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Armin Schmitz (10.06.2008, 20:31)
Hi!

Also ganz einfach,
ich nehme eine CD, nehme einen Track konvertiere Ihn ins MP3 320 kbps
Format, nehme diese Datei, wandele diese ins wav Format um und wandele Sie
wieder in 320kbps MP3 um.
Wenn ich das 10000 mal mache, höre ich d ann nur noch brei?
Ich habe keine Ahnung wie ich ein solches bachatch file schreiben könnte,
aber wenn es so wäre, wie klingt es nach vielen tausend male? Wie sc*****e
oder immer noch gut?

Grüße
Armin
Detlef Wirsing (10.06.2008, 20:49)
Armin Schmitz schrieb:

>Also ganz einfach,
>ich nehme eine CD, nehme einen Track konvertiere Ihn ins MP3 320 kbps
>Format, nehme diese Datei, wandele diese ins wav Format um und wandele Sie
>wieder in 320kbps MP3 um.
>Wenn ich das 10000 mal mache, höre ich d ann nur noch brei?
>Ich habe keine Ahnung wie ich ein solches bachatch file schreiben könnte,
>aber wenn es so wäre, wie klingt es nach vielen tausend male? Wie sc*****e
>oder immer noch gut?


Hast Du einfach zu viel Zeit und Langeweile, oder hat die Frage einen
realen Hintergrund?

Zur Frage selbst: Ich habe es noch nicht ausprobiert. Auch einen
rostigen Nagel habe ich mir noch nicht ins Knie geschlagen oder bin
vom Fernsehturm gesprungen.
;-)

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing
Gaius Pupus (10.06.2008, 21:10)
"Armin Schmitz" <planbcoderd> writes:

> Also ganz einfach,
> ich nehme eine CD, nehme einen Track konvertiere Ihn ins MP3 320 kbps
> Format, nehme diese Datei, wandele diese ins wav Format um und wandele Sie
> wieder in 320kbps MP3 um.
> Wenn ich das 10000 mal mache, höre ich d ann nur noch brei?


ja
Ralf Koenig (10.06.2008, 21:29)
Armin Schmitz schrieb:
> Also ganz einfach,
> ich nehme eine CD, nehme einen Track konvertiere Ihn ins MP3 320 kbps
> Format, nehme diese Datei, wandele diese ins wav Format um und wandele Sie
> wieder in 320kbps MP3 um.
> Wenn ich das 10000 mal mache, höre ich d ann nur noch brei?
> Ich habe keine Ahnung wie ich ein solches bachatch file schreiben könnte,


Track rippen, speichern als 1-original.wav
lame.exe dort hin kopieren dann

endlos-convert.bat

================================================== ============
copy 1-original.wav 1.wav

for /l %%i in (1,1,10000) do lame -b 320 -h 1.wav 1.mp3 & lame --decode
1.mp3 1.wav
================================================== ============

Dann das Batch-File aufrufen. Aber geht er, der Peter. Die
lame-Parameter kannst du noch anpassen, wenn du willst.

Wird eine Weile dauern.

> aber wenn es so wäre, wie klingt es nach vielen tausend male? Wie sc*****e
> oder immer noch gut?


Probier's aus.

Ralf

PS. Und da sprechen Leute heute darüber, wie man Energie sparen kann ...
Basar Alabay (10.06.2008, 22:46)
In article <n0jt445upg14afh5i4tf38hge0m73ip8j9>,
Detlef Wirsing <detlef.wirsing> wrote:

> oder bin
> vom Fernsehturm gesprungen.


Das taten schon andere, in Dortmund zum Beispiel, so 2003 herum müßte es
gewesen sein. Nix is unmöchlich :-/

B. Alabay
Andreas Dehmel (10.06.2008, 23:25)
On Tue, 10 Jun 2008 20:31:51 +0200, Armin Schmitz wrote:

> Hi!
> Also ganz einfach,
> ich nehme eine CD, nehme einen Track konvertiere Ihn ins MP3 320 kbps
> Format, nehme diese Datei, wandele diese ins wav Format um und wandele Sie
> wieder in 320kbps MP3 um.
> Wenn ich das 10000 mal mache, höre ich d ann nur noch brei?
> Ich habe keine Ahnung wie ich ein solches bachatch file schreiben könnte,
> aber wenn es so wäre, wie klingt es nach vielen tausend male? Wie sc*****e
> oder immer noch gut?


