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Thomas Einzel (07.12.2018, 15:08)
Am 06.12.2018 um 23:55 schrieb Bernd Ohm:
> Am 06.12.2018 um 22:01 schrieb Hannes Kuhnert:
> Mich stört dein Begriff "Strahlenbelastung".
> Eine Strahlenbelastung gibt es beim Röntgen, in der Asse,
> in der Nähe eines Castors, KKW usw.
> Ein DECT- oder Mobilfunktelefon sendet HF.
> Das Resultat ist ein magnetisches und elektrisches Feld.


Schau dir

an, das sollte eigentlich im Physikunterricht erwähnt werden.

Manche Wellenlängen sind schädlicher, manche weniger schädlich, manche
benötigen wir sogar in einem gewissen Umfang z.B. UV zur Vitamin D Bildung.

DECT lt.

Gesetzl. Grenzwert (26.BISchV) 9,5 W/m²

BISchV=Bundes-Immissionsschutzgesetz

z.B.

Wenn das Wort "Strahlenbelastzung" nicht gefällt, ersetze es durch die
sperrige Formulierung aus §2 26.BISchV Absatz (1)
Hannes Kuhnert (07.12.2018, 20:12)
Bernd Ohm schrieb:
> Mich stört dein Begriff "Strahlenbelastung".


? den nicht ich hier eingeführt habe.

> Eine Strahlenbelastung gibt es beim Röntgen, in der Asse,
> in der Nähe eines Castors, KKW usw.
> Ein DECT- oder Mobilfunktelefon sendet HF.
> Das Resultat ist ein magnetisches und elektrisches Feld.


Gekoppelte solche, also rein dem physikalischen Prinzip nach das gleiche wie
Röntgenstrahlung. ? oder Sonnenlicht.
Hannes Kuhnert (07.12.2018, 20:15)
Arno Welzel schrieb:
> Hannes Kuhnert:
>> DECT ist eine Schnurlostelefon-Technik, bei der zwischen Mobilteil und
>> Basisstation eine Funkverbindung besteht, also elektromagnetische Strahlung
>> zur Anwendung kommt.

> Es gibt aber keine "elektromagnetische Strahlung". Es handelt sich um
> eletromagnetische *Felder* - da strahlt nichts.


Woran machst Du das fest? Dass einem ein Begriff nicht geläufig ist, heißt
das, dass es ihn nicht gäbe oder dass er falsch wäre?
Arno Welzel (08.12.2018, 22:34)
Hannes Kuhnert:

> Arno Welzel schrieb:
> Woran machst Du das fest? Dass einem ein Begriff nicht geläufig ist, heißt
> das, dass es ihn nicht gäbe oder dass er falsch wäre?


Ok, ich reduziere es darauf, dass mir keine seriöse Untersuchung bekannt
ist, die eine plausible Gefahr von gesundheitlichen Schäden durch
DECT-Basisstationen oder DECT-Telefone zeigt. Und mit "plausible Gefahr"
meine ich nicht "starke Funkstrahlung gemessen", sondern auch den
Nachweis, dass die gemessenen Funksignale - also die echter Geräte und
nicht von Sendern mit viel stärkerer Leistung - auch eine nachweisbare
Schädigung in lebendem Gewebe verursachen.
Thomas Einzel (09.12.2018, 13:13)
Am 08.12.2018 um 21:34 schrieb Arno Welzel:
> Hannes Kuhnert:
> Ok, ich reduziere es darauf, dass mir keine seriöse Untersuchung bekannt
> ist, die eine plausible Gefahr von gesundheitlichen Schäden durch
> DECT-Basisstationen oder DECT-Telefone zeigt. Und mit "plausible Gefahr"
> meine ich nicht "starke Funkstrahlung gemessen", sondern auch den
> Nachweis, dass die gemessenen Funksignale - also die echter Geräte und
> nicht von Sendern mit viel stärkerer Leistung - auch eine nachweisbare
> Schädigung in lebendem Gewebe verursachen.


Vor langer Zeit, auf einem blauen Planeten in einem unbedeutenden
Stellarsystem einer unbedeutenden Spiralgalaxis, stellen einige
Exemplare einer dort ansässigen, äußerst zänkischen Spezies fest, dass
ihre DECT Telefone fast immer mit bösen 100.000 µWatt munter darauf los
sendeten. Die DECT Geräte reduzieren ursprünglich ihre Sendeleitung
nicht, im Gegensatz zu den dort ebenfalls verwendeten GSM Telefonen die
ein vielfaches dieser Leistung in einem ähnliche Frequenzband des
elektromagnetischen Spektrums verwendeten, aber wenn es nicht nötig war,
diese Sendeleitung reduzierten. Diese Dauerimpulse von 0,1Watt haben
findige Vertreter dieser Spezies als nicht unbedingt der Gesundheit
förderlich eingestuft, deswegen wurde DECT nicht mehr so gern gesehen.

