expertenaustausch > etc.* > etc.fahrzeug.auto

Wirrfrid Wahnschuh (08.09.2019, 11:09)
Hannover (dpa). Elektroautos und autonomes Fahren haben es bei den
Deutschen schwer. Nach wie vor sind viele Menschen skeptisch gegenüber
den beiden Zukunftstechnologien. Das zeigt eine Umfrage der
Beratungsgesellschaft EY kurz vor der Automesse IAA in Frankfurt/Main.
Dabei zeigt sich für die E-Autos, dass vor allem drei klassische
Probleme den Verbraucher stören: die relativ geringe Reichweite, die
relativ hohen Anschaffungskosten, das noch ausbaufähige Ladenetz.

*LOL "Zukunftstechnologien" *LOL*

Außerdem fehlt da noch: die exorbitanten und weiter drastisch steigenden
Strompreise in Merkels BRD. Und daß die Batterieautos nach 100.000 km
Totalschaden sind, denn dann ist das teuerste Bauteil, der Akku, hin.

Wirrfrid
klaus r. (08.09.2019, 11:23)
Am Sun, 8 Sep 2019 12:09:19 +0300
schrieb Wirrfrid Wahnschuh <ww>:

[..]
> 100.000 km Totalschaden sind, denn dann ist das teuerste Bauteil, der
> Akku, hin.
> Wirrfrid


Jetzt im Sommer werden die Deutschen mit eAutos nicht warm. Im Winter
wird es ihnen, sagen wir mal wegen der Contenance, popo-kalt in ihren
Elektrokarren. Aber anscheinend sollen sich die Deutschen an das
Arschkalte schon mal langsam gewöhnen. Sie sollen ja auch statt relativ
billigem russischen Gas lieber das bedeutend teurere Ami-Gas kaufen.

Klaus
Karl Meisenkaiser (08.09.2019, 11:54)
Am 08.09.2019 um 11:23 schrieb klaus r.:
> Am Sun, 8 Sep 2019 12:09:19 +0300
> schrieb Wirrfrid Wahnschuh <ww>:
> Jetzt im Sommer werden die Deutschen mit eAutos nicht warm. Im Winter
> wird es ihnen, sagen wir mal wegen der Contenance, popo-kalt in ihren
> Elektrokarren. Aber anscheinend sollen sich die Deutschen an das
> Arschkalte schon mal langsam gewöhnen. Sie sollen ja auch statt relativ
> billigem russischen Gas lieber das bedeutend teurere Ami-Gas kaufen.


Drum müssen ja auch Öl-Heizungen verboten werden.

So dumm sind die gar nicht, sie arbeiten vor!

Karl
Yzmir Uebel (08.09.2019, 14:12)
On Sun, 08 Sep 2019 11:54:02 +0200, Karl Meisenkaiser proclaimed:

> Am 08.09.2019 um 11:23 schrieb klaus r.:


Neben der Reichweite ist vor allem die Zeit zum Laden das größte Problem,
während bei einem sparsamen Diesel, 1000 km Reichweite inkl. Bezahlen in
2-3 Minuten erledigt sind, erreicht eine E-Karre das nicht und das Laden
von nur wenigen Hundert Kilometern dauert 1-x Stunden.

Wobei Verbenner wiederum den Vorteil haben das zwar wenn man auf die Tube
drückt der Verbrauch mit unter kräftig steigt, das aber keine Rolle
spielt, weil selbst dann der Tank ja noch für locker 500 km reicht und
man ja schnell Auftanken kann. Sollte man wirklich so blöd sein und
liegen zu bleiben, muß man halt einen vollen 5l Kanister besorgen, so man
nicht in der Lage war den im Kofferraum zu haben.

Der E-"Mobilist" muß dann auf den Abschleppwagen gehievt werden. Ende der
Reise.

>>> *LOL "Zukunftstechnologien" *LOL*


Indeed! ;-(

>> Jetzt im Sommer werden die Deutschen mit eAutos nicht warm. Im Winter
>> wird es ihnen, sagen wir mal wegen der Contenance, popo-kalt in ihren
>> Elektrokarren. Aber anscheinend sollen sich die Deutschen an das
>> Arschkalte schon mal langsam gewöhnen. Sie sollen ja auch statt relativ
>> billigem russischen Gas lieber das bedeutend teurere Ami-Gas kaufen.