Ich hab's auch noch nicht ausprobiert, aber ich würde eher vermuten, daß
du recht schnell einen Fixpunkt erreichst. Das würde ich sogar bei
alternierenden Codecs erwarten, solange dieselbe Basistransformation
verwendet wird (bei MP3 DCT), wenn auch langsamer und mit schlechterer
Qualität als innerhalb eines Codecs. Aber wenn jemandem wirklich langweilig
ist und er das in der Praxis ausprobiert, würde mich das Ergebnis auch
interessieren.

Man kann sich dabei viel Arbeit sparen, wenn zwei aufeinanderfolgende
Zyklen dasselbe Ergebnis liefern, dann tun das nämlich alle weiteren
Zyklen ebenfalls; also immer das letzte Ergebnis aufheben und
vergleichen.

Andreas
Detlef Wirsing (10.06.2008, 23:48)
Basar Alabay schrieb:

>In article <n0jt445upg14afh5i4tf38hge0m73ip8j9>,
> Detlef Wirsing <detlef.wirsing> wrote:
>> oder bin
>> vom Fernsehturm gesprungen.

>Das taten schon andere, in Dortmund zum Beispiel, so 2003 herum müßte es
>gewesen sein. Nix is unmöchlich :-/


Ich wohne in Dortmund, und vom Fernsehturm sind hier früher häufiger
Menschen gesprungen. Irgendwann hat man den Turm so verrammelt, daß es
nicht mehr ging. Das um 2003 war ein Bungeespringer, soweit ich mich
erinnere. Unfall.

Übrigens: Fast alles ist möglich, nur wenig ist ratsam.
:-)

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing
Armin Schmitz (11.06.2008, 00:34)
"Ralf Koenig" <ralfkoenig> schrieb im Newsbeitrag
news:6d93
[..]
> Wird eine Weile dauern.
> Probier's aus.
> Ralf


Hi!

Ich will es ausprobieren!
Also ich gib das wie eine txt datei ein, und als was speicher ich dass dann?
Noch wichtiger, wie rufe ich das auf, angenommen lame, das mp3 file und das
file mit der unbekannten Endung sind alle im c:\ Verzeichniss.
Muss ich das einfach als .bat speichern?

Grüße
Armin
Ralf Koenig (11.06.2008, 04:06)
Armin Schmitz schrieb:
> "Ralf Koenig" <ralfkoenig> schrieb im Newsbeitrag
> news:6d93


Nur als Hinweis: Das sind zwei Zeilen.

>> Dann das Batch-File aufrufen. Ab geht er, der Peter. Die lame-Parameter
>> kannst du noch anpassen, wenn du willst.
>> Wird eine Weile dauern.


Übrigens nur mal als Anhaltpunkt: Auf meinem Athlon XP 2000+ mit einer
4-Sekunden-WAV-Datei (habe einen Sweep mit einem Synthie-Sound genommen,
den hatte ich gerade) haben Tausend Durchläufe etwa 20 min gebraucht.

Ergebnis: Die WAV-Datei wird hinten mit immmer mehr Null-Samples
angereichert. Die Musik an sich wird bei 19 kHz tiefpassgefiltert (das
passiert aber wahrscheinlich auch schon bei 1x WAV -> MP3 -> WAV. Die
hohen Frequenzen nehmen ein bisschen ab - sieht man im Spectrum
Analyzer. So ganz unkritisch über die Aktiv-Lautsprecher gehört, klingt
das ziemlich gleich - von Brei keine Spur. Die Fixpunkt-Analyse habe ich
nicht gemacht. Sie ist schwierig, weil eben die Nullsamples dazukommen,
vielleicht machen moderne lame-Varianten (meine ist von 2004) das besser
oder ein Schalter verhindert das Hinzufügen von Nullsamples.

Ein 180-Sekunden-CD-Track (typische Radio-Länge: 3 min) mit 10000
Durchläufen wäre dann also bei meiner CPU bei ca. 20*10*180/4= 9000 min
= 150 h = 6.25 Tage, also ganz grob eine Woche.

Wenn du eine flinkere CPU hast, geht's natürlich auch mal schneller,
aber erwarte keine Wunder.

> Ich will es ausprobieren!
> Also ich gib das wie eine txt datei ein, und als was speicher ich dass dann?
> Noch wichtiger, wie rufe ich das auf, angenommen lame, das mp3 file und das
> file mit der unbekannten Endung sind alle im c:\ Verzeichniss.
> Muss ich das einfach als .bat speichern?