Später erfanden sie Ergänzungen des DECT Standards - Eco, Eco plus - und
die Handgeräte sendeten teilweise gar nicht mehr, wenn sie nicht
benötigt wurden. Aber da es sich um eine äußerst zänkische Spezies
handelte, stritten sie trotzdem auch darum munter weiter, als hätte es
diese Veränderungen nicht gegeben.

Was aus ihnen geworden ist, ist nicht überliefert. Wenn sie sich nicht
selbst ausgerottet haben, was sehr wahrscheinlich ist, wurde vermutlich
ihr Planet wegen einer der zahlreichen, galaktischen
Hyperraum-Umgehungsstraßen gesprengt.
Harald Müller (09.12.2018, 19:42)
Am 01.12.2018 um 14:42 schrieb Hannes Kuhnert:

> Aber wie sieht es mit der bloßen Kenntnisnahme des zweiten Anrufs aus? Dass
> man während oder nach Beendigung des Gesprächs sehen kann, wer derweilen noch
> anzurufen versucht hat ? beruht auch dies auf einem freien Nutzkanal?


Anrufinformationen gehen über deb D-Kanal dun sind unabhängig vom
B-Kanal. Wenn ich mit 2 Telefone auf beide B-Kanäle telefoniert habe, so
habe ich einen dritten eingehenden Anruf mit meiner ISDN-Karte erkannt.

Technisch also möglich, aber abhängig vom Endgerät.

Wenn du Zuhause 2 Telefone hast, ruf dich selbst an, dann sind beide
B-Kanäle belegt. Zusätzlich rufst du dich noch mit deinem Händy an, dann
siehst du was passiert.

Harry
Arno Welzel (10.12.2018, 00:16)
Thomas Einzel:

[...]
> diese Sendeleitung reduzierten. Diese Dauerimpulse von 0,1Watt haben
> findige Vertreter dieser Spezies als nicht unbedingt der Gesundheit
> förderlich eingestuft, deswegen wurde DECT nicht mehr so gern gesehen.


Welche "findigen Vertreter" sind das? Gerne konkrete Quellen nennen.

> Später erfanden sie Ergänzungen des DECT Standards - Eco, Eco plus - und
> die Handgeräte sendeten teilweise gar nicht mehr, wenn sie nicht [...]


Was z.B. die Fritz!Box umgehend abschaltet, sobald DECT ULE - "ultra low
energy"(!) - benutzt wird für Schaltbare Steckdosen oder Thermostate,
die so angesteuert werden. Ganz so schlau scheint "Eco" oder "Eco plus"
nicht zu sein. Und die Gigaset-Teile senden bei aktivem "Eco" beim
Verbindungsaufbau bei eingehenden Anrufen sogar mit *maximaler*
Leistung, um die Verbindung zum Handteil zuverlässig herstellen zu
können - denn wenn das gar nicht mehr sendet, weiß man auch nicht,
wieviel Leistung nötig ist, um es zu erreichen.
Bernd Ohm (10.12.2018, 03:41)
Am 09.12.2018 um 12:13 schrieb Thomas Einzel:

> - und die Handgeräte sendeten teilweise gar nicht mehr,
> wenn sie nicht benötigt wurden.


Das DECT-Mobilteil sendet tatsächlich nur, wenn man
damit telefoniert. Die restliche Zeit befindet es sich
lediglich auf Empfang.

Die DECT-Basis hingegen sendet dauerhaft; auch wenn
nicht telefoniert wird.
Thomas Einzel (10.12.2018, 23:25)
Am 09.12.2018 um 23:16 schrieb Arno Welzel:
> Thomas Einzel:
> [...]
>> diese Sendeleitung reduzierten. Diese Dauerimpulse von 0,1Watt haben
>> findige Vertreter dieser Spezies als nicht unbedingt der Gesundheit
>> förderlich eingestuft, deswegen wurde DECT nicht mehr so gern gesehen.

> Welche "findigen Vertreter" sind das?


Frage die Mäuse.

> Gerne konkrete Quellen nennen.


