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H.-P. Schulz (28.06.2019, 19:45)
einen Beitrag v.wg. dass wir uns schwer umgucken werden, falls der
nächste Sommer (also 2019) nicht *wenigstens* die langjährig
durchschnittliche Niederschlagmenge bringen würde.

Das tritt nun ein, der Rückstand ist nicht mehr aufzuholen.

Klimawandel und Demokratie (wie wir sie kennen - und als alternativlos
wollen gelernt haben), das geht ins Auge.

Das einzige Land, wo man seine Siebensachen noch einigermaßen
beieinander hat, ist China.
Aber das ist als Ziel einer Auswanderung eher unmöglich, denn Leute,
Neubürger und so, ist nun so ziemlich was die am wenigsten nötig
haben.

Angeschissen.
Torsten Mueller (30.06.2019, 08:44)
H.-P. Schulz <hpschu> schrieb:

> einen Beitrag v.wg. dass wir uns schwer umgucken werden, falls der
> nächste Sommer (also 2019) nicht *wenigstens* die langjährig
> durchschnittliche Niederschlagmenge bringen würde.
> Das tritt nun ein, der Rückstand ist nicht mehr aufzuholen.
> Klimawandel und Demokratie (wie wir sie kennen - und als alternativlos
> wollen gelernt haben), das geht ins Auge.


Das wird ja nun alles anders, wenn der Habeck erstmal Kanzlerin ist. Der
Scholz selbst sagt ja, die GroKo halte nicht mehr bis Weihnachten.

Abschweif: Dieser Habeck ist ein Phänomen. Der Schlüssel zu seiner
Popularität ist: er sacht nix. Und wer nichts sagt, sagt auch nichts
falsches oder dummes oder zweifelhaftes. Andere reden aber schon. Die
Baerbock hamse letztens auf SPON zur designierten Außenministerin
hochgeschrieben. Sie sei nie eine Pazifistin gewesen, sagt sie. Hier [1]
gleich noch zwei stramme NATO-Grüne.

> Das einzige Land, wo man seine Siebensachen noch einigermaßen
> beieinander hat, ist China.


Ha, netter Versuch.

T.M.

[1]
Ulf.Kutzner (30.06.2019, 09:46)
Am Sonntag, 30. Juni 2019 08:44:06 UTC+2 schrieb Torsten Mueller:
> Das wird ja nun alles anders, wenn der Habeck erstmal Kanzlerin ist. Der
> Scholz selbst sagt ja, die GroKo halte nicht mehr bis Weihnachten.


Lindners Truppe wird Habeck in der laufenden
Legislaturperiode kaum wählen wollen. Die Union auch nicht.

Die Union geht ohne Kanzlerbonus in die nächste Wahl.
AM wird vor Ende der Legislaturperiode nicht
zurücktreten wollen, solange sie von sich behauptet,
es gehe ihr gesundheitlich gut.

> Abschweif: Dieser Habeck ist ein Phänomen. Der Schlüssel zu seiner
> Popularität ist: er sacht nix. Und wer nichts sagt, sagt auch nichts
> falsches oder dummes oder zweifelhaftes.


Ach was. Er durfte auch schon zurückrudern.
Frank Hucklenbroich (01.07.2019, 10:34)
Am Fri, 28 Jun 2019 19:45:13 +0200 schrieb H.-P. Schulz:

> einen Beitrag v.wg. dass wir uns schwer umgucken werden, falls der
> nächste Sommer (also 2019) nicht *wenigstens* die langjährig
> durchschnittliche Niederschlagmenge bringen würde.
> Das tritt nun ein, der Rückstand ist nicht mehr aufzuholen.


Auf der Zugspitze lag kürzlich der höchste Schnee seit Jahrzehnten. Oder
zählt das nicht mit zur Niederschlagsmenge? Klar, dem Bauern in Brandenburg
nutzt das wenig.

Grüße,

Frank
H.-P. Schulz (01.07.2019, 11:07)
On Mon, 1 Jul 2019 10:34:28 +0200, Frank Hucklenbroich
<Hucklenbroich01> wrote:

>Am Fri, 28 Jun 2019 19:45:13 +0200 schrieb H.-P. Schulz:
>Auf der Zugspitze lag kürzlich der höchste Schnee seit Jahrzehnten. Oder
>zählt das nicht mit zur Niederschlagsmenge? Klar, dem Bauern in Brandenburg
>nutzt das wenig.


