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Florian Weimer (19.03.2020, 19:25)
Was kann man da nehmen? WLAN brauche ich nicht.

Mir wäre es am liebsten, wenn ich auf dem angeschlossenen Rechner
einen pppoe-Dämon laufen lassen kann, damit das NAT von Linux gemacht
wird und ggf. umgangen werden kann.

Ich benötige statische IPv4- und IPv6-Adressen (das, was von der
Telekom angeboten wird). Ich hoffe, daß man dafür keine
Telekom-Hardware braucht.
Georg Schwarz (19.03.2020, 21:35)
Florian Weimer <fw> wrote:

> Was kann man da nehmen? WLAN brauche ich nicht.
> Mir wäre es am liebsten, wenn ich auf dem angeschlossenen Rechner
> einen pppoe-Dämon laufen lassen kann, damit das NAT von Linux gemacht
> wird und ggf. umgangen werden kann.
> Ich benötige statische IPv4- und IPv6-Adressen (das, was von der
> Telekom angeboten wird). Ich hoffe, daß man dafür keine
> Telekom-Hardware braucht.


die statischen Adressen haben nichts mit der Hardware zu tun.
Was für ein Modem genutzt werden kann, hängt vom Anschluss ab, grob
gesagt von dessen Bandbreite.
Bei der Telekom gibt es keinen Modem-/Routerzwang. Man kann jedes Modem
verwenden, das für die Spezifikationen des Anschlusses passt.
Man kann auch ein reines Mofdem verwenden und darüber pppoe machen, wenn
man ein passendes findet (sind eher selten heutzutage, besondern falls
man VDSL hat) und ggfs. mit dem VLAN-Tagging hinkommt.
Andreas Hartmann (20.03.2020, 08:15)
On 19.03.20 at 18:25 Florian Weimer wrote:
> Was kann man da nehmen? WLAN brauche ich nicht.
> Mir wäre es am liebsten, wenn ich auf dem angeschlossenen Rechner
> einen pppoe-Dämon laufen lassen kann, damit das NAT von Linux gemacht
> wird und ggf. umgangen werden kann.


Die typische Anforderung an ein Modem. Wie Georg schon gesagt hat- mit der Telekom
kein Problem umzusetzen.

> Ich benötige statische IPv4- und IPv6-Adressen (das, was von der
> Telekom angeboten wird). Ich hoffe, daß man dafür keine
> Telekom-Hardware braucht.


Reine Modems wirst Du kaum finden. Trotzdem würde ich Dir zu Telekomdevices raten,
weil die in der Regel einfach die am besten optimierte Schnittstelle zu ihren
DSLAMs haben (-> passende DSL-Treiber - gerade hinsichtlich Stabilität).

Konkrete Beispiele:
Zyxel VMG1312-B30A:
- Vectoring bis Profil 17 / 100 MBit (bez. auf Telekom)
- Mit Telekomfirmware hoch stabil an kritischer Leitung
- sehr gute Managebarkeit auch via CLI im Modembetrieb
- Broadcom Chipsatz
- Wurde von der Telekom als Business Device behandelt
- geringer Stromverbrauch Modemmodus (ca. 5 Watt)
- Fast ethernet Schnittstelle - daher selbst bei 100 MBit-Betrieb Einschränkungen
wg. pppoe/VLAN Overhead.
- heute keine Empfehlung mehr / sollte Supervectoring sein

Speedport Smart 2
- SuperVectoring Profil 35 / 250 MBit (bez. auf Telekom)
- bisher hoch stabil hier an kritischer 250 MBit Leitung (225 MBit Sync)
- sehr schlechte Managebarkeit im Modembetrieb
- Broadcom Chipsatz
- geringer Stromverbrauch Modemmodus (ca. 6 Watt)

Speedport Smart 3
- SuperVectoring Profil 35 / 250 MBit (bez. auf Telekom)
- sehr schlechte Managebarkeit im Modembetrieb
- Intel Chipsatz
- Stromverbrauch: ?

Draytek Vigor 165
- SuperVectoring Profil 35 / 250 MBit (bez. auf Telekom)
- sehr gute Managebarkeit auch im Modembetrieb
- Intel Chipsatz
- Konfiguration [1]
- Technisches [2]
- Stromverbrauch Modemmodus: ?