Vor allem weil die Gasförderung dort mit unwahrscheinlichen Umweltschäden
von statten geht, die man nicht mal Abschätzen kann. Während in Russland
das Gas mehr oder weniger freiwillig aus dem Boden kommt.

Pipelines ermöglichen dazu einen kostengünstigen und umweltschonenden
Transport, ganz im Gegensatz zum Ami-Gas.

> Drum müssen ja auch Öl-Heizungen verboten werden.


Alles verbieten, nur die Ankerzentren werden gut beheizt, nicht das auch
nur eins der Goldstücke frieren muß?

> So dumm sind die gar nicht, sie arbeiten vor!


Das sagte doch schon mal so ein EU-Chef: "Wir machen langsam immer
weiter, wenn keine Beschwerden kommen, geht es immer weiter, bis es kein
zurück mehr gibt?"

Nennt man auch "Boiling-Frog effect" oder so?
F. W. (09.09.2019, 08:24)
On 08.09.19 11:09, Wirrfrid Wahnschuh wrote:

> Hannover (dpa). Elektroautos und autonomes Fahren haben es bei den
> Deutschen schwer. Nach wie vor sind viele Menschen skeptisch
> gegenüber den beiden Zukunftstechnologien. Das zeigt eine Umfrage
> der Beratungsgesellschaft EY kurz vor der Automesse IAA in
> Frankfurt/Main.


Nun, es kommt eben immer darauf an, wenn man was wie fragt.

> Dabei zeigt sich für die E-Autos, dass vor allem drei klassische
> Probleme den Verbraucher stören: die relativ geringe Reichweite, die
> relativ hohen Anschaffungskosten, das noch ausbaufähige Ladenetz.


Das deutsche Auto steht im Schnitt achtzehn Stunden pro Tag herum. Die
allermeisten Fahrten liegen unter 8 km und die durchschnittliche
jährliche Fahrleistung liegt bei 12.000 km. Es mag sein, dass niemand
eAutos braucht, die 200 km reichen (gerade die Untergrenze). Es mag aber
auch sein, dass die Deutschen nicht wirklich wissen, was sie brauchen.

> Außerdem fehlt da noch: die exorbitanten und weiter drastisch
> steigenden Strompreise in Merkels BRD. Und daß die Batterieautos nach
> 100.000 km Totalschaden sind, denn dann ist das teuerste Bauteil, der
> Akku, hin.


Gut, das muss man abwarten. Ich habe hier Akkus von 1995 die immer noch
sehr gut funktionieren in meinem alten Compaq-Laptop (Laptop! - kein
Notebook). Meine aufladbare Taschenlampe für's Auto dürfte von 2001 sein
und auch die läuft immer noch.

FW
Yzmir Uebel (09.09.2019, 11:03)
On Mon, 09 Sep 2019 08:24:36 +0200, F. W. proclaimed:

> Das deutsche Auto steht im Schnitt achtzehn Stunden pro Tag herum. Die
> allermeisten Fahrten liegen unter 8 km und die durchschnittliche
> jährliche Fahrleistung liegt bei 12.000 km. Es mag sein, dass niemand
> eAutos braucht, die 200 km reichen (gerade die Untergrenze). Es mag aber
> auch sein, dass die Deutschen nicht wirklich wissen, was sie brauchen.


*Durchschnittswerte* sind doch völlig belanglos, was ist mit der Fahrt in
den Urlaub, selbst von Berlin bis in den Schwarzwald oder von dort an die
Ost-See schafft es das teuerste E-Auto nicht ohne x-Mal zu laden?
Was wenn ich nach Spanien will und wir durch abwechseln beim Fahren die
1500 oder gar mehr km an einem Stück fahren wollen?

Was wenn es der Erbtante Sonntags unerwartet mit 98 schlecht geht, die
wohnt aber 450 km weit weg und ich muß am nächsten Tag zurück sein, also
900 km fahren, mit einer Pause bei der Tante von 3h?

So Fahrten mögen zwar nur 1-3 x pro Jahr vorkommen oder auch mal gar
nicht, aber ich muß die Möglichkeit haben. Die gibt es bei E-Autos nicht,
die Protzer die ich bisher mit ihren Teslas sah, haben alle sicher noch
1-3 normale Fahrzeuge in der Garage und haben den Tesla nur aus Spaß
gekauft. Eine normale Familie hat oft nur ein Fahrzeug, das muß alles
können.

