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Holger Marzen (20.06.2013, 11:54)
["Followup-To:" nach de.etc.sprache.deutsch gesetzt.]
* On Thu, 20 Jun 2013 11:58:31 +0200, Matthias Opatz wrote:

> Bild 3:
> <http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/sonderkonditionen_33068434_mbqf-1371623716-30900472/3,c=0,h=554.bild.jpeg>
>| Wer noch näher ranzoomt, erkennt in 2300-facher Vergrößerung
>| die Pollen (rosa) als schwammige Körnchen
> Heute sagt man zuweilen auch im Deutschen Magenta, aber dieser Begriff
> war von 20, 30 Jahren im Deutschen kaum üblich. Kann es sein, dass diese
> Farbe noch vor 20 Jahren als violett oder lila galt?
> Rosa ist für mich etwas anderes, zum Beispiel das:
>
> Haltet ihr die Pollen auch für rosafarben? Wenn nein, wofür dann?


Rosa ist (bei subtraktiver Farbmischung, also z.B. im Farbkasten) Rot
mit Weiß gemischt, d.h etwas, was man mit Schweinen assoziiert
(schweinsrosa).

Lila ist mit Weiß aufgehelltes Violett.

Das Magenta hat man in meinem Umfeld immer als Pink bezeichnet.
Matthias Opatz (20.06.2013, 11:58)
Schwierig, die rechte Gruppe für diesen Gegenstand zu finden, eine
Farbgruppe gibt es nicht. Ich versuchs mal mit <de.rec.kunst.misc>
(zumindest bildende Künstler sollten farbkundig sein) und mit
<de.etc.sprache.deutsch> (wegen eines möglichen Begriffswandels).

Ich selbst bin nicht sehr, aber in einigen Übergangsbereichen doch
spürbar farbenblind (rot/grün). Ich weiß aber nicht, ob das überhaupt
hier reinspielt.

Hier sind zehn Beispiele für Markrofotografie beschrieben:
<http://www.bild.de/10um10/2013/10-um-10/hitliste-um-zehn-naturfotos-fantastisch-rangezoomt-30889682.bild.html>

Mir geht es um Bild 3 und Bild 5.

Bild 3:
<http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/sonderkonditionen_33068434_mbqf-1371623716-30900472/3,c=0,h=554.bild.jpeg>

| Wer noch näher ranzoomt, erkennt in 2300-facher Vergrößerung
| die Pollen (rosa) als schwammige Körnchen

Heute sagt man zuweilen auch im Deutschen Magenta, aber dieser Begriff
war von 20, 30 Jahren im Deutschen kaum üblich. Kann es sein, dass diese
Farbe noch vor 20 Jahren als violett oder lila galt?

Rosa ist für mich etwas anderes, zum Beispiel das:


Haltet ihr die Pollen auch für rosafarben? Wenn nein, wofür dann?

Bild 5:
<http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/die-welt-von-innen_184-185_copyright_cnrs-photothe_33069709_mbqf-1371622133-30900290/2,w=985,c=0.bild.jpeg>

| Diese gletscherblauen Gebilde sind Kristalle des Eisen(II)-Oxalats,
| einem Eisensalz der Oxalsäure. Die Vergrößerung hier: 14000-fach!

(mal davon abgesehen, dass ich "eines Eisensalzes" vorgezogen hätte)

Früher hätte ich das hellgrün genannt, modewerbungsgestählt tendiere
ich heutzutage zu mintgrün. Aber gletscherblau? Bestenfalls türkis.

Matthias
Juergen Grosse (20.06.2013, 13:34)
Am 20.06.2013 11:58, schrieb Matthias Opatz:

....
> Mir geht es um Bild 3 und Bild 5.
> Bild 3:
> <http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/sonderkonditionen_33068434_mbqf-1371623716-30900472/3,c=0,h=554.bild.jpeg>
> | Wer noch näher ranzoomt, erkennt in 2300-facher Vergrößerung | die
> Pollen (rosa) als schwammige Körnchen
> Heute sagt man zuweilen auch im Deutschen Magenta, aber dieser
> Begriff war von 20, 30 Jahren im Deutschen kaum üblich. Kann es sein,
> dass diese Farbe noch vor 20 Jahren als violett oder lila galt?