ISBN 3453146972

>> Später erfanden sie Ergänzungen des DECT Standards - Eco, Eco plus - und
>> die Handgeräte sendeten teilweise gar nicht mehr, wenn sie nicht

> [...]
> Was z.B. die Fritz!Box umgehend abschaltet, sobald DECT ULE - "ultra low
> energy"(!) - benutzt wird für Schaltbare Steckdosen oder Thermostate,
> die so angesteuert werden.


z.B. heißt nicht generell, ich verwende z.B. keine Fritzbox
Hannes Kuhnert (05.01.2019, 22:25)
Harald Müller schrieb:
> Am 01.12.2018 um 14:42 schrieb Hannes Kuhnert:
> Anrufinformationen gehen über deb D-Kanal dun sind unabhängig vom
> B-Kanal. Wenn ich mit 2 Telefone auf beide B-Kanäle telefoniert habe, so
> habe ich einen dritten eingehenden Anruf mit meiner ISDN-Karte erkannt.
> Technisch also möglich, aber abhängig vom Endgerät.
> Wenn du Zuhause 2 Telefone hast, ruf dich selbst an, dann sind beide
> B-Kanäle belegt. Zusätzlich rufst du dich noch mit deinem Händy an, dann
> siehst du was passiert.


Das habe ich jetzt an einem von Versatel zur Verfügung gestellten
ISDN-Anschluss getan.

Ich habe von einem Gerät an diesem Anschluss aus auf denselben Anschlusses
angerufen und das Gespräch an einem anderen Gerät angenommen ? so weit mir
selbstverständlich.

Dann hab ich noch von einem anderen Anschluss reingeklingelt. Dies wurde auf
beiden Endgeräten ? jeweils Ascom Eurit 33 ? signalisiert.

Als ich dieses Gespräch annahm, wurde das erste gehalten.

Ich konnte dann auch auf eine Dreierkonferenz umschalten. Das hat mich
überrascht. Ich habe in Erinnerung, gelesen zu haben, dass eine
Dreierkonferenz auf dem initiierenden Anschluss zwei B-Kanäle bräuchte ?
warum auch immer. Das würde mit zwei Konferenzteilnehmern auf dem
initiierenden Anschluss dort einen Bedarf von drei B-Kanälen bedeuten.
Zum offiziellen Leistungsumfang des Anschlusses, auf dem ich getestet habe,
gehören nur zwei B-Kanäle. Es hat gleichwohl funktioniert.
Harald Müller (07.01.2019, 11:42)
Am 05.01.2019 um 21:25 schrieb Hannes Kuhnert:

> Ich konnte dann auch auf eine Dreierkonferenz umschalten. Das hat mich
> überrascht. Ich habe in Erinnerung, gelesen zu haben, dass eine
> Dreierkonferenz auf dem initiierenden Anschluss zwei B-Kanäle bräuchte ?
> warum auch immer. Das würde mit zwei Konferenzteilnehmern auf dem
> initiierenden Anschluss dort einen Bedarf von drei B-Kanälen bedeuten.
> Zum offiziellen Leistungsumfang des Anschlusses, auf dem ich getestet habe,
> gehören nur zwei B-Kanäle. Es hat gleichwohl funktioniert.


Ich würde sagen Makeln und Dreierkonferenz im Amt, also in der
Vermittlungsstelle und nicht bei dir. Ich kenne das von der
Rufumleitung. Die kann ich entweder über den 2. B-Kanal oder direkt im
Amt machen.

Harry
Hannes Kuhnert (09.01.2019, 20:50)
Harald Müller schrieb:
> Am 05.01.2019 um 21:25 schrieb Hannes Kuhnert:
> Ich würde sagen Makeln und Dreierkonferenz im Amt, also in der
> Vermittlungsstelle und nicht bei dir.


Ach so, da gibt es zwei Methoden!

Prinzipiell klar: Allerlei Dinge, die evtl. ?anschlussseitig? angeboten
werden, kann man auch ?im Haus? machen. Für die Dreierkonferenz hatte ich
letzteres allerdings noch nie auf dem Schirm; dennoch hatte sich in meiner
Erinnerung wohl die Zwei-B-Kanäle-für-Dreierkonferenz-Information
aus dem ?Im Haus?-Kontext irgendwie zur Vorstellung von der amtsbasierten
Dreierkonferenz-Funktion dazugemogelt.
Hannes Kuhnert (09.01.2019, 21:39)
Harald Müller schrieb:
> Am 01.12.2018 um 14:42 schrieb Hannes Kuhnert:
> Anrufinformationen gehen über deb D-Kanal dun sind unabhängig vom
> B-Kanal. Wenn ich mit 2 Telefone auf beide B-Kanäle telefoniert habe, so
> habe ich einen dritten eingehenden Anruf mit meiner ISDN-Karte erkannt.
> Technisch also möglich, aber abhängig vom Endgerät.
> Wenn du Zuhause 2 Telefone hast, ruf dich selbst an, dann sind beide
> B-Kanäle belegt. Zusätzlich rufst du dich noch mit deinem Händy an, dann
> siehst du was passiert.


Nun habe ich noch an einem auffallend leistungsbeschränkten DSL-IP-Telefonie-
Anschluss, von O? zur Verfügung gestellt, einen dem Anschluss entsprechenden
Test durchführen können, hinter einer FRITZ!Box 7490.

