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Dirk Sassmannshausen-Wahlen (23.06.2006, 08:48)
Hallo,

die Erziehungshalsbänder mit Elektroimpulsen sind ja sehr umstritten und
auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden, möchte ich meine Erfahrung
damit kurz wiedergeben.

Zunächst aber was zu unserem Hund: Toni ist ein Mischlingsrüde aus Spanien,
den wir vor drei Jahren aus dem Tierheim geholt haben. Er war damals 7
Monate alt. Wichtigste Voraussetzung war, dass er ein kinderlieber
Familienhund ist (unsere Kinder waren damals 6 und 8 Jahre). Toni hat diese
Anforderungen bis heute bestens erfüllt und hat auch schnell ein
Grundgehorsam (Sitz, Hier, Platz, Fuss) gelernt. Wir waren auch eine
Zeitlang in einer Hundeschule. Nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit
konnten wir ihn auch frei laufen lassen und er konnte nach Herzenslust mit
befreundeten Hunden auf dem Feld toben. Als er reifer geworden ist, hat sich
allerdings eine Eigenschaft von ihm gezeigt, die weinger erfreulich für uns
war: sein ausgeprägter Jagdtrieb. Wir wohnen aber in einem kleinen Dorf, das
von Feld und Wald umgeben ist, in dem es jede Menge Wild (Rehe, Hasen,
Marder, usw.) gibt. Aus Sicherheitsgründen für andere (Radfahrer, Autos,
Wild) aber auch für unseren Hund (Verkehr, Jäger) konnten wir das nicht
akzeptieren.

Das ging soweit, dass er kaum von der Leine ab war und mit anderen Hunden
getobt hat, im Spiel weggelaufen ist. Er war dann ca. 5 - 20 Minuten weg und
kam dann wieder, hat man ihn dann nicht an die Leine gemacht, lief er kurze
Zeit später wieder weg. Trotz des mittlerweile sehr guten Gehorsams hat der
Jagdreiz alles überlagert und die Ohren waren quasi abgeschaltet. Wir haben
uns mit sehr vielen Leuten über das Problem unterhalten (Züchter, Trainer,
Jäger, Tierarzt) und jeder der uns und den Hund gekannt hat, meinte, dass
der Jagdtrieb nicht kontrolliert werden könne. Nach einem Gespräch mit einem
anderen Hundebesitzer, der positive Erfahrungen mit dem Teletakt gemacht hat
und auf Empfehlung des Tierarztes haben wir dann auch ein solches Halsband
gekauft.

Zunächst haben wir dem Hund das Halsband ca. eine Woche ohne Funktion
angezogen. Danach haben wir angefangen mit dem Ton zu arbeiten. D.h. wenn er
was gut gemacht hat, bekamm er einen Ton und Leckerli (analog dem Klicker).
Somit hatten wir die Möglichkeit ihn auch auf Entfernung zu loben. Nach
weiteren zwei Wochen kam dann der Tag der Wahrheit und er wurde von der
Leine abgemacht. Trotz Spiel und Beschäftigung lief er dann kurze Zeit
später wieder los und er hat dann gemerkt, das Weglaufen böse ist. An dieser
Stelle liegt wohl auch die größte Schwierigkeit des Systems: die richtige
Stufe (abhängig von Fell und Empfindlichkeit des Hundes) und den richtigen
Zeitpunkt zu finden. Erster Punkt ist Erfahrungssache, der zweite Punkt ist
Aufmerksamkeit. Wichtig ist, das die Bestrafung sofort beim Loslaufen
erfolgt (sofern der Hund nicht auf NEIN reagiert), nicht erst 10 Sekunden
später. Bei uns hats dann nach 4-5 mal weglaufen geklappt. Er interessiert
sich zwar immer noch für Wild oder deren Fährte, aber bei NEIN bleibt er
stehen und hört dann auf HIER oder SITZ, was vorher undenkbar war. Wir
brauchen die Fernbedienung seit 4-6 Wochen nur noch um das Halsband ein- und
auszuschalten. Mittlerweile sind Rehe und Hasen wenige Meter vor uns aus dem
Gebüsch gesprungen ohne das es zu problematischen Situationen gekommen wäre.

