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klaus.roggendorf051254283 (01.01.2007, 16:52)
Eine Weiterleitung der


Liebe Mitmenschen,

Weihnachten ist vorüber, traditionell gefeiert wie jedes Jahr. Die
Zeit geht weiter, gute Vorsätze zum neuen Jahr werden gefaßt - wie
jedes Jahr. Die Gesellschaft um uns herum aber verändert sich. Die
Globalisierung läßt auch uns nicht unberührt. Menschen aus anderen
Kulturen, mit anderem Glauben kommen zu uns. Das bringt neue
Sichtweisen und Anregungen, aber auch Verunsicherungen und
Konflikte. Leicht können da Gefühle verletzt werden.

Ein Zurückhalten von eigenen Meinungen und Überzeugungen gegenüber
Mitmenschen mit anderem religiösen Hintergrund, wie dies hier und da
schon empfohlen und praktiziert wird, das wäre jedoch eine falsche
Rücksichtnahme. Ja, es wäre Selbstzensur und -unterdrückung, die zu
keinem fruchtbaren und friedlichen Miteinander führt, geschweige
denn zu einer gemeinsamen Weiterentwicklung.

Wahrheitsgemäße Information und ehrliche, konstruktive
Auseinandersetzung ist erforderlich. Ein gut fundierter Glaube kann
bekanntlich durch Hinterfragen nicht erschüttert, sondern eher
gefestigt und sogar erneuert werden. Wichtig dabei ist
grundsätzliches Wohlwollen, Kritikbereitschaft und Ehrlichkeit
zumindest von der religiös etablierten Mehrheit der Bürger.

Jeder, der sich für einen ehrbaren Gläubigen hält - besonders als
Seelsorger - ist aufgerufen, sich selber frühzeitig um die
Glaubwürdigkeit der Wurzeln seines Glaubens zu sorgen, bevor diese -
vielleicht zur unpassenden Zeit - von Historikern begründet in Frage
gestellt wird, was manch einen ehrenhaften, jedoch unzureichend
informierten Gläubigen verunsichern, schmerzen, verärgern und gar
aggressiv machen könnte.

Nicht Tabuisierung, sondern ehrliches Hinterfragen und
gegebenenfalls Erneuern der traditionellen Rückbindungen kann
nachhaltige Sicherheit geben für die noch bevorstehenden
Auseinandersetzungen und möglichen Verständigungen mit anderen
Religionen und Kulturen im Hinblick auf die globale Vision von einer
universalen Religion und humanistischen Kultur.

Eine aktuelle historische Behandlung von Glaubenswurzeln erfolgt in
der 4teiligen ARTE-TV-Sendung 'Die Enthüllung der Bibel' mit den
Themen 'Patriarchen' - 'Exodus' - 'Könige' - 'Das Buch' nach dem
Buch "Keine Posaunen vor Jericho" vom 2. bis 5. Jan. jeweils 18 Uhr.

Am 6. Jan. gibt es bei 3sat-TV einen Thementag 'Im Namen Gottes' von
frühmorgens bis nach Mitternacht mit vielen bedeutenden Themen über
Christentum, Judentum und Islam, z.B. um 22.30 Uhr im Denk-Magazin
DELTA das Thema 'Einer für alle? - Monotheismus und die Vielfalt
religiöser Erfahrung'.

- Alles Gute zum neuen Jahr!
R.K.
Guido Stepken (01.01.2007, 17:10)
klaus.roggendorf051254283 schrieb:

> Wahrheitsgemäße Information und ehrliche, konstruktive
> Auseinandersetzung ist erforderlich. Ein gut fundierter Glaube kann
> bekanntlich durch Hinterfragen nicht erschüttert, sondern eher
> gefestigt und sogar erneuert werden. Wichtig dabei ist
> grundsätzliches Wohlwollen, Kritikbereitschaft und Ehrlichkeit
> zumindest von der religiös etablierten Mehrheit der Bürger.


Glaube basiert auf nichts, außer auf der gemeinschaftlichen Anerkennung
durch eine Gemeinschaft. Auch unser Rechtssystem funktioniert nur
dadurch, daß wir dahingehend erzogen werden, es anzuerkennen.

Hinterfragen von Glauben suggeriert, hier wäre ein Fundament vorhanden,
welches nicht durch Hinterfragen erschüttert werden könne. Nur- allein
schon die Frage: "Wer hat Gott geschaffen" zerlegt alles, festigen tut
sich da garnichts.

