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Roman J. Rohleder (29.07.2004, 21:09)
Timo Labrenz <tlab3000> schrieb:

>> Timo, was begeistert dich eigenlich so sehr?


>Wenn ich mit Yellow ausgleiche, bekomme ich gerade noch Zeichnung in
>diese Schwärzen, aber die anderen Bereiche werden auch flauer.
>Das gleiche Bild mit Multicontrast wirkt wie die 60%-Schwarz-
>Vergrößerung in Eukobrom, hat aber noch Zeichnung in den Schwärzen,
>ohne dass der Rest matschig-grau wird.


>Mir kommt es so vor, als ob ich mit diesem Entwickler mehr Umfang
>raushole.


Schon moeglich - ist alles abhaengig von den verwendeten
Entwicklersubstanzen und der Gesamtabstimmung. Nicht anders als bei
Filmentwicklern - da gibt es ja auch eher flaue und eher knackige
Kandidaten.

> Beim Forte Barytpapier ist der Unterschied nicht ganz so
>groß, beim Ilford MGIV RC scheint es einiges auszumachen.


Koennte auch am Papier liegen. ;-)

>Ganz undefiniert: Die Vergrößerungen, die ich in MCDev entwickelt
>habe, wirken irgendwie richtiger, lebendiger. Kann's nicht ganz
>erklären. Zum Glück ist es nicht nur mir aufgefallen, sondern auch
>einem Kumpel, bevor er wusste, dass ich MCDev verwendet habe. Sonst
>hätte ich mich gefragt, ob das eine persönliche optische Täuschung
>ist ;)


Nene, durchaus moeglich, denn...

> Für Zufall ist mir der Unterschied berade beim MGIV zu groß.


.... gerade MGIVRC ist ein Luschenpapier. ;-)

Ich bin grade auf den letzten 25Blatt eines ehemals groesseren Vorrats
und wirklich froh, diesen Staubfaenger hinter mir zu haben. Vor ein
paar Wochen bin ich an ein paar Blatt Foma Variant3 gekommen, knapp 3
Jahre alt und schon ein gutes Stueck zu weich und doch.... es knackt
mehr als das frische (weil tiefgekuehlt gelagerte) Ilford und ist
ausgewogener hinsichtlich Zeichnung in Lichtern und Schatten.

Macht Spass und ist viel guenstiger.

>Konzentrat. Das wird aber verbraucht, bevor es auch nur annähernd zu
>alt werden könnte. Mir ging es schon speziell um den Arbeitsansatz.


Konzentat und Pulveransatz scheinen sich doch in Inhalt und Wirkung zu
unterscheiden - der wird in Stamm angesetzt und verwendet. Praktisch
haelt letzterer wohl laenger - eben durchaus ein paar laaaaaange
Monate.

>>>Neutol und Neutol plus haben außer dem Ansatzwasser absolut nichts
>>>gemeinsam.

>Neutol Plus setzte ich prinzipiell nur mit Aqua Dest an,


Ein recht teures Vergnuegen. Schreibt Agfa da eigentlich Empfehlungen
auf den Deckel? Das Problem sollte ihnen bewusst sein, es ist an
vielen Stellen ein Dauerthema und die "Hotline" sollte auch schon was
davon gehoert haben - leider kam nie eine Antwort. :-(

> Neutol mit
>Dreisamwasser ;)
>Danke für die Info.


Hart und leidend erarbeitet. ;-)

>Hmm, ich mache das eigentlich immer so, egal mit welchem Entwickler.
>Werde die Arbeitsverdünnung dann mal länger benutzen.


Aehm - ich wollt sagen: "fuer heute und morgen" - "Ne, bei mir stirbt
das Zeug durchaus schon am gleichen Tag".

Da ist leider nix mit laenger benutzen.

N113 kann man dagegen wochenlang benutzen - sei es in der Maschine
(bei regelmaessigem schluckweisen Nachschuetten) oder im Wechsel
zwischen Schale und Flasche. Er wird stirbt recht ploetzlich, die
Schatten werden matschig, so das wenig Schrott anfaellt.

