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Markus Luft (17.02.2019, 03:22)
Ich möchte hier alle Halter von Freigängern warnen.
Maya ist in tierärztlicher Behandlung wegen des Verdachts auf
Vergiftung mit Antikoagulanzien.
(Blutgerinnungswerte sind im Keller, aber nicht lebensbedrohlich)
Die Köderboxen mit dem Rattengift waren hier im Garten versteckt und
es gab auch nicht die üblichen Warnaufkleber die man an Fallrohren und
Hauseingängen sonst sehen kann. Zudem war der Wirkstoff auch auf den
Köderboxen nicht angegeben. Ich habe die Firma konataktiert und
aufgefordert mir den Wirkstoff zu nennen. Immerhin haben die prompt
reagiert. Der TA hatte auf eine Bluttranfusion zunächst verzichtet.
Der Wirkstoff gehört "nur" der zweiten Generation an. Der TA meint, das
bei Cumarinderivaten der 3. Generation u.U. schon das Fressen *eines*
Nagers tödlich sein kann. Die wiederholte Aufnahme kleiner Mengen Gift
ist auch bei den schwächer wirksamen Cumarinderivaten für Katzen
tödlich, sofern die Vergiftung nicht rechtzeitig erkannt wird, da sich
die LD50 Werte da drastisch verringern.
Ich habe es hoffentlich rechtzeitig bemerkt. Sie hat Vitamin K
bekommen und sie muß jetