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Olaf Kaluza (13.08.2005, 19:30)
Ich wollte auch mal einen neuen Thread starte. :-)

Also lesst dies:



Man fragt sich natuerlich ob die Preise fuer gebrauchte Dieselautos
nun in bodenlose fallen.

Und ob die Klasseneinteilung nun nach Prozent pro Irgendetwas, oder
viel sinnvoller in Gramm pro Auto erfolgt. Im letzteren Falle werden
wir dann wohl bald nur noch Kleinwagendiesel in unseren Innenstaedten
sehen.

Wollen wir eigentlich wetten das demnaechst die Steuern fuer Diesel
ohne Filter kraeftig nach oben gehen?

Und dann stellt sich natuerlich noch die OffTopic Frage was eigentlich
mit Dieselmotorraedern ist....

Olaf
Thomas Kammerer (13.08.2005, 22:01)
Olaf Kaluza schrieb:
> Ich wollte auch mal einen neuen Thread starte. :-)
> Also lesst dies:
>
> Man fragt sich natuerlich ob die Preise fuer gebrauchte Dieselautos
> nun in bodenlose fallen.


Betroffen von den Fahrverboten in bestimmten Stadtgebieten wären
3,8 Millionen Dieselautos und rund eine Million Lieferwagen, die vor
1999 zugelassen wurden.
Michael Landenberger (13.08.2005, 23:01)
"Thomas Kammerer" schrieb:

> Betroffen von den Fahrverboten in bestimmten Stadtgebieten
> wären 3,8 Millionen Dieselautos und rund eine Million
> Lieferwagen, die vor 1999 zugelassen wurden.


Ich habe vor 2 Jahren bei der Anschaffung eines "neuen" Gebrauchten
lange überlegt, ob es ein Diesel oder ein Benziner werden soll. Ich habe
mich nach reiflicher Überlegung für einen Benziner entschieden. Und
obwohl mein Auto im Schnitt 12 Liter Super auf 100 km konsumiert (der
Verbrauch eines Diesels hätte bei ca. 8l/100 km gelegen), komme ich
langsam aber sicher zu der Überzeugung, dass meine Entscheidung die
richtige war ;-)

Gruß

Michael
Heiko Mittelstaedt (13.08.2005, 23:07)
Michael Landenberger schrieb:
> Ich habe vor 2 Jahren bei der Anschaffung eines "neuen" Gebrauchten
> lange überlegt, ob es ein Diesel oder ein Benziner werden soll. Ich habe
> mich nach reiflicher Überlegung für einen Benziner entschieden. Und
> obwohl mein Auto im Schnitt 12 Liter Super auf 100 km konsumiert (der
> Verbrauch eines Diesels hätte bei ca. 8l/100 km gelegen), komme ich
> langsam aber sicher zu der Überzeugung, dass meine Entscheidung die
> richtige war ;-)


Man muß sich nur vorher erkundigen, ob eine Nachrüstung möglich ist und
was das kostet. Den Betrag muß man in die Gebrauchtwagenkalkulation
einfließen lassen und kann sich dann auf einem großen preiswerten
Marktsegment umschauen.

Ich habe mich auch noch nicht abschließend entschieden. Diesel oder
Benzin - es kommt noch dazu, daß Diesel/Benzin im nächsten Jahr über 2
EUR pro Liter kosten dürfte. Da macht sich ein Verbrauchsvorteil immer
stärker bezahlt.

Grüße,
Heiko
Rolf R. Kopp (13.08.2005, 23:21)
"Michael Landenberger" <spameimer092004> schrieb:

>Ich habe vor 2 Jahren bei der Anschaffung eines "neuen" Gebrauchten
>lange überlegt, ob es ein Diesel oder ein Benziner werden soll. Ich habe
>mich nach reiflicher Überlegung für einen Benziner entschieden. Und
>obwohl mein Auto im Schnitt 12 Liter Super auf 100 km konsumiert (der
>Verbrauch eines Diesels hätte bei ca. 8l/100 km gelegen), komme ich
>langsam aber sicher zu der Überzeugung, dass meine Entscheidung die
>richtige war ;-)

Due könntest mich retten. Bevor ich mich jetzt mit meinem Dieselauto
den Abhang runterstürze, wäre es nett, wenn du deine Überzeugung kurz
mit ein paar Zahlen belegen würdest.

Vielen Dank und freundliche Grüße von Rolf
Michael Landenberger (13.08.2005, 23:46)
"Heiko Mittelstaedt" schrieb:

> Man muß sich nur vorher erkundigen, ob eine Nachrüstung möglich ist
> und was das kostet. Den Betrag muß man in die
> Gebrauchtwagenkalkulation einfließen lassen und kann sich dann auf
> einem großen preiswerten Marktsegment umschauen.


