expertenaustausch > alt.* > alt.augenoptik

Andrea Straub (29.10.2009, 21:25)
Hallo,

ich brauche dringend eine neue Brille, meine alte ist über 8 Jahre alt,
die trage ich allerdings nur Abends nach dem Rausnehmen meiner
Kontaktlinsen, da ich immer nur die Linsen erneuert habe, kann ich mit
der Brille gar nicht mehr richtig sehen, Autofahren geht echt nicht
mehr! Meine Dioptrin-Zahl liegt sicherlich bei -6, genau weiß ich es
nicht da die Werte für die Linsen niedriger sind. Also blind wie ein
Maulwurf. Hatte nie das Geld für's Lasern übrig, aber es wäre sicher die
beste Lösung. Gestern war ich bei Fielmann, hab mir schon mal Modelle
angesehen, ich möchte eine Brille komplett aus Horn, so wie es jetzt
"In" ist, ganz dunkel und auffällig. Da ich 44 Jahre alt bin, hat man
mich schon wegen der Alterssichtigkeit gefragt, die fängt jedoch erst
ganz langsam an, also eine Gleitsichtbrille wäre jetzt doch sicherlich
noch Quatsch, oder? Muss man doch sicher warten, bis der Prozess
abgeschlossen ist. Die Mitarbeiterin bei Fielmann sagte mir, es käme nur
ein Glasschliff infrage, aber ist Glas nicht viel schwerer? Oder hab ich
was falsch verstanden. Ich bin schon ziemlich frustriert wegen dem
ganzen Brillen-Sch..., aber ich kann leider nicht nur die Linsen tragen,
denke auch immer mehr über das Lasern nach.
Aber was die Brille angeht, ist Glas oder Kunststoff besser?
LG von
Andrea
J. Timme (30.10.2009, 08:39)
Hallo,

Andrea Straub wrote:
[..]
> beste Lösung. Gestern war ich bei Fielmann, hab mir schon mal Modelle
> angesehen, ich möchte eine Brille komplett aus Horn, so wie es jetzt
> "In" ist, ganz dunkel und auffällig.


also wird das Gestell allein schon ein gewisses Gewicht haben.

> Da ich 44 Jahre alt bin, hat man
> mich schon wegen der Alterssichtigkeit gefragt, die fängt jedoch erst
> ganz langsam an, also eine Gleitsichtbrille wäre jetzt doch sicherlich
> noch Quatsch, oder? Muss man doch sicher warten, bis der Prozess
> abgeschlossen ist.


Der ist nie abgeschlossen, glaube ich;o)

> Die Mitarbeiterin bei Fielmann sagte mir, es käme nur
> ein Glasschliff infrage,


Häh?

> aber ist Glas nicht viel schwerer?


So ist es!

Oder hab ich
> was falsch verstanden. Ich bin schon ziemlich frustriert wegen dem
> ganzen Brillen-Sch..., aber ich kann leider nicht nur die Linsen tragen,
> denke auch immer mehr über das Lasern nach.
> Aber was die Brille angeht, ist Glas oder Kunststoff besser?


Ich trage seit Jahren Gleitsichtbrille, und zwar aus Kunststoff. Geht in
meinem Job gar nicht anders, da ich viel lesen und Dokumente ausstellen
muss. Ich habe Dioptrienwerte um -6, also ähnlich wie Du, und habe das
erste Mal Kunststoff genommen, als meine Sehschwäche die -4 überschritt.
Diese Kunststoffgläser hatten früher einen schlechten Ruf, weil sie
schnell zerkratzten, das ist heute kein Thema mehr. Sie sind
empfindlicher als Glas, aber man lernt damit umzugehen. Außerdem fallen
sie ein wenig dicker aus als Glas, was sich besonders auffällig
gestaltet, wenn die Gläser groß und der Rahmen schmal ist. Dafür kann so
eine Brille gern mal runterfallen, es passiert nichts.

Puh, wenn ich mir vorstelle, so ein Glasungetüm auf der Nase zu haben...