Timm,Thiemann hat da recht spezielle Erfahrungen, er kriegt die 10l
einfach nicht weg... ;-)

Und im Bildergebnis hatte ich nach Bromax und Neutol Plus ein
vergleichbares "Erweckungserlebnis" wie du es mit dem Agfa MC
beschreibst.

>> Nach Aufbrauchen meiner letzten 1 1/2 Liter schwenke ich wohl
>> endgueltig auf Calbe 113 um - der ist fast unsterblich, bringt
>> fleissig schoene Toene und ist maschinentauglich.


Mach da ein "N113" draus.

>Klingt gut. Schau ich mir mal an. Schon wieder: Danke.


Wenn du es probierst - nimm ruhig die 10l-Tuete und setze sie in
halber Staerke an. In Buchenau hatten wir nur einen 5l-Kanister und
mussten es notgedrungen ausprobieren - es loeste sich voellig.

Ich werde mir naechste Woche auch ein paar Foma-Entwickler beschaffen
- speziell der "Foma Universal" klingt irgendwie nett. ;-)

"FOMA UNIVERSAL DEVELOPER
In general
Two-component, normal-working developer in powder form.
Use
The developer is designed for the manual and automatic
processing of all sorts of black-and-white negative and
positive photomaterials."

;-)

Die Agfa hatte frueher auch sowas im Regal, war als Ansco-Ansatz in
Amiland sehr beliebt.

>Gruß
>Timo


Gruss, Roman
Alexander Selzer (29.07.2004, 21:13)
Am 2004-07-29,
schrieb Roman J Rohleder <rjrgroups7>:
> Hach, dann muss ich halt mal meine Agfa- und Orwo-Rezeptbuecher
> durchwuehlen - irgendein Standardentwickler dort war dem Neutol im
> Ergebnis als aehnlich empfohlen worden.


IIRC dürfte das der erwähnte 112er sein. Die Nr. 100 ist auch ganz i.O.

>> Nr. 120 ist ein Braunentwickler (funktioniert).

> Mit welchen Papieren?


Ich hab den noch mit festgraduierten Brom- und Chlorbromsilberpapieren
verwendet. Jede Sorte reagiert etwas anders. Hinweise stehen beim
Rezept ().

> Oha - das solte doch eher konstant sein. Ich habe hier eine Flasche
> seit einem Jahr halbangebrochen rumstehen, die tut noch ordentlich.


Ich habe den Eindruck gehabt, daß die Halbwertszeit (hat dieser
Entwickler sowas überhaupt?!) deutlich nachgelassen hat.

> Interessant ist, das Neutol Plus urploetzlich abranzt - andere
> Entwickler wie Amaloco Bromax 2002 oder N113 werden matschig, N+
> dagegen zeigt von jetzt auf gleich nur noch eine eher milde
> Graufaerbung der Toene.


Und wenn man dann ein Bild schön ausgearbeitet hat und plötzlich tut der
Entwickler nicht mehr, dann ist das mehr als ärgerlich.

Gruß,
Alex
Timo Labrenz (30.07.2004, 02:28)
Alexander Selzer <juli2004.nospam> schrieb:

> Also, Calbe N113 (N für Neutol) hat die Rezeptnummer 113, die
> nicht veröffentlicht ist. Ein kräftiger Entwickler (ähnlich?) ist
> Nr. 112. Das Rezept gibt's z.B. auf meinen Seiten, ebenso die Nr.
> 120.


Vielen Dank, ich habe im Durchblätterer ein Lesezeichen gesetzt und
dabei nichtmal Anglizismen gebraucht ;) Mist, der "Modell vs. Model"
Faden wirft mich aus der Rolle...

Gruß

Timo
Timo Labrenz (30.07.2004, 02:50)
Roman J. Rohleder <rjrgroups7> schrieb:
> Timo Labrenz <tlab3000> schrieb:


>> Für Zufall ist mir der Unterschied berade beim MGIV zu groß.

> ... gerade MGIVRC ist ein Luschenpapier. ;-)


LOL. Okay, aber Kontakte mach ich sicher nicht auf Baryt.
In Pearl hat das Papier was.

