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Torsten Mueller (18.03.2020, 14:37)
Frank Scheffski <usenet> schrieb:

>> Mal hier mitzählen:
>>

> Respekt! Und vor allem, diszipliniert und gesittet, trotz der völligen
> Aussichtslosigkeit der Lage.


Ja, aber man fragt sich, wieviele dieser erwiesenen Bekloppten
wahlberechtigt sind. Und warum.

T.M.
Antonia H. (18.03.2020, 16:18)
Am 18.03.2020 um 13:17 schrieb Frank Scheffski:
> Torsten Mueller schrieb:
> Respekt!
> Und vor allem, diszipliniert und gesittet, trotz der völligen
> Aussichtslosigkeit der Lage.
> Da werden wir hier noch andere Bilder zu sehen bekommen.
> Ich glaube, das Gold auf dem Goldenen Reiter ist dicker, als der Lack
> der Zivilisation.

Diesen Spruch habe ich hier in Dresden noch nie gehört,
aber er könnte stimmen.

A.
Veith (18.03.2020, 16:39)
Am Mittwoch, 18. März 2020 13:17:10 UTC+1 schrieb Frank Scheffski:

> Torsten Mueller schrieb:
> >Mal hier mitzählen:
> >

> Respekt!
> Und vor allem, diszipliniert und gesittet, trotz der völligen
> Aussichtslosigkeit der Lage.


Fast "deutsch" .... hierzulande wird esw erst haarig, wenn die Kanzlerin
den Lebensmittelmärkten ihr vollstes Vertrauen ausspricht.

Peter
Torsten Mueller (18.03.2020, 18:35)
Veith <veith> schrieb:

> Fast "deutsch" .... hierzulande wird esw erst haarig, wenn die
> Kanzlerin den Lebensmittelmärkten ihr vollstes Vertrauen ausspricht.


Sie soll heute Abend angeblich eine Rede halten, zur Lage der Nation
(fast wie eine Regierungschefin [1]).

T.M.

[1] (C) Welke
drstrange2006 (18.03.2020, 19:02)
Am Mittwoch, 18. März 2020 17:35:23 UTC+1 schrieb Torsten Mueller:
> Veith <veith> schrieb:
> Sie soll heute Abend angeblich eine Rede halten, zur Lage der Nation
> (fast wie eine Regierungschefin [1]).
> T.M.
> [1] (C) Welke


Nach den heute Nachrichten und nach der Tagesschau, wird Mutti uns in den Senkel stellen.
FDJ-Studienjahr vom Feinsten. 20 Jahre lang war Solidarität ein linkesDrecksschimpfwort der Loser .
Nun ist es die einzige Hoffnung die wir noch haben. Solidarität. Mal mercken das. [sic]

BGE

BGE
Nico Hoffmann (18.03.2020, 21:04)
Torsten Mueller schreibt:

> Frank Scheffski <usenet> schrieb:
> Mal hier mitzählen:
>


Ich war grad' einkaufen (Edeka).

Klopapier, Küchenrollen und Einweghandschuhe waren
aus. Reinigungsmittel, Waschmittel, Cerealien und Nudeln sind fast
alle oder deutlich dezimiert.
Brennspiritus hab' ich vergessen zu schauen.

Zu meiner Ehrenrettung: Ich habe nicht 7 Pakete Klopapier und zehn
Liter Desinfektionsmittel gebunkert.

Aber wenn ich jetzt sage, dass ich in die Politik kein großes
Vertrauen habe, wäre das noch geschönt.

N.
Frank Scheffski (18.03.2020, 22:21)
Nico Hoffmann schrieb:

>Brennspiritus hab' ich vergessen zu schauen.


In meinem Netto mit seinen leergefressenen Regalen war das
Spiritusfach noch komplett gefüllt. Da stand's dann nur noch 387:1 für
die Deppen.
Ich brauche den zur Platinenreinigung und suche da immer den
hochwertigen und geruchlosen raus, der möglichst wenig Rückstände
hinterläßt.
Um keine Massenpanik auszulösen, habe ich dann ganz verstohlen 1
Flasche in den Wagen gestellt.

>Zu meiner Ehrenrettung: Ich habe nicht 7 Pakete Klopapier und zehn
>Liter Desinfektionsmittel gebunkert.


Mir war doch tatsächlich das feuchte Toilettenpapier ausgegangen und
so war es nur eine Rundreise über 5 Konsumse im größeren Umkreis, bis
ich die letzten 2 Packungen ergattern konnte. Aber auch nur, weil sie
im falschen Fach lagen, bei dem Hygeniezeugs für die Mutti.

>Aber wenn ich jetzt sage, dass ich in die Politik kein großes
>Vertrauen habe, wäre das noch geschönt.