Wenn man mal ausrechnet, nur 100.000 Fahrzeuge per Tesla Schnelllader
zeitgleich zu laden dann kommt etwas auf folgendes:

145 kW * 100.000 macht sportliche 14,5 GW Kraftswerksleistung, zur
Relation das 2. größte Braunkohlekraftwerk Europas, in Neurath schafft
4,4 GW Gesamtleistung, da müßte man also 3,5 von Aufstellen.

Bei 1 Million Fahrzeuge die Laden dann eben 35 solcher Kraftwerke!
Alternativ wahrscheinlich alle paar Hundert Meter in ganz Deutschland so
einen Vogel- und Insektenschreder der Infraschall produziert und auf Wind
hoffen?
Rupert Haselbeck (09.09.2019, 18:40)
F. W. schrieb:

> Das deutsche Auto steht im Schnitt achtzehn Stunden pro Tag herum.


Darauf kommt es nicht an

> Die allermeisten Fahrten liegen unter 8 km und die durchschnittliche
> jährliche Fahrleistung liegt bei 12.000 km.


Darauf kommt es nicht an

> Es mag sein, dass niemand eAutos braucht, die 200 km reichen (gerade
> die Untergrenze).


Das allerdings ist falsch. Es wird kaum jemanden geben, der nicht zumindest
hin und wieder deutlich längere Strecken als 200km fährt.

> Es mag aber
> auch sein, dass die Deutschen nicht wirklich wissen, was sie brauchen.


Aha. Das ultimative Argument: Wenn all die Anderen nicht merken, dass ich
Recht habe, dann muß das daran liegen, dass die Anderen doof sind. Kann ja
nicht sein, dass meine fantastischen Vorstellungen nach Absurdistan gehören
könnten :->

> Gut, das muss man abwarten. Ich habe hier Akkus von 1995 die immer noch
> sehr gut funktionieren in meinem alten Compaq-Laptop (Laptop! - kein
> Notebook). Meine aufladbare Taschenlampe für's Auto dürfte von 2001 sein
> und auch die läuft immer noch.


Da gibts ein paar kleine Unterschiede zu den heutigen Traktionsbatterien.
Dein Laptop besass/besitzt eine große und schwere Batterie mit einigen
armseligen Wattstunden Energieinhalt. Dabei war für die Herstellung eine
ungesund große Menge Cadmium nötig. Aber natürlich hast du Recht - bei
korrekter Behandlung sind die fast unkaputtbar. Du hast möglicherweise sogar
noch mehr als 20% der ursprünglichen Kapazität zur Verfügung.
Ja, und mit der Taschenlampe wird es sich nicht viel anders verhalten. Zwei
dicke Monozellen und schon hat man für 10 Minuten Licht.
Bei einem Batterieauto braucht es /deutlich/ höhere Energiedichten, sowohl
in Bezug auf das Volumen als auch auf die Masse. Und leider ist mit der
aktuell vorhandenen recht unzulänglichen Technik damit die Lebensdauer arg
verkürzt und das Gefahrenpotential (Neigung zu spontaner stark exothermer
Reaktion) stark erhöht worden

MfG
Rupert

PS: Deppencrossposting entsorgt
Hoscht Feldjägerbrause? (09.09.2019, 22:34)
F. W. wrote:

> Gut, das muss man abwarten. Ich habe hier Akkus von 1995 die immer noch
> sehr gut funktionieren in meinem alten Compaq-Laptop (Laptop! - kein
> Notebook). Meine aufladbare Taschenlampe für's Auto dürfte von 2001 sein
> und auch die läuft immer noch.


Dann treibe doch damit Dein E-Auto an.

Utopische Grüße
H. F.
F. W. (10.09.2019, 07:29)
On 09.09.19 18:40, Rupert Haselbeck wrote:

>> Das deutsche Auto steht im Schnitt achtzehn Stunden pro Tag herum.
>> Die allermeisten Fahrten liegen unter 8 km und die
>> durchschnittliche jährliche Fahrleistung liegt bei 12.000 km. Es
>> mag sein, dass niemand eAutos braucht, die 200 km reichen (gerade
>> die Untergrenze).