Vielleicht für den einen oder anderen, für mich sind und waren 'violett'
und 'lila' synonym, und sie standen für einen eindeutig bläulicheren
Farbton als den deiner Pollen.

Den Begriff 'Magenta' hätte ich vor 30 oder 40 Jahren nur mit der
Schlacht oder dem Pariser Boulevard verbunden, nicht mit einer Farbe.
Die Farbe deiner Pollen bzw. die sehr ähnliche Grundfarbe bei der
subtraktiven Farbmischung und beim Farbdruck hätte ich damals als
'Purpurrot' bezeicnet, jedenfalls hieß die entsprechende Tube in meinem
Plakat-Tempera-Malkasten von Pelikan so.

Noch früher hätte ich sie vielleicht tatsächlich auch 'Pink' genannt,
allerdings war meine Mutter Dolmetscherin und spielte ich damals oft mit
anglophonen Nachbarskindern. Jedenfalls war 'Pink' für mich eher dieser
grelle Farbton der Pollen und seltener die blasse Farbe der Schweinehaut
(die diese übrigens auch erst seit ca. 200 Jahren haben, aber das nur
nebenbei). Im Grunde aber mag ich den Begriff 'Pink' für das Deutsche
nicht so sehr und bezeichne die Dinge entweder noch als 'Rosa' oder als
'Purpurrot' oder 'Violett'.

> Rosa ist für mich etwas anderes, zum Beispiel das:
>
> Haltet ihr die Pollen auch für rosafarben? Wenn nein, wofür dann?


> Bild 5:
> <http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/die-welt-von-innen_184-185_copyright_cnrs-photothe_33069709_mbqf-1371622133-30900290/2,w=985,c=0.bild.jpeg>
> | Diese gletscherblauen Gebilde sind Kristalle des
> Eisen(II)-Oxalats, | einem Eisensalz der Oxalsäure. Die Vergrößerung
> hier: 14000-fach!
> (mal davon abgesehen, dass ich "eines Eisensalzes" vorgezogen hätte)
> Früher hätte ich das hellgrün genannt, modewerbungsgestählt tendiere
> ich heutzutage zu mintgrün. Aber gletscherblau? Bestenfalls türkis.


'Gletscherblau' oder 'eisblau' finde ich nicht ganz und gar unpassend
und hätte es auch vor 20, 30 oder mehr Jahren als unpassend empfunden.
Ich hätte vielleicht auch von einem hellen oder blassen 'Türkis'
gesprochen. Im Grunde ist der Farbton, wenn man ihn sich als gesättigter
(also weniger weiß) vorstellt der (subtraktiven) Grundfarbe 'Cyanblau'
(so hieß sie in meinem oben erwähnten Farbmalkasten) ja recht nahe,
vielleicht eine Nuance mehr ins Grünliche verschoben.

Ich merke allerdings auch häufig, dass Farben, die ich persönlich eher
noch als Varianten von 'Grün' ansähe, für andere - meist Frauen - eher
noch als Varianten von 'Blau' gelten.

Tschüs, Jürgen
Stefan Ram (20.06.2013, 17:13)
Juergen Grosse <grosse> writes:
>Den Begriff 'Magenta' hätte ich vor 30 oder 40 Jahren nur mit der


Damals kannte ich den WIMRE schon. Ich las ihn aber nur in
Fachtexten über Farben (Druck, Farbphotographie), nicht in
allgemeinenen Medien.

>Ich merke allerdings auch häufig, dass Farben, die ich persönlich eher
>noch als Varianten von 'Grün' ansähe, für andere - meist Frauen - eher
>noch als Varianten von 'Blau' gelten.


Frauen sind seltener farbenblind als Männer. (Das muß jetzt nicht
unbedingt damit zu tun haben.) Hier kann man sich testen
(in den URIs ist gegebenenfalls »o o« zu entfernen):

ochl.de/182.jpg
ochl.de/H5.jpg
ochl.de/CH.jpg

Siehe dazu auch:

ohaft.de/wissenschaft/news/drucken/260387.html
Stefan Ram (20.06.2013, 17:20)
Supersedes: <Magenta-20130620171124>
[Reihenfolge der beiden letzten Absätze vertauscht.]