Fazit: Für uns hat sich diese Investition auf jeden Fall gelohnt. Uns macht
der Spaziergang wesentlich mehr Spaß, weil wir nicht ständig zum schnuppern
stehen bleiben müssen oder den Arm fast ausgerissen bekommen, weil der Hund
vorlaufen will. Dem Hund machts auch mehr Spaß, weil er nach Herzenslust
schnuppern kann oder auch mit anderne Hunden nochmal richtig toben kann.
Insgesamt ist er seit dieser Zeit wesentlich ausgeglichender.

Ich will keine Werbung für Teletakt machen, vor allem möchte ich darauf
hinweisen, das man sich die Sache vorher reiflich überlegen soll. Wenn man
den Impuls zur falschen Zeit gibt, kann man den Hund auch schnell kaputt
machen. Deshalb sollte der Einsatz des Halsbandes durch Kinder Tabu sein.

Ich freue mich auf eine rege Diskussion.

Grüße

Dirk
Christina Beisteiner (23.06.2006, 10:28)
Hi,

ich hoffe mal stark, dass es sich bei dir nur um einen Troll handelt...

"Dirk Sassmannshausen-Wahlen" <asdsas> schrieb im
Newsbeitrag news:tfn1
> Ich will keine Werbung für Teletakt machen, vor allem möchte ich darauf
> hinweisen, das man sich die Sache vorher reiflich überlegen soll. Wenn man
> den Impuls zur falschen Zeit gibt, kann man den Hund auch schnell kaputt
> machen. Deshalb sollte der Einsatz des Halsbandes durch Kinder Tabu sein.


Das Teletakt sollte allgemein verboten werden, wie dies bereits im
Tierschutzgesetz von Österreich enthalten ist. Leute die ein Teletaktgerät
für die Erziehung ihres Hundes brauchen, sollten sich lieber einen Roboter
Hund zulegen, der geht dann auch nicht so schnell kaputt, wenn man die
Fernbedienung zu oft drückt und kinderlieb ist er auch noch.

Die Erziehung eines Jagdhundes kann mehrere Jahre dauern, bis er bei Wild
wirklich abrufbar ist. Solange dies nicht funktioniert, muss er eben an die
lange Leine. Freilauf ist dann eben nur auf sicher umzäunten Plätzen oder
übersichtlichen Feldern möglich. Zeiteres jedoch nur, wenn zumindestens das
Abrufen ohne Ablenkungen gut funktioniert.

Gruß
Tina
Gerold Glaser (23.06.2006, 10:30)
"Dirk Sassmannshausen-Wahlen" <asdsas> schrieb im
Newsbeitrag news:tfn1
> die Erziehungshalsbänder mit Elektroimpulsen sind ja sehr umstritten und
> auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden, möchte ich meine Erfahrung
> damit kurz wiedergeben.
> [...]
> Ich freue mich auf eine rege Diskussion.


Ich denke, das dürfte sich erübrigt haben.

Gruß,
Gerold

Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts
Pressemitteilung Nr. 8/2006 BVerwG 3 C 14.05 23.02.2006

Elektroreizgeräte zur Hundeerziehung sind tierschutzrechtlich verboten
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass der
Einsatz von Elektroreizgeräten, die erhebliche Leiden oder Schmerzen
verursachen können, bei der Hundeausbildung nach geltendem Tierschutzrecht
verboten ist.

Der Kläger führt Seminare zur Hundeerziehung durch und möchte dabei den
Einsatz von Elektroreizgeräten vorführen. Der beklagte Landkreis hält das
für unzulässig. Das Bundesverwaltungsgericht gab dem Landkreis – wie schon
die Vorinstanzen – Recht. Das Tierschutzgesetz verbietet die Verwendung von
Geräten, die durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines
Tieres erheblich einschränken oder es zur Bewegung zwingen und dem Tier
dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, soweit
dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist.
Von diesem Verbot werden die vom Kläger verwendeten Elektroreizgeräte
erfasst. Dabei kommt es nicht auf die konkrete Verwendung der Geräte im
Einzelfall sondern darauf an, ob sie von ihrer Bauart und Funktionsweise her
geeignet sind, dem Tier nicht unerhebliche Schmerzen zuzufügen. Denn es
entspricht der Absicht des Gesetzgebers, den Einsatz der potentiell
gefährlichen Geräte generell zu verbieten. Nach dem Gesetz mögliche landes-
oder bundesrechtliche Ausnahmen von dem Verbot sind bisher nicht normiert
worden.

