andree (22.03.2016, 22:22)
Am 22.03.2016 um 17:00 schrieb Hermann Riemann:

> der vermutet, dass auch
> C++-Metaprogrammierung
> von Jürgen Lemke interessant werden könnte.


Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. In Lern- und
Entwicklungsphase fliegt einem die Komplexität der C++-Grammatik, die da
auch die Compiler-Performance maßgeblich mitbestimmt, schnell um die
Ohren. Da brauchen die Compiler auch für vermeintlich kleine
Compilation Units schnell überraschend viel Zeit und Speicher. Wenn's
zur Übersetzungszeit knallt, gibt's ellenlange Compilerfehler (gerne mal
Hunderte Zeilen von Instantiierungsstacks), aus denen man die
mutmaßliche Ursache auch mit mehrmonatiger einschlägiger Erfahrung kaum
herausliest. BTDT, mit Boost::Spirit v2 (2013) einschließlich dem
::Lex, Visual Studio vs. GCC war fast egal.

Boost::Spirit ist vielleicht nicht der richtige Einstieg in TMP für mich
gewesen, und auch als solches ein Extrembeispiel; das ist jetzt auch
kein Plädoyer gegen Templateprogrammierung oder Metaprogrammierung an
sich; ich will damit davor warnen, den Praxisnutzen von TMP in C++ zu
überschätzen.
Stefan Ram (23.03.2016, 06:57)
Hermann Riemann <nospam.ng> writes:
>und C++ von Ulla Kirch und Peter Prinz 2015 mitp Verlag (C++14),
>welches ich Neulingen in C++, die bereits Erfahrungen
>in einer anderen Programmiersprache haben,
>nach meinem Eindruck empfehlen mag.


Vielen Dank für den Hinweis!

Ich versuche, meine Literaturempfehlungen für C++ aktuell
zu halten und habe dies nun erst einmal hinzugefügt.

Dabei sammle ich deutschsprachige und englischsprachige
Quellen getrennt:




(Bei 403 mit Google auf die Seite gehen.)

Meinen eigenen C++-Kurs stelle ich jetzt gerade auf C++17 um,
weil man dort endlich schreiben kann »auto i { 17 };«
(und »i« dann /nicht/ den Typ »initializer_list< int >« hat).



(Die Qualität dieses Kurses ist gemischt: Man findet einige
gut lesbare und ausformulierte Lektionen neben anderen
Lektionen, die nur Programmbeispiele ohne Erklärungen
enthalten, weil noch die Zeit fehlte, um sie weiter
auszuformulieren. Interessant sind vielleicht die Lektionen
12.2 bis 12.10 über die verschiedenen Arten von Initialisierungen,
an denen ich in letzter Zeit etwas gearbeitet habe.)
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