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Gregor Szaktilla (26.12.2018, 07:33)
Gernot Griese schrieb:
> ...Also funktioniert das LAN korrekt, aber der Router liefert auf eine
> DHCP-Anfrage keine IP aus.


Wieso zur Hölle sollte ein Router das tun?!

Gruß

Gregor
olaf (26.12.2018, 08:01)
Joerg <news> wrote:

>Mit dem Touchpad war es aehnlich, doch zumindest laeuft das mit Debian
>teilweise. Beim LAN meldete der Installer nur "Your network does not
>appear to run DHCP".


Dann solltest du entweder deinen DHCP im router einschalten oder aber
dem System eine feste IP-adresse geben. Letzeres ist IMHO zu bevorzugen.

Olaf
Bernd Mayer (26.12.2018, 09:02)
Am 26.12.18 um 01:48 schrieb Kay Martinen:
[..]
> Lustig! Hast eben nebenan Wilhelm daran erinnert das LAN-Support ohne
> LAN schwierig ist und empfiehlst dem OP jetzt ein Netzimage zu nutzen um
> Über nicht funktionierendes Netzwerk Non-free Treiber zu beziehen? :-)


Hallo,

"Outdoor-Laptops" unterschieden sich bei der Treiberinstallation doch
nicht von "Indoor-Laptops" - oder?

Die non-free-firmware für debian-stable hat 36 MB.


Es gibt sogar DVDs zur Installation übers Netz mit non-free-firmware mit
ca. 3,5 GB. Also deutlich größer als eine CD!


Der OP hat ja mehrere PCs, auch welche mit Internetanschluß, irgendwoher
hat er ja auch die ganzen Images für die USB-Sticks die er bisher schon
getestet hat.

Er hat sich ja bisher auch nicht geäussert welches Image er zur
Installation genutzt hat. Möglicherweise hat er ja die Live-CD
verwendet. Ich rate eher zu einem Installations-Image wie in den
Installationsanleitungen für Debian beschrieben.

Bernd Mayer
Ulli Horlacher (26.12.2018, 11:06)
Joerg <news> wrote:

> Das hatte aehnliche Ergebnisse. Nach einer langen Litanei mit Dependency
> Fehlern hiess es "Unable to correct problems, you have held broken
> packages".
> Frustig, das ...


Das kommt davon, wenn man den Distributions-Paketmanger umgeht und manuell
Fremd-Pakete installiert. Wenn du an deinem Fahrrad wild DOT und
Mineraloelbremskomponenten mischt, wirst du auch keine zufriedenstellende
Bremsleistung erreichen. So was macht man nur, wenn man sich AUSKENNT und
weiss, was man tut!

> Gibt es eine Lubuntu Distro, die etwas besser mit Treibern ausgestattet
> ist als nur Default und wo man nicht solche Klimmzuege machen muss?
> Debian + LXDE konnte die Graphik ja von hause aus sofort korrekt
> ansprechen, nur hatte die Distro wiederum andere Macken (z.B. geht LAN
> dort nicht).


Ubuntu baut auf Debian auf und enthaelt dieselben Pakete bzw teilweise
sogar etwas mehr.

Wenn es da nicht klappt, ist es nur eine Konfigurationssache.
Ich hatte dir x-fach zu Xubuntu geraten, da koennte ich dir helfen. Aber
du hast ja auf Lubuntu bestanden.
Jetzt musst du jemanmden finden, der sich damit auskennt.
Ulli Horlacher (26.12.2018, 11:07)
Joerg <news> wrote:

> Ich habe gerade dieselbe Distro (Lubuntu 16 amd64) von demselben Stick


Das ist schon 2.5 Jahre alt.
Warum nimmst du kein aktuelles Lubuntu 18, wenns denn schon unbedingt
Lubuntu sein muss?
Gunter Gutzeit (26.12.2018, 11:46)
Joerg schrieb am Di 25.12.2018 11:51:03 -0800:

> Heute habe ich Windows von einem Gammatech Durabook runtergeputzt,
> Platte mit GParted neu formatiert, Debian 9 64-bit mit LXDE drauf. Als
> Live-System lief das sehr sparsam und angenehm. Installiert ist es eine
> andere Geschichte.