> Das allerdings ist falsch. Es wird kaum jemanden geben, der nicht
> zumindest hin und wieder deutlich längere Strecken als 200km fährt.


Das ist die Frage. Wenn der jährliche Durchschnitt in Deutschland bei
12.000 km liegt, dürften die Über-200 km-Fahrten mit einberechnet sein.
Ob man sich allerdings wirklich ein großes und teures Auto kaufen muss,
weil man einmal im Jahr 300 km zur Oma fährt, ist auch eine Frage.

>> Es mag aber auch sein, dass die Deutschen nicht wirklich wissen,
>> was sie brauchen.


> Aha. Das ultimative Argument: Wenn all die Anderen nicht merken,
> dass ich Recht habe, dann muß das daran liegen, dass die Anderen
> doof sind. Kann ja nicht sein, dass meine fantastischen Vorstellungen
> nach Absurdistan gehören könnten :->


Auto ist in Deutschland keine rationale Sache. Sonst würden nicht so
viele SUV herumfahren. In der Stadt gibt es nämlich kein Gelände und für
ihre Größe haben SUV recht wenig Platz.

>> Gut, das muss man abwarten. Ich habe hier Akkus von 1995 die immer
>> noch sehr gut funktionieren in meinem alten Compaq-Laptop (Laptop!
>> - kein Notebook). Meine aufladbare Taschenlampe für's Auto dürfte
>> von 2001 sein und auch die läuft immer noch.


> Da gibts ein paar kleine Unterschiede zu den heutigen
> Traktionsbatterien. Dein Laptop besass/besitzt eine große und
> schwere Batterie mit einigen armseligen Wattstunden Energieinhalt.
> Dabei war für die Herstellung eine ungesund große Menge Cadmium
> nötig. Aber natürlich hast du Recht - bei korrekter Behandlung sind
> die fast unkaputtbar. Du hast möglicherweise sogar noch mehr als 20%
> der ursprünglichen Kapazität zur Verfügung.


Okay, wenn das der Stand von 1995 bzw. 2000 ist, was werden Akkus dann
in Zukunft erst leisten können? Wenn diese Einfach-Akkus schon so lange
halten, wie lange halten dann aktuelle Akkus?

FW
Michael Landenberger (10.09.2019, 09:14)
"F. W." schrieb am 10.09.2019 um 07:29:58:

> Das ist die Frage. Wenn der jährliche Durchschnitt in Deutschland bei
> 12.000 km liegt, dürften die Über-200 km-Fahrten mit einberechnet sein.
> Ob man sich allerdings wirklich ein großes und teures Auto kaufen muss,
> weil man einmal im Jahr 300 km zur Oma fährt, ist auch eine Frage.


Mein Auto fährt 14.000 km im Jahr. Davon legt es ungefähr die Hälfte (!) auf
Langstrecken > 200 km zurück. Und nein, ich würde kein Auto kaufen, das diese
7.000 km Langstrecke nicht packt. Auch wenn es sich unterm Strich nur um eine
Handvoll Langstrecken-Fahrten handelt. Ich habe keine Lust, bei
Langstrecken-Fahrten mein teuer bezahltes Auto jedes Mal stehen lassen und
nach Ersatz suchen zu müssen (der in jedem Fall unkomfortabler ist als das
eigene Auto). Wobei "teuer bezahlt" bei Elektroautos noch deutlich mehr
zutrifft als bei Verbrennern.

> Auto ist in Deutschland keine rationale Sache. Sonst würden nicht so
> viele SUV herumfahren.


Ich kenne einige SUV-Fahrer, die triftige Gründe für den Kauf eines SUVs
hatten. Natürlich gibt es auch welche, die ein SUV fahren, ohne es wirklich zu
brauchen. So gut wie allen ist aber gemeinsam, dass ihre SUVs nicht größer
sind als Mittelklassewagen. Ein Dickschiff á la Audi Q7 oder BMW X5 fährt in
meinem Umfeld keiner. Dafür sind Kompakt-SUVs wie z. B. Opel Mokka (basiert
auf dem Corsa) oder Skoda Yeti (basiert auf dem Golf) hier sehr verbreitet.
Und diese Autos haben ihre Berechtigung, selbst wenn man keinen Geländewagen
braucht, z. B. bieten sie einen bequemen Einstieg durch die hohe Sitzposition
und viel Kopffreiheit für alle Mitfahrer, also auch die auf der Rückbank.