Juergen Grosse <grosse> writes:
>Den Begriff 'Magenta' hätte ich vor 30 oder 40 Jahren nur mit der


Damals kannte ich den WIMRE schon. Ich las ihn aber nur in
Fachtexten über Farben (Druck, Farbphotographie), nicht in
allgemeinenen Medien.

>Ich merke allerdings auch häufig, dass Farben, die ich persönlich eher
>noch als Varianten von 'Grün' ansähe, für andere - meist Frauen - eher
>noch als Varianten von 'Blau' gelten.


Siehe dazu auch: (in den URIs ist gegebenenfalls »o o« zu entfernen):

ohaft.de/wissenschaft/news/drucken/260387.html

` . Frauen sind seltener farbenblind als Männer. (Das muß jetzt nicht
unbedingt damit zu tun haben.) Hier kann man sich testen

ochl.de/182.jpg
ochl.de/H5.jpg
ochl.de/CH.jpg
Wolfgang Schwanke (20.06.2013, 18:24)
Matthias Opatz <invalid> wrote in
news:11m74q2519yis.7g4zr2bktiqp$.dlg:

> Heute sagt man zuweilen auch im Deutschen Magenta, aber dieser Begriff
> war von 20, 30 Jahren im Deutschen kaum üblich.


Magenta ist die Komplementärfarbe zu grün. In der additiven
Farbmischung ergibt sie sich durch die Grundfarben Rot + Blau, in der
subtraktiven Farbmischung ist Magenta selbst eine Grundfarbe. Die Farbe
kommt in jedem Farb-TV-Testbild vor, gehört z.B. zu den 16 Grundfarben
von MS-Windows, und jedes allereinfachste Malprogramm bietet sie an.
Wahrscheinlich verbreitete sich mit dem Vordringen all dieser
technischen Anwendungen auch der Name der Farbe.

> Kann es sein, dass
> diese Farbe noch vor 20 Jahren als violett oder lila galt?


Nicht ganz. Magenta gehört zu den Purpur-Farben, die in den
Spektralfarben nicht enthalten sind, sondern ein Artefakt der
Arbeitsweise des menschlichen Auges darstellen. Violett dagegen ist
eine Spektralfarbe. Allerdings ist der Unterschied subjektiv recht
gering, viele Leute würden magenta umgangssprachlich wohl "violett"
nennen.
> Rosa ist für mich etwas anderes,


Ja, rosa ist ein entsättigtes Rot.

> Haltet ihr die Pollen auch für rosafarben? Wenn nein, wofür dann?


Nein, für magenta.
Juergen Grosse (20.06.2013, 22:04)
Am 20.06.2013 17:20, schrieb Stefan Ram:

....
>> Den Begriff 'Magenta' hätte ich vor 30 oder 40 Jahren nur mit der


> Damals kannte ich den WIMRE schon. Ich las ihn aber nur in
> Fachtexten über Farben (Druck, Farbphotographie), nicht in
> allgemeinenen Medien.


Auch in deutschsprachigen Texten? Ich wage einmal die Behauptung, dass
es nicht einfach sein dürfte, deutschsprachige Texte zu finden, in denen
"Magenta" vor ca. 1990 für die Farbe stand.

Tschüs, Jürgen
Stefan Ram (21.06.2013, 01:05)
Juergen Grosse <grosse> writes:
>Auch in deutschsprachigen Texten? Ich wage einmal die Behauptung, dass
>es nicht einfach sein dürfte, deutschsprachige Texte zu finden, in denen
>"Magenta" vor ca. 1990 für die Farbe stand.


Nach M. Boscarol erschien 1971 die DIN 16539 (eventuell
meint er 16509?) erstmals mit »Magenta«. Davor »Purpur Rot«
(so schreibt es M. Boscarol, vielleicht schrieb die DIN
»Purpur-Rot«), und davor »Rot« (schwer zu glauben, da dies
mit Rot verwechselt werden könnte, aber das schreibt M.
Boscarol). (nach Boscarol)

Eventuell verwendete man noch viel früher »Fuchsinrot«.
Für einige ist Magenta eine Art von Rot, aber für die
meisten eine Mischung aus Rot und Blau. »Rosa« wird eher
als Oberbegriff zu »Magenta« verwendet, »Pink« eher als
sehr nahe Nachbarfarbe. (nach Kaufmann)

