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Heiko Kürschner (20.05.2020, 02:13)
Am Tue, 19 May 2020 23:53:56 +0000 schrieb Heiko Kürschner:

> Für den Sync klatsche ich sichtbar für alle Kameras in die Hände.


Vergessen zu sagen. Unmittelbar neben der Tonquelle und damit an am
Tonaufnahmegerät. Sonst hat es keinen Nutzen. Trotzdem sollte man immer
mal wieder Bild und Ton auf Synchronität prüfen. Keine bezahlbare Kamera
macht exakt 25 oder 50 Bilder in der Sekunde.
Meine Erfahrung bei 30 Minuten-Aufnahmen mit Kameras um die 400 Euro pro
Stück: 3 bis 5 Bilder Differenz zum Ton.
Ob das jetzt gut oder schlecht ist, kann ich nicht beurteilen. Für mich
heißt das, daß ich immer wieder kontrollieren muß und Bilder meist
rausschneiden muß. Die Kamera also 25,003 Bilder pro Sekunde liefert.

Grüße
Kürsche
Ralph Aichinger (20.05.2020, 02:14)
Heiko Kürschner <hcp.net> wrote:
> Nicht wirklich. Ich nehme hin und wieder einen Freund mit mehreren
> Kameras und Digitalrekorder auf. Digitalrekorder direkt an der Tonquelle.
> Die Kameras zwischen 10 und 30 Meter entfernt. Für den Sync klatsche ich
> sichtbar für alle Kameras in die Hände.


Nicht jeder filmt von so weit weg mit dem Tele. Wenn du z.B. ein
Interview aus 2m Abstand machst, dann ist die Schallaufzeit kein
Problem.

/ralph
Peter Sauter (20.05.2020, 06:26)
Am 19.05.2020 um 21:00 schrieb Ralph Aichinger:
> Heiko Kürschner <hcp.net> wrote:
>> Bluetooth in einer Richtung mag ja noch gehen, aber zeitgleiche
>> Wiedergabe? Die Latenzen sind so hoch, das Du noch zwei, drei Wörter
>> abbrichst, weil Dich das Echo aus dem Konzept bringt.

> Mit Kopfhörer kein Problem.
>> Bluetooth ist für bidirektionaler Echtzeit prinzipiell untauglich.


Daher kenne ich auch kein Musiker der das real verwendet und desweitern
arbeitet die Bluetooth Sig nicht ohne Grund am neuem Standard zur
Optimierung des Latenzproblems für Mehrkanalwiedergabe. Bedeutet aber
auch logischerweise das beide Geräte dann das kommende BT-Profil
unterstützen müssen.

Generell gibt es aber Microphone, die man direkt ans Smartphone
dranklemmen kann. Für mein IPhone habe ich mir ein Zoomgerät (IQ6 mit
Lightning

) im Musikfachhandel geholt (Das ist dieselbe Firma die auch gute
externe Feldrecordinggeräte produziert). Das kostet ca. 80EUR underlaubt
auch den Aufnahmepegel zu regeln. Die Herstellerapp taugt aber nicht
viel. VoiceRecord Pro für IOS ist wirklich Topp und erlaubt
div.Einstellungen.

Obs sowas für Android von anderen Herstellern auch gibt weiss ich nicht.
Beim Zoom direkt auf deren Homepage habe ich nix gefunden oder übersehen.

Zu Android und Echzeitlatenzen für Audioanwendungen:

Generell ist aber bekannt , daß Android bzw. viele Hersteller (Ich
erinner mich das es mal eine Außnahme mit einem best. Samsungmodell und
nur in Kombination mit best. Vendorapps gab). schon auf
Betriebsystemebene nicht geeignet sind für Echtzeitaudioanwendung.
Das ist bei Apple wesentlich besser durch den CoreAudioTreiber gelöst
(Im Prinzip dasselbe Audiotreibermodell wie unter MacOS). Deswegen
benutzen Musiker wenn fast ausschliesslich IOS-Geräte (meist IPADs)
für Echtzeitaudioanwendungen. Deswegen ist der Markt an Audio Apps
auf IOS wesentlich breiter als unter Android.