Als DDR-ungeübter TV-Konsument (1 Schni..., weißt schon) geriet mir
vorhin in der Nachrichtenvorschau die Kanzlerindarstellerin ins Hirn.
Emotionslos vom Teleprompter abgelesen "...größte Herausforderung seit
(der Wende???), NEIN, seit dem 2. Weltkrieg..."

Ich ertrag das wirklich nicht mehr...

Gesund bleiben!

Frank
H.-P. Schulz (18.03.2020, 22:32)
Nico Hoffmann <oxensepp> schrieb:

>Torsten Mueller schreibt:
>Ich war grad' einkaufen (Edeka).
>Klopapier, Küchenrollen und Einweghandschuhe waren
>aus. Reinigungsmittel, Waschmittel, Cerealien und Nudeln sind fast
>alle oder deutlich dezimiert.
>Brennspiritus hab' ich vergessen zu schauen.


Hier aufm Dorf (REWE nahkauf):
Cerealien: massenhaft vorhanden (auch Haferflocken)
H-Milch: die sauteure von "Bärenmarke" (in Ersatz für die nicht
lieferbare billige) (ich bin zur wohlfeilen frischen 1,5er
übergegangen, - die ist auch zwo Wochen vordatiert)
Nudeln: Reste
Klopapier: ca. 30 Zehnergebinde
Brennspiritus: Hamse sowieso nicht
Waschmittel: vorhanden
Einmal-Handschuhe: Hamse sowieso nicht im Sortiment
Zwieback (Burger, nicht den sauteuren (vorhandenen) Brandt): Seit
viele Wochen nicht da
Kondensmilch: nicht üppig, aber vorhanden
Molkereiprodukte: alles da
Tomatenmark: vorhanden
Kaffee, Instantkaffee: reichlich

>Zu meiner Ehrenrettung: Ich habe nicht 7 Pakete Klopapier und zehn
>Liter Desinfektionsmittel gebunkert.
>Aber wenn ich jetzt sage, dass ich in die Politik kein großes
>Vertrauen habe, wäre das noch geschönt.


Gottchen, was heißt denn 'Vertrauen'!?

Für mich persönlich hat sich bisher so gut wie nichts verändert. Da
ich nicht zu den gesellschafts- und eventfreudigen Umgetriebenen
gehöre, würde mich selbst eine sog. Ausgangssperre nicht groß jucken.
Nico Hoffmann (18.03.2020, 23:26)
H.-P Schulz schreibt:

> Für mich persönlich hat sich bisher so gut wie nichts verändert. Da
> ich nicht zu den gesellschafts- und eventfreudigen Umgetriebenen
> gehöre, würde mich selbst eine sog. Ausgangssperre nicht groß jucken.


Die Ausgangssperre juckt mich insofern, als dass mir nach drei Tagen
die Decke auf den Kopf fällt. Davon abgesehen kriegen wir sie
vielleicht ziemlich bald. Bayern fängt damit schon an... Aber egal,
dreh' ich halt zwei oder drei Wochen am Rad.

Mehr Sorgen macht mir, wie die Infrastruktur, insbes. die
medizinische, aber eben nicht nur die, das übersteht.

N.
Frank Scheffski (19.03.2020, 00:26)
Nico Hoffmann schrieb:

>Mehr Sorgen macht mir, wie die Infrastruktur, insbes. die
>medizinische, aber eben nicht nur die, das übersteht.


Du wirst ahnen, daß für Quarantänisierung ganzer Dienstschichten keine
Luft vorhanden ist.
Allerdings hat das Haus Bertelsmann ja letztes Jahr herausgefunden,
daß ein nicht unerheblicher Teil der kleineren und kleinen
Krankenhäuser problemlos geschlossen werden kann.

Ich bin so stolz auf mein Land!

MfG

Frank
Andy Angerer (19.03.2020, 05:17)
Am 18.03.20 um 21:21 schrieb Frank Scheffski:

> Als DDR-ungeübter TV-Konsument (1 Schni..., weißt schon) geriet mir
> vorhin in der Nachrichtenvorschau die Kanzlerindarstellerin ins Hirn.
> Emotionslos vom Teleprompter abgelesen "...größte Herausforderung seit
> (der Wende???), NEIN, seit dem 2. Weltkrieg..."
> Ich ertrag das wirklich nicht mehr...


Du hast doch echt keinen Humor.
An genau dieser Stelle (danke fürs zitieren) hab ich wirklich sehr
lachen müssen.
Torsten Mueller (19.03.2020, 07:56)
Nico Hoffmann <oxensepp> schrieb:

> Klopapier, Küchenrollen und Einweghandschuhe waren aus.
> Reinigungsmittel, Waschmittel, Cerealien und Nudeln sind fast alle
> oder deutlich dezimiert. Brennspiritus hab' ich vergessen zu schauen.


Diese Mangelwirtschaft ist einfach nur entsetzlich. Die armen Menschen.