Naja, alles hat seine Grenzen, den Rest musst du nun allein schaffen.
Kauf dir ein Windows-Buch, da steht drin, wie das geht. Die Zutaten hast
du jetzt, kochen musst du selbst. Sonst wird das hier eine Endlos-Beratung.

Ralf
Marcel Müller (11.06.2008, 10:40)
Hallo,

Andreas Dehmel schrieb:
> Ich hab's auch noch nicht ausprobiert, aber ich würde eher vermuten, daß
> du recht schnell einen Fixpunkt erreichst.


nein, sicher nicht. Dabei werden jede Menge Konvertierungen von Float
nach Integer und vice versa durchgeführt (Quantisierung). Das gibt
jedesmal neues Quantisierungsrauschen. Selbst wenn dieses das
psychoakkustische Modell nicht beeinflusst, das Verfahren also
reproduzierbar ist, dann steigt das Rauschen minimal mit der Wurzel der
Iterationsschritte.

> Man kann sich dabei viel Arbeit sparen, wenn zwei aufeinanderfolgende
> Zyklen dasselbe Ergebnis liefern, dann tun das nämlich alle weiteren
> Zyklen ebenfalls; also immer das letzte Ergebnis aufheben und
> vergleichen.


Davon ist schon alleine wegen der nichtganzzahligen Encoder-Latenz nicht
auszugehen.
Ich habe ganz früher auch mal geglaubt, das würde konvergieren, aber das
ist nicht.

Marcel
Marcel Müller (11.06.2008, 10:49)
Hallo,

Ralf Koenig schrieb:
> nicht gemacht. Sie ist schwierig, weil eben die Nullsamples dazukommen,
> vielleicht machen moderne lame-Varianten (meine ist von 2004) das besser
> oder ein Schalter verhindert das Hinzufügen von Nullsamples.


das ist ein Bug in lame bzw. gemauer in der enthaltenen mpg123 Decoder
Engine. Der hat sich eingeschlichen, als die neueren Versionen die
Encoder-Latenz kompensiert haben. Alle mir bekannten neueren Versionen
haben den Bug.
Dabei schneiden sie vorne gut 1000 Samples ab. Das ist die
Encoder-Latenz. Im Gegenzug werden hinten aber nicht ebensoviele Samples
angehängt, sondern ein ganzes Frame mit 1152 Samples. Das ist der Bug.
Man kann es recht leicht kompensieren, wenn man nach lame --decode die
Datei auf ein vielfaches von 1152 Samples abschneidet, denn das ist die
Framelänge. Samplegenau ist die Wiedergabe allerdings auch nicht, da der
Encodierungsprozess auch nichtganzzahlige Phasenverschiebungen enthält.

Marcel
Adrian Knoth (11.06.2008, 22:44)
Andreas Dehmel <blackhole.8.zarquon42> wrote:

>> Format, nehme diese Datei, wandele diese ins wav Format um und wandele Sie
>> wieder in 320kbps MP3 um.
>> Wenn ich das 10000 mal mache, höre ich d ann nur noch brei?


> Qualität als innerhalb eines Codecs. Aber wenn jemandem wirklich langweilig
> ist und er das in der Praxis ausprobiert, würde mich das Ergebnis auch
> interessieren.


Na aber gern doch:

Das 1.mp3 ist 320kbps/HQ, das 2.mp3 ist --r3mix. Beides über 1000
Iterationen. Der r3mix klingt deutlich besser.

Ich hab das input.wav auch hinterlegt, damit ihr einen Vergleich habt.

(Eigenwerbung: Input von )

Falls ich noch mehr testen soll, z.B. wechselweise 128k-vs-192k, diverse
Parametersätze von lame, dann immer her damit. Bevor der Cluster sich
langweilt...

Adr"Cluster- and Metacomputing working group"ian
Armin Schmitz (12.06.2008, 11:57)
"Adrian Knoth" <adi> schrieb im Newsbeitrag
news:padi
[..]
> Adr"Cluster- and Metacomputing working group"ian
> --
> mail: adi PGP/GPG: key via keyserver


Das ist ja geil, das file das nur ein drittel so groß ist (r3mix) klingt
fast wie das .wav und das 320 kbps klingt, sorry, wie ein Haufen, na Ihr
wisst schon.

Ich weiß nicht warum, aber interessant ist es, ich hätte nicht gedacht, dass
bei 320 kbps so ein audio schrott übrig bleibt.

Dank & Gruß
Armin
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