> ... und trotzdem telefonieren Leute in annähernder Echtzeit drüber.


Da wird aber auch nur undirektional in Echtzeit kommunziert. Es sprechen
ja selten beide gleichzeitig und wenn ja stört es die Kommunikation :-)
Martin Τrautmann (20.05.2020, 13:50)
On Tue, 19 May 2020 20:58:45 +0200 (CEST), Ralph Aichinger wrote:

> Für einen Laptop würde ich mir Bluetooth nicht antun glaub ich.
> Bei mobile devices hast du eh kaum eine anderen Möglichkeit.


>> Möglich wäre entweder ein Mikrofon mit Sender oder ein Adapter, mit dem
>> ich ein Mikrofonsignal per bluetooth übertragen kann.

> Warum muß es unbedingt BT sein?


Die Antworst hast du oben selbst schon gegeben - was wäre denn die
Alternative?

Bei meinem Laptop noch denkbar wäre ein USB-C-Addapter für einen
Mikrofoneingang. Aber mit BT wäre ich universeller.
Martin Τrautmann (20.05.2020, 13:57)
On Tue, 19 May 2020 19:17:23 -0000 (UTC), Heiko Kürschner wrote:
> Ob da die Qualität eines 20, 30 Eurogerätes überzeugt?


Das wäre eben zu prüfen.
Es geht keineswegs um professionelle Anwendungen - aber um eine
Anwendung, wo Ton und Bild mit einem Handy allein einfach deutlich zu
mies sind.

Ton via BT von einem externen Handy wär' schon mal besser.

Und Video vom einen Handy, Tonaufnahme mit einem anderen Handy (mit
externem Clip-Mikrofon) wär' das, was schon mal ausreichend viel besser
sein könnte.

> Der Kameraton ist für mich viel zu rauschig und aus 15, 20 Meter
> Entfernung schon viel zu asynchron zum Bild. Daher verwende ich einen
> Digitalrekorder direkt an der Klangquelle. Am Anfang jeder Aufnahme dann
> eben gut sichtbar in die Hände klatschen oder irgendwelche andere
> perkussive Töne mit optischen Erkennen tätigen.


Ich hab' oben auf dem Dachboden noch ein Uher Tonbandgerät. Ansonsten
habe ich mit Audioaufnahmen bisher nix am Hut.

> Na, eine USB-Soundkarte für 6,50 sollte da weit zuverlässiger arbeiten.
> Aber auch die haben Latenzen, denn: USB ist paketorientiert; Ton ist ein
> konstanter Fluß von Information.


USB ist für mich da schon die veraltete Technik - ob es mit einem
USB-to-USB-C-Adapter noch funktioniert?

Schönen Gruß
Martin
Martin Τrautmann (20.05.2020, 14:26)
On Tue, 19 May 2020 19:17:23 -0000 (UTC), Heiko Kürschner wrote:
> Ob da die Qualität eines 20, 30 Eurogerätes überzeugt?


Das wäre eben zu prüfen.
Es geht keineswegs um professionelle Anwendungen - aber um eine
Anwendung, wo Ton und Bild mit einem Handy allein einfach deutlich zu
mies sind.

Ton via BT von einem externen Mikrofon wär' schon mal besser.

Und Video vom einen Handy, Tonaufnahme mit einem anderen Handy (mit
externem Clip-Mikrofon) wär' das, was schon mal ausreichend viel besser
sein könnte.

> Der Kameraton ist für mich viel zu rauschig und aus 15, 20 Meter
> Entfernung schon viel zu asynchron zum Bild. Daher verwende ich einen
> Digitalrekorder direkt an der Klangquelle. Am Anfang jeder Aufnahme dann
> eben gut sichtbar in die Hände klatschen oder irgendwelche andere
> perkussive Töne mit optischen Erkennen tätigen.