T.M.
Torsten Mueller (19.03.2020, 08:17)
Frank Scheffski <usenet> schrieb:

> Als DDR-ungeübter TV-Konsument (1 Schni..., weißt schon) geriet mir
> vorhin in der Nachrichtenvorschau die Kanzlerindarstellerin ins Hirn.


Ich bin da schon durchaus geübt. Und ich muß dem vorausgeeilten BGE
beipflichten: FDJ, und zwar wie in deren Spätphase, als alles längst
inhaltsleer, verkrustet, bedeutungslos und in all dem auch längst
durchsichtig und scheinheilig, aber eben ordentlich ritualisiert war.
Ich hab in meinem Leben einfach zu viele Phrasen allerhöchst
bedeutungsvoll vorgetragen gehört, als daß ich diese nicht schon am
Luftholen erkennen würde.

> Ich ertrag das wirklich nicht mehr...


+1

> Emotionslos vom Teleprompter abgelesen "...größte Herausforderung seit
> (der Wende???), NEIN, seit dem 2. Weltkrieg..."


Sogar die Moderatorin vom Morgenmagazin stellt heute beiläufig fest:
gesagt hat sie eigentlich nix. Für wen war also das gestrige TV-Event
gedacht? Wer war die Zielgruppe dieses Theaters? Und was sollte diese
Zielgruppe davon mitnehmen?

> Gesund bleiben!


Vor allem im Koppe!

T.M.
Ronald Konschak (19.03.2020, 10:23)
Torsten Mueller <muellerto> schrieb:
> Frank Scheffski <usenet> schrieb:
>> Ich ertrag das wirklich nicht mehr...

> +1


AOL

>> Emotionslos vom Teleprompter abgelesen "...größte Herausforderung seit
>> (der Wende???), NEIN, seit dem 2. Weltkrieg..."

> Sogar die Moderatorin vom Morgenmagazin stellt heute beiläufig fest:
> gesagt hat sie eigentlich nix. Für wen war also das gestrige TV-Event
> gedacht? Wer war die Zielgruppe dieses Theaters? Und was sollte diese
> Zielgruppe davon mitnehmen?


Die Kanzlerin wollte sagen: Fürchtet euch nicht, ich bin ja bei euch!

>> Gesund bleiben!

> Vor allem im Koppe!


Da fürchte bei meinen Mitmenschen Schlimmes. Ich war vorhin im
Waschsalon, und wollte die Wartezeit mit Lesen ausfüllen. Das war
nicht möglich. Es waren natürlich ein paar Tanten anwesend, die
der Welt ihr furchtbares Leid mitteilen mussten. Obendrein musste
die Tür offen bleiben, sodass jeglicher Straßenlärm eindrang.
Also meinte ich die Zeit nutzen zu können, um die am Morgen leer
gewordene Dose Rasierschaum zu ersetzen. Bei Rossmann tobte der
Kampf um die verschiedenen Sorten von feingekrepptem Papier. An
der Kasse gabs großes Geschrei, weil die Kassiererin einer Kundin
die über die Zuteilung hinaus vorgelegten Rollen entzog. Man
erfährt bei dieser Gelegenheit, dass die Rente zu niedrig und der
Staat ein Scheiß ist.

Ronald.
H.-P. Schulz (19.03.2020, 10:33)
Nico Hoffmann <oxensepp> schrieb:

>H.-P Schulz schreibt:
>> Für mich persönlich hat sich bisher so gut wie nichts verändert. Da
>> ich nicht zu den gesellschafts- und eventfreudigen Umgetriebenen
>> gehöre, würde mich selbst eine sog. Ausgangssperre nicht groß jucken.

>Die Ausgangssperre juckt mich insofern, als dass mir nach drei Tagen
>die Decke auf den Kopf fällt.


Man ist ja nicht in der Wohnung *eingesperrt*.
Man darf raus, zB zum Lebensmittel Einkaufen, auch spazierengehen,
joggen und so. (Man kann ja wohl all die Leute mit Hund nicht
verdonnern, ihren Liebling in der Wohnung abkacken lassen zu müssen!)

Wohl dem, der einen Balkon hat!

Ich bin gewohnt, mich allein zu beschäftigen. Ich lese und schreibe
viel. Außerdem gehöre ich der raren Spezies der Aufräumer und
Saubermacher an.
Also: "Für Unterhaltung ist gesorgt!"

Außerdem kann ich stundenlang dasitzen und nachdenken. Okay, andere
würden das 'schlafen' nennen ... ;-))

Nee, ehrlich, wenn man nicht auf aushäusige Unternehmungen gepolt ist,
hat das alles wenig Schrecken.
Viele eigentlich Berufstätige werden ja wahrscheinlich demnächst auch
zu Hause bleiben (müssen). Es kommt mir manchmal vor, als sei die
Furcht vor Lohneinbußen nur vorgeschoben, und in Wahrheit fürchten die
Leute das Zuhausesein; weil's eben so öd ist zuhause. Und dann
obendrein noch die Scheiß Blagen!

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