Wohlwollen - nunja - Gläubige tun immer so, als würde unsere Welt
zusammenbrechen, wenn nicht an die christlichen Werte gelaubt würde -
Gegenbeispiel - Tiere z.B. Wölfe leben in sehr sozialen Gemeinschaften,
ziehen sogar Menschenkinder mit groß - ich sehe keine Gefahr für unsere
Welt, wenn man allen Hokuspokus, Harry Potter, Pinoccio, Gott, Jesus,
Biene Maja nicht mehr hätte ....

Mit freundlichen Grüßen, Guido Stepken
Kutzki Peter (01.01.2007, 19:50)
Guido Stepken schrieb:
> Hinterfragen von Glauben suggeriert, hier wäre ein Fundament vorhanden,
> welches nicht durch Hinterfragen erschüttert werden könne. Nur- allein
> schon die Frage: "Wer hat Gott geschaffen" zerlegt alles,


Ah was, dei Schmarrn zerlegt nix!

> ... festigen tut sich da garnichts.


Doch, d'Muada und da Vater Gottes, biang des ois wieda hi! Du Säftl.

> Wohlwollen - nunja - Gläubige tun immer so, als würde unsere Welt
> zusammenbrechen, wenn nicht an die christlichen Werte gelaubt würde -


Unser Welt bricht net zam! Weil soiche wia du und deines
gleichen, nia lang d'rauf wart'n miassn, bis da Deifi hoid!

> Gegenbeispiel - Tiere z.B. Wölfe leben in sehr sozialen Gemeinschaften,
> ziehen sogar Menschenkinder mit groß


Ja, und manch oana is scheinbar bei de Aff'n groß woan -
gell ja, ... da Guido-Buali, a so a Gori ;-)

> - ich sehe keine Gefahr für unsere
> Welt, wenn man allen Hokuspokus, Harry Potter, Pinoccio, Gott, Jesus,
> Biene Maja nicht mehr hätte ....


Du kennst dich aus, Stepken!
Die Namenreihe offenbart 99,9% vom Inhalt deines Bücherschrankes und
die Reihenfolge der Literatur klärt über deine Prioritäten auf! :-)

> Mit freundlichen Grüßen,


Warum?

> Guido Stepken


Ja freili, und jetz bist du oana von di liab'n Mitmensch'n
und schleichst di glei wida! San scho gnua Depp'n da!
Felix Mater (01.01.2007, 20:39)
klaus.roggendorf051254283 wrote:

> Eine aktuelle historische Behandlung von Glaubenswurzeln erfolgt in
> der 4teiligen ARTE-TV-Sendung ...


Sach mal, du Schpassvogel, meinst du eigentlich irgendjemand
kann sich sachkundig machen anhand der Glotze?
Für jemand der die Materie beherrscht sind *gute* Sendungen
maximal eine nette Rekapitulation des Stoffs im Normalfall aber
überflüssig. Wer den Stoff nicht beherrscht wird wohl zur
wissenschaftlichen Literatur greifen müssen, und genau *die*
ist hier on topic. Also verschon mich mit deinen blödsinnigen
Exzerpten aus deiner neuesten Fernsehzeitschrift,
Herr Dr. Roggendorf051254283
klaus.roggendorf051254283 (01.01.2007, 21:45)
"Felix Mater" <100.480016> schrieb im Newsbeitrag
news:4470

klaus.roggendorf051254283 wrote:

>> Eine aktuelle historische Behandlung von Glaubenswurzeln erfolgt in
>> der 4teiligen ARTE-TV-Sendung ...


>Sach mal, du Schpassvogel, meinst du eigentlich irgendjemand
>kann sich sachkundig machen anhand der Glotze?


Natürlich, es gibt für die Mehrzahl aller Interessierten auch
im Fernsehen ganz hervorragende und sachverständige Übersichten.
Deren differenzierte Auswahl ist (D)einer bornierten Ignoranz
vorzuziehen und notfalls kann man sie auch abschalten.)

>Für jemand der die Materie beherrscht sind *gute* Sendungen
>maximal eine nette Rekapitulation des Stoffs im Normalfall aber
>überflüssig.


Also bitte, das ist doch schon viel.

>Wer den Stoff nicht beherrscht wird wohl zur
>wissenschaftlichen Literatur greifen müssen, und
>genau *die*ist hier on topic.


Wohlwohl.