Gruß

Jutta
Gernot Zander (30.10.2009, 15:42)
Hi,

in de.alt.augenoptik Andrea Straub <andrea.straub> wrote:
> "In" ist, ganz dunkel und auffällig. Da ich 44 Jahre alt bin, hat man
> mich schon wegen der Alterssichtigkeit gefragt, die fängt jedoch erst
> ganz langsam an, also eine Gleitsichtbrille wäre jetzt doch sicherlich
> noch Quatsch, oder? Muss man doch sicher warten, bis der Prozess
> abgeschlossen ist. Die Mitarbeiterin bei Fielmann sagte mir, es käme nur


Ich habe mich schon früh (40 oder so) entschieden, Gleitsicht zu nehmen,
weil ich davon ausgehe, dass man sich mit 40 leichter dran gewöhnt als
mit 55. Ob das stimmt, könnte man aber nur in einer Zwillingsstudie
testen:-)

mfg.
Gernot
Andrea Straub (30.10.2009, 20:07)
Hi Jutta,

so ähnlich dachte ich mir das schon, dass diese Version aus Glas nicht
sein kann! Die heutigen "Horn"-Gestelle (ist natürlich Kunststoff) sind
übrigens ganz leicht, kann man nicht mehr mit früher vergleichen, und
ein Gestell aus diesem Drahtgeflecht, wie ich es jetzt habe, möchte ich
einfach nicht mehr, trägt doch kein Mensch mehr. Und diese dunklen
Brillen betonen ganz toll die Augen! Aber ist mir natürlich auch klar,
dass ich mit meiner Dioptrin-Zahl keinen Schönheitswettbewerb mehr
gewinnen kann - ja, wir sind schon bestraft, gell? Denkst du denn auch
über das Lasern nach oder ist es kein Thema für dich? Ich finde, ab
einer gewissen Kurzsichtigkeit dürfte diese OP gar nicht als
Schönheits-OP gelten, denn mit -6 ist man doch schlichtweg behindert, um
es mal krass zu sagen, oder? Ohne meine Brille kann ich morgens kaum
unfallfrei das Bad erreichen, auch wenn man sich im Lauf der Zeit daran
gewöhnt.
Gruß von
Andrea!
Marc Haber (31.10.2009, 09:47)
Andrea Straub <andrea.straub> wrote:
>Hatte nie das Geld für's Lasern übrig, aber es wäre sicher die
>beste Lösung.


Nein, wäre es nicht. Das ist immer ein Risiko.

>ich möchte eine Brille komplett aus Horn, so wie es jetzt
>"In" ist, ganz dunkel und auffällig.


Die Augenoptikerin meines Lebens sagt, dass der Verkauf von
Acetatfassungen seit Jahren rückläufig ist. Von "In" kann also kaum
eine Rede sein.

Nichtdestotrotz mag es sein, dass Du einer der wenigen Typen bist, die
sich auch heute noch eine auffällige Acetatfassung leisten kann. Bei
Fielman würde ich allerdings aus eigener Erfahrung (auch ich habe ein
Leben _vor_ meiner Optikerin) nicht mit einer ehrlichen
Fassungsberatung rechnen, da läuft's doch eher nach "hier sind unsere
2000 Modelle, suchen Sie sich eins aus".

> Da ich 44 Jahre alt bin, hat man
>mich schon wegen der Alterssichtigkeit gefragt, die fängt jedoch erst
>ganz langsam an, also eine Gleitsichtbrille wäre jetzt doch sicherlich
>noch Quatsch, oder? Muss man doch sicher warten, bis der Prozess
>abgeschlossen ist.


Wenn Deine Augen nicht mehr in der Lage sind, sich von selbst auf
unterschiedliche Entfernungen einzustellen, und Du Dich somit bei der
Anfertigung einer Einstärkenbrille zwischen "gut sehen in der Nähe"
und "gut sehen in der Ferne" entscheiden musst, ist es Zeit für eine
Gleitsichtbrille. Ohne Dich refraktioniert zu haben wird das hier
keiner sagen können.