Auf diesem Anschluss kann immer nur ein Gespräch geführt werden. Auch hier
hat das Anklopfen und das Makeln funktioniert.

Vom Wissen um die Unmöglichkeit eines Notbetriebs bei Ausfall der lokalen
Stromversorgung abgesehen, sind mir im Rahmen dieses kleinen Test an einem
IP-Anschluss keine Besonderheiten gegenüber dem am ISDN-Amtsanschluss
gewohnten bewusst geworden ? außer einem: Bei einem eingehenden Anruf wurde
ein Name für die eigene Rufnummer, zu der der Anruf ging, gezeigt, soweit
ich richtig gesehen habe, was vom Telefonie-Router gestammt haben muss.
Also, im Telefon war diese Rufnummer (?MSN?) eingerichtet, sonst hätte es
den eingehenden Anruf ja gar nicht signalisiert, aber es war kein Name zu
dieser Rufnummer gespeichert. Trotzdem hat es einen Namen angezeigt. Dieser
kann nur von der FRITZ!Box kommen. Anscheinend kann am ISDN-Mehrgeräte-
anschluss bzw. S?-Bus ein Name für die Nummer, an die der Anruf geht,
übermittelt werden;?das wusste ich bisher nicht.
Hannes Kuhnert (09.01.2019, 22:00)
Marc Haber schrieb:
> Hannes Kuhnert <hannes.kuhnert> wrote:
>>Du hast also solch eine Assoziation: Wer von bestimmten technischen
>>Lösungen kategorisch Abstand halten will, hat typischerweise andererseits
>>unreflektierte und unbewegliche Erwartungen, dass irgendwas anderes auf
>>ganz bestimmte Weise funktioniert?

> Genau. Oder es sind Lehrer.


Ich kenne Leute, die noch anders drauf sind. Es gibt Leute, die wissen in
manchem ganz genau, was sie (nicht) wollen, zum Beispiel eben:
?Kein Funkbetrieb beim Telefon zu Hause!? ? sind im Übrigen aber teils
erschreckend genügsam. Mal gesponnen: im Telefon fällt die
Telefonbuchfunktion aus.??Hm, schade! Aber damit komm ich schon zurecht,
muss ich die Nummern eben von Hand eintippen, geht schon irgendwie.?
Da kann man sich als Halbbeteiligter durchaus bemüßigt sehen, zu versuchen,
demjenigen beizubringen, doch nicht jeden Mist hinzunehmen, sondern mal
Ansprüche zu stellen.
Harald Müller (11.01.2019, 12:11)
Am 09.01.2019 um 20:40 schrieb Hannes Kuhnert:

> Nun habe ich noch an einem auffallend leistungsbeschränkten DSL-IP-Telefonie-
> Anschluss, von O? zur Verfügung gestellt, einen dem Anschluss entsprechenden
> Test durchführen können, hinter einer FRITZ!Box 7490.
> Auf diesem Anschluss kann immer nur ein Gespräch geführt werden. Auch hier
> hat das Anklopfen und das Makeln funktioniert.


Wie viele MSN hast du?
Das MSN nichts mit den B-Kanälen zu tun haben ist mir klar.

Wie sind die beiden Telefone mit denen du gleichzeitig telefoniert hast
an die Box angeschlossen (IP, Dect, ISDN Analog)?

> Bei einem eingehenden Anruf wurde
> ein Name für die eigene Rufnummer, zu der der Anruf ging, gezeigt, soweit
> ich richtig gesehen habe, was vom Telefonie-Router gestammt haben muss.
> Also, im Telefon war diese Rufnummer (?MSN?) eingerichtet, sonst hätte es
> den eingehenden Anruf ja gar nicht signalisiert, aber es war kein Name zu
> dieser Rufnummer gespeichert. Trotzdem hat es einen Namen angezeigt. Dieser
> kann nur von der FRITZ!Box kommen. Anscheinend kann am ISDN-Mehrgeräte-
> anschluss bzw. S?-Bus ein Name für die Nummer, an die der Anruf geht,
> übermittelt werden;?das wusste ich bisher nicht.


Ein bischen wirr geschrieben:-)

Es geht hier nicht um die übermittelte Rufnummer des Anrufers, sondern
um deine MSN?

Du hast eine MSN z.B. 12345 und der hast du einen Namen z.B. Hannes
gegeben.

Auf dieser MSN (12345) hat dich jemand von extern angerufen?

Als dein Telefon geklingelt hat stand dann Anruf von ... für Hannes
anstelle Anruf für 12345?

Was war das für ein Endgerät welches die Nummer angezeigt hat (IP, Dect,
ISDN, Analog)?

Viele Grüße
Harry

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