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Sieghard Schicktanz (08.01.2019, 01:32)
Hallo Andreas,

Du schriebst am Mon, 07 Jan 2019 16:45:49 -0500:

> On Sun, 6 Jan 2019 20:38:29 +0100, Sieghard Schicktanz wrote:
> Nein, aber sich, wenn nicht aus Büchern, von irgendwoher die Grundlagen
> besorgen. @Joerg: suche mal nach "Linux für Einsteiger" in Internet.


Deine Ansprachezielgenauigkeit läßt auch zu wünschen übrig...
Das "@Joerg" hätte an den Anfang Deiner Antwort gehört.

....
> > Ahjasicherklar, Dein Dos hast Du auch auf Anhieb ohne jede Anleitung aus
> > dem "FF" beherscht, klar.

> Was bei mir fast so. Ein Bekannter zeigte mir die wichtigsten
> Datei-Kommandos (COPY, DELETE und so) und auch, dass es bei einem "/?"
> hinten angestellt ausdruckt, welche Parameter es kennt. Ich musste so nur
> die Namen der Kommandos (wie COPY) selbst kennen.


Und die hast Du ohne weitere Hilfe "natürlich" sofort alle gewußt, sicher.

> Das ist bei Linux nicht anders. Häufig geht "$KOMMANDO --help" oder man
> ruft die Man Page dazu auf. Das "Problem" bei Linux ist, dass es ein
> Vielfaches an Kommandos von DOS hat.


Es hat ja auch ein Vielfaches an Funktionen.

> > Und alle Programme da drauf.

> Von externen Programmen war nicht die Rede.


Doch, weil - bei Linux zumindest - fast alle "Kommandos" zumindest auch
externe Programme _sind_. Und ohne solche kannst Du (auch) mit Dos herzlich
wenig anfangen.

--
Ulli Horlacher (08.01.2019, 01:36)
Joerg <news> wrote:

> > Nein, aber sich, wenn nicht aus Büchern, von irgendwoher die Grundlagen
> > besorgen. @Joerg: suche mal nach "Linux für Einsteiger" in Internet.

> Technisches Deutsch ist nicht so leicht fuer mich


99% aller Linux-Doku ist in englisch.

> Nun kann ich mich in die Materie fressen. Wobei das offenbar weit mehr
> Command Line Know-How erfordert als ich mir je traeumen liess und als es
> bei DOS war.


DOS ist ein primitiv-System, das man an einem Tag lernen kann. MIT UNIX
kannst du dich ein paar Jahre beschaeftigen, ohne dass es langweilig wird
:-)

> Die sind bei Linux allerdings erstaunlich leicht installierbar. Sofern
> es dabei nicht irgendwann Dependencies zerballert ...


Solang du nicht mit Gewalt Einzelpakete installierst und nicht den
Paketamanager benutzt, kann das nicht passieren.
Sieghard Schicktanz (08.01.2019, 01:37)
Hallo Joerg,

Du schriebst am Mon, 07 Jan 2019 14:49:38 -0800:

> > Was bei mir fast so. Ein Bekannter zeigte mir die wichtigsten
> > Datei-Kommandos (COPY, DELETE und so) und auch, dass es bei einem "/?" ....

> Das war bei mir auch so, DOS war ziemlich simpel.


Solange man nicht was sinnvolles damit machen wollte. Aber schon das
Ausdrucken einer Dateiliste war da nur mit einem kleinen Trick möglich(der
sowieso von Unix abgeschaut war). Vorausgesetzt natürlich, ein Druckerwar
angeschlossen und funktionierte.

> > Das ist bei Linux nicht anders. Häufig geht "$KOMMANDO --help" oder man
> > ruft die Man Page dazu auf. Das "Problem" bei Linux ist, dass es ein
> > Vielfaches an Kommandos von DOS hat.

> Genau das ist es. Aehnlich wie ein gut gebildeter Ungar eine halbe
> Million Woerter kennen soll, waehrend man in anderen Sprachen laessig mit
> einem Zehntel davon auskommt, ohne aufzufallen.


Naja, bei Englisch reicht für viele fast schon ein Hundertstel. Bei manchen
Zeitgenossen für Deutsch auch...

--
Ulli Horlacher (08.01.2019, 01:39)
Markus Luft <01-2015> wrote:
> Ich habe so den Eindruck, der Trend geht in Richtung immer weniger
> individualisierbar und immer weniger Funktionen.