Einfach DWD gucken.
Einfach Daten, Zahlen, Kurven - der ganze Statistiksums halt.

Aber ist alles halb so schlimm, denn bekanntlich fahren Autos ja mit
Benzin, nicht mit Wasser.
Dietz Proepper (01.07.2019, 11:24)
H. -P. Schulz wrote:
> Aber ist alles halb so schlimm, denn bekanntlich fahren Autos ja mit
> Benzin, nicht mit Wasser.


Und Strom kommt aus der Steckdose.
Wolfgang Εnzinger (01.07.2019, 23:50)
Am Mon, 1 Jul 2019 10:34:28 +0200 schrieb Frank Hucklenbroich:

> Am Fri, 28 Jun 2019 19:45:13 +0200 schrieb H.-P. Schulz:
> Auf der Zugspitze lag kürzlich der höchste Schnee seit Jahrzehnten. Oder
> zählt das nicht mit zur Niederschlagsmenge?


Sicher zählt das dazu.

Nur muss man das halt auch räumlich gewichten; erst durch die Fläche wird
Höhe zu Volumen. Setz mal die Fläche der Zugspitze oder von mir aus die des
gesamten deutschen Alpenraums in Relation zur restlichen Fläche der
Republik. Ein kaum vernehmbarer Schluckauf ist das.

> Klar, dem Bauern in Brandenburg nutzt das wenig.


Das kommt noch dazu. Das auf der Zugspitze gebunkerte Wasser müsste erst
mal die Europäische Hauptwasserscheide überwinden, um nach Brandenburg oder
auch zu dir nach Köln zu gelangen. Leider aber transportieren
Luftströmungen aus südlicher Richtung seltenst irgendwelche nennenswerten
Wassermengen nordwärts.

Stattdessen leiten diese Südbayern das Wasser umgehend nach Osten ab und
lassen nicht mal die Nordbayern daran teilhaben.

Und schon hast du den alten Konflikt zwischen Oberbayern und Franken
verstanden. Teilweise jedenfalls.
E. Hoppenstedt (02.07.2019, 00:30)
Am Montag, 1. Juli 2019 23:50:21 UTC+2 schrieb Wolfgang ?nzinger:

> Und schon hast du den alten Konflikt zwischen Oberbayern und Franken
> verstanden. Teilweise jedenfalls.


Welcher Konflikt, Neandertaler zusammengefasst in einen Bundesland.
Wie habt Ihr es eigentlich geschafft, Euch für Deutschland zu
qualifizieren? Welche Show in welchem Assi-Sender war das?
Frank Hucklenbroich (02.07.2019, 09:00)
Am Mon, 1 Jul 2019 23:50:21 +0200 schrieb Wolfgang ?nzinger:

[..]
> auch zu dir nach Köln zu gelangen. Leider aber transportieren
> Luftströmungen aus südlicher Richtung seltenst irgendwelche nennenswerten
> Wassermengen nordwärts.


Dafür bekommen wir den geschmolzenen Schnee der Schweizer vor die Haustüre
geliefert, pünktlich im Frühjahr zur Schneeschmelze steigt auch meistens
der Rheinpegel spürbar an.

Grüße,

Frank
Andreas Karrer (02.07.2019, 11:33)
* Wolfgang ?nzinger <we_usenet>:
> Am Mon, 1 Jul 2019 10:34:28 +0200 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Das kommt noch dazu. Das auf der Zugspitze gebunkerte Wasser müsste erst
> mal die Europäische Hauptwasserscheide überwinden, um nach Brandenburg oder
> auch zu dir nach Köln zu gelangen. Leider aber transportieren
> Luftströmungen aus südlicher Richtung seltenst irgendwelche nennenswerten
> Wassermengen nordwärts.
> Stattdessen leiten diese Südbayern das Wasser umgehend nach Osten ab und
> lassen nicht mal die Nordbayern daran teilhaben.
> Und schon hast du den alten Konflikt zwischen Oberbayern und Franken
> verstanden. Teilweise jedenfalls.