Nun, in meine Gebrauchtwagenkalkulation flossen außer Spritverbrauch
und -preis noch andere Größen ein. Mein Auto ist ein '96er Ford Galaxy,
bei dem gelten einige Sonderfälle:

1. Einen Diesel mit vernünftiger Leistung gab es 1996 im Galaxy noch
nicht. Diesel mit > 100 PS wurden erst 1998 eingeführt, das Auto wäre
also neuer und damit teurer gewesen.
2. Die Benziner im Galaxy kommen mit Ausnahme des VR6 von Ford, die
Dieselmotoren dagegen von VW (Galaxy ist baugleich mit VW Sharan). Die
VW-Dieselmotoren haben einen schlechten Ruf wegen teurer und ärgerlicher
Macken (z. B. häufig defekter Luftmassenmesser, teurer
Zahnriemenwechsel). Die Ford-Benzinmotoren sind dagegen vergleichsweise
anspruchslos (langlebige Steuerkette statt Zahnriemen, zuverlässigerer
LMM).
3. Als (gebrauchter) Benziner war der Galaxy seinerzeit deutlich
billiger als ein gleich alter Diesel. Beim Kauf habe ich dadurch ca.
1000 Euro gespart.

Zusätzlich habe ich natürlich die üblichen Kriterien berücksichtigt. Für
den Benziner sprachen hier die geringere Kfz-Steuer und -Versicherung
sowie die größere Laufruhe. Alles in allem hatte der Benziner bei der
geplanten Laufleistung trotz des hohen Verbrauchs dann die Nase vorn.
Und nun kommt noch Tatsache hinzu, dass ich auch in Zukunft mit meinem
Auto auch ohne teure Nachrüstung in die Innenstadt werde fahren dürfen.
Das empfinde ich nicht unbedingt als Nachteil ;-)

> Ich habe mich auch noch nicht abschließend entschieden. Diesel oder
> Benzin - es kommt noch dazu, daß Diesel/Benzin im nächsten Jahr über
> 2 EUR pro Liter kosten dürfte. Da macht sich ein Verbrauchsvorteil
> immer stärker bezahlt.


Ab einer bestimmten Jahresfahrleistung ja. Ich würde aber auf keinen
Fall einen Diesel kaufen wollen, der vom Fahrverbot betroffen wäre. Also
käme für mich nur ein Diesel mit (ggf. nachgerüstetem) Filter in Frage.
Wenn der in der Anschaffung zu teuer wäre, würde ich eben doch auf einen
Benziner ausweichen.

Gruß

Michael
Michael Landenberger (13.08.2005, 23:53)
"Rolf R. Kopp" schrieb:
> "Michael Landenberger" schrieb:
>>Ich habe vor 2 Jahren bei der Anschaffung eines "neuen"
>> Gebrauchten lange überlegt, ob es ein Diesel oder ein
>> Benziner werden soll.


> Due könntest mich retten. Bevor ich mich jetzt mit meinem Dieselauto
> den Abhang runterstürze, wäre es nett, wenn du deine Überzeugung kurz
> mit ein paar Zahlen belegen würdest.


Ich weiß leider nicht, wie man ein Fahrverbot (bzw. ein nicht
vorhandenes solches) in Zahlen ausdrücken kann. Außerdem gab es zu der
Zeit, als ich das Auto gekauft habe, die Feinstaubdiskussion in der
heutigen Form noch nicht. Andere Auswahlkriterien, die für mich eine
Rolle gespielt haben (und die bei anderen Fahrzeugtypen möglicherweise
irrelevant sind), kannst du meiner Antwort an Heiko entnehmen.

Vielleicht hilft es dir weiter, wenn ich meine durchschnittliche
Jahresfahrleistung angebe: ca. 12.000 km. Bei derart geringen
Fahrleistungen dürfte in fast jedem Auto ein Benziner im Vorteil sein.
Bei Vielfahrern ist das mit Sicherheit anders.

Gruß

Michael
Lars Trebing (14.08.2005, 00:48)
Thomas Kammerer wrote:

> Olaf Kaluza schrieb:
>>

> Betroffen von den Fahrverboten in bestimmten Stadtgebieten wären 3,8
> Millionen Dieselautos und rund eine Million Lieferwagen, die vor 1999
> zugelassen wurden.


Ja, das ist ein Satz aus dem genannten Artikel (ob du den »Bild«-Hinweis
quellenfälschenderweise entfernt hast oder ob der nachträglich in den
Artikel eingefügt wurde, kann ich jetzt nicht feststellen). Und jetzt?
Florian Laws (14.08.2005, 02:40)
On 2005-08-13, Heiko Mittelstaedt <heiko.m> wrote:
> Michael Landenberger schrieb:
> Man muß sich nur vorher erkundigen, ob eine Nachrüstung möglich ist und
> was das kostet. Den Betrag muß man in die Gebrauchtwagenkalkulation
> einfließen lassen und kann sich dann auf einem großen preiswerten
> Marktsegment umschauen.
> Ich habe mich auch noch nicht abschließend entschieden. Diesel oder
> Benzin - es kommt noch dazu, daß Diesel/Benzin im nächsten Jahr über 2
> EUR pro Liter kosten dürfte. Da macht sich ein Verbrauchsvorteil immer
> stärker bezahlt.