Deshalb meidet man Klickibunti und nimmt die shell.
Joerg (08.01.2019, 01:45)
On 2019-01-06 11:26, Sieghard Schicktanz wrote:
> Hallo Kay,
> Du schriebst am Sun, 6 Jan 2019 02:58:55 +0100:
>> N.B. Ein Analoger Consultant scheitert am Digitalen... Tragisch.

> Noch ist er nicht gescheitert.


Isser auch nich :-)

Der Laptop mit seiner "exotischen Hardware" loeppt jetzt. Lubuntu 18.04.1.

> Und: wo wäre die Digitaltechnik ohne Analogverarbeitung?


Da braeuchte man Digitaltechnik nicht, weil die Signale ja irgendwie
reinkommen muessen.

> Je schneller die Geräte und je größer die Speicher werden, desto analoger
> werden sie - waren Ringkernspeicher noch recht digital links- oder
> rechtsrum magnetisiert, ist die Magnetierungserkennung bei aktuellen
> Festplatten schon eher eine Aufgabe für die Statistiker, und bei MLC-Flash
> hört die Digitaltechnik dann ganz auf, da sind die Bitgruppen als analoge
> Ladungshaufen gespeichert.


Lustig sind auch immer Faelle, wo es z.B. heisst, "Es laeuft
prinzipiell, aber alle acht Sekunden kommt es zu unerklaerlichen
Datenfehlern".
Joerg (08.01.2019, 01:57)
On 2019-01-07 15:36, Ulli Horlacher wrote:
> Joerg <news> wrote:
>>> Nein, aber sich, wenn nicht aus Büchern, von irgendwoher die Grundlagen
>>> besorgen. @Joerg: suche mal nach "Linux für Einsteiger" in Internet.

>> Technisches Deutsch ist nicht so leicht fuer mich

> 99% aller Linux-Doku ist in englisch.


Fuer mich sehr praktisch.

>> Nun kann ich mich in die Materie fressen. Wobei das offenbar weit mehr
>> Command Line Know-How erfordert als ich mir je traeumen liess und als es
>> bei DOS war.

> DOS ist ein primitiv-System, das man an einem Tag lernen kann. MIT UNIX
> kannst du dich ein paar Jahre beschaeftigen, ohne dass es langweilig wird
> :-)


Das ist wohl so. Wobei DOS frueher trotzdem alles geschafft hat, was ich
ihm aufpackte.

>> Die sind bei Linux allerdings erstaunlich leicht installierbar. Sofern
>> es dabei nicht irgendwann Dependencies zerballert ...

> Solang du nicht mit Gewalt Einzelpakete installierst und nicht den
> Paketamanager benutzt, kann das nicht passieren.


Ich versuche mich dabei, im Zaum zu halten. Doch als bei der
Installation von Libre Office (bei Lubuntu ist nur Abiword
vorinstalliert) eine Warnung kam, dass 93 Dependencies betroffen seien
und was dabei passieren koenne, wurde mir mal kurz anders. Vermutlich
muss man in dieser Hinsicht abhaerten.
Stefan Froehlich (08.01.2019, 07:55)
On Mon, 07 Jan 2019 22:31:06 Andreas Kohlbach wrote:
> On 6 Jan 2019 23:05:23 GMT, Stefan Froehlich wrote:


> Hast Du Dich da selbst eingetragen? Und auch keine anderen User,
> denen Du nicht vertraust?


Mein Hirn ist so ein Nudelsieb, dass ich mir von einer Installation
zur nächsten nicht merke, ob Debian das im Installer automatisch
macht (ich glaube: ja), oder ich beim ersten Zugriffsversuch (ich
glaube: nein).

In beiden Fällen ist das Ergebnis jedoch genau das von mir
gewünschte, und nein, User, denen ich nicht vertraue kämen da mit
Sicherheit nicht hinein (und auch sonst keine, solange nicht die
Notwendigkeit dafür besteht).

Servus,
Stefan
Ulli Horlacher (08.01.2019, 09:13)
Joerg <news> wrote:

> > DOS ist ein primitiv-System, das man an einem Tag lernen kann. MIT UNIX
> > kannst du dich ein paar Jahre beschaeftigen, ohne dass es langweilig wird

> Das ist wohl so. Wobei DOS frueher trotzdem alles geschafft hat, was ich
> ihm aufpackte.


Wenn die Ansprueche niedrig genug sind, reicht auch ein Taschenrechner,
so wie mir frueher. Inzwischen hab ichs schon gern etwas anspruchsvoller.