Ich hab' oben auf dem Dachboden noch ein Uher Tonbandgerät. Ansonsten
habe ich mit Audioaufnahmen bisher nix am Hut.

> Na, eine USB-Soundkarte für 6,50 sollte da weit zuverlässiger arbeiten.
> Aber auch die haben Latenzen, denn: USB ist paketorientiert; Ton ist ein
> konstanter Fluß von Information.


USB ist für mich da schon die veraltete Technik - ob es mit einem
USB-to-USB-C-Adapter noch funktioniert?

Schönen Gruß
Martin
Heiko Kürschner (20.05.2020, 14:28)
Am Wed, 20 May 2020 02:14:43 +0200 schrieb Ralph Aichinger:

> Heiko Kürschner <hcp.net> wrote:
> Nicht jeder filmt von so weit weg mit dem Tele. Wenn du z.B. ein
> Interview aus 2m Abstand machst, dann ist die Schallaufzeit kein
> Problem.


Das ist richtig.
Aber da kann man eine USB-Soundkarte (mit Adapterkabel) nehmen. Weit
billiger und mehr Auswahl in den Qualitäten.

Mich irritiert, was der OP eingangs schrieb:
"... mit Mikrofonaufnahmen via Bluetooth?
Zwischengeschaltet sein soll ein Laptop oder Android-Gerät zur Aufnahme,
evtl. auch zeitgleich zur Wiedergabe."

Android-Gerät muß kein Smartphone sein (falls es doch als Telefon
verwendbar ist, sollte diese Funktion während der Aufnahme eh deaktiviert
sein. Zum einen wegen jähem Ende bei einem Anruf zum Anderen können
Tonstörungen entstehen).
Evtl. wird es benötigt, um die Kamera über entsprechender Software
fernzusteuern.

Extra Mikrophon, weil es bewegt werden soll (könnte auf Interview
hindeuten) oder/und weil das Mikrophon in dem Androidgerät schlicht
untauglich für brauchbare Aufnahmen ist. Oder/und weil die Entfernung zum
Objekt größer ist. Dann hat man unter Umständen die Schallaufzeiten zu
berücksichtigen.

Da wären noch viele Fragen.
Kurz: Für bidirektionalen Signalfluß mit akzeptablen Latenzen ist derzeit
Bluetooth schlicht nicht brauchbar. Oder, und da kommt die individuelle
Sichtweise zum tragen, man hält eine geringe Qualität für ausreichend.
Martin Τrautmann (20.05.2020, 14:48)
On Wed, 20 May 2020 12:28:18 -0000 (UTC), Heiko Kürschner wrote:
>> Nicht jeder filmt von so weit weg mit dem Tele. Wenn du z.B. ein
>> Interview aus 2m Abstand machst, dann ist die Schallaufzeit kein
>> Problem.

> Das ist richtig.
> Aber da kann man eine USB-Soundkarte (mit Adapterkabel) nehmen. Weit
> billiger und mehr Auswahl in den Qualitäten.


Wie gesagt: Das Laptop hat nur noch USB-C, das Smartphone nur Micro-USB
mit Zweifeln, ob das als Eingang taugt.

Bluetooth haben beide.

> Mich irritiert, was der OP eingangs schrieb:
> "... mit Mikrofonaufnahmen via Bluetooth?
> Zwischengeschaltet sein soll ein Laptop oder Android-Gerät zur Aufnahme,
> evtl. auch zeitgleich zur Wiedergabe."


Wenn man schon ein kabelloses System hat, dann kann man das womöglich
auch gleich für manch andere Zwecke verwenden.

Wenn die Latenz zu groß würde und man gleichzeitig direktes, wie auch
verzögertes Signal als Echo hätte, dann würde as ausscheiden.