Drucker nennen Cyanblau und Magenta oft einfach nur »Blau«
und »Rot«, da keine Mißverständnisse zu befürchten sind,
daher hat Boscarol (oben) vielleicht doch wirklich recht
(bei dieser DIN geht es wohl um Druck)! (nach Schawelka)

Die richtige Aussprache erfolgt mit /dZ/ für <g> (der Leser
denke sich bei /Z/ den plausibelsten Laut, ich weiß nicht,
ob ich das Zeichen richtig gewählt habe). Die Bezeichnung
geht auf die Schlacht 1859 bei Magenta zurück, die auch den
Anstoß zur Gründung des Roten Kreuzes gab. Erst wurde ein
neuer Farbstoff danach benannt (das muß nicht unser heutiges
»Magenta« sein!), ein Traktat des Graphikers Braquemond
machte diesen Namen 1885 bekannter (unklar, ob es hier auch
um den deutschen Sprachraum geht). (nach Schawelka)
Stefan Ram (21.06.2013, 02:43)
ram (Stefan Ram) writes:
>Nach M. Boscarol erschien 1971 die DIN 16539 (eventuell
>meint er 16509?) erstmals mit »Magenta«. Davor »Purpur Rot«


»16539« ist wohl richtig, DIN 16539:1971 war dann womöglich
auch eine Inspiration für folgende ISO-Normen.

>»Magenta« sein!), ein Traktat des Graphikers Braquemond


Oder »Bracquemond«.

Küppers berichtet, daß auch im Englischen manche mit »red«
Magenta meinten. Wohl 1977 schreibt er über »das, was in der
Farbfototechnik als "Purpur" und im Mehrfarbendruck als
"Rot" (in DIN 16 539 als "Magenta")« bezeichnet wird und
schlägt dafür »Magentarot« vor.

Krumbach schreibt wohl 1977: »Goethes Purpur - wir würden
heute Magenta sagen«. Also erschien das Wort Krumbach 1977
als gebräuchlich.
Rüdiger Silberer (21.06.2013, 08:41)
Am 21.06.2013 schrieb Stefan Ram:

> Drucker nennen Cyanblau und Magenta oft einfach nur »Blau«
> und »Rot«, da keine Mißverständnisse zu befürchten sind,


Das halte ich für ein Gerücht.

> daher hat Boscarol (oben) vielleicht doch wirklich recht
> (bei dieser DIN geht es wohl um Druck)! (nach Schawelka)
> Die richtige Aussprache erfolgt mit /dZ/ für <g> (der Leser
> denke sich bei /Z/ den plausibelsten Laut, ich weiß nicht,
> ob ich das Zeichen richtig gewählt habe).


Im Druckgewerbe ist allerdings die Aussprache mit /g/ üblich, also so
wie es geschrieben steht.
Madschenta ist affektiert und löst bei den meisten Heiterkeit aus.
Rüdiger Silberer (21.06.2013, 08:48)
Am 20.06.2013 schrieb Matthias Opatz:

>| Wer noch näher ranzoomt, erkennt in 2300-facher Vergrößerung
>| die Pollen (rosa) als schwammige Körnchen
> Heute sagt man zuweilen auch im Deutschen Magenta, aber dieser Begriff
> war von 20, 30 Jahren im Deutschen kaum üblich. Kann es sein, dass diese
> Farbe noch vor 20 Jahren als violett oder lila galt?


Das ist ein ziemlich reines Magenta, aber auf keinen Fall lila.
Violett und lila sind für mich synonym.

> Rosa ist für mich etwas anderes, zum Beispiel das:
>
> Haltet ihr die Pollen auch für rosafarben? Wenn nein, wofür dann?
> Bild 5:
> <http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/die-welt-von-innen_184-185_copyright_cnrs-photothe_33069709_mbqf-1371622133-30900290/2,w=985,c=0.bild.jpeg>
>| Diese gletscherblauen Gebilde sind Kristalle des Eisen(II)-Oxalats,
>| einem Eisensalz der Oxalsäure. Die Vergrößerung hier: 14000-fach!
> (mal davon abgesehen, dass ich "eines Eisensalzes" vorgezogen hätte)
> Früher hätte ich das hellgrün genannt, modewerbungsgestählt tendiere
> ich heutzutage zu mintgrün. Aber gletscherblau? Bestenfalls türkis.