> In der Stadt gibt es nämlich kein Gelände und für
> ihre Größe haben SUV recht wenig Platz.


Ein Mokka oder ein Yeti braucht nicht mehr Platz als ein Golf. Und die SUVs,
die wirklich mehr Platz brauchen, sind vergleichsweise selten. Im Wesentlichen
sind das Oberklasse-SUVs, und die kommen schon preislich für die meisten
Käufer nicht in Frage.

Was das Gelände betrifft: Allradantrieb hat auch auf asphaltierten Straßen
Vorteile, z. B. im Winter oder beim Ziehen eines Anhängers. Ja ich weiß, es
gibt auch "normale" PKW mit Allradantrieb. BTW: nicht jedes Auto, das aussieht
wie ein SUV, hat auch Allradantrieb. Der Yeti meines Nachbarn hat
beispielsweise nur Frontantrieb.

Gruß

Michael
Martin Gerdes (11.09.2019, 01:15)
"F. W." <me> schrieb:

> Das deutsche Auto steht im Schnitt achtzehn Stunden pro Tag herum.


Das glaube ich nicht. Das hieße ja, daß das deutsche Auto im Schnitt
sechs Stunden pro Tag herumführe. Unrealistisch.

Hättest Du geschrieben: "Das deutsche Auto steht im Schnitt
dreiundzwanzig Stunden pro Tag herum", das hätte ich geglaubt.

> Die allermeisten Fahrten liegen unter 8 km und die durchschnittliche
> jährliche Fahrleistung liegt bei 12.000 km.


Eben, eben. Und wenn man das durch die oben genannten 6 Stunden mal 365
Tagen gleich etwa 2200 Stunden im Jahr dividiert, kommt man auf eine
Fußgängergeschwindigkeit von gerade mal 5,5 km/h.

> Es mag sein, dass niemand eAutos braucht, die 200 km reichen (gerade
> die Untergrenze). Es mag aber auch sein, dass die Deutschen nicht
> wirklich wissen, was sie brauchen.


Es heißt doch, daß der Markt alles regele. Wenn das stimmt, wissen die
Deutschen sehr genau, was sie wollen, nämlich vorzugsweise
_s_tadtverkehr_u_ngeeignete _V_ehikel sowie Biosprit, der allerdings
nicht teurer sein darf als 1,50 Euro/l. So stand es neulich in der
Zeitung.

>> Außerdem fehlt da noch: die exorbitanten und weiter drastisch
>> steigenden Strompreise in Merkels BRD. Und daß die Batterieautos nach
>> 100.000 km Totalschaden sind, denn dann ist das teuerste Bauteil, der
>> Akku, hin.


> Gut, das muss man abwarten. Ich habe hier Akkus von 1995, die immer noch
> sehr gut funktionieren in meinem alten Compaq-Laptop (Laptop! - kein
> Notebook).


Hast Du Deinen Akku schon beim Guiness-Buch angemeldet?
Martin Gerdes (11.09.2019, 01:15)
"Michael Landenberger" <spamwirdgefiltert> schrieb:

> Ich kenne einige SUV-Fahrer, die triftige Gründe für den Kauf einesSUVs
> hatten.


Ich bin vermutlich nicht der einzige, den diese triftigen Gründe
interessieren.

>> In der Stadt gibt es nämlich kein Gelände und für
>> ihre Größe haben SUV recht wenig Platz.


> Ein Mokka oder ein Yeti braucht nicht mehr Platz als ein Golf.


Mokka und Yeti sind andererseits keine typischen SUVs.

In Japan gibt es bekanntlich die Kleinwagenklasse "Kei-Car". Es gibt
natürlich auch Kei-Cars, die ausssehen wie SUVs. Die haben mit BMW- und
Audi-Dickschiffen aber nur eine entfernte Ähnlichkeit.

> Und die SUVs, die wirklich mehr Platz brauchen, sind vergleichsweise
> selten.