Damit musste man leider rechnen.

> Bei der Installation wurde der LAN Chip Satz zwar korrekt erkannt, das
> LAN selbst aber nicht. Seltsam. Auch bestand der Installer auf ext4 fuer
> /root und /home, FAT32 mochte er nicht, aber ok, habe ich ihn eben auf
> ext4 umformatieren lassen. [...]


Logisch. FAT32 ist nur als Datenpartition und/oder für eine FreeDos-
Installation (im primären Bereich) geeignet. Ext3 ist auch als
Linux-Journaling-Dateisystem für Debian verwendbar.

> [...] Nun erscheint nach als erfolgreich gemeldeter
> Installation zwar der LXDE Desktop, doch er hat keinerlei Menues wie die
> Ueberschalltaube oder sonstwas, nur die LXDE-Wandtapete. Die CPU laeuft
> die ganze Zeit auf voller Pulle, warum auch immer (Luefter heizt den
> Raum). Abschalten geht nur durch beherzten Hard Reset, was man der
> Festplatte wohl nicht zu oft antun sollte.


Wie ist die automatische Hardware-Erkennung mit Sparky-Stable?

Immer hin bekommst Du mit Sparky-Stable auch einen auf Debian-LXDE hin
optimierten Kernel auf ein für schwächere Rechner ausgelegtes Debian
mitgeliefert!

Hier sind standardmäßig (nur) folgende Paketquellen freigeschaltet:
deb stretch main contrib non-free
deb stretch/updates main contrib non-free
deb stretch main non-free
deb stable main
deb testing main

Hatte weder bei der Installation noch im laufenden Betrieb damit bisher
auf meinem aus der Signatur ersichtlichen Rechner irgendwelche Probleme.

> Uff. Das wird noch ein viele Tage fuellendes Programm.


Hast ja schon jede Menge Tipps erhalten.

> Erstmal allen frohe Weihnachten und ein blue-screen-freies neues Jahr.


Ebenso - Du wirst Dich da durchbeißen :-)
Gunter Gutzeit (26.12.2018, 12:15)
Gunter Gutzeit (ich selbst) schrieb am Mi 26.12.2018 10:46:33 +0100:

> Wie ist die automatische Hardware-Erkennung mit Sparky-Stable?
> Immer hin bekommst Du mit Sparky-Stable auch einen auf Debian-LXDE hin
> optimierten Kernel [...]


Habe das gerade noch einmal auf meinem mittleren Rechner gecheckt:

Sparky-Stable nutzt den gleichen Kernel wie Debian-Stable. Einen
speziellen Sparky-Kernel gibt es also nur in der Rolling-Version.
Marc Haber (26.12.2018, 15:28)
Gregor Szaktilla <spam.sz> wrote:
>Gernot Griese schrieb:
>> ...Also funktioniert das LAN korrekt, aber der Router liefert auf eine
>> DHCP-Anfrage keine IP aus.

>Wieso zur Hölle sollte ein Router das tun?!


z.b. weil der Pool voll oder der DHCP-Server abgschaltet oder gestört
ist.

Grüße
Marc
Marc Haber (26.12.2018, 15:29)
Ralph Aichinger <ra> wrote:
[..]
>Distributionen sind alle so knapp beieinander was die Grund-
>features betrifft, es ist nur Glück, wenn beim Distrohopping
>ein besseres Resultat rauskommt.


Amen.
Marcel Mueller (26.12.2018, 16:25)
Am 25.12.18 um 20:51 schrieb Joerg:
[..]
> die ganze Zeit auf voller Pulle, warum auch immer (Luefter heizt den
> Raum). Abschalten geht nur durch beherzten Hard Reset, was man der
> Festplatte wohl nicht zu oft antun sollte.


Hmm.

Bei Notebooks würde ich kein Debian Stable nehmen. Da sollte der Kernel
tendenziell neuer sein, um Hardwareärger zu vermeiden. Außerdem braucht
man die nicht Lizenzfreien Firmware-Komponenten, die standardmäßig nicht
dabei sind. Und wenn man dann nicht mehr dazu kommt, sie zu
installieren, ist halt Sense.