> Ich versuche mich dabei, im Zaum zu halten. Doch als bei der
> Installation von Libre Office (bei Lubuntu ist nur Abiword
> vorinstalliert) eine Warnung kam, dass 93 Dependencies betroffen seien
> und was dabei passieren koenne, wurde mir mal kurz anders. Vermutlich
> muss man in dieser Hinsicht abhaerten.


Man muss vor allem die Meldungen vom Paketmanager lesen und verstehen.
Das waren keine Warnungen, sondern nur Informationen.
Kaputt gehen kann da nichts.
Ausser du benutzt Optionen wie --force
==> "Ich weiss es besser, also mach hin, Scherge!"
Hermann Riemann (08.01.2019, 10:58)
Am 07.01.2019 um 00:05 schrieb Stefan Froehlich:

> Ich möchte nicht jedes Mal sudo verwenden, nur weil ich etwas in
> einem Logfile nachschaue. Kommt mir jetzt nicht gar so exotisch vor.

Eine Unterkonsole mit
sudo su
...

Hermann
der sudo meist so verwendet hat.
Marc Haber (08.01.2019, 11:37)
Joerg <news> wrote:
>Ich versuche mich dabei, im Zaum zu halten. Doch als bei der
>Installation von Libre Office (bei Lubuntu ist nur Abiword
>vorinstalliert) eine Warnung kam, dass 93 Dependencies betroffen seien
>und was dabei passieren koenne, wurde mir mal kurz anders. Vermutlich
>muss man in dieser Hinsicht abhaerten.


Wir könnten Dir das jetzt erklären, aber wie üblich paraphrasierst Du
unter Informationsverlust. Ich kann nichtmal sagen, was Du mit
"betroffen sein" meinst.

Grüße
Marc
Marc Haber (08.01.2019, 11:38)
Hermann Riemann <nospam.ng> wrote:
>Am 07.01.2019 um 00:05 schrieb Stefan Froehlich:
>> Ich möchte nicht jedes Mal sudo verwenden, nur weil ich etwas in
>> einem Logfile nachschaue. Kommt mir jetzt nicht gar so exotisch vor.

>Eine Unterkonsole mit
>sudo su


Das Du dass machst, und zwar genau _so_, wundert mich keinen Meter.
Christian Schneider (08.01.2019, 11:57)
Thus spake Hermann Riemann (nospam.ng):
> Am 07.01.2019 um 00:05 schrieb Stefan Froehlich:
> Eine Unterkonsole mit
> sudo su
> ..
> Hermann
> der sudo meist so verwendet hat.


Bis Du weißt was Du machst, solltest Du davon Abstand nehmen hier auch
nur irgendwelche technischen Ratschläge zu geben.
Hermann Riemann (08.01.2019, 15:34)
Am 08.01.2019 um 10:57 schrieb Christian Schneider:
> Thus spake Hermann Riemann (nospam.ng):
>> Am 07.01.2019 um 00:05 schrieb Stefan Froehlich:


>>> Ich möchte nicht jedes Mal sudo verwenden, nur weil ich etwas in
>>> einem Logfile nachschaue. Kommt mir jetzt nicht gar so exotisch vor.

>> Eine Unterkonsole mit
>> sudo su
>> ..


>> Hermann
>> der sudo meist so verwendet hat.


> Bis Du weißt was Du machst, solltest Du davon Abstand nehmen hier auch
> nur irgendwelche technischen Ratschläge zu geben.


Ich rate mal: Mit
sudo su
wechsele ich zu einer neuen shell,
in der gleichen Art, wie wenn ich su direkt aufrufe,
(und es wie gewohnt funktionieren würde).

Hermann
der momentan keinen besseren Weg sieht
um es Herrn Froehlich bequem zu machen,
wenn su nicht direkt funktioniert.
Erik Braun (08.01.2019, 15:46)
Hermann Riemann <nospam.ng> schrieb:

> Mit
> sudo su
> wechsele ich zu einer neuen shell,


Was soll das im Vergleich zu "sudo -i" bringen?
Juergen Ilse (08.01.2019, 16:04)
Hallo,

Hermann Riemann <nospam.ng> wrote:
> Ich rate mal: Mit
> sudo su


.... erzeugst du voellig ueberfluessigerweise einen weiteren Prozess su,
waehrend "sudo -s" sudo einfach nur eine shell mit root-Rechten starten
laesst ("sudo -i", wenn die shell als login-shell fuer root gestartet
werden soll).

Tschuess,
Juergen Ilse (juergen)

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