Aber die Preisdifferenz zwischen Diesel und Superbenzin bleibt doch
weitgehend konstant, und damit auch die Ersparnis, oder?

Grüße,

Florian
Markus Becker (14.08.2005, 06:40)
Florian Laws <fl-usenet-2004> schrieb:

> Aber die Preisdifferenz zwischen Diesel und Superbenzin bleibt doch
> weitgehend konstant, und damit auch die Ersparnis, oder?


Eine konstante Preisdifferenz wird bei absolut steigenden
Spritpreisen relativ immer kleiner.

2002: 0,70 : 1,10 -> 57 %
2005: 1,10 : 1,40 -> 27 %
2007: 2,50 : 2,80 -> 12 %
....

Ausserdem wird wohl auch, langsam, aber sicher, der Steueranteil
beim Diesel dem von Benzin angepasst. Die Regierenden wären
ja schön doof, wenn nicht. Im Zweifelsfall wird ein extra-
LKW-Sprit steuerlich günstiger gehandhabt, das gibt es sogar
heute schon. Natürlich nur, damit man 'keine Arbeitsplätze
gefährdet'. :-/

Markus
Rupert Mohr (14.08.2005, 08:57)
--- Original Nachricht von Heiko Mittelstaedt vom 13.08.2005 23:07 ---
> Ich habe mich auch noch nicht abschließend entschieden. Diesel oder
> Benzin - es kommt noch dazu, daß Diesel/Benzin im nächsten Jahr über 2
> EUR pro Liter kosten dürfte. Da macht sich ein Verbrauchsvorteil immer
> stärker bezahlt.


Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, kann man einen Diesel mit 0,59
EUR/l mit Pflanzenoel fahren... Ggf. kleiner Umbau nötig,oft aber auch
nicht.

Das geht irgendwie mit einem Benziner nicht ....

Gruß
Rupert
Heiko Mittelstaedt (14.08.2005, 09:09)
Florian Laws schrieb:
> Aber die Preisdifferenz zwischen Diesel und Superbenzin bleibt doch
> weitgehend konstant, und damit auch die Ersparnis, oder?


Nein, die wird sogar geringer. Trotzdem spart man bei einem Diesel immer
mehr, je billiger der Sprit wird. Der Kanckpunkt ist der geringere
Verbrauch. Du mußt die Menge, also die Liter des gesparten Sprits sehen.
Diese bleibt zwar konstant, ist aber immer mehr wert. Wenn ich 100 Liter
zu 1 EUR spare, sind das 100 EUR Preisvorteil, bei einem Preis von 1,50
aber schon 150, usw.

Grüße,
Heiko
Markus Becker (14.08.2005, 09:26)
Heiko Mittelstaedt <heiko.m> schrieb:

> Nein, die wird sogar geringer. Trotzdem spart man bei einem Diesel immer
> mehr, je billiger der Sprit wird. Der Kanckpunkt ist der geringere

????????
teurer, oder?

> Verbrauch. Du mußt die Menge, also die Liter des gesparten Sprits sehen.
> Diese bleibt zwar konstant, ist aber immer mehr wert. Wenn ich 100 Liter
> zu 1 EUR spare, sind das 100 EUR Preisvorteil, bei einem Preis von 1,50
> aber schon 150, usw.


Ziemlich richtig, habe ich *so* auch noch nicht betrachtet.

Markus
Ulrich Mindrup (14.08.2005, 09:30)
Lars Trebing schrieb:
> Thomas Kammerer wrote:
>> Olaf Kaluza schrieb:
>>>

>> Betroffen von den Fahrverboten in bestimmten Stadtgebieten wären 3,8
>> Millionen Dieselautos und rund eine Million Lieferwagen, die vor 1999
>> zugelassen wurden.


Was hat sich denn zwischen 1998 und 1999 bei den Dieselfahrzeugen
geändert? Der Rußfilter kann es nicht gewesen sein, der wird ja noch
nicht einmal heute bei allen Dieselfahrzeugen serienmäßig angeboten ;-)

Mir drängt sich der Verdacht auf, diese Grenze wurde aus "politischen"
Gründen gewählt, damit die Gruppe der betroffenen Fahrzeughalter nicht
zu groß wird. Nur -entweder macht man die Gründe für ein solches Verbot
an den Emissionen der Fahrzeuge fest -dann wären aber vermutlich sogar
Neufahrzeuge betroffen- oder man läßt es ganz.

Grüße

Ulrich
Heiko Mittelstaedt (14.08.2005, 10:06)
Rupert Mohr schrieb:
> Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, kann man einen Diesel mit 0,59
> EUR/l mit Pflanzenoel fahren... Ggf. kleiner Umbau nötig,oft aber auch
> nicht.
> Das geht irgendwie mit einem Benziner nicht ....


Und genau das ist auch noch ein Argument. Spätestens wenn hier die
Tankstellen Enpässe haben und den Leuten der Sprit ausgeht, haben die
Dieselfahrer noch ein paar Ausweichmöglichkeiten.

Grüße,
Heiko

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