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Werner Tann (10.11.2019, 09:22)
Zum Beispiel:


| Der Mann schweigt zu den Vorwürfen. [...] Die Anklagebehörde
| wird in jedem Fall ein psychiatrisches Gutachten einholen, um
| abzuklären, ob der Mann überhaupt zurechnungsfähig und
| damit schuldfähig ist.

Was passiert eigentlich, wenn ein Tatverdächtiger konsequent gegenüber
Psychologen schweigt? Logisch gesehen ist dann weder die
Zurechnungsfähigkeit noch die Unzurechnungsfähigkeit belegt. Oder
erschließt man diese rein aus seinen Handlungen und Reaktionen? Man
kann sich bekanntlich nicht nicht verhalten.

Was steht dazu im Gesetz?
Franz Glaser (10.11.2019, 10:51)
Am 10.11.2019 um 08:22 schrieb Werner Tann:
[..]
> erschließt man diese rein aus seinen Handlungen und Reaktionen? Man
> kann sich bekanntlich nicht nicht verhalten.
> Was steht dazu im Gesetz?


Dass der Angeklagte schwerhörig ist oder taubstumm?
Oder nur kein Wort "Edel-Wienerisch" versteht?

> Logisch gesehen ist dann ...


GL
Werner Tann (10.11.2019, 14:03)
Franz Glaser <franz> schrieb:

>Dass der Angeklagte schwerhörig ist oder taubstumm?
>Oder nur kein Wort "Edel-Wienerisch" versteht?


Beides signalisiert ein Festgenommener notfalls mit Händen und Füßen,
danach wird man die entsprechenden Maßnahmen treffen (Dolmetsch etc.).
Franz Glaser (10.11.2019, 14:33)
Am 10.11.2019 um 13:03 schrieb Werner Tann:
> Franz Glaser <franz> schrieb:
>> Dass der Angeklagte schwerhörig ist oder taubstumm?
>> Oder nur kein Wort "Edel-Wienerisch" versteht?

> Beides signalisiert ein Festgenommener notfalls mit Händen und Füßen,
> danach wird man die entsprechenden Maßnahmen treffen (Dolmetsch etc.).


Wenn ein Jurist die Agenda eines Arztes ...

Achja, ein Priester hätte das früher auch gedurft.

GL
David Seppi (10.11.2019, 15:40)
Werner Tann schrieb:

> Was passiert eigentlich, wenn ein Tatverdächtiger konsequent gegenüber
> Psychologen schweigt?


Das ist dann ja auch eine Handlung, die von den Gutachtern analysiert
werden kann.
Franz Glaser (10.11.2019, 16:41)
Am 10.11.2019 um 14:40 schrieb David Seppi:
> Werner Tann schrieb:
>> Was passiert eigentlich, wenn ein Tatverdächtiger konsequent gegenüber
>> Psychologen schweigt?

> Das ist dann ja auch eine Handlung, die von den Gutachtern analysiert
> werden kann.


Thats it! So wie Fachärzte und Zivilingenieure mit ihrem Sanktus die
Haftung auf sich laden.

GL
Werner Tann (10.11.2019, 17:02)
Franz Glaser <franz> schrieb:

>Thats it! So wie Fachärzte und Zivilingenieure mit ihrem Sanktus die
>Haftung auf sich laden.


Haftung in Österreich? Haha.
Wie viele der tollen Gutachter, die gewalttätige Psychopathen
gesundgeschrieben haben, woraufhin diese gemordet haben, sind denn mit
Schimpf und Schande davongejagt und mit Berufsverbot belegt worden auf
Lebenszeit?
Helmut Wabnig (10.11.2019, 19:45)
On Sun, 10 Nov 2019 08:22:32 +0100, Werner Tann <wtann> wrote:

[..]
>Zurechnungsfähigkeit noch die Unzurechnungsfähigkeit belegt. Oder
>erschließt man diese rein aus seinen Handlungen und Reaktionen? Man
>kann sich bekanntlich nicht nicht verhalten.


Erinnert mich an die G'schicht vom Chinesen der 20 Jahre einsaß,
weil ihn alle für verrückt hielten.

In USA latürnich, wo somst.

w.
Franz Glaser (11.11.2019, 14:45)
Am 10.11.2019 um 16:02 schrieb Werner Tann:
> Franz Glaser <franz> schrieb:
> Haftung in Österreich? Haha.
> Wie viele der tollen Gutachter, die gewalttätige Psychopathen
> gesundgeschrieben haben, woraufhin diese gemordet haben, sind denn mit
> Schimpf und Schande davongejagt und mit Berufsverbot belegt worden auf
> Lebenszeit?


Das war nicht fair! Die Plyschologie ist nicht seriös als pars pro toto.

Mein Bruder hat zB. Krane "unterschrieben" und Lärm, ich brauche für
die Epilepsie regelmässig einen Neurologen und für die Diabetes einen
InnereMed.- und einen Augenfacharzt. Die haben viel Personal und teure
Apparate.