Xubuntu 18.04 oder Mint Mate 19.1 würde mich da anlachen. Beide basieren
auch auf Debian, bieten aber oft neuere Software und eine bessere
Grundkonfiguration, vor allem für Notebooks.

Falls die Büchse nicht mehr als 4GB Speicher hat, würde ich ferner zur
32 Bit-Version greifen. Linux hat im Gegensatz zu Windows keine
Lizenzbegrenzung auf effektiv 3,5GB in der 32 Bit Version.
Da praktisch alle Programme dann weniger Speicher brauchen, reduziert
das den Speicherverbrauch nochmal um rund 30%, was der Geschwindigkeit
zugute kommt, zumal dadurch auch in alle Caches mehr rein passt. Nur
wenn man irgendwelche Software braucht, die nur mehr als 64 Bit
verfügbar ist, muss man halt in den sauren Apfel beißen.

In Sachen Stromverbrauch muss man auch bei Ubuntu & Co in der Regel
nochmal nachkarten. Vor allem SATA Link Power Management wird AFAIK
immer noch nicht per Default genutzt und bringt wirklich viel. Mit dem
Programm powertop bekommt man das und noch etliche andere Kleinigkeiten
in den Griff.

Marcel
Ralph Aichinger (26.12.2018, 17:03)
Marcel Mueller <news.5.maazl> wrote:
> tendenziell neuer sein, um Hardwareärger zu vermeiden. Außerdem braucht
> man die nicht Lizenzfreien Firmware-Komponenten, die standardmäßig nicht
> dabei sind. Und wenn man dann nicht mehr dazu kommt, sie zu
> installieren, ist halt Sense.


Das gilt für alle Distributionen: Es ist meistens trivial möglich
das zu umschiffen, wenn man z.B. einen billigen USB-Ethernet-Adapter
einstöpselt, von dem man weiß daß er unterstützt ist. Fast alles
sind es.

> Falls die Büchse nicht mehr als 4GB Speicher hat, würde ich ferner zur
> 32 Bit-Version greifen. Linux hat im Gegensatz zu Windows keine
> Lizenzbegrenzung auf effektiv 3,5GB in der 32 Bit Version.


Würde ich eher nicht mehr empfehlen. Immere mehr Software wird nicht
mehr für 32bit geliefert. Es vergeht kaum eine größere Release von
irgendwas wo 32bit-Support abgekündigt wird, zuletzt LibreOffice.

| Linux
| Linux x86 (32-bit) releases will be demoted. There will be no
| Linux x86 builds produced by TDF after 6.2. This does not mean
| that Linux x86 compatibility will be removed.



/ralph
Joerg (26.12.2018, 17:04)
On 2018-12-25 15:17, Ralph Aichinger wrote:
> Joerg <news> wrote:
>> Das hatte aehnliche Ergebnisse. Nach einer langen Litanei mit Dependency
>> Fehlern hiess es "Unable to correct problems, you have held broken
>> packages".

> Die genaue Litanei wäre spannend. Mit einer groben Umschreibung
> kann dir niemand helfen.


Muss ich derzeit noch hin und her laufen und abtippen, aber das ist ja
auch gesund als Leibesuebung :-)

Das wird davor angezeigt:

Some packages could not be installed. This may mean that you have
requested an impossible situation or if you are using the unstabel
distribution that some required packages have not yet been created or
been moved out of Incoming.
The following information may helpf to resolve the situation:
xserver-xorg-video-openchrome : Depends: xorg-video-abi-20
Depends: xserver-xorg-core (=< 2:1.17.99.902)

> Welche Release hast du eigentlich genau
> installiert?


lubuntu-16.04.3-desktop-amd64

> Hast du das dazupassende Paket versucht zu installieren?
> Dh z.B. für Ubuntu 18.04 das aus 18.04 oder für 18.10 das für 18.10?


Ich weiss nicht, was Du damit meinst. Ich hatte den iso File mit Rufus
auf einem USB Stick geladen und dann auf dem Laptop installiert.

> Stimmt die Architektur (64bit bwz. amd64 normalerweise)?


Der Laptop hat einen AMD Turion 64-bit.

>> Frustig, das ...