>Die Mitarbeiterin bei Fielmann sagte mir, es käme nur
>ein Glasschliff infrage,


Das kann bei manchen Fassungen der Fall sein, wo ein Kunststoffglas
(das weicher ist) einfach nicht halten würde.

>Aber was die Brille angeht, ist Glas oder Kunststoff besser?


Das kommt drauf an.

Grüße
Marc
Winfried (07.11.2009, 10:59)
X-No-archive: Yes

On 29 Okt., 20:25, Andrea Straub <andreastr> wrote:
> Da ich 44 Jahre alt bin, hat man
> mich schon wegen der Alterssichtigkeit gefragt, die fängt jedoch erst
> ganz langsam an, also eine Gleitsichtbrille wäre jetzt doch sicherlich
> noch Quatsch, oder? Muss man doch sicher warten, bis der Prozess
> abgeschlossen ist.


Der Prozeß der Alterssichtigkeit ist abgeschlossen, wenn sich der
Sargdeckel schließt... die Alterssichtigkeit wird weiter zunehmen,
egal was du machst. Fürs Lesen wirst du daher demnächst alle 1-2 Jahre
neue Gläser brauchen.

> aber ich kann leider nicht nur die Linsen tragen,
> denke auch immer mehr über das Lasern nach.


da gibt es im Web auch so manchen Erfahrungsbericht, das klappt nicht
immer und auch nicht jede Kurzsichtigkeit läßt sich korrigieren.

> Aber was die Brille angeht, ist Glas oder Kunststoff besser?


Wie schon von anderen geschrieben, haben Kunststoffgläser, was die
Dicke angeht, mächtig aufgeholt. Dicker als hochbrechende (und teure)
"Glas"gläser sind sie aber immer noch. Das wirkt sich vor allem bei
größeren Fassungen aus. Leider lassen sich die häßlichen "hellen
Ringe", die man am Rand der Gläser sieht, nicht vermeiden, und die
sind um so deutlicher, je dicker das Glas ist. Ich habe auf einem Auge
inkl. Astigmatismus fast -10, das (hochbrechende) Glas ist am Rand
knapp 4mm dick. Laß dir mal vom Optiker für Kunststoff- und
hochbrechendes Glas die Randdicken ermitteln.

W. Büchsenschütz
Manfred Ullrich (07.11.2009, 11:22)
"Winfried" <w-buechsenschuetz> schrieb im Newsbeitrag
news:5e48
X-No-archive: Yes

On 29 Okt., 20:25, Andrea Straub <andreastr> wrote:
>> Da ich 44 Jahre alt bin, hat man
>> mich schon wegen der Alterssichtigkeit gefragt, die fängt jedoch erst
>> ganz langsam an, also eine Gleitsichtbrille wäre jetzt doch sicherlich
>> noch Quatsch, oder? Muss man doch sicher warten, bis der Prozess
>> abgeschlossen ist.


>Der Prozeß der Alterssichtigkeit ist abgeschlossen, wenn sich der
>Sargdeckel schließt... die Alterssichtigkeit wird weiter zunehmen,
>egal was du machst. Fürs Lesen wirst du daher demnächst alle 1-2 Jahre
>neue Gläser brauchen.


Kann ich nicht bestätigen, ich werde demnächst 69, seit 10 Jahren hat
sich mit der Lesestärke nichts mehr getan.

Gruß
Manfred
Winfried (07.11.2009, 15:30)
X-No-archive: Yes

On 7 Nov., 10:22, "Manfred Ullrich" <manfredullr> wrote:

> Kann ich nicht bestätigen, ich werde demnächst 69, seit 10 Jahren hat
> sich mit der Lesestärke nichts mehr getan.


ups... kann durchaus sein, daß die Akkomodationsbreite bzw. die
Anpassungsfähigkeit beim Nahsehen bei einem gewissen Alter auf 0
absinkt, müßte ich mal nachsehen.Was ich sagen wollte, ist, daß es
wenig Sinn macht, bis dahin mit einer Lesebrille bzw. Gleitsichtbrille
abzuwarten, da es schon länger dauert, bis die Alterssichtigkeit ihren
Gipfelpunkt erreicht hat.