Zyxel VMG8823
- SuperVectoring Profil 35 / 250 MBit (bez. auf Telekom)
- sehr gute Managebarkeit? (keine eigene Erfahrung)
- in D eher schlecht zu bekommen
- Weitere Infos [3]
- Stromverbrauch Modemmodus: ?

Digitalisierungsbox BASIC [4]
- SuperVectoring Profil 35 / 250 MBit (bez. auf Telekom)
- Broadcom Chipsatz
- Telekom-Firmware
- Intel Chipsatz
- Managebarkeit im Modembetrieb: mir unbekannt
- Zyxel-Device [5]
- Stromverbrauch Modemmodus: ?

Hoffe, das hilft Dir etwas. Wenn es auf Managebarkeit ankommt, würde ich
wahrscheinlich zunächst die Digitalisierungsbox Basic hinsichtlich Managebarkeit
im Modemmodus analysieren. Lt. einem Youtube-Video ist das Device nach Umschalten
zumindest nach wie vor mit der Standard-IP 192.168.2.1 erreichbar, welche auch
frei abweichend konfigurierbar sein soll - spricht also dafür, dass das Teil auch
nach Umschalten ordentlich managebar sein sollte.
Falls diese nicht gegeben sein sollte, den Draytek Vigor 165 testen (bitte nicht
den 130 - der hat so seine Probleme mit Telekom-Leitungen - hat hier ziemlich
viele Fehler produziert - sollte man sich in Zeiten von DLM verkneifen).

Ich würde im Modemmodus immer eine Box der Telekom verwenden, da man in diesem
Fall davon ausgehen kann, dass sie optimal auf ihre DSL-Technik abgestimmt ist.
Die weitere Funktionalität der Box ist in diesem Fall ja völlig irrelevant, weil
diese sowieso nicht genutzt wird. Die einzigen beiden Anforderungen an die Box im
Modemmodus: Stabile DSL-Verbindung und ordentliche Remotemanagebarkeit (nicht nur)
hinsichtlich DSL-Parameter (falls es zu Problemen kommen sollte).

Gruß
Andreas

[1]
[2]
[3]
[4]

[5]
Florian Weimer (20.03.2020, 16:24)
* Andreas Hartmann:

> Ich würde im Modemmodus immer eine Box der Telekom verwenden, da man
> in diesem Fall davon ausgehen kann, dass sie optimal auf ihre
> DSL-Technik abgestimmt ist.


Danke, guter Punkt. Für die Digitalisierungsbox BASIC ist immerhin der
Modem-Modus im Handbuch erwähnt. (Ich hatte zunächst ins falsche
Handbuch geschaut.)

Die nächste Frage ist, ob ich hier überhaupt VDSL bekomme, oder ob das
Produkt auch nur wieder ADSL mit 16 Mbps/2.4 Mbps ist. Die Links zu
dem Produktinformationsblatt funktionieren leider nicht. (Die Anbieter
tun so, ob die Pflichtangaben nur für Verbraucher erforderlich wären,
aber das stimmt nur halb, wenn ich die Verordnung richtig verstehe.)

> Die weitere Funktionalität der Box ist in diesem Fall ja völlig
> irrelevant, weil diese sowieso nicht genutzt wird. Die einzigen
> beiden Anforderungen an die Box im Modemmodus: Stabile
> DSL-Verbindung und ordentliche Remotemanagebarkeit (nicht nur)
> hinsichtlich DSL-Parameter (falls es zu Problemen kommen sollte).