> Nur wenn man es die ersten paar mal macht. Dependency-Probleme
> sind unter Linux meistens recht gutmütig aufzulösen, und die
> Fähigkeit das zu tun sollte man möglichst bald erlernen, besonders
> wenn man mit exotischeren Systemen (älterer Hardware,
> was anderes als ein ganz Vanilla Ubuntu) unterwegs ist.


Das seltsame ist, dass das Live-System derselben Distro einwandfrei
laeuft, mit voller Video-Aufloesung. Nach der Installation auf dem
Laptop dann nicht mehr.

> Die Betrachtungsweise wegen sowas die Distribution zu
> wechseln ist schon die falsche. Distrohopping bringt
> niemand weiter. Du lernst dabei nicht Fehler zu beheben,
> du wirst bei der nächsten Distri an anderer Stelle anstehen,
> insgesamt ergibt das für mich nicht recht viel Sinn.


Schon klar, ich wuerde nur gern mit etwas anfangen, wo das meiste
schonmal laeuft. Wie vor Jahren mit Vanilla Ubuntu in einer VM, wo alles
auf Anhieb lief.

> Ich reihe das eher in die Rubrik Zufall ein. Ich würde wegen
> sowas *nicht* neu installieren oder die Distribution wechseln,
> sondern den Fehler suchen. Die gängigen nicht-wahnsinnigen
> Distributionen sind alle so knapp beieinander was die Grund-
> features betrifft, es ist nur Glück, wenn beim Distrohopping
> ein besseres Resultat rauskommt.


Ok, aber als Laie ein Nicht-Erkennen des LAN-Protokolls zu beheben
erscheint mir recht kompliziert. Zumal Lubuntu das LAN korrekt erkennt,
da kann es nur am OS gelegen haben.
Joerg (26.12.2018, 17:09)
On 2018-12-25 15:14, Wilhelm C. Schütze wrote:
> Am 25.12.18 um 20:51 schrieb Joerg:
>> Bei der Installation wurde der LAN Chip Satz zwar korrekt erkannt, das
>> LAN selbst aber nicht. Seltsam. Auch bestand der Installer auf ext4 fuer

> Woran machst du das fest?


Ich hatte vor dem Wegputzen von Windows alle Hardware notier und die hat
der Debian installer korrekt gemeldet.

> ... Bei Debian ist es wichtig, erst mal das
> non-free Repo freizugeben und firmware-linux-nonfree nachzuinstallieren.
> Das löst so einige Probleme.
>


Es kam irgendwas von non-free und ich habe es erlaubt.

> Nach Änderung der /etc/apt/sources.list
> - sudo apt update
> - und dann Synaptic.
> Achte drauf, dass ganz oben die (evtl. doppelt vorhandene) Zeile mit der
> Installations-DVD als Paketquelle auskommentiert ist - am besten ganz
> rausschmeißen, braucht man nie wieder.


Es war ein USB Stick, aber hier ist ja der Pfiff: Die Live Systeme haben
besser funktioniert als die Installation vom selben Stick. Damit konnte
ich z.B. ins Internet, dazu muss LAN ja funktioniert haben. Das war auch
bei Lubuntu so, wo Live das Display korrekt erkannt und eingestellt
wurde, nach Installation aber nicht. Ich hatte den normalen Packet
Installer benutzt (Rufus Stick).
Joerg (26.12.2018, 17:10)
On 2018-12-26 01:07, Ulli Horlacher wrote:
> Joerg <news> wrote:
>> Ich habe gerade dieselbe Distro (Lubuntu 16 amd64) von demselben Stick

> Das ist schon 2.5 Jahre alt.
> Warum nimmst du kein aktuelles Lubuntu 18, wenns denn schon unbedingt
> Lubuntu sein muss?


Weil mir im anderen Thread empfohlen wurde, als Anfaenger LTS Systeme zu
nehmen. V16 ist m.W. das letzte LTS.
Bernd Mayer (26.12.2018, 17:17)
Am 26.12.18 um 16:10 schrieb Joerg:
> On 2018-12-26 01:07, Ulli Horlacher wrote:
> Weil mir im anderen Thread empfohlen wurde, als Anfaenger LTS Systeme zu
> nehmen. V16 ist m.W. das letzte LTS.


Hallo,

siehe:
und

Die letzte Version mit Long Time Support von lubuntu ist 18.04.1

Bernd Mayer

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