> Ich bin grade auf den letzten 25Blatt eines ehemals groesseren
> Vorrats und wirklich froh, diesen Staubfaenger hinter mir zu
> haben. Vor ein paar Wochen bin ich an ein paar Blatt Foma Variant3
> gekommen, knapp 3 Jahre alt und schon ein gutes Stueck zu weich
> und doch.... es knackt mehr als das frische (weil tiefgekuehlt
> gelagerte) Ilford und ist ausgewogener hinsichtlich Zeichnung in
> Lichtern und Schatten.


Fomaspeed Variant 3? Oder ist Foma Variant 3 was anderes? Ich finde
das Fomaspeed sehr hart und kalt, zumindest in Eukobrom. Bei manchen
Motiven ist das nett, aber es passt wirklich nicht immer. War bis
vor kurzem mein Standard-Papier, werde es aber vermutlich nicht mehr
nachbestellen. Die letzten 50 Blatt sollten noch lange reichen.

>>Neutol Plus setzte ich prinzipiell nur mit Aqua Dest an,

> Ein recht teures Vergnuegen. Schreibt Agfa da eigentlich
> Empfehlungen auf den Deckel? Das Problem sollte ihnen bewusst
> sein, es ist an vielen Stellen ein Dauerthema und die "Hotline"
> sollte auch schon was davon gehoert haben - leider kam nie eine
> Antwort. :-(


Keine Ahnung. Ich schaue mal nach, wenn ich wieder in der Duka bin.
Hatte nicht wirklich vor, Aqua Dest zu nehmen.

> Aehm - ich wollt sagen: "fuer heute und morgen" - "Ne, bei mir
> stirbt das Zeug durchaus schon am gleichen Tag".
> Da ist leider nix mit laenger benutzen.


Okay.

> N113 kann man dagegen wochenlang benutzen - sei es in der Maschine
> (bei regelmaessigem schluckweisen Nachschuetten) oder im Wechsel
> zwischen Schale und Flasche. Er wird stirbt recht ploetzlich, die
> Schatten werden matschig, so das wenig Schrott anfaellt.


Sehr gut.

> Wenn du es probierst - nimm ruhig die 10l-Tuete und setze sie in
> halber Staerke an. In Buchenau hatten wir nur einen 5l-Kanister
> und mussten es notgedrungen ausprobieren - es loeste sich voellig.


Mache ich. Sollte dann aber dennoch vor gebrauch verdünnt werden,
oder?
Leider komme ich momentan nicht mehr so oft in die Duka, da ich seit
Montag plötzlich in Arbeit versinke und sich das die nächsten Monate
vermutlich auch nicht ändern wird. Aber wahrscheinlich nehmen mir
die Leute im Club gerne ein paar Liter ab.

Und LP-Brom 3 steht bei mir auch noch rum und will gestestet werden.
Und Oriental Papier - bin mal gespannt, ob es dem Preis gerecht
wird. Aber eigentlich bin ich mit den Forte Barytpapieren sehr
zufrieden.

Gruß

Timo
Martin Jangowski (30.07.2004, 08:41)
Roman J. Rohleder <rjrgroups7> wrote:

> Interessant ist, das Neutol Plus urploetzlich abranzt - andere
> Entwickler wie Amaloco Bromax 2002 oder N113 werden matschig, N+
> dagegen zeigt von jetzt auf gleich nur noch eine eher milde
> Graufaerbung der Toene.


_Das_ scheint das gleiche zu sein wie das berühmte XTOL-Umkippen.
Von einer Sekunde auf die nächste ist tuck. Ist mit jetzt dreimal
passiert, bei mir liegen Filmentwickler max. 4 Wochen in der
Flasche, dann wird frischer angesetzt. bei den lächerlichen
Selbstansatz-Preisen auch kein echtes Problem.

Martin
Roman J. Rohleder (31.07.2004, 04:19)
Timo Labrenz <tlab3000> schrieb:

>> ... gerade MGIVRC ist ein Luschenpapier. ;-)

>LOL. Okay, aber Kontakte mach ich sicher nicht auf Baryt.
>In Pearl hat das Papier was.


So? Was denn?

>Fomaspeed Variant 3? Oder ist Foma Variant 3 was anderes?