W. Büchsenschütz (demnächst vor dem gleichen Problem stehend)
Andrea Straub (07.11.2009, 20:19)
Hallo,

erstmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten, Tipps und
Erfahrungsberichte! Also eine Gleitsichtbrille werde ich mir jetzt auf
gar keinen Fall schon anschaffen, denn ich habe von den Preisen
erfahren, und sorry, das geht nun wirklich nicht. Denn die Brille ist ja
nur als "Ersatz" und als "Nach-den-Linsen-Tragen am Abend" gedacht.
Nicht für jeden Tag. Die haben ja wirklich langsam einen Vogel, soviel
Kohle für eine Brille zu nehmen, kein Wunder dass sich auch soviele
Leute lasern lassen, ist auf Dauer doch viel billiger! Solange mein Arm
noch reicht für's Lesen (und da ist noch viel Kapazität frei) brauche
ich keine Brille für's Nahsehen. Ich kenne auch viele Kollegen bei mir
auf der Arbeit, die nehmen die Brille nachher zum Lesen ganz ab, ab ca.
Mitte 50 gleicht sich wohl die Kurzsichtigkeit mit der Weitsichtigkeit
ein bisschen an, stimmt das?
Dass das Glas immer noch nicht so dünn geschliffen werden kann, dass man
es nicht sieht, ist natürlich schade, aber wahrscheinlich hat diese
Technik auch ihre Grenzen, und es ist ja schon mal tausendmal besser als
vor 50 Jahren, kaum auszudenken wie man dann rumlaufen musste.
Wahrscheinlich hätte ich dann nie einen Mann kennengelernt und würde
heute im Kloster leben:)

LG von
Andrea
Winfried (09.11.2009, 09:32)
X-No-archive: Yes

On 7 Nov., 19:19, Andrea Straub <andreastr> wrote:
> Die haben ja wirklich langsam einen Vogel, soviel
> Kohle für eine Brille zu nehmen, kein Wunder dass sich auch soviele
> Leute lasern lassen, ist auf Dauer doch viel billiger!


Was du für teures Geld heutzutage an Gleitsichtgläsern bekommst, läßt
sich aber kaum mit den Lesebrillen früherer Zeiten vergleichen.
Übrigens kannst du dir auch eine Zweistärkenbrille machen lassen (mit
eingeschliffenem Leseteil), es gibt Leute, die kommen damit prima
zurecht.

Das Lasern ist leider eine endgültige Sache, leider auch oft die
keineswegs zu vernachlässigenden Nebenwirkungen oder Spätschäden. Ich
werds nicht machen lassen, kommt bei meiner starken Kurzsichtigkeit eh
kaum in Frage (wäre nicht vollständig korrigierbar).

> Ich kenne auch viele Kollegen bei mir
> auf der Arbeit, die nehmen die Brille nachher zum Lesen ganz ab, ab ca.
> Mitte 50 gleicht sich wohl die Kurzsichtigkeit mit der Weitsichtigkeit
> ein bisschen an, stimmt das?


Irgendwann schon (je nach Stärke der Kurzsichtigkeit), allerdings bist
du dann auf eine feste Leseentfernung angewiesen. Außerdem sind selten
beide Augen gleich fehlsichtig, ich kann in der Nähe ohne Brille
(Alterssichtigkeit setzt ein) nicht mit beiden Augen auf die gleiche
Entfernung scharf sehen.

