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Eva Kroecher (12.06.2005, 23:13)
| Verkehrsunfall
| Fahrradfahrer erleidet tödliche Verletzungen Frankfurt
| bos · Ein Radfahrer wurde am Donnerstag bei einem Verkehrsunfall
| in Griesheim tödlich verletzt. Laut Polizei war der 46-jährige
| Frankfurter gegen 15.35 Uhr auf der Elektronstraße Richtung Main
| unterwegs, als er in Höhe Eichenstraße von einem Lkw überholt
| wurde. Aus bislang unbekannten Gründen verlor der Radfahrer dabei
| die Kontrolle über sein Rad, stürzte und fiel direkt vor die
| Zwillingsreifen der Hinterachse, die ihn überrollten. Dabei wurde
| ein 46-Jährige so schwer verletzt, dass er wenige Stunden später
| in einem Krankenhaus starb. Hinweise nimmt die Polizei unter
| Telefon 7 55-1 16 00 entgegen.
| Frankfurter Rundschau, 11. Juni 2005, Seite 24

Meine Vermutung: Der Radfahrer fuhr zu langsam fuer eine
vernuenftige Kontrolle ueber sein Fahrzeug, ausserdem fuhr er
zu weit rechts, der LKW hat zu eng ueberholt.
Christian Volk (12.06.2005, 23:31)
Eva Kroecher wrote:
> Meine Vermutung: Der Radfahrer fuhr zu langsam fuer eine
> vernuenftige Kontrolle ueber sein Fahrzeug, ausserdem fuhr er
> zu weit rechts, der LKW hat zu eng ueberholt.


Dem ersten PUnkt schließe ich mich nicht an, den anderen schon.
Vielleicht hat er sich einfach erschreckt, oder vielleicht
hat er einen Windzug abbekommen.
Oder aber der LKW hat ihn sogar berührt.

Gruß,

Christian
Marcel Normann (12.06.2005, 23:31)
Eva Kroecher schrieb:

> Meine Vermutung: Der Radfahrer fuhr zu langsam fuer eine
> vernuenftige Kontrolle ueber sein Fahrzeug,


Oder war vielleicht betrunken.

> ausserdem fuhr er
> zu weit rechts, der LKW hat zu eng ueberholt.


Wenn der LKW mit dem vorgeschriebenen Abstand überholt hat (wer's glaubt),
dann muss der Radfahrer schon zielgerichtet unter die Reifen gehechtet sein.

Kleines Schmankerl am Rande: Beim Suchen zum Thema Mindestabstand habe ich
das hier gefunden
<http://www.mdr.de/mdr1-radio-thueringen/1921663.html> "Wer auf einem
schmalen Radweg unbedingt einen anderen Radfahrer überholen will, der muss
den Vorausfahrenden mindestens mit einem Klingelzeichen warnen." Ich kann
mir kaum was Gefährlicheres vorstellen, als einen Torkelradler vor dem
Überholen anzuklingeln.

Gruß, Marcel
Walter Janné (12.06.2005, 23:50)
Marcel Normann schrieb:

[..]
>den Vorausfahrenden mindestens mit einem Klingelzeichen warnen." Ich kann
>mir kaum was Gefährlicheres vorstellen, als einen Torkelradler vor dem
>Überholen anzuklingeln.


Trillerpfeife oder "EYYYYY" reicht. Meistens sind die so erschrocken,
daß sie nach rechts in den Graben ziehen. Dann ist Platz...

Walter
Thomas Voigt (13.06.2005, 08:53)
Christian Volk wrote:
> Dem ersten PUnkt schließe ich mich nicht an, den anderen schon.
> Vielleicht hat er sich einfach erschreckt, oder vielleicht
> hat er einen Windzug abbekommen.
> Oder aber der LKW hat ihn sogar berührt.


Muss nicht sein, der Sog durch die Luftverwirbelungen eines LKW ist fuer
einen ungeuebten Radler nicht leicht zu kompensieren.

tv
Niels Bock (13.06.2005, 09:28)
Eva Kroecher <evas-spamfalle> schrieb:

>Meine Vermutung: Der Radfahrer fuhr zu langsam fuer eine
>vernuenftige Kontrolle ueber sein Fahrzeug, ausserdem fuhr er
>zu weit rechts, der LKW hat zu eng ueberholt.


Das ist IMHO pure Spekulation. Ein Sturz kann einen auch bei
eigentlich ausreichendem Überholabstand vor die LKW-Reifen
befördern.

Niels
Thomas Lake (13.06.2005, 12:09)
Eva Kroecher wrote:
> | Verkehrsunfall [...]
> Meine Vermutung: Der Radfahrer fuhr zu langsam fuer eine
> vernuenftige Kontrolle ueber sein Fahrzeug, ausserdem fuhr er
> zu weit rechts, der LKW hat zu eng ueberholt.