Für "gletscherblau" ist mir das zu grün, modisch nennt man so etwas wohl
"petrol", türlis kommt schon hin. Aber mit den Farbbezeichnungen ist das
so eine Sache, jeder versteht etwas anderes darunter, deshalb bevorzugt
der Drucker Pantone, HKS oder RAL-Bezeichnungen. Dazu gibt es
Farbkärtchen auf verschiedenen Bedruckstoffen und die Sache ist klar.
Heinz Brueckner (21.06.2013, 22:42)
am Thu, 20 Jun 2013 13:34:21 +0200 schrieb Juergen Grosse
<grosse>:

> Ich merke allerdings auch häufig, dass Farben, die ich persönlich eher
> noch als Varianten von 'Grün' ansähe, für andere - meist Frauen -eher
> noch als Varianten von 'Blau' gelten.


Oh, oh! Das war mein "Problem" bis vor kurzem auch.
Nach den beiden Katarakt-Operationen (Natur-Linse aus dem Auge raus, neue
Kunst-Linsen hinein) ist meine blau/grün-Divergenz zur Auffassung meiner
Frau vorbei. Und überhaupt: die ganze Welt ist heller und farbiger ....

Nur so'n Tip :-))

Heinz
Helga Schulz (23.06.2013, 21:32)
Am 20.06.2013 11:58, schrieb Matthias Opatz:
> | Wer noch näher ranzoomt, erkennt in 2300-facher Vergrößerung
> | die Pollen (rosa) als schwammige Körnchen
> Heute sagt man zuweilen auch im Deutschen Magenta, aber dieser Begriff
> war von 20, 30 Jahren im Deutschen kaum üblich. Kann es sein, dass diese
> Farbe noch vor 20 Jahren als violett oder lila galt?


Ich glaube nicht.
Unter Violett oder Lila stellt man sich einen noch blaueren Ton vor.
er ist zwar etwas blaustichig, aber nicht blaustichig genug für Violett
oder Lila.
In den 1980ern hatte dieser Farbton seine eigene Bezeichnung: Pink!

Hilfsweise könnte man es auch als sehr helles Rotviolett oder stark
aufgehelltes Magenta bezeichnen, als "helles Purpurrot", oder als
"grelles Rosa", um es vom "normalen Rosa" (siehe unten), das mehr pudrig
gelb- als grell blaustichig ist, zu unterscheiden.
> Rosa ist für mich etwas anderes, zum Beispiel das:
>


Ja, das ist rosanes Rosa, wie man es sich vorstellt.
> Haltet ihr die Pollen auch für rosafarben? Wenn nein, wofür dann?
> Bild 5: <http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/die-welt-von-innen_184-185_copyright_cnrs-photothe_33069709_mbqf-1371622133-30900290/2,w=985,c=0.bild.jpeg>
> | Diese gletscherblauen Gebilde sind Kristalle des Eisen(II)-Oxalats,
> | einem Eisensalz der Oxalsäure. Die Vergrößerung hier: 14000-fach!
> (mal davon abgesehen, dass ich "eines Eisensalzes" vorgezogen hätte)
> Früher hätte ich das hellgrün genannt, modewerbungsgestählt tendiere
> ich heutzutage zu mintgrün. Aber gletscherblau? Bestenfalls türkis.


Unter hellgrün und mintgrün stelle ich mir sehr viel kräftigere und
leuchtendere Grüntöne vor. Dieser hier ist sehr weiß und "abgestumpft"
(mit Grau oder Gegenfarbe - Ocker- versetzt).
Ja, es ist am ehsten ein stark aufgehelltes Türkis.
Also für blau eigentlich zu grün und für grün eigentlich zu blau.

"Gletscherblau" finde ich aber so ganz verkehrt nicht, weil man mit
Tertiärfarben wie Türkis eigentlich keine Zusammensetzungen bildet.
Und bei "Gletschergrün" dächte man doch an Gras, und stellte sich etwas
Grüneres vor. Von daher halt "Blau", es sieht ja auch aus wie gefrorenes
Eis, etwas dreckig-türkis mit viel Weiß.
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