Alles ist jetzt scharf auf Deine
- in wenigen Monaten ausgearbeitete-
wissenschaftlich begründete Problemlösung,-)

Wenn Du genau gelesen hättest, dann hättest Du bemerkt,
dass es sich um eine themenvorbereitende Weiterleitung
an "liebe" thematisch interessierte Mitmenschen geht.))

>Also verschon mich mit deinen blödsinnigen
>Exzerpten aus deiner neuesten Fernsehzeitschrift,
> Herr Dr. Roggendorf 051254283


Wie gesagt, Du warst offensichtlich gar nicht angesprochen.))
Und schlaf erst mal Deinen Rausch aus!-)

Alles Gute
Klaus
peter van haag (02.01.2007, 15:15)
"Guido Stepken" <stepken> schrieb im Newsbeitrag
news:7011
>. Nur- allein schon die Frage: "Wer hat Gott geschaffen" zerlegt alles,
>festigen tut sich da garnichts.


Kommt auf die Religion an. Die Gríechen Homers glaubten an Gott, Götter, die
*aus der Zeit kamen* > Zeus war Sohn des Cronos<
schöner kann man's doch gar nicht erklären.

PvH
Winnetou (02.01.2007, 15:36)
Meine lieben Bleichgesichter scheinen sehr, sehr verwirrt. Ich lese
Verwirrung in eurem Auge. Zu viel Feuerwasser zum Jahreswechsel von
Bleichgesichtern? Großer Manitu weiß immer was tun. Die ewigen
Jagdgründe auch gut für weißen Mann. Hugh.
Guido Stepken (02.01.2007, 16:53)
Winnetou schrieb:
> Meine lieben Bleichgesichter scheinen sehr, sehr verwirrt. Ich lese
> Verwirrung in eurem Auge. Zu viel Feuerwasser zum Jahreswechsel von
> Bleichgesichtern? Großer Manitu weiß immer was tun. Die ewigen
> Jagdgründe auch gut für weißen Mann. Hugh.


Weißer Mann sehr verwirrt, glauben Jagdgründe sein virtuelles Internet....

have fun, Guido Stepken
BurkartVenzke (02.01.2007, 18:00)
Guido Stepken schrieb:
> klaus.roggendorf051254283 schrieb:


Ob Glaube nicht erschüttert werden kann, hängt m.E. primär davon ab,
wie tief jemand glaubt und ob er eine Kritik zulässt. (Dabei können
ja Menschen dualistisch einerseits tief glauben, andererseits z.B. aber
als Wissenschaftler anders denken, je nach Situation.)

> Glaube basiert auf nichts, außer auf der gemeinschaftlichen Anerkennung
> durch eine Gemeinschaft.


Es ist die Frage, was man mit Glaube genau meint. Sind z.B.
philosophische Richtungen nicht auch eine Art von Glauben? However, der
Glaube eines Menschen kann sich im Laufe der Zeit ändern, denkbar z.T.
auch durch wissenschaftliche Fakten. (Ich stelle mir gerade vor, dass
wirklich ein Ufo auf der Erde landet :) )

> Auch unser Rechtssystem funktioniert nur
> dadurch, daß wir dahingehend erzogen werden, es anzuerkennen.


Na ja, und dass wir der Ansicht sind, dass Anarchie auch nicht
unbedingt besser ist.
Ansonsten gibt es viele Punkte, die ich (trotz Erziehung) bei unserem
Rechtssystem nicht gut heiße.

> Hinterfragen von Glauben suggeriert, hier wäre ein Fundament vorhanden,
> welches nicht durch Hinterfragen erschüttert werden könne.


Es ist halt die Frage, wie tief jemand glaubt.

> Nur- allein schon die Frage: "Wer hat Gott geschaffen" zerlegt alles, festigen tut
> sich da garnichts.


Wieso? Gott wurde nicht geschaffen, gibt es einfach schon immer oder
gar irgendwie außerhalb unserer Vorstellungsmöglichkeit?

> Wohlwollen - nunja - Gläubige tun immer so, als würde unsere Welt
> zusammenbrechen, wenn nicht an die christlichen Werte gelaubt würde -
> Gegenbeispiel - Tiere z.B. Wölfe leben in sehr sozialen Gemeinschaften,
> ziehen sogar Menschenkinder mit groß - ich sehe keine Gefahr für unsere
> Welt, wenn man allen Hokuspokus, Harry Potter, Pinoccio, Gott, Jesus,
> Biene Maja nicht mehr hätte ....


