expertenaustausch > comp.* > comp.software.misc

Anselm Rapp (28.08.2015, 11:15)
Hallo,

im Abschnitt "Möglichkeiten und Gefahren" des Wikipedia-Artikels
"Desktopsuche" steht:

"Die zentrale Speicherung und Abbildung der Daten eines Rechners
ermöglicht ein viel intuitiveres Auffinden und neue Umgangsformen mit
den Daten. Sie birgt jedoch auch einige Gefahren in sich: Die Daten sind
zentral gespeichert, nach den Wünschen einiger Anbieter (zum Beispiel
Google) sogar zentral auf Servern im Internet. Dies bietet sowohl
Missbrauchspotential für Cracker, die Sicherheitslücken in der Software
ausnutzen könnten um Zugang zu sensiblen Daten zu erhalten, als auch
seitens von Regierungen, für die ein derartiger zentraler Datenpool eine
verlockende Möglichkeit zur Verbrechensaufklärung darstellt, aber auch
zu präventiver Überwachung Einzelner missbraucht werden kann. Auch
Wirtschaftsspionage kann dadurch vereinfacht werden."

Wenn einige Anbieter "die Daten" zentral auf Servern im Internet
speichern, tun es die anderen also nicht. Was bedeutet "die Daten"? Es
kann sich doch wohl nur um einen Index handeln, nicht aber um sämtliche
Daten bzw. die ausgewählten Dateitypen auf der ganzen Festplatte? Was
bedeutet "zentral" gespeichert, falls nicht im Internet? Erhöht sich
dass Missbrauchspotential auch bei lokaler zentraler Speicherung?

Ich freue mich, wenn mich jemand aufklären kann.

Dank im Voraus und Gruß, Anselm
Anselm Rapp (28.08.2015, 11:18)
Am 28.08.2015 um 11:15 schrieb ich:

> im Abschnitt "Möglichkeiten und Gefahren" des Wikipedia-Artikels
> "Desktopsuche" steht:


Entschuldigung, Link vergessen:



oder kurz

Wendelin Uez (17.03.2017, 17:29)
Je nach Programm und Konfiguration können die Dateien auf der lokalen
Platte, im lokalen (Heim- oder Firmen-) Netzwerk oder eben auch irgendwo in
einem externen Rechenzentrum irgendwo auf der Welt ("Cloud") gespeichert
werden. Dabei handelt es sich wohlweislich um komplette Dateien, nicht nur
um irgendwelche Indexe.

Und logischerweise können Dateien, die auf fremden Festplatten gespeichert
sind, auch von den damit Beteiligten prinzipiell eingesehen werden. Aus
diesem Grund werden Dateien i.d.R. bei der Übertragung in die Cloud
verschlüsselt. Die Frage ist dann nur noch, wie sicher die Verschlüsselung
ist, letztlich ist dies nur eine Frage des nötigen
Entschlüsselungs-Aufwands. Der ist nur solange groß, solange der Schlüssel
auch tatsächlich geheim bleibt. Und was bleibt heutzutage schon geheim?

Nicht von ungefähr fordert (nicht nur) die US-Regierung, dass ihre
Geheimdienste Zugriff bekommen sollen auf alle Daten, die in den USA und in
den von US-Bürgern kontrollierten ausländischen Rechenzentren gespeichert
sind.

Geheimdienste dienen i.d.R. nicht nur der Gefahrenabwehr, sondern mehr und
mehr auch der Wirtschaftsspionage, so dass das Missbrauchspotential bei
externer Speicherung ("Cloud") durchaus unkalkulierbarer wird.

Beispiele für extern gespeicherte Daten sind Beiträge in Facebook, Twitter &
Co. , aber ggfs. auch schon mal normale Microsoft Office Dateien.
Thomas 'PointedEars' Lahn (17.03.2017, 18:08)
Wendelin Uez wrote:

> [?]


Wenn Du schon auf über 3 Monate alte Postings antworten musst, die nur noch
auf Newsservern mit sehr langen Haltezeiten und evtl. Google Groups
verfügbar sind, dann solltest Du wenigstens so viel davon zitieren, dass man
Deine Antwort auch dann noch einordnen kann, wenn man das originale Posting
nicht kennt.
Ähnliche Themen