> Dass das Glas immer noch nicht so dünn geschliffen werden kann, dass man
> es nicht sieht, ist natürlich schade, aber wahrscheinlich hat diese
> Technik auch ihre Grenzen, und es ist ja schon mal tausendmal besser als
> vor 50 Jahren, kaum auszudenken wie man dann rumlaufen musste.
> Wahrscheinlich hätte ich dann nie einen Mann kennengelernt und würde
> heute im Kloster leben:)


Lag aber auch an den Brillengestellen, die es damals gab bzw. nicht
gab, das waren ja mehr oder weniger Einheitsgestelle, die im
wesentlichen alle gleich grauslich aussahen. Ist zwar noch keine 50
Jahre her, aber was es in meiner Kinder- und Jugendzeit (bin seit dem
2. Schuljahr Brillenträger) gab, war tatsächlich so schlimm wie in der
Fielmann-Werbung, da waren runde Nickelbrillen noch das Schickste, was
es gab.

W. Büchsenschütz
Klaus Wagner (06.04.2010, 16:45)
Hallo Andrea,

"Andrea Straub" <andrea.straub> schrieb im Newsbeitrag
news:k021
> Hallo,
> ich brauche dringend eine neue Brille, meine alte ist über 8 Jahre alt,
> ...


Bei der Stärke (ich hab beidseitig -8) ist ein dünnes starkbrechendes Glas
(bevorzugt Zeiss) sehr zu empfehlen. Ist teuer; meine PKV zahlt anstandslos.

Die Alterssichtigkeit wird eventuell bereits anfangen, ist aber noch stark
ausbaufähig :-) somit ist eine Gleitsichtbrille nur gut für?s Geschäft. Ich
selbst habe inzwischen volle Altersweitsichtigkeit und behelfe mich ganz
anders:

Mit Linsen bist Du ja normalsichtig. In diesem Fall verwende ich zum Lesen
eine Lesebrille mit +1.5 dpt. Und wenn ich die Linsen draußen und die
"normale" Brille aufhabe, nehme ich sie zum Lesen -wenn?s gar nicht mehr
geht- einfach ab.

Viele Grüße
Klaus
Klaus Wagner (06.04.2010, 16:50)
Hallo Andrea,

"Andrea Straub" <andrea.straub> schrieb im Newsbeitrag
news:k021
> Hallo,
> erstmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten, Tipps und
> Erfahrungsberichte! Also eine Gleitsichtbrille werde ich mir jetzt auf gar
> keinen Fall schon anschaffen, denn ich habe von den Preisen erfahren, und
> sorry, das geht nun wirklich nicht.


Genau.

> Denn die Brille ist ja nur als "Ersatz" und als "Nach-den-Linsen-Tragen am
> Abend" gedacht. Nicht für jeden Tag. Die haben ja wirklich langsam einen
> Vogel, soviel Kohle für eine Brille zu nehmen, kein Wunder dass sich auch
> soviele Leute lasern lassen, ist auf Dauer doch viel billiger! Solange
> mein Arm noch reicht für's Lesen (und da ist noch viel Kapazität frei)
> brauche ich keine Brille für's Nahsehen. Ich kenne auch viele Kollegen bei
> mir auf der Arbeit, die nehmen die Brille nachher zum Lesen ganz ab,


Deckt sich mit meiner Erfahrung

> ab ca. Mitte 50 gleicht sich wohl die Kurzsichtigkeit mit der
> Weitsichtigkeit ein bisschen an, stimmt das?


Nein, das sind zwei Paar Schuhe. Die Kurzsichtigkeit bleibt Dir, Nur die
"Zoomlinse" im Auge zoomt nicht mehr.

> Dass das Glas immer noch nicht so dünn geschliffen werden kann, dass man
> es nicht sieht, ist natürlich schade, aber wahrscheinlich hat diese
> Technik auch ihre Grenzen, und es ist ja schon mal tausendmal besser als
> vor 50 Jahren, kaum auszudenken wie man dann rumlaufen musste.
> Wahrscheinlich hätte ich dann nie einen Mann kennengelernt und würde heute
> im Kloster leben:)


Hieß füher "Mein letzer Wille: Frau mit Brille" ;-) heute gilt das nicht
mehr.