BVerwG 3 C 14.05 – Urteil vom 23. Februar 2006
Thomas Ott (23.06.2006, 11:53)
Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:
> Schwachfug <


Troll Dich wieder!!
Jochen Kraberg (23.06.2006, 13:06)
Thomas Ott schrieb:
> Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:
>> Schwachfug <

> Troll Dich wieder!!


Was ist daran >Schwachfug<? Es hört sich doch sehr schlüssig an.

Ich könnte mir schon vorstellen dass kurzfristiger Teletackteinsatz
durchaus, als letzte Möglichkeit, hilfreich sein kann um das Verhalten
in geordnete Bahnen zu lenken.
Das, was Dirk schrieb wäre so ein Fall.
Ist lebenslanger Stress an der Leine nicht vielleicht das größere Übel?

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe lehnt auch Herr Bloch den Einsatz
nicht grundsätzlich ab.
Wenn Teletackt, dann nur bei Ausgesuchten Fällen durch einen Fachmann.
Die Gefahr des Mißbrauchs und/oder der Fehlverknüpfung ist einfach zu groß.

Dem "Fachmann" auf den sich das Urteil in Gerold Glasers Beitrag
bezieht, der das Gerät zu "Demonstrationszwecken" einsetzen wollte,
würde ich diese Kompetenz allerdings absprechen.

Es ist halt schwierig den schmalen Pfad zu finden wo es sinnvoll
ist.Unter diesem Gesichtspunkt ist das Verbot von Teletackt letztendlich
doch zu begrüßen.

viele Grüße

Jochen
Le Bestioline (23.06.2006, 13:35)
In news:e7g2nq$92tfn$1,
*Dirk Sassmannshausen-Wahlen* <asdsas>
scriveva/wrote/schrieb:

|| Hallo,
||
|| die Erziehungshalsbänder mit Elektroimpulsen sind ja sehr umstritten
|| und auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden, möchte ich meine
|| Erfahrung damit kurz wiedergeben.

Gesteinigt werden wirst Du sicherlich trotzdem ...

|| Zunächst aber was zu unserem Hund: Toni ist ein Mischlingsrüde aus
|| Spanien, den wir vor drei Jahren aus dem Tierheim geholt haben. Er
|| war damals 7 Monate alt. Wichtigste Voraussetzung war, dass er ein
|| kinderlieber Familienhund ist (unsere Kinder waren damals 6 und 8
|| Jahre). Toni hat diese Anforderungen bis heute bestens erfüllt und
|| hat auch schnell ein Grundgehorsam (Sitz, Hier, Platz, Fuss)
|| gelernt. Wir waren auch eine Zeitlang in einer Hundeschule. Nach
|| einer angemessenen Eingewöhnungszeit konnten wir ihn auch frei
|| laufen lassen und er konnte nach Herzenslust mit befreundeten Hunden
|| auf dem Feld toben. Als er reifer geworden ist, hat sich allerdings
|| eine Eigenschaft von ihm gezeigt, die weinger erfreulich für uns
|| war: sein ausgeprägter Jagdtrieb. Wir wohnen aber in einem kleinen
|| Dorf, das von Feld und Wald umgeben ist, in dem es jede Menge Wild
|| (Rehe, Hasen, Marder, usw.) gibt. Aus Sicherheitsgründen für andere
|| (Radfahrer, Autos, Wild) aber auch für unseren Hund (Verkehr, Jäger)
|| konnten wir das nicht akzeptieren.

Verstaendlich.

....

|| Nach einem Gespräch
|| mit einem anderen Hundebesitzer, der positive Erfahrungen mit dem
|| Teletakt gemacht hat und auf Empfehlung des Tierarztes haben wir
|| dann auch ein solches Halsband gekauft.