Dieser Zweck ist daher aber nur "eventuell". Da oftmals
Bluetooth-Mikrofone ausrücklich für Karaoke angeboten werden scheint das
aber durchaus möglich zu sein.

Hauptziel ist die getrennte Tonaufnahme, um Bild und Ton von einem oder
mehreren Geräten zusammenzuschneiden.

> Android-Gerät muß kein Smartphone sein (falls es doch als Telefon
> verwendbar ist, sollte diese Funktion während der Aufnahme eh deaktiviert
> sein. Zum einen wegen jähem Ende bei einem Anruf zum Anderen können
> Tonstörungen entstehen).
> Evtl. wird es benötigt, um die Kamera über entsprechender Software
> fernzusteuern.


Nein, Fernsteuerung ist kein Muss - wäre aber natürlich nett. Wir
bekamen ein Gudsen Moza Mini-S als Handystativ geliehen. Das scheint via
Bluetooth vom Handgriff mit der Handykamera zu kommunizieren.

Ob man damit eine Tonaufnahmeapp ebenfalls starten kann ist mir
unbekannt - aber das wäre natürlich durchaus praktisch.

> Extra Mikrophon, weil es bewegt werden soll (könnte auf Interview
> hindeuten) oder/und weil das Mikrophon in dem Androidgerät schlicht
> untauglich für brauchbare Aufnahmen ist. Oder/und weil die Entfernung zum
> Objekt größer ist. Dann hat man unter Umständen die Schallaufzeiten zu
> berücksichtigen.


Am besten wäre ein Krawattenmikro mit Windschutz geeignet. Die
Windgeräusche mit dem Handy waren unerträglich.

> Kurz: Für bidirektionalen Signalfluß mit akzeptablen Latenzen ist derzeit
> Bluetooth schlicht nicht brauchbar. Oder, und da kommt die individuelle
> Sichtweise zum tragen, man hält eine geringe Qualität für ausreichend.


Da es derzeit primär nur um Sprachaufnahmen (Vortrag) ging sind die
Qualitätsansprüche sicherlich deutlich geringer als es für
Profi-Musik-Aufnahmen gewünscht und benötigt wird.

Schönen Gruß
Martin
Heiko Kürschner (20.05.2020, 15:08)
Am Wed, 20 May 2020 14:26:21 +0200 schrieb Martin ?rautmann:

> On Tue, 19 May 2020 19:17:23 -0000 (UTC), Heiko Kürschner wrote:
>> Ob da die Qualität eines 20, 30 Eurogerätes überzeugt?

> Das wäre eben zu prüfen.


Das sowieso. Egal bei welchem Preis.

> Es geht keineswegs um professionelle Anwendungen - aber um eine
> Anwendung, wo Ton und Bild mit einem Handy allein einfach deutlich zu
> mies sind.


Das ist mir klar. Sonst wäre die Frage eine ganz andere.

> Ton via BT von einem externen Mikrofon wär' schon mal besser.


Das kann man nur sagen, wenn man beides verglichen hat, auf das Dein
'wär' schonmal hindeutet. Allerdings kommt bei BT die
Verbindungsunsicherheit hinzu.

> Und Video vom einen Handy, Tonaufnahme mit einem anderen Handy (mit
> externem Clip-Mikrofon) wär' das, was schon mal ausreichend viel besser
> sein könnte.


Dazu kann ich nichts sagen. Smartphones, Tabletts, etc. sind wegen ihrem
geschlossenen Systems und den völlig überteuerten Preisen in meiner Welt
nicht vorhanden.

> Ich hab' oben auf dem Dachboden noch ein Uher Tonbandgerät. Ansonsten
> habe ich mit Audioaufnahmen bisher nix am Hut.


Aufgrund meiner Freunde und meiner Neigung, Instrumente zu - ähm -
klingen zu bringen, eigentlich täglich.

