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Markus Luft (05.02.2019, 17:09)
Moinsen,

ich möchte hier einen ersten Erfahrungsbericht mit der vernetzten
Katzenklappe Connect¹ von Sure Petcare absondern.
Aus gegebenen Anlass, auf den ich hier nicht näher eingehen möchte,
brauchte ich etwas mehr Kontrolle über Maya, aber ansonsten hätte ich
mir das auch so manchmal gewünscht. Normalerweise ist Maya morgens da,
wenn ich aufstehe, aber manchmal ist sie eben noch noch nicht von ihrem
Streifzug zurück und wenn ich dann aus dem Haus muß, dann mache ich mir
den ganzen Tag dann doch Sorgen. Damit ist jetzt Schluß.

Die obige Katzenklappe paßt in die Ausschnitte für die nicht vernetzte
Variante, es gibt noch eine größere Haustierklappe für Maine Coon
oder kleine Hunde. Brauche ich aber nicht, insofern mußte ich nur die
alte Klappe abschrauben und durch die vernetzte Variante ersetzen.
Die "Connect" kommt weiterhin mit Batterien als Stromquelle aus.

Die Anbindung der Klappe an das heimische Netzwerk geht über einen
Hub mit Stromanschluß und Netzwerkkabel. Der Hub kann leider kein WLAN
und die Reichweite ist nicht sehr hoch, ähnlich der zu kabellosen
Tatzaturen. Der Hub muß also in der Nähe der Klappe aufgestellt werden
und hat am besten eine direkte Sichtverbindung. Das ist schade, denn
der Hub an sich ist nett, er ist ein stilisierter Katzenkopf mit in
verschiedenen Farben leuchtenden/blinkenden Katzenöhrchen. Er steht
jetzt halt in der Küche auf einem Schrank und ich habe ihn mit meinem
Router über Power-LAN angebunden.

Die Einrichtung des Hubs war wackelig. Es gibt dazu eine IoT-App, aber
man kann auch von jedem Rechner mit Netzwerkzugriff und Browser auf
den IoT-Server zugreifen. Es ist bei der Einrichtung darauf zu achten,
daß man sich im gleichen Netzwerk befindet wie der Router an dem der
Hub angeschlossen ist. Zudem muß man auf ein Knöpfchen am Hub drücken.
Ich habe das also mit meinem Smartphone über die kostenlose App
gemacht, dabei war das Handy mittels WLAN mit meinem Router
angebunden, also nicht per Mobilfunk.
Das klappte beim ersten Mal, warum auch immer, nicht. Ich habe
dann einfach eine zweite Email-Adresse zur Registrierung benutzt und
es klappte dann.

Nach der Einrichtung des Hubs kann man sich mittels Browser oder
Handy-App mit email und Passwort am IoT-Server anmelden. Die App kann
zusätzlich Push-Nachrichten empfangen auch wenn die Oberfläche der App
gerade nicht läuft. Man bekommt dann eine Notification aufs Smartphone
und außerdem macht das Handy "Miau". Eigentlich ganz süß gemacht.
Es kann aber vorkommen, daß die Push-Nachrichten² nicht mehr kommen.
Das soll ein Zertifikatsproblem sein. Man soll sich dann in der App
abmelden, das Handy neustarten, die App deinstallieren und erneut
installieren.

Über die Anwendung läßt sich die Klappe auch steuern. Man kann sie
verschließen oder öffnen, es gibt eine statistische Auswertung über die
Ausgangszeiten und wenn die Katze das Haus nicht über die Klappe
betritt oder verläßt, kann man den Aufenthaltsort manuell berichtigen.
Die Klappe selbst kann ja nicht wissen, daß die Katze z.B. übers
Fenster raus ist oder das Haus mit dem Halter betreten hat.
Man kann auch Fremde dem Haushalt beitreten lassen, also z.B. den
Catsitter.
Witzig finde ich, daß die Klappe auch registriert, daß die Katze nur
durchgesehen hat, aber nicht durch gegangen ist. So sehe ich, daß Maya
oft lange vor der Katze rumsitzt, sich aber wegen des Wetters nicht
raus traut und dann doch irgendwann raus geht.
Ich habe übrigens auch immer gedacht, daß Maya schon durch die Klappe
gesehen hat, wenn sie mir draußen entgegenkommt, wenn ich gerade nur
in die Nähe des Hauses komme. Dem ist nicht unbedingt so. Die hört
mich anscheinend auch kommen, wenn sie gerade nicht vor der Klappe
sitzt.

Fazit ist für mich, daß es hier und dort noch hakelt, manche
Konfigurationsmöglichkeiten fehlen, aber das dies wohl noch wird.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein GSM/GPS-Modul in Tierchip-Größe
und der Katzenhalter ist so einige Sorgen los oder bekommt neue, weil
er dann weiß, wo sich seine Katze so rumtreibt. Ich möchte es
vielleicht lieber gar nicht so genau wissen.

BTW: beim nicht vernetzten Modell ist mir schon aufgefallen, daß die
Bürstendichtungen an der Klappe nicht gut befestigt sind. Die
hatten sich gelöst, verlemmt und Maya kam nur mit äußerster Gewalt
wieder rein. Bei der neuen Klappe habe ich die gleich mit
Sekundenkleber an den Ecken zusätzlich verklebt. Mal sehen, ob
das jetzt dauerhaft hält.

¹ <https://www.surepetcare.com/de-de/haustierklappen/mikrochip-katzenklappe-connect>
² <https://sureflapsupport.force.com/support/s/article/IOS-Push-Notification-Issue?language=en_US>
Jux und Tollerei (05.02.2019, 19:17)
Ich dachte, ne Katzenklappe sei sowas wie ne Babyklappe, also ne
Klappe am Tierheim wo man anonym in Sekunden sein Vieh loswird.
Peter & Helga Meier (17.02.2019, 10:14)
Am 05.02.2019 um 18:17 schrieb Jux und Tollerei:
> Ich dachte, ne Katzenklappe sei sowas wie ne Babyklappe, also ne
> Klappe am Tierheim wo man anonym in Sekunden sein Vieh loswird.


Schön wär's!
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