Stimmt schon, ohne abgrenzende Religionen u.ä. könnte die Welt besser
sein. Ich denke aber schon, dass man ruhig an Dinge glauben darf, auch
wenn sie z.B. nicht unbedingt allgemein anerkannt sind - es festigt
einfach unsere Existenz, insbesonders auch die von Kindern (also nix
Weihnachtsmann verbieten ;) ).

Gruß
Burkart
Guido Stepken (02.01.2007, 18:11)
BurkartVenzke schrieb:

> Ob Glaube nicht erschüttert werden kann, hängt m.E. primär davon ab,
> wie tief jemand glaubt und ob er eine Kritik zulässt. (Dabei können
> ja Menschen dualistisch einerseits tief glauben, andererseits z.B. aber
> als Wissenschaftler anders denken, je nach Situation.)


Ups. Das Kausalitätsprinzip (Ursache - Wirkung) ist aber tief im
religiösen Weltbild eingeflochten. Gott als erster Beweger .... Es ist
einfach falsch.

Warum ist die Pflanze eingegangen? Weil der Papst sie nicht gegossen hat!

> Es ist die Frage, was man mit Glaube genau meint. Sind z.B.
> philosophische Richtungen nicht auch eine Art von Glauben? However, der
> Glaube eines Menschen kann sich im Laufe der Zeit ändern, denkbar z.T.
> auch durch wissenschaftliche Fakten. (Ich stelle mir gerade vor, dass
> wirklich ein Ufo auf der Erde landet :) )


Philosophie ist ein kollektiver Prozess, an dem man teilnehmen kann, der
die impliziten Logiken der Begrifflichkeiten analysiert und
gegeneinander abwägt, Bedeutungen relativ ermittelt und ggf. verschiebt,
Anschauungen auf Kollisionen oder Widersprüche untersucht...

>> Auch unser Rechtssystem funktioniert nur
>> dadurch, daß wir dahingehend erzogen werden, es anzuerkennen.

> Na ja, und dass wir der Ansicht sind, dass Anarchie auch nicht
> unbedingt besser ist.


Alle Tiere leben untereinander in Rudeln ohne Rechtssystem und
prosperieren. Es hat auch bei Menschen Zeiten ohne Schrift gegeben.
Tschingis Khan hat z.B. Schrift und ein Rechtssystem eingeführt, um für
Stabiliät, Verläßtlichkeit und Vertrauen zu sorgen, ebenso Napoleon.

> Ansonsten gibt es viele Punkte, die ich (trotz Erziehung) bei unserem
> Rechtssystem nicht gut heiße.


Dafür sind es "Systeme".

>> Hinterfragen von Glauben suggeriert, hier wäre ein Fundament vorhanden,
>> welches nicht durch Hinterfragen erschüttert werden könne.

> Es ist halt die Frage, wie tief jemand glaubt.


Ich glaube dann wohl sehr "hoch".

> Wieso? Gott wurde nicht geschaffen, gibt es einfach schon immer oder
> gar irgendwie außerhalb unserer Vorstellungsmöglichkeit?
> Stimmt schon, ohne abgrenzende Religionen u.ä. könnte die Welt besser
> sein. Ich denke aber schon, dass man ruhig an Dinge glauben darf, auch
> wenn sie z.B. nicht unbedingt allgemein anerkannt sind - es festigt
> einfach unsere Existenz, insbesonders auch die von Kindern (also nix
> Weihnachtsmann verbieten ;) ).


Hirn festigen kann man auch mit anderen Dingen, die
wirklichkeitsgerechter und faktizitätstreuer sind ....

> Gruß
> Burkart


Grüße, Guido Stepken
I&O Roeschke (02.01.2007, 18:22)
"Guido Stepken" schrieb:

> Alle Tiere leben untereinander in Rudeln ......


Schon mal ein Rudel Schmetterlinge beobachtet?

> Grüße, Guido Stepken


dito,

Otto
Guido Stepken (02.01.2007, 18:34)
I&O Roeschke schrieb:
> "Guido Stepken" schrieb:
>> Alle Tiere leben untereinander in Rudeln ......

> Schon mal ein Rudel Schmetterlinge beobachtet?
>> Grüße, Guido Stepken

> dito,
> Otto Sorry, meinte die "höheren" Lebewesen ....


Guido
I&O Roeschke (02.01.2007, 19:08)
"Guido Stepken" schrieb:

> Sorry, meinte die "höheren" Lebewesen ....