Sag bloß! Hier nicht.
F. W. (11.09.2019, 08:15)
On 10.09.19 09:14, Michael Landenberger wrote:

>> Das ist die Frage. Wenn der jährliche Durchschnitt in Deutschland
>> bei 12.000 km liegt, dürften die Über-200 km-Fahrten mit
>> einberechnet sein. Ob man sich allerdings wirklich ein großes und
>> teures Auto kaufen muss, weil man einmal im Jahr 300 km zur Oma
>> fährt, ist auch eine Frage.


> Mein Auto fährt 14.000 km im Jahr. Davon legt es ungefähr die Hälfte
> (!) auf Langstrecken > 200 km zurück.


Also bist Du kein Durchschnitt und fällst in dieser Diskussion hinten weg.

>> Auto ist in Deutschland keine rationale Sache. Sonst würden nicht
>> so viele SUV herumfahren.


> Ich kenne einige SUV-Fahrer, die triftige Gründe für den Kauf eines
> SUVs hatten.


Welche denn?

Geländegängigkeit? Sind die meisten nicht.
Allrad-Antrieb? Gibt es für viele nicht mal als Extra.
Platz? Haben sie im Vergleich zu ihrer Größe nicht viel.
Wohnwagen? Geht auch mit Kombis (werden außerdem immer weniger).
Hohes Sitzen? Geht auch im Van.

Welches Argument spricht denn für einen SUV?

Ich hatte mir auch einen Karoq angesehen und ähnliche. Ein triftiges
Argument für die massiv erhöhten Kosten pro Auto habe ich allerdings
nicht gefunden.

> Natürlich gibt es auch welche, die ein SUV fahren, ohne es wirklich
> zu brauchen. So gut wie allen ist aber gemeinsam, dass ihre SUVs
> nicht größer sind als Mittelklassewagen. Ein Dickschiff á la Audi Q7
> oder BMW X5 fährt in meinem Umfeld keiner.


In meinem schon. Deshalb war ich ja so erstaunt, dass so riesige Autos
kaum Platz für das Gepäck von vier Personen haben.

> Dafür sind Kompakt-SUVs wie z. B. Opel Mokka (basiert auf dem Corsa)
> oder Skoda Yeti (basiert auf dem Golf) hier sehr verbreitet Und diese
> Autos haben ihre Berechtigung, selbst wenn man keinen Geländewagen
> braucht, z. B. bieten sie einen bequemen Einstieg durch die hohe
> Sitzposition und viel Kopffreiheit für alle Mitfahrer, also auch die
> auf der Rückbank.


Also nichts, was ein Van nicht auch böte. Allerdings ist ein Van etwas
leichter, nutzt den Platz besser aus und hat außerdem keine in
Kinderkopfhöhe hochgezogene Front.

Dennoch wäre es für die meisten besser, wenn viele Mokka oder T-Roc
führen als Q7 oder X6.

>> In der Stadt gibt es nämlich kein Gelände und für ihre Größe haben
>> SUV recht wenig Platz.


> Ein Mokka oder ein Yeti braucht nicht mehr Platz als ein Golf. Und
> die SUVs, die wirklich mehr Platz brauchen, sind vergleichsweise
> selten. Im Wesentlichen sind das Oberklasse-SUVs, und die kommen
> schon preislich für die meisten Käufer nicht in Frage.


Die meisten sind irgendwann gebraucht für 5000.- ? - 10.000.- ? zu haben
und fahren weiterhin herum.

> Was das Gelände betrifft: Allradantrieb hat auch auf asphaltierten
> Straßen Vorteile, z. B. im Winter oder beim Ziehen eines Anhängers.
> Ja ich weiß, es gibt auch "normale" PKW mit Allradantrieb. BTW: nicht
> jedes Auto, das aussieht wie ein SUV, hat auch Allradantrieb. Der
> Yeti meines Nachbarn hat beispielsweise nur Frontantrieb.


Ich denke, die meisten SUV haben keinen Allradantrieb. Der kostet
nämlich Verbrauch.

Meinen Dacia Duster würde ich allerdings trotzdem damit bestellen.
Nämlich wegen des Winters, wegen des Wildcampings im Bergischen Land und
weil ich sonst überhaupt keinen SUV bräuchte.

FW
F. W. (11.09.2019, 10:14)
On 11.09.19 01:15, Martin Gerdes wrote:

>> Das deutsche Auto steht im Schnitt achtzehn Stunden pro Tag herum.