Nene, ich war nur schreibfaul.

>Ich finde
>das Fomaspeed sehr hart und kalt, zumindest in Eukobrom.


Meines ist zu weich, was ich aber aufs Alter schieben darf.... da ich
aber jetzt doch die Duka umraeumen muss, wird der Vergleich mit einer
frischen Emulsion ´ne Weile warten muessen. :-(

>> Wenn du es probierst - nimm ruhig die 10l-Tuete und setze sie in
>> halber Staerke an. In Buchenau hatten wir nur einen 5l-Kanister
>> und mussten es notgedrungen ausprobieren - es loeste sich voellig.

>Mache ich. Sollte dann aber dennoch vor gebrauch verdünnt werden,
>oder?


Ja, klar. Sonst koennte es doch zu Schleiern kommen.

>Und LP-Brom 3 steht bei mir auch noch rum und will gestestet werden.
>Und Oriental Papier - bin mal gespannt, ob es dem Preis gerecht
>wird.


Irgendwie zweifel ich dran - bei Oriental wird in letzter Zeit gerne
hinsichtlich Schnittfehler, Fussel, Emulsionsfehler gejammert... schau
mal bei photo.net.

> Aber eigentlich bin ich mit den Forte Barytpapieren sehr
>zufrieden.


Welche speziell? Da steht kommende Woche naemlich ein Einkauf an.

>Gruß
>Timo


Gruss, Roman
Dieter Lefeling (31.07.2004, 16:45)
Roman J. Rohleder schrieb:

> ... gerade MGIVRC ist ein Luschenpapier. ;-)
> Ich bin grade auf den letzten 25Blatt eines ehemals groesseren Vorrats
> und wirklich froh, diesen Staubfaenger hinter mir zu haben. Vor ein
> paar Wochen bin ich an ein paar Blatt Foma Variant3 gekommen, knapp 3
> Jahre alt und schon ein gutes Stueck zu weich und doch.... es knackt
> mehr als das frische (weil tiefgekuehlt gelagerte) Ilford und ist
> ausgewogener hinsichtlich Zeichnung in Lichtern und Schatten.


Das muss so (tm). <8)

Multigrade IV wurde gegenueber seinem Vorgaenger III erheblich geaendert
in Bezug auf die Tonwertwiedergabe. In den Schatten und besonders in den
Lichtern verlaeuft die Schwaerzungskurve merklich flacher. Das kann bei
schwierigen Negativen natuerlich ein Vorteil sein. Man sprach damals
sogar davon, dass mit IV in vielen Faellen Nachbelichten und Abwedeln
ueberfluessig geworden sei.

Ich selber fand das auch nicht so doll und habe dem III eine ganze Weile
nachgetrauert. Gluecklicherweise bin ich dann durch Zufall (war recht
guenstig) auf Tetenal Vario Ultra gestossen. Das erinnerte mich wieder
an das gute alte knackige, "ehrliche" III. Das Papier soll dem PE-
Kontrastwandelpapier der Agfa entsprechen - das waere dann wohl die
Alternative hier.

> [ Foma ]
> Macht Spass und ist viel guenstiger.


Papiere aus oestlicher Fertigung habe ich seit mehr als 10 Jahren nicht
mehr benutzt. Nach einem Experiment mit Foma Kontrastwandelzeug war das
Thema endgueltig durch. Dafuer war der Entwickler zu schade. Ich will
doch hoffen, dass das heute anders ist?

Dieter
Christian Zahn (31.07.2004, 17:18)
Dieter Lefeling <didis.mehlbox> wrote:

> Papiere aus oestlicher Fertigung habe ich seit mehr als 10 Jahren nicht
> mehr benutzt. Nach einem Experiment mit Foma Kontrastwandelzeug war das
> Thema endgueltig durch. Dafuer war der Entwickler zu schade. Ich will
> doch hoffen, dass das heute anders ist?


Das ist heute anders. Fomas Variant III ist sehr gut.
Und Fortes Baryt Polywarmton PW-14 ist einfach nur ein Traumpapier, das
und Agfas MCC ist meine Wahl.

bis die tage... chris z.

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