Diese 'Empfehlung des Tierarztes' scheint mir doch leicht befremdlich, aber
naja ...

....

|| Ich will keine Werbung für Teletakt machen, vor allem möchte ich
|| darauf hinweisen, das man sich die Sache vorher reiflich überlegen
|| soll. Wenn man den Impuls zur falschen Zeit gibt, kann man den Hund
|| auch schnell kaputt machen. Deshalb sollte der Einsatz des
|| Halsbandes durch Kinder Tabu sein.

Gut ausgewogene Worte ...

|| Ich freue mich auf eine rege Diskussion.

Ob es die wohl geben wird? Wenn Du im Vorfeld gefragt haettest, ob oder ob
nicht, dann bestimmt.
Wie auch immer ... sieht so aus als ob hier jemand mit kaltem Kopf abgewogen
und entschieden hat.
Und der Anwendungsbericht bestaetigt das fast komplett ... *fast* wegen der
doch relativ hohen Anzahl von Anwendungen, aber das kann natuerlich
vielerlei Gruende haben.

Auf jeden Fall danke fuer den Erfahrungsbericht.
Gerold Glaser (23.06.2006, 13:52)
"Jochen Kraberg" <Barlo_> schrieb im Newsbeitrag
news:0901
> Es ist halt schwierig den schmalen Pfad zu finden wo es sinnvoll
> ist.Unter diesem Gesichtspunkt ist das Verbot von Teletackt letztendlich
> doch zu begrüßen.


Genauso siehts aus. Die Grauzone, in der diese "Möchtegernfachleute" ihrer
Profilierungssucht nachgehen durften, ist endlich vom Tisch. Bestimmt gibt
es jede Menge Fälle, bei denen ein solches Gerät, mit Sinn und Verstand
eingesetzt, Wunder wirken würde. Aber die Vielzahl gestörter Vierbeiner, an
denen von diesen selbst ernannten F(l)achmännern "herumgetackert" wurde,
spricht für ein generelles Verbot.

Wenn ich das Für und Wider gegeneinander abwäge, bin ich uneingeschränkt
Jochens Meinung.

Gruß,
Gerold
Dirk Sassmannshausen-Wahlen (23.06.2006, 14:18)
Hallo,

> Was ist daran >Schwachfug<? Es hört sich doch sehr schlüssig an.


Ist es auch.

> > Ich könnte mir schon vorstellen dass kurzfristiger Teletackteinsatz

> durchaus, als letzte Möglichkeit, hilfreich sein kann um das Verhalten in
> geordnete Bahnen zu lenken.
> Das, was Dirk schrieb wäre so ein Fall.
> Ist lebenslanger Stress an der Leine nicht vielleicht das größere Übel?


Genauso haben wir das auch gesehen. Es war Stress für Hund und Halter!

Jetzt kann er nochmal frei laufen und ist demenstsprechend ausgeglichen. Die
paar Runden im Garten oder die durchaus langen Spaziergänge haben unserem
Hund halt nicht gereicht.

Ich hätte auch viel lieber auf diese Maßnahme verzichtet. Hätten wir den
Hund nicht erst mit 7 Monaten, sondern als Welpe bekommen, wäre vieleicht
auch die Bindung besser gewesen. Und wenn nicht auch unser Tierarzt dazu
geraten hätte, weil er halt unser Hund kennt, weis ich nicht ob wir uns dazu
entschieden hätten. Der Tierarzt hat von Anfang an gesagt, das Toni "ein
halber Wolf" (Zitat) wäre. Schließlich weis auch niemand, wie er vorher in
Spanien gelebt hat.

Ich sehe hier auch keinen Grund mich zu rechtfertigen, da mir der Erfolg
recht gibt. Aber wer meinen Bericht ganz gelesen und verstanden hat, der
dürfte auch kapiert haben, das wir uns im Vorfeld lange über Vor- und
Nachteile sowie die richtige Anwendung informiert haben. Und mittlerweile
brauchen wir das Halsband gar nicht mehr! Ich habe auch geschrieben, das ein
gedankenloses drücken auf den Auslöser den Hund kaputt macht, d.h. durchaus
auch zur Tierquälerei gezählt werden kann.