>> Na, eine USB-Soundkarte für 6,50 sollte da weit zuverlässiger arbeiten.
>> Aber auch die haben Latenzen, denn: USB ist paketorientiert; Ton ist
>> ein konstanter Fluß von Information.

> USB ist für mich da schon die veraltete Technik - ob es mit einem
> USB-to-USB-C-Adapter noch funktioniert?


Adapter sind immer ein Problem. Und kleine Abweichungen in den Maßen,
im verwendeten Material, etc. können die Freude schon trüben.
Die Audiohersteller verwenden bewußt, wenn USB angeboten wird, USB-2.
USB-3 bringt keine Vorteile. Bei USB-2 können rund 60 Kanäle mit 48 kHz
zeitgleich übertragen werden.
Veraltet würde ich USB(-2) bei Tonübertragung nicht ansehen.

Apropos USB-C: Der Alptraum eines gealterten Menschen und/oder den
Feinmotorik nicht so versierten. Letzteres trifft auf mich nicht zu,
jedenfalls solange ich es noch (mit Hilfsmitteln) erkennen kann.
Ralph Aichinger (20.05.2020, 15:22)
Martin ?rautmann <t-usenet> wrote:
> Wie gesagt: Das Laptop hat nur noch USB-C, das Smartphone nur Micro-USB
> mit Zweifeln, ob das als Eingang taugt.


"nur noch USB-C" ist gut. Damit kannst du eh jede übliche USB-Soundkarte
anschließen, bzw. jedes übliche USB-Audiointerface.

> Wenn man schon ein kabelloses System hat, dann kann man das womöglich
> auch gleich für manch andere Zwecke verwenden.


Klar kann man. Nur muß man halt wissen, ob man die Mehrkosten zahlen
will.

Oder anders gesagt: Zuerst eine umständliche und teure Lösung zu wählen
um nachher eventuell vielseitiger zu sein, das zahlt sich oft nicht
aus.

> Da es derzeit primär nur um Sprachaufnahmen (Vortrag) ging sind die
> Qualitätsansprüche sicherlich deutlich geringer als es für
> Profi-Musik-Aufnahmen gewünscht und benötigt wird.


Wenn das mit dem kabellos kein "Muß" ist, dann würd ich schlicht
ein USB-Mikrofon nehmen, fürs Notebook. Oder ein Semiprofi-Audiointerface
mit XLR-Stecker und Phantomspeisung wenn es vielseitiger sein soll.

/ralph
Ralph Aichinger (20.05.2020, 15:23)
Martin ?rautmann <t-usenet> wrote:
> Bei meinem Laptop noch denkbar wäre ein USB-C-Addapter für einen
> Mikrofoneingang. Aber mit BT wäre ich universeller.


USB-C ist doch super für Audio. Bei der derzeitigen Marktsituation
würde ich auf jeden Fall USB-C nehmen, wenn BT nicht strikt gefordert
wird. Mag in 5 Jahren anders sein.

/ralph
Heiko Kürschner (20.05.2020, 15:31)
Am Wed, 20 May 2020 14:26:21 +0200 schrieb Martin ?rautmann:

> Es geht keineswegs um professionelle Anwendungen - aber um eine
> Anwendung, wo Ton und Bild mit einem Handy allein einfach deutlich zu
> mies sind.


Du schreibst 'Ton und Bild'. Ist damit gemeint, die Bildqualität ist zu
schlecht, oder die fehlende Möglichkeit, zwischen den Blickwinkeln zu
wechseln?

> Ton via BT von einem externen Mikrofon wär' schon mal besser.