Was micht überrascht: der (schon fast obligatorische) Hinweis "der
Radfahrer trug keinen Helm" - fehlt :-)

Grüße,
Thomas
Leonard Orb (13.06.2005, 13:02)
Marcel Normann schrieb:

> Ich kann mir kaum was Gefährlicheres vorstellen, als einen Torkelradler
> vor dem Überholen anzuklingeln.


Ich hab letztens einen I-Skater angebimmelt, der wäre deshalb glatt rechts
den Abhang runtergefallen, wenn da nicht ein Geländer gewesen wäre, an dem
er dann klebte wie eine Fliege.

Der kam schon beim zweiten meiner drei Glockenschläge ins Straucheln und
konnte sich nicht mehr fangen. Sehr merkwürdig, er machte eigentlich nicht
den Eindruck, Anfänger zu sein. Und gehört haben muß er mich vorher auch,
bei niedrigem Tempo (so ca. 25km/h) hört sich das Rad wie ein Schwarm
Hummeln an.

Leo
Christoph Maercker (13.06.2005, 13:05)
Eva Kroecher wrote:
> | bos · Ein Radfahrer wurde am Donnerstag bei einem Verkehrsunfall
> | in Griesheim tödlich verletzt. Laut Polizei war der 46-jährige

^^
Also innerorts. Schnellstraßen sind dort meist für Radfahrer gesperrt
d.h. der LKW *dürfte* nicht schneller als 50..60km/h gefahren sein.
Macht sich bei dieser Geschwindigkeit schon ein Sog bemerkbar? Bisher
wurde das in dieser NG verneint, wenn es um Gefahren durch überholende
Kfz. ging.

> Meine Vermutung: Der Radfahrer fuhr zu langsam fuer eine
> vernuenftige Kontrolle ueber sein Fahrzeug, ausserdem fuhr er
> zu weit rechts, der LKW hat zu eng ueberholt.


Vielleicht ist der LKW zu früh wieder eingeschert und der Radfahrer ist
"geradewegs" vor die Hinterräder gefahren?
Dirk Wagner (13.06.2005, 13:17)
Thomas Lake <t.lake> wrote:

> Was micht überrascht: der (schon fast obligatorische) Hinweis "der
> Radfahrer trug keinen Helm" - fehlt :-)


Das hat mich am Samstag auch überrascht...
Vielleicht stand davon nichts im Polizeibericht - oder aber der
Radfahrer trug einen...

Ciao

dirk
Elke Bock (13.06.2005, 14:08)
Eva Kroecher <evas-spamfalle> schrieb:

[..]
>Meine Vermutung: Der Radfahrer fuhr zu langsam fuer eine
>vernuenftige Kontrolle ueber sein Fahrzeug, ausserdem fuhr er
>zu weit rechts, der LKW hat zu eng ueberholt.


Was ist einklich dein Beweggrund dafür, zum Unfall
Vermutungen aufzustellen und hier zu veröffentlichen?

mfg, elke
Bernd Sluka (13.06.2005, 14:59)
Am Mon, 13 Jun 2005 08:53:33 +0200 schrieb Thomas Voigt:
> Christian Volk wrote:
> Muss nicht sein, der Sog durch die Luftverwirbelungen eines LKW ist fuer
> einen ungeuebten Radler nicht leicht zu kompensieren.


.... was letztlich zur Berührung durch den Lkw führt.

Es genügt, wenn der Lkw das linke Lenkerende oder den linken Arm heftig
berührt. Das Rad lenkt dann nach rechts und kippt nach links.

Dies ist keine Spekulation zum Unfallhergang.
Eva Kroecher (13.06.2005, 20:04)
Walter Janné wrote

> Marcel Normann schrieb:
>> Ich kann mir kaum was Gefährlicheres vorstellen, als einen
>> Torkelradler vor dem Überholen anzuklingeln.

> Trillerpfeife oder "EYYYYY" reicht. Meistens sind die so
> erschrocken, daß sie nach rechts in den Graben ziehen. Dann
> ist Platz...


Oder aber er zieht nach links und laesst sich quer ueber den
Weg fallen - habe ich auch schon erlebt.
Eva Kroecher (13.06.2005, 20:07)
Elke Bock wrote

> Was ist einklich dein Beweggrund dafür, zum Unfall
> Vermutungen aufzustellen und hier zu veröffentlichen?


Seit wann wird in dieser NG nicht aufgrund eines
Zeitungsberichtes wild drauflos spekuliert, wenn es sich um
einen Unfall handelt?

Es handelte sich einfach nur meine Einschaetzung der moeglichen
Ursachen, ausserdem kenne ich die Stelle, weil ich da
regelmaessig entlangfahre.
Eva Kroecher (13.06.2005, 20:23)
Christian Volk wrote

> Eva Kroecher wrote:
>> Meine Vermutung: Der Radfahrer fuhr zu langsam fuer eine
>> vernuenftige Kontrolle ueber sein Fahrzeug [...]

> Dem ersten PUnkt schließe ich mich nicht an [...]


Torkelradler gips da sehr haeufig.

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