Gruß
Klaus
Winfried (08.04.2010, 14:53)
X-No-archive: Yes

On 6 Apr., 16:45, "Klaus Wagner" <kwagner> wrote:

> Bei der Stärke (ich hab beidseitig -8) ist ein dünnes starkbrechendesGlas
> (bevorzugt Zeiss) sehr zu empfehlen. Ist teuer; meine PKV zahlt anstandslos.


Bei Einstärkengläsern dürften alle bekannten Hersteller ziemlich
gleichauf liegen. Ich hatte im Lauf der letzten Jahre Gläser von Hoya,
Rodenstock und zuletzt Zeiss. Das Programm an hochbrechenden Gläsern
ist weitgehend gleich.

Habe jetzt (mit Gleitsicht- und damit zwangsläufig Kunststoffgläsern)
die Erfahrung gemacht, daß K.gläser trotz größerer Dicke insgesamt
einiges leichter sind als hochbrechende Gläser. Willst du eine
möglichst leichte Brille, nimm Kunststoff. Willst du dünne Gläser, bei
denen dann auch der Rand von vorne gesehen weniger "spiegelt", nimm
hochbrechendes Glas. Laß dir aber vorrechnen, wieviel Dickenreduktion
drin ist - je nach Glasstärke und -größe kann es sein, daß der Sprung
von 1,7 auf 1,9 zwar einen Haufen mehr kostet, aber nur noch ein paar
Zehntel mm Dickenreduktion bringt.

> Die Alterssichtigkeit wird eventuell bereits anfangen, ist aber noch stark
> ausbaufähig :-)


Wenn der Prozeß der Alterssichtigkeit abgeschlossen ist, brauchst du
keine Brille mehr ;-)

> somit ist eine Gleitsichtbrille nur gut für?s Geschäft.


???? Meinst du fürs Geschäft des Optikers oder für geschäftlichen
Gebrauch? Man kann sich die G.gläser auch mit stärkerer Progression
als eigentlich notwendig machen lassen, dann halten sie länger ;-)

> Ich selbst habe inzwischen volle Altersweitsichtigkeit und behelfe mich ganz
> anders:


Gerade dieses dauernde Gefummel wird auf die Dauer lästig und ist
manchmal auch nicht machbar (z.B. beim Kartenlesen beim Autofahren -
ja, es gibt noch Leute mit "Papier-Navi"). Für beginnende
Alterssichtigkeit wären evtl. auch die Essilor-Anti-Fague-Gläser
geeignet, werden als "Einstärkengläser" verkauft, sind aber in
Wirklichkeit Gleitsichtgläser mit fester Progression +0,6.

W. Buechsenschuetz
Marc Haber (08.04.2010, 19:26)
Winfried <w-buechsenschuetz> wrote:
>Für beginnende
>Alterssichtigkeit wären evtl. auch die Essilor-Anti-Fague-Gläser
>geeignet, werden als "Einstärkengläser" verkauft, sind aber in
>Wirklichkeit Gleitsichtgläser mit fester Progression +0,6.


Wo hast Du das her? Meine Augenoptikerin meint, das seien normale
Einstärkengläser, die +0,25 dpt "mehr" Sphäre haben als bestellt,
mithin also eher Unsinn.

Grüße
Marc
Dirk Marburg (08.04.2010, 20:55)
Marc Haber wrote:

> Winfried <w-buechsenschuetz> wrote:
> Wo hast Du das her? Meine Augenoptikerin meint, das seien normale
> Einstärkengläser, die +0,25 dpt "mehr" Sphäre haben als bestellt,
> mithin also eher Unsinn.
> Grüße
> Marc


Die Anti-Fatigue-Gläser haben eine spezielle Asphäre, die einen leichten
Stärkenanstieg von etwa 0,5dpt hat. Ähnlich sind auch die R+H Ysis Präferenz
Nähe.

Gruß Dirk

Ähnliche Themen