Mir stellt es sich vielmehr die Frage ob nicht das drillen von Hunden mit
Schreien und Schlägen, insbesondere Schäferhunden, wie es regelmäßig auf
Hundeplätzen zu beobachten ist, nicht eher zur Tiequälerei gezählt werden
sollte. Leider wird es dort unter "fachkundiger" Aufsicht gedultet. Ich habe
das Teletakt z.B. zuerst an mir selbst ausprobiert um zu wissen, was ich
meinem Hund antue. Schläge mit der Leine sind da um ein vielfaches
schlimmer.

Jeder der meinen Bericht als Schwachsinn oder mich als Troll bezeichnet, hat
die Sache offensichtlich nicht gelesen oder nicht verstanden.

Grüße

Dirk
Steffen H. (23.06.2006, 14:48)
Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:

> Ich sehe hier auch keinen Grund mich zu rechtfertigen, da mir der Erfolg
> recht gibt.


könnte jetzt sagen: glück gehabt....
.... hätte den hund aber auch kaputt machen können
.... oder gan nichts....
was mit teletakt geht geht auch anders

>Aber wer meinen Bericht ganz gelesen und verstanden hat, der
> dürfte auch kapiert haben, das wir uns im Vorfeld lange über Vor- und
> Nachteile sowie die richtige Anwendung informiert haben. Und mittlerweile
> brauchen wir das Halsband gar nicht mehr! Ich habe auch geschrieben, das ein
> gedankenloses drücken auf den Auslöser den Hund kaputt macht, d.h. durchaus
> auch zur Tierquälerei gezählt werden kann.

richtig
du gehörst ja wies aussieht zu denen die son teil mit verantwortung bedienen
(ohne das jetzt irgentwie zu rechtfertigen, ich bin gegen das zeugs)

> Mir stellt es sich vielmehr die Frage ob nicht das drillen von Hunden mit
> Schreien und Schlägen, insbesondere Schäferhunden, wie es regelmäßig auf
> Hundeplätzen zu beobachten ist, nicht eher zur Tiequälerei gezählt werden
> sollte.


genau die benutzen auch teletakt, in voller stärke! (gibt noch schlimmeres)

ich farge mich oft wie teketakt bei unserem "spanier" gewirkt hätte....
ich ahbe so den verdacht gar nicht.... der geht ohne weiteres, mit
kurzen jungsen, auch durch elektrozäune wenn er einer spur folgt...
selbst auf dem rückweg intressieren ihn die stromschäge wohl nicht, er
geht durch die gleichen zäune...

nun... so muß er halt an der flexileine bleiben (leider)

steffen
Gerold Glaser (23.06.2006, 15:02)
"Dirk Sassmannshausen-Wahlen" <asdsas> schrieb im
Newsbeitrag news:qsr1
> Ich sehe hier auch keinen Grund mich zu rechtfertigen, da mir der Erfolg
> recht gibt.


Hi Dirk,

aber da liegt m. E. auch die Gefahr. Ich möchte nicht wissen, wie viele
Leute, die sowas ohne entsprechendem Backgroundwissen lesen, sich
anschließend sagen: "Klasse - das probier ich auch mal aus ....". Und schon
haben wir neue, potentielle Tierheimkandidaten, weil die Tiere plötzlich
Jogger anfallen oder bei jedem Schmetterling vor Angst unter sich machen.

Noch viiieeel schlimmer finde ich die Anwendung in der "sportlichen"
Ausbildung (Stangenabwurf beim Agi, unsaubere Freifolge, Unaufmerksamkeit,
....).
Alles leider schon erleben müssen :-(

Ich möchte auf jeden Fall vermeiden, dass man diese Geräte verherrlicht,
denn umso leichtfertiger wird damit umgegangen.

Gruß,
Gerold
Karina Leo-Steffen (23.06.2006, 15:06)
Dirk Sassmannshausen-Wahlen wrote:
> Ich sehe hier auch keinen Grund mich zu rechtfertigen, da mir der
> Erfolg recht gibt.