> Das glaube ich nicht. Das hieße ja, daß das deutsche Auto im Schnitt
> sechs Stunden pro Tag herumführe. Unrealistisch. Hättest Du
> geschrieben: "Das deutsche Auto steht im Schnitt dreiundzwanzig
> Stunden pro Tag herum", das hätte ich geglaubt.


Denke an die Vertreter und Lieferanten.

>> Die allermeisten Fahrten liegen unter 8 km und die
>> durchschnittliche jährliche Fahrleistung liegt bei 12.000 km.


> Eben, eben. Und wenn man das durch die oben genannten 6 Stunden mal
> 365 Tagen gleich etwa 2200 Stunden im Jahr dividiert, kommt man auf
> eine Fußgängergeschwindigkeit von gerade mal 5,5 km/h.


Tja...

>> Es mag sein, dass niemand eAutos braucht, die 200 km reichen
>> (gerade die Untergrenze). Es mag aber auch sein, dass die Deutschen
>> nicht wirklich wissen, was sie brauchen.


> Es heißt doch, daß der Markt alles regele. Wenn das stimmt, wissen
> die Deutschen sehr genau, was sie wollen, nämlich vorzugsweise
> _s_tadtverkehr_u_ngeeignete _V_ehikel sowie Biosprit, der allerdings
> nicht teurer sein darf als 1,50 Euro/l. So stand es neulich in der
> Zeitung.


Einige behaupten, der Markt regele alles. Andere glauben das schon
deshalb nicht, weil es den Staat gibt.


> Hast Du Deinen Akku schon beim Guiness-Buch angemeldet?


Es ging um die Frage, ob ein Akku auch nach langer Zeit noch hält. Nach
meiner Erfahrung: JA.

FW
Michael Landenberger (11.09.2019, 12:56)
"F. W." schrieb am 11.09.2019 um 08:15:28:

> On 10.09.19 09:14, Michael Landenberger wrote:


>> Mein Auto fährt 14.000 km im Jahr. Davon legt es ungefähr die Hälfte
>> (!) auf Langstrecken > 200 km zurück.


> Also bist Du kein Durchschnitt und fällst in dieser Diskussion hinten weg.


Ich bin um gerade mal 2.000 km vom Durchschnitt entfernt. Und zum
durchschnittlichen Langstrecken-Anteil hast du nichts geschrieben. Vielleicht
ist meiner auch nur Durchschnitt? Woher weißt du, wie sich die 12.000
Durchschnitts-km bei all den anderen Autofahrern zusammensetzen?

>> Ich kenne einige SUV-Fahrer, die triftige Gründe für den Kauf eines
>> SUVs hatten.


> Welche denn?


Beispielsweise Anhänger ziehen. Oder die bereits erwähnten Vorteile
"bequemerer Einstieg, mehr Kopffreiheit". Einige mir bekannte SUV-Fahrer sind
auch Architekten oder Bauunternehmer. Die wären ohne SUV aufgeschmissen.

> Geländegängigkeit? Sind die meisten nicht.


Die nicht geländegängigen SUVs sind in aller Regel klein. Dickschiffe wie
Cayenne, Q7 & Co. sind serienmäßig geländegängig. Beispiel gefällig?
<https://www.youtube.com/watch?v=SHdEoqW2x6w> Und natürlich ist auch der
Inbegriff eines SUV, nämlich der auch nicht gerade winzige Range Rover, voll
geländetauglich.

> Allrad-Antrieb? Gibt es für viele nicht mal als Extra.


Dito. Die Großen haben alle Allrad serienmäßig.

> Platz? Haben sie im Vergleich zu ihrer Größe nicht viel.
> Wohnwagen? Geht auch mit Kombis (werden außerdem immer weniger).


Seit ich einen Van habe, will ich keinen Kombi mehr. Nicht nur die
Kopffreiheit, sondern auch die Höhe des Laderaums waren mir schon oft von
Nutzen.

> Hohes Sitzen? Geht auch im Van.


Den wiederum gibt's nicht mit Allradantrieb. Mir ist jedenfalls keiner
bekannt.

> Welches Argument spricht denn für einen SUV?


Frag Architekten, Bauunternehmer, Boots- oder Pferdebesitzer.