Ja, die Kastration der Technik, weil immer mehr auf weniger Raum Platz
finden soll. Und eine ordentliche Buchse für eine Verbindung den teuren
Platz benötigt.
Die Frage, was Dir eine Verbesserung wert ist, kannst nur Du für Dich
beantworten.
Da Du ja eh noch schneiden willst, besteht die Möglichkeit ein externes
unabhängiges Gerät zu verwenden. Dein Spulentonband von Uher dürfte da
nicht praktisch genug sein. ;-) Eine Möglichkeit wären Digitalrekorder.
Allerdings geht es da erst bei 80 Euro los (im Consumerbereich sicherlich
auch schon vorher, aber da sollte man zwingend vor Kauf testen oder die
Rückgabemöglichkeit mit vereinbaren).
Da wäre, um irgendwelche Namen mal zu sagen Zoom H1n, Tascam DR-05X mit
knapp 90 Euro eine Möglichkeit.

> Und Video vom einen Handy, Tonaufnahme mit einem anderen Handy (mit
> externem Clip-Mikrofon) wär' das, was schon mal ausreichend viel besser
> sein könnte.


Kann ich mir vorstellen. Noch dazu (das trifft auch auf die
Digitalrekorder zu) jede Berührung deutlich wahrnehmbare Geräusche
verursacht.
Reicht es da nicht, das eine Handy hinzulegen (Ton) und mit dem anderen
das Video aufzunehmen und das dann im Schnittprogramm zusammenzuschneiden?

Grüße
Kürsche
Heiko Kürschner (20.05.2020, 16:25)
Am Wed, 20 May 2020 14:48:03 +0200 schrieb Martin ?rautmann:

>> Das ist richtig.
>> Aber da kann man eine USB-Soundkarte (mit Adapterkabel) nehmen. Weit
>> billiger und mehr Auswahl in den Qualitäten.

> Wie gesagt: Das Laptop hat nur noch USB-C, das Smartphone nur Micro-USB
> mit Zweifeln, ob das als Eingang taugt.


Ja, Pest und Cholera breiten sich aus. Ich habe hier zwei Midi-Sequencer
(also auch für die Bühne gedacht) mit Micro-USB. Die Angst, den Stecker
verkehrt herum einzustecken oder während der Benutzung ein Herausrutschen
des Steckers zu haben, ist omnipresent. Habe die Stecker schon markiert,
um ersteres zu verhindern.

>> Mich irritiert, was der OP eingangs schrieb:
>> "... mit Mikrofonaufnahmen via Bluetooth?
>> Zwischengeschaltet sein soll ein Laptop oder Android-Gerät zur
>> Aufnahme, evtl. auch zeitgleich zur Wiedergabe."

> Wenn man schon ein kabelloses System hat, dann kann man das womöglich
> auch gleich für manch andere Zwecke verwenden.


Man hofft jedenfalls darauf.

> Wenn die Latenz zu groß würde und man gleichzeitig direktes, wie auch
> verzögertes Signal als Echo hätte, dann würde as ausscheiden.


In Deinem Fall ist die Frage, ob Du bidirektionale Verbindung haben
möchtest.
Wenn es um den Pegel der Aufnahme geht (also nicht zu laut/übersteuert
bzw. zu leise) besteht vielleicht die Möglichkeit, eine Anzeige
einzublenden? Allerdings sollte man die dann immer im Blick haben.

> Dieser Zweck ist daher aber nur "eventuell". Da oftmals
> Bluetooth-Mikrofone ausrücklich für Karaoke angeboten werden scheint das
> aber durchaus möglich zu sein.


Das die angeboten werden, bedeutet heutzutage nicht, daß das auch
wirklich brauchbar ist.
Das Geschäftsmodell klingt nach, wir verkaufen das für ein paar Teuronen,
die Leute sind unzufrieden, denken aber, sie haben selbst in den
Einstellungen etwas falsch gemacht und geben es deshalb nicht zurück.
Manche halten die Latenz evtl. sogar für ein Echo und freuen sich, das
bei den Preis sogar noch ein Hallgerät dabei ist.