Interessant wäre jetzt zu wissen, ob und was du geschrieben hättest,
wenn du keinen Erfolg gehabt hättest.

> Aber wer meinen Bericht ganz gelesen und
> verstanden hat, der dürfte auch kapiert haben, das wir uns im Vorfeld
> lange über Vor- und Nachteile sowie die richtige Anwendung informiert
> haben. Und mittlerweile brauchen wir das Halsband gar nicht mehr!


Wie lange ist die letzte Anwendung her?

> Mir stellt es sich vielmehr die Frage ob nicht das drillen von Hunden
> mit Schreien und Schlägen, insbesondere Schäferhunden, wie es
> regelmäßig auf Hundeplätzen zu beobachten ist, nicht eher zur
> Tiequälerei gezählt werden sollte. Leider wird es dort unter
> "fachkundiger" Aufsicht gedultet.


Sowas ist völlig inakzeptabel, das ist klar.

> Ich habe das Teletakt z.B. zuerst
> an mir selbst ausprobiert um zu wissen, was ich meinem Hund antue.


Da ihr nicht nur unterschiedlichen Spezies angehört, sondern auch
unterschiedliche Individuen seid, ist es schwer bis gar nicht
vergleichbar.
Beispiel therapeutische Stromanwendung beim Menschen: während
der eine die Stufe x als angenehm empfindet, schreit ein anderer
schon auf.

> Schläge mit der Leine sind da um ein vielfaches schlimmer.


Sagen wir so: sie sind völlig inakzeptabel, Tierquälerei und zeugen
von dem Versagen des Anwenders.

Gruss
Karina
Dirk Sassmannshausen-Wahlen (23.06.2006, 15:10)
Hallo Steffen,

> könnte jetzt sagen: glück gehabt.... vieleicht war das auch dabei;-)


> ... hätte den hund aber auch kaputt machen können


In der Tat. Ein gewisses Risiko war dabei. Wir hatten durchaus die
Möglichkeit einkalkuliert, das er durch den Impuls erst recht vor Angst
wegrennt. Aber die Bindung war offensichtlich groß genug, das er bei uns
Schutz gesucht hat und den hat er neben Leckerli und Streicheleinheiten auch
bekommen.

> was mit teletakt geht geht auch anders


Hab ich auch gedacht. Wir haben mit normaler Leine, Flexileine und
Schleppleine gearbeitet, aber dem Hund hat das offensichtlich gar nichts
ausgemacht in die Leine zu rennen und sich fast zu überschlagen. Einmal ist
mir sogar die 8m Flexileine für 50 kg Hunde bei einen Sprint nach einem Reh
gerissen! Unser Hund hat 30 kg! Meine Frau hatte dementsprechend immer
Rückenschmerzen.
> du gehörst ja wies aussieht zu denen die son teil mit verantwortung
> bedienen
> (ohne das jetzt irgentwie zu rechtfertigen, ich bin gegen das zeugs)


Wie schon gesagt, mir wäre es ohne auch lieber gewesen.

> ich farge mich oft wie teketakt bei unserem "spanier" gewirkt hätte....


Was ist es denn für einer?

> nun... so muß er halt an der flexileine bleiben (leider)


Musste unsrer auch die letzten drei Jahre. Mit allen Nachteilen für Hund und
Halter. Jetzt kann man auch mit im Joggen, was ihm einen riesen Spaß macht,
wäre vorher aber mit der 8m-Flexi nixcht möglichgewesen, denn wer will beim
Joggen schon laufend stehen bleiben wegen Schnuppern?

Grüße

Dirk
Dirk Sassmannshausen-Wahlen (23.06.2006, 15:17)
Hallo Gerold,

> aber da liegt m. E. auch die Gefahr. Ich möchte nicht wissen, wie viele
> Leute, die sowas ohne entsprechendem Backgroundwissen lesen, sich
> anschließend sagen: "Klasse - das probier ich auch mal aus ....". Und
> schon
> haben wir neue, potentielle Tierheimkandidaten, weil die Tiere plötzlich
> Jogger anfallen oder bei jedem Schmetterling vor Angst unter sich machen.