Es sind doch gerade die Franken, die das Wasser der Altmühl über
besagte Hauptwasserscheide in Regnitz und Main umleiten und damit in
Köln Hochwasser mitverursachen!

Schlimmer sind nur diese Chaoten in Immendingen, die Löcher in den
Kalk bohren, so dass die Donau unterirdisch in den Bodensee umgeleitet
wird, was dort und natürlich später wieder in Köln zu Hochwasser führt.

- Andi
Ulf.Kutzner (02.07.2019, 12:58)
Am Montag, 1. Juli 2019 23:50:21 UTC+2 schrieb Wolfgang ?nzinger:
[..]
> auch zu dir nach Köln zu gelangen. Leider aber transportieren
> Luftströmungen aus südlicher Richtung seltenst irgendwelche nennenswerten
> Wassermengen nordwärts.


Im Prinzip schon, nur bleiben die gerne am Alpenhauptkamm hängen.

Und von dem, was auf der Zugspitze verdunstet, in West- oder
Norddeutschland Regen zu erwarten, wäre recht vermessen.

Gruß, ULF
Ulf.Kutzner (02.07.2019, 13:00)
Am Dienstag, 2. Juli 2019 09:00:18 UTC+2 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Mon, 1 Jul 2019 23:50:21 +0200 schrieb Wolfgang ?nzinger:


> > Das kommt noch dazu. Das auf der Zugspitze gebunkerte Wasser müsste erst
> > mal die Europäische Hauptwasserscheide überwinden, um nach Brandenburg oder
> > auch zu dir nach Köln zu gelangen. Leider aber transportieren
> > Luftströmungen aus südlicher Richtung seltenst irgendwelche nennenswerten
> > Wassermengen nordwärts.

> Dafür bekommen wir den geschmolzenen Schnee der Schweizer


teilweise

> vor die Haustüre
> geliefert, pünktlich im Frühjahr zur Schneeschmelze steigt auchmeistens
> der Rheinpegel spürbar an.


Siehe Wasserscheiden.

Gruß, ULF
Ulf.Kutzner (02.07.2019, 13:07)
Am Dienstag, 2. Juli 2019 11:33:30 UTC+2 schrieb Andreas Karrer:

> Es sind doch gerade die Franken, die das Wasser der Altmühl über
> besagte Hauptwasserscheide in Regnitz und Main umleiten und damit in
> Köln Hochwasser mitverursachen!


Mir war so, als ließe sich das auch abstellen, wenn im Nordteil
schon genug Wasser ist.



Außerdem hat die Schleuse Riedenburg

gerade ein Passierbarkeitsproblem.

Gruß, ULF
Ronald Konschak (02.07.2019, 13:11)
Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01> schrieb:
> Am Fri, 28 Jun 2019 19:45:13 +0200 schrieb H.-P. Schulz:
> Auf der Zugspitze lag kürzlich der höchste Schnee seit Jahrzehnten. Oder
> zählt das nicht mit zur Niederschlagsmenge? Klar, dem Bauern in Brandenburg
> nutzt das wenig.


Ich darf aus eigener Anschauung berichten, dass der Pegel unregulierter
mecklenburgischer Seen bis zu 80 cm unter Normalwert liegt. Die meisten
davon bedecken mehr Fläche als der schneebedeckte Teil der Zugspitze.

Ronald.
Martin Ebert (04.07.2019, 01:00)
Am 28.06.19 um 19:45 schrieb H.-P. Schulz:
> einen Beitrag v.wg. dass wir uns schwer umgucken werden, falls der
> nächste Sommer (also 2019) nicht *wenigstens* die langjährig
> durchschnittliche Niederschlagmenge bringen würde.
> Das tritt nun ein, der Rückstand ist nicht mehr aufzuholen.


Wo bin ich nur hingeraten?

Da werden drei Brocken als Tatsache in den Raum geworfen. Bilanz-
grenze - nicht genannt. Sekundärquellen? Nicht genannt. Von
Primärquellen wollen wir mal gar nicht reden.

Unglaublich.

Mt

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