> Hauptziel ist die getrennte Tonaufnahme, um Bild und Ton von einem oder
> mehreren Geräten zusammenzuschneiden.


Ok. Das, was auch ich mache.

Folgende Möglichkeiten sehe ich:
- wie oben schon beschrieben, das eine Handy gut für Ton positioniert und
'vor Berührung geschützt' ablegen. Evtl. mit gut sichtbarer Pegelanzeige
(evtl. noch einen Limiter auf -3/-6 db setzen - klingt etwas unschön bei
auslösen, sogenannter Pumpeffekt, aber schützt vor Übersteuerungen)
Mit dem zweiten Handy die Bildaufnahmen machen.
Nachteil: Nur ein Handy für Bildaufnahmen

- Mit beiden Handys filmen und den Ton mit einem externen Gerät aufnehmen:

* Da ginge ein BT-Mikrophon, da ein konstanter Datenstrom in eine
Richtung fließt.
Man müßte eben schauen, ob das Mikrophon, da noch nicht vorhanden, die
Qualität bringt und wie stabil die BT-Verbindung ist.
Das war ja Deine Eingangsfrage. Einfach dort bestellen, wo Du bei
nichtgefallen, es zurückgeben kannst und ausprobieren.

* Je nach Tonqualitätsanforderung einen Digitalrekorder (darauf achten,
das die auch (Stereo)mikrophone haben) zulegen. Auch hier wieder, Gerät
testen vor dem Kauf, man kann da ganz schnell unzufrieden sein.
Bei Digitalrekorder wäre eine Fernbedienung empfehlenswert (die ich
leider nicht habe), da die Bezahlbaren jede Berührung deutlich
wahrnehmbar mit aufzeichnen.

- Alles andere, was mir gerade noch einfällt, ist mit größeren Ausgaben
verbunden.

> Am besten wäre ein Krawattenmikro mit Windschutz geeignet. Die
> Windgeräusche mit dem Handy waren unerträglich.


Also Außenaufnahmen. Das spricht für einen Digitalrekorder. Wobei der
Fellwindschutz eine nicht unerhebliche Verteuerung ausmacht.
Krawattenmikro mit Windschutz gibt es imho nur für Funk. Das ist ein
tieferer Griff in die Brieftasche.

> Da es derzeit primär nur um Sprachaufnahmen (Vortrag) ging sind die
> Qualitätsansprüche sicherlich deutlich geringer als es für
> Profi-Musik-Aufnahmen gewünscht und benötigt wird.


Ein großer Irrtum. Sie sind anders. Gerade Sprache sollte verständlich
sein und stellt damit besondere Ansprüche (auch an den Vortragenden ;-) )

Grüße
Kürsche
Peter Sauter (20.05.2020, 16:26)
Am 20.05.2020 um 14:28 schrieb Heiko Kürschner:

> Android-Gerät muß kein Smartphone sein (falls es doch als Telefon
> verwendbar ist, sollte diese Funktion während der Aufnahme eh deaktiviert
> sein. Zum einen wegen jähem Ende bei einem Anruf zum Anderen können
> Tonstörungen entstehen).


Das ist mit nicht automatisch der Fall und hängt von der
Appimplementierung ab, die man zum Aufnehmen benutzt. Es empfiehlt sich
daher vor der Aufnahme kurz den Flugmodus zu aktivieren. Dann ist man
auf der sicheren Seite.
HR Ernst (20.05.2020, 16:30)
Am Wed, 20 May 2020 14:48:03 +-0200 schrieb Martin +A6Q-rautmann:

[..]
> Profi-Musik-Aufnahmen gew+APw-nscht und ben+APY-tigt wird.
> Sch+APY-nen Gru+AN8-
> Martin


Wenn dich Professionalit+AOQ-t interessiert, dann schau dir das mal an:

Du kannst ja ggfls. den/die Verantwortlichen kontaktieren. Viele Gr+APwA3w-e an
meinen Bruder... :-)

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