> Ich hatte mir auch einen Karoq angesehen und ähnliche. Ein triftiges
> Argument für die massiv erhöhten Kosten pro Auto habe ich allerdings
> nicht gefunden.


Dann gehörst du halt nicht zu denen, die ein SUV brauchen. Ich habe ja auch
nicht behauptet, dass jeder SUV-Fahrer wirklich eins braucht. Allerdings bist
du auch kein Maßstab für die, die ein SUV fahren, weil sie es brauchen. Das
eine schließt das andere ja nicht aus.

>> Natürlich gibt es auch welche, die ein SUV fahren, ohne es wirklich
>> zu brauchen. So gut wie allen ist aber gemeinsam, dass ihre SUVs
>> nicht größer sind als Mittelklassewagen. Ein Dickschiff á la Audi Q7
>> oder BMW X5 fährt in meinem Umfeld keiner.


> In meinem schon.


Mag ja sein. Die Dickschiffe sind aber in der Minderheit. Schau einfach in die
Zulassungszahlen, dann weißt du es. Die tatsächlichen Bestseller unter den
SUVs sind erheblich kleiner und heißen z. B. Tiguan, Capture oder Mokka.

>> Dafür sind Kompakt-SUVs wie z. B. Opel Mokka (basiert auf dem Corsa)
>> oder Skoda Yeti (basiert auf dem Golf) hier sehr verbreitet Und diese
>> Autos haben ihre Berechtigung, selbst wenn man keinen Geländewagen
>> braucht, z. B. bieten sie einen bequemen Einstieg durch die hohe
>> Sitzposition und viel Kopffreiheit für alle Mitfahrer, also auch die
>> auf der Rückbank.


> Also nichts, was ein Van nicht auch böte.


Gegenüber den oben genannten SUVs braucht ein Van aber nicht weniger Platz, er
ist nicht weniger schädlich fürs Klima und es geht von ihm auch nicht weniger
Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer aus. Umgekehrt ist das mangelnde
Platzangebot bei SUVs allenfalls ein Nachteil für seinen Besitzer, aber nicht
für andere.

> Allerdings ist ein Van etwas
> leichter, nutzt den Platz besser aus und hat außerdem keine in
> Kinderkopfhöhe hochgezogene Front.


Auch beim Opel Mokka ist die Front allenfalls für kleinere Kinder in
Kinderkopfhöhe. Kleinere Kinder sind aber auch durch "normale" Autos
gefährdet.

> Dennoch wäre es für die meisten besser, wenn viele Mokka oder T-Roc
> führen als Q7 oder X6.


Ich schaue bei solchen Dickschiffen immer nach, ob das Teil eine
Anhängerkupplung hat. Wenn ja, unterstelle ich ihm erstmal, dass es aus einem
triftigen Grund angeschafft wurde. Fehlt die Anhängerkupplung dagegen, erlaube
ich mir ohne Nachfragen beim Besitzer erstmal gar kein Urteil.

Was mir tatsächlich auf den Zeiger geht, sind Riesen-SUVs mit
Übermotorisierung wie z. B. die M-Serie bei BMW, die S-Reihe bei Audi oder die
AMG-Modelle bei Mercedes. Sowas braucht wirklich kein Mensch. Die
Serien-Motorisierung der entsprechenden Fahrzeuge ist mehr als ausreichend.
Wer einen AMG G63 oder einen Audi SQ7 fährt, bringt damit deutlich zum
Ausdruck, dass ihm das Klima und seine Mitmenschen egal sind.

> Ich denke, die meisten SUV haben keinen Allradantrieb. Der kostet
> nämlich Verbrauch.


Korrekt. Aber du hörst ja nicht auf, diese zahlreichen, aber vergleichsweise
harmlosen Fahrzeuge mit den wesentlich selteneren echten Dickschiffen in einen
Topf zu werfen.

> Meinen Dacia Duster würde ich allerdings trotzdem damit bestellen.
> Nämlich wegen des Winters, wegen des Wildcampings im Bergischen Land und
> weil ich sonst überhaupt keinen SUV bräuchte.


Siehste, du bist selbst einer, der die Vorzüge eines SUVs zu schätzen weiß.
Warum fragst du dann noch so naiv nach triftigen Gründen für ein SUV?

Gruß

Michael
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