Die Giraffen? :-)

Aber im Ernst: Wenn man Fachtermini verwendet,
sollte man deren Bedeutung kennen.
Nicht jede Vergesellschaftungsform bei Tieren ist ein
Rudel. Da gibts offene anonyme Verbände, offene
nichtanonyme Verbände, geschlossene anonyme.....etc.
Ein *Rudel* ist ein geschlossener individualisierter Verband
mit gegenseitiger Verständigung (!) der Individuen.

Deine Aussage war also in der generalisierenden Form ein
Rohrkrepierer.

Gruß,

Otto
Guido Stepken (02.01.2007, 23:08)
I&O Roeschke schrieb:
[..]
> mit gegenseitiger Verständigung (!) der Individuen.
> Deine Aussage war also in der generalisierenden Form ein
> Rohrkrepierer.


Ich habe gedacht, Metabasie, Nominalisierungen, Kategorienfehler wären
hier üblich.... wollte mich nur anpassen ...

> Gruß,
> Otto


have fun, Guido Stepken
BurkartVenzke (02.01.2007, 23:11)
Guido Stepken schrieb:
> BurkartVenzke schrieb:
> Ups. Das Kausalitätsprinzip (Ursache - Wirkung) ist aber tief im
> religiösen Weltbild eingeflochten.


Hm, ich vermute, das gehört schon zu deiner (folgenden) Ironie?

> Gott als erster Beweger .... Es ist einfach falsch.


Tja, wer weiß. Da keiner die allerersten Bruchteile von Sekunden nach
dem Urknall genau kennt... und was davor, wenn es denn so etwas gibt...

Versteh' mich nicht falsch: Ich bin Agnostiker, also nicht gerade
religiös, aber beweisen, dass (ein) Gott nicht erster Beweger ist,
kann niemand.

> Warum ist die Pflanze eingegangen? Weil der Papst sie nicht gegossen hat!


Genau, er hat sowieso an allem Schuld ;)

> Philosophie ist ein kollektiver Prozess, an dem man teilnehmen kann, der
> die impliziten Logiken der Begrifflichkeiten analysiert und
> gegeneinander abwägt, Bedeutungen relativ ermittelt und ggf. verschiebt,
> Anschauungen auf Kollisionen oder Widersprüche untersucht...


Kein Widerspruch. Nur wenn ich die unterschiedlichen, sich z.T.
widersprechenden philosophischen Richtungen sehe, scheint mir doch ein
gewisser Glaube zu einer oder anderen dazuzugehören, oder wie siehst
du das?

> >> Auch unser Rechtssystem funktioniert nur
> >> dadurch, daß wir dahingehend erzogen werden, es anzuerkennen.

> > Na ja, und dass wir der Ansicht sind, dass Anarchie auch nicht
> > unbedingt besser ist.

> Alle Tiere leben untereinander in Rudeln ohne Rechtssystem und
> prosperieren.


Klar, schriftlich festgelegt haben sie m.E. noch keins ;) Aber immerhin
kennen sie eine Hackordnung, das Recht des Stärkeren u.ä.

> Es hat auch bei Menschen Zeiten ohne Schrift gegeben.
> Tschingis Khan hat z.B. Schrift und ein Rechtssystem eingeführt, um für
> Stabiliät, Verläßtlichkeit und Vertrauen zu sorgen, ebenso Napoleon.


Glaub ich gerne. Es wäre mal interessant, was als das älteste,
anerkannte Rechtssystem gilt und was im Tierbereich dem am nächsten
kommt bzw. überhaupt am weitesten entwickelt ist.

> > Ansonsten gibt es viele Punkte, die ich (trotz Erziehung) bei unserem
> > Rechtssystem nicht gut heiße.

> Dafür sind es "Systeme".


Schon klar, Systeme, also Regeln von Regeln haben Schwachpunkte in
(eigentlich) berechtigten Ausnahmen.

> >> Hinterfragen von Glauben suggeriert, hier wäre ein Fundament vorhanden,
> >> welches nicht durch Hinterfragen erschüttert werden könne.

> > Es ist halt die Frage, wie tief jemand glaubt.

> Ich glaube dann wohl sehr "hoch".


Von mir aus auch "hoch"...

> Hirn festigen kann man auch mit anderen Dingen, die
> wirklichkeitsgerechter und faktizitätstreuer sind ....


Na ja, wenn das immer so einfach wäre. Ist es nicht letztlich auch ein
Glaube, welche Partie "die beste" ist? Viel Spaß beim Suchen nach
Wirklichkeitsgerechtigkeit :)

Gruß
Burkart

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