Ja, ich kenne das noch von früher, als es sinnvoll war, alle paar Tage
die DSL-Verbindung neu aushandeln zu lassen, um irgend einen DSLAM-Bug
zu umschiffen. Auf der anderen Seite dient das ganze nur zum Backup,
ist also nicht *so* kritisch, wenn es ab und zu einen manuellen
Eingriff erfordert.
Thomas Einzel (21.03.2020, 00:12)
Am 20.03.2020 um 15:24 schrieb Florian Weimer:
> * Andreas Hartmann:
> Danke, guter Punkt. Für die Digitalisierungsbox BASIC ist immerhin der
> Modem-Modus im Handbuch erwähnt. (Ich hatte zunächst ins falsche
> Handbuch geschaut.)
> Die nächste Frage ist, ob ich hier überhaupt VDSL bekomme, oder ob das
> Produkt auch nur wieder ADSL mit 16 Mbps/2.4 Mbps ist. Die Links zu
> dem Produktinformationsblatt funktionieren leider nicht. (Die Anbieter
> tun so, ob die Pflichtangaben nur für Verbraucher erforderlich wären,
> aber das stimmt nur halb, wenn ich die Verordnung richtig verstehe.)


Ach es geht nur um übersichtliche Datenübertragungsraten? Warum auch
immer Leute Fritzboxen verfluchen, nach meiner Erfahrung sind sie
Speedports und Digitalisierungsboxen wegen guter Wartung und
Funktionalität stets vorzuziehen - ähnlichen soll auch schon so manch
Telekom-Hotliner oder -Techniker gemurmelt haben.

Im SOHO und Kleinfirmenumfeld würde ich auch mal zu Lancom schauen, gibt
es _auch_ über die Telekom.

Reine DSL Modems sind so gut wie ausgestorben, ein für
Rest-Anforderungen passender Router würde _ich_ eher in Erwägung ziehen
als "ich will aber PPPoE unbedingt mit dem PC machen". Nein, ich will
niemandem versuchen etwas vorzuschreiben.
Georg Schwarz (21.03.2020, 18:12)
Florian Weimer <fw> wrote:

> Die nächste Frage ist, ob ich hier überhaupt VDSL bekomme, oder ob das
> Produkt auch nur wieder ADSL mit 16 Mbps/2.4 Mbps ist


welches Produkt (mit welcher Nominalgeschwindigkeit) wird denn bestellt?
Wenn das Produkt "max. 16000 kbps" oder sowas sagt, ist es ADSL2+
Annex-J, wenn es mehr angibt, VDSL (was je nach lokalem ausbau inkl.
Vectoring bedeutet).
Florian Weimer (21.03.2020, 18:55)
* Georg Schwarz:

> Florian Weimer <fw> wrote:
> welches Produkt (mit welcher Nominalgeschwindigkeit) wird denn bestellt?
> Wenn das Produkt "max. 16000 kbps" oder sowas sagt, ist es ADSL2+
> Annex-J, wenn es mehr angibt, VDSL (was je nach lokalem ausbau inkl.
> Vectoring bedeutet).


Das Produkt heißt »DeutschlandLAN IP Voice/ Data S Premium«, beworben
mit maximal 100 Mbps/40 Mbps Bandbreite. In der »Leistungsbeschreibung
DeutschlandLAN IP Voice/Data und DeutschlandLAN IP Voice/Data Premium«
taucht dieses Produkt nicht auf.
Daniel Weber (21.03.2020, 19:35)
Am 21.03.2020 um 17:55 schrieb Florian Weimer:
> Das Produkt heißt »DeutschlandLAN IP Voice/ Data S Premium«, beworben
> mit maximal 100 Mbps/40 Mbps Bandbreite.


Das wäre dann Vectoring-VDSL. Für 10 EUR mehr kann man auf bis zu 250
MBit/s Downstream upgraden, das wäre dann Supervectoring-VDSL.

Ciao
Daniel
Florian Weimer (21.03.2020, 19:46)
* Daniel Weber:

> Am 21.03.2020 um 17:55 schrieb Florian Weimer:
>> Das Produkt heißt »DeutschlandLAN IP Voice/ Data S Premium«, beworben
>> mit maximal 100 Mbps/40 Mbps Bandbreite.

> Das wäre dann Vectoring-VDSL. Für 10 EUR mehr kann man auf bis zu 250
> MBit/s Downstream upgraden, das wäre dann Supervectoring-VDSL.