Da gehts nicht um Gericht sondern um Amtsarzt und Führerschein. Das
wäre übrigens für alle ab 70 notwendig - meine ich: Dass jemand "von
außen" die Fahrtauglichkeit medizinisch jährlich prüft wie das Auto.
Aber das ist hier OT.

GL
Werner Tann (11.11.2019, 15:27)
Franz Glaser <franz> schrieb:

>Da gehts nicht um Gericht sondern um Amtsarzt und Führerschein. Das
>wäre übrigens für alle ab 70 notwendig - meine ich: Dass jemand "von
>außen" die Fahrtauglichkeit medizinisch jährlich prüft wie das Auto.


Erstens: Wer würde das zahlen? Der Staat, der Führerscheinbesitzer?
Zweitens: Ja, jährlich wäre nötig, denn innerhalb eines Jahres kann
jemand geistig massiv verfallen. Jährliche Untersuchungen sind aber de
facto unzumutbar. Und manche, die Begüterten und "Vernetzten" würden
sich's wieder richten, ganz ohne Untersuchung.

Heißt: Wär ich Kaiser von Österreich, gäb's keinen Führerschein für
egal wen über 70. Dann bricht auch nicht für diverse alte Männer die
Welt zusammen, weil man ihnen qua Untersuchung bescheinigt hat, nicht
mehr "fahrtüchtig" zu sein. Sie wussten seit Erhalt des Führerscheins,
dass der Spaß mit 70 aus sein würde, auch wenn sie noch pumperlgsund
sind.
Fritz (11.11.2019, 18:54)
Am 11.11.19 um 14:27 schrieb Werner Tann:
> Heißt: Wär ich Kaiser von Österreich, gäb's keinen Führerschein für
> egal wen über 70. Dann bricht auch nicht für diverse alte Männer die
> Welt zusammen, weil man ihnen qua Untersuchung bescheinigt hat, nicht
> mehr "fahrtüchtig" zu sein. Sie wussten seit Erhalt des Führerscheins,
> dass der Spaß mit 70 aus sein würde, auch wenn sie noch pumperlgsund
> sind.


Wart mal bis du so alt bist, dann reden wir weiter! <beg>
Oder hast gar einen Führerschein? Dann kannst ned mitredn.

Viel gefährlicher sind Führerscheinneulinge zw. 18 und 24 J.
Werner Tann (11.11.2019, 19:02)
Fritz <mogined> schrieb:

>Wart mal bis du so alt bist, dann reden wir weiter! <beg>
>Oder hast gar einen Führerschein? Dann kannst ned mitredn.


Ich habe einen Führerschein, fahre aber seit 15 Jahren kein Auto mehr.
Was aber für die Argumentation völlig belanglos ist.
Fritz (11.11.2019, 19:16)
Am 11.11.19 um 18:02 schrieb Werner Tann:
> Fritz<mogined> schrieb:
> Ich habe einen Führerschein, fahre aber seit 15 Jahren kein Auto mehr.
> Was aber für die Argumentation völlig belanglos ist.


Allen über 70 Jährigen generell den Führerschein grundlos weg zu nehmen
zeigt von mangelndem Einfühlungsvermögen und entspricht nicht der Realität.
Werner Tann (11.11.2019, 19:38)
Fritz <mogined> schrieb:

>Allen über 70 Jährigen generell den Führerschein grundlos weg zu nehmen
>zeigt von mangelndem Einfühlungsvermögen und entspricht nicht der Realität.


Genauso könnte man trillern, es zeuge von mangelndem
Einfühlungsvermögen, unter 18-Jährigen das Rauchen zu verbieten. Das
Argument "die sind noch in der Entwicklung, physisch und psychisch"
kann man analog auf die Senioren anwenden: Über 70-Jährige sind, auch
wenn sie an sich fahrtüchtig sind, langsamer, weniger konzentriert -
und übrigens bei Unfällen leichter tot oder schwer verletzt.
Fritz (11.11.2019, 19:58)
Am 11.11.19 um 18:38 schrieb Werner Tann:
> Fritz<mogined> schrieb:
> Genauso könnte man trillern, es zeuge von mangelndem
> Einfühlungsvermögen, unter 18-Jährigen das Rauchen zu verbieten. Das
> Argument "die sind noch in der Entwicklung, physisch und psychisch"
> kann man analog auf die Senioren anwenden: Über 70-Jährige sind, auch
> wenn sie an sich fahrtüchtig sind, langsamer, weniger konzentriert -
> und übrigens bei Unfällen leichter tot oder schwer verletzt.


Weise dies anhand von seriösen Statistiken nach!

Trotzdem ist das gefährlichste Fahralter zw. 18 und 24!

Gut, dass deine Wünsche keinerlei Bedeutung haben!

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