Völlig richtig. Auf keinen Fall ohne Vorkenntnisse anwenden. Der Hund muss
auch merken, was er falsch gemacht hat. Daher sollte man sich schon mit
Hundeausbildung befasst haben.

Einfach Halsband anziehen und drücken, wenn was nicht so toll läuft ist
absolut tötlich für die Ausbildung. Deshalb Anwendung nur im Notfall.

> Noch viiieeel schlimmer finde ich die Anwendung in der "sportlichen"
> Ausbildung (Stangenabwurf beim Agi, unsaubere Freifolge, Unaufmerksamkeit,


Sehe ich genauso. Bei mir stand eigentlich der Schutz des Hundes im
Vordergrund, und nicht der Spass oder Ehrgeiz des Herrchens.

> Ich möchte auf jeden Fall vermeiden, dass man diese Geräte verherrlicht,
> denn umso leichtfertiger wird damit umgegangen.


Ich wollte es nicht verherrlichen. Und das man nicht leichtfertig damit
umgehen sollte habe ich auch geschrieben.

Grüße

Dirk
Dirk Sassmannshausen-Wahlen (23.06.2006, 15:31)
Hallo Karina,

> Interessant wäre jetzt zu wissen, ob und was du geschrieben hättest,
> wenn du keinen Erfolg gehabt hättest.


Na ja. Dann hätte ich wahrscheinlich das Halsband weggeschmissen, wäre mit
der Leine weiter gelaufen und hätte vermutlich gar nichts geschrieben.

>> haben. Und mittlerweile brauchen wir das Halsband gar nicht mehr!

> Wie lange ist die letzte Anwendung her?


Weis ich gar nicht mehr genau. Ende April haben wir es gekauft, erste
Anwendung dann Mitte/Ende Mai. Nach ca. einer Woche und 4mal auslösen hat
der Hund das dann kapiert. In diesem Monat wurde es auf jeden Fall noch
nicht benutzt, obwohl mir letztes Wochenende Rehe und zwei Hasen vor der
Nase über den Weg gelaufen sind. Hund war zwar sichtlich erregt, lies aber
bei NEIN nach und hörte auf HIER.

>> Ich habe das Teletakt z.B. zuerst
>> an mir selbst ausprobiert um zu wissen, was ich meinem Hund antue.

> Da ihr nicht nur unterschiedlichen Spezies angehört, sondern auch
> unterschiedliche Individuen seid, ist es schwer bis gar nicht
> vergleichbar.


Schon klar. Auch wenn ich zwar mit Schmerzen ohne Schaden Stufe 9 aushalte,
werde ich das nicht bei meinem Hund machen.

Grüße

Dirk
Karina Leo-Steffen (23.06.2006, 16:03)
Hallo, Dirk,
Dirk Sassmannshausen-Wahlen wrote:
>> Interessant wäre jetzt zu wissen, ob und was du geschrieben hättest,
>> wenn du keinen Erfolg gehabt hättest.

> Na ja. Dann hätte ich wahrscheinlich das Halsband weggeschmissen,
> wäre mit der Leine weiter gelaufen und hätte vermutlich gar nichts
> geschrieben.


wobei letzteres wiederum schade gewesen wäre, weil es dann
vielleicht als Warnung für Unbedarfte hätte dienen können.

> Weis ich gar nicht mehr genau. Ende April haben wir es gekauft, erste
> Anwendung dann Mitte/Ende Mai. Nach ca. einer Woche und 4mal auslösen
> hat der Hund das dann kapiert. In diesem Monat wurde es auf jeden
> Fall noch nicht benutzt, obwohl mir letztes Wochenende Rehe und zwei
> Hasen vor der Nase über den Weg gelaufen sind. Hund war zwar
> sichtlich erregt, lies aber bei NEIN nach und hörte auf HIER.


Also kann man noch nicht von einem Langzeiterfolg sprechen.
Dann ist es interessant zu wissen, wie es weitergeht.
Ich hoffe, du hast dann den Schneid, bei einem eventuellen
Misserfolg bei der Dauer der Wirkung auch hier zu
berichten.

Gruss
Karina

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