Klar kann ich mehr bezahlen. Die Frage ist, ob ich tatsächlich auch
mehr Leistung bekomme. Hier gab es bis vor kurzem nur VDSL von
Telekom-Wiederverkäufern mit 17 Mbps/2.8 Mbps, weswegen ich ein
bißchen skeptisch bin und gerne vor der Auftragserteilung das
Produktinformationsblatt mit der Minimalbandbreite sehen würde.
Daniel Weber (21.03.2020, 20:50)
Am 21.03.2020 um 18:46 schrieb Florian Weimer:
> * Daniel Weber:
> Klar kann ich mehr bezahlen. Die Frage ist, ob ich tatsächlich auch
> mehr Leistung bekomme. Hier gab es bis vor kurzem nur VDSL von
> Telekom-Wiederverkäufern mit 17 Mbps/2.8 Mbps, weswegen ich ein
> bißchen skeptisch bin und gerne vor der Auftragserteilung das
> Produktinformationsblatt mit der Minimalbandbreite sehen würde.


Ich habe zumindest die Leistungsbeschreibung gefunden, die auch Angaben
zur Minimaldatenrate enthält:


Die Verfügbarkeitsprüfung der Telekom ist eher konservativ, d.h. es ist
unwahrscheinlich, dass sie Dir 100/40 versprechen aber dann nur 17/2,8
leifern können. Die plötzliche Steigerung kommt vermutlich daher, dass
Dein Nahbereich (wie auch meiner) im Rahmen des Ausbaus der Tranche 3
jetzt endlich mit (Super)Vectoring erschlossen wurde.

Ciao
Daniel
Florian Weimer (21.03.2020, 20:56)
* Daniel Weber:

> Am 21.03.2020 um 18:46 schrieb Florian Weimer:
> Ich habe zumindest die Leistungsbeschreibung gefunden, die auch Angaben
> zur Minimaldatenrate enthält:
>


Dort sind die 100er-Produkte nicht aufgeführt, wenn ich das richtig
sehe, d.h. ich kann dem keine Minimalbandbreite entnehmen.

> Die Verfügbarkeitsprüfung der Telekom ist eher konservativ, d.h. es ist
> unwahrscheinlich, dass sie Dir 100/40 versprechen aber dann nur 17/2,8
> leifern können. Die plötzliche Steigerung kommt vermutlich daher, dass
> Dein Nahbereich (wie auch meiner) im Rahmen des Ausbaus der Tranche 3
> jetzt endlich mit (Super)Vectoring erschlossen wurde.


Das hoffe ich auch.
Georg Schwarz (21.03.2020, 21:17)
Ich würde einfach mal fpr den Standort bei der Telekom online eine
Verfügbarkeitsabfrage machen. Was kommt da raus?
Das ist in vielen Fällen schon ein brauchbarer Indikator.



Arno Welzel (22.03.2020, 17:51)
Florian Weimer:

[...]
>> Ich habe zumindest die Leistungsbeschreibung gefunden, die auch Angaben
>> zur Minimaldatenrate enthält:
>>

> Dort sind die 100er-Produkte nicht aufgeführt, wenn ich das richtig
> sehe, d.h. ich kann dem keine Minimalbandbreite entnehmen.


Da für 50 MBit als Minimalbandbreite 27900 kBit/s zugesichert werden,
kann man bei 100 MBit vermutlich von 55800 ausgehen - also etwas mehr
als die Hälfte.
hannes wendelfinger (26.03.2020, 12:54)
On 19.03.2020 18:25, Florian Weimer wrote:
> Was kann man da nehmen? WLAN brauche ich nicht.
> Mir wäre es am liebsten, wenn ich auf dem angeschlossenen Rechner
> einen pppoe-Dämon laufen lassen kann, damit das NAT von Linux gemacht
> wird und ggf. umgangen werden kann.
> Ich benötige statische IPv4- und IPv6-Adressen (das, was von der
> Telekom angeboten wird). Ich hoffe, daß man dafür keine
> Telekom-Hardware braucht.


speedport smart oder speedport entry oder was es da gab konnten doch
reinen modembetrieb. dann zwar keine weboberflaeche mehr fuer statistik
debugging etc aber dahinter kannst dann selber pppoe fahren.

am besten was mit broadcom xdsl chipsatz. gab aber auch z.b. dieses
italo ding technicolor dga4130 und artverwandtes ding

ok routerforum:
<https://www.onlinekosten.de/forum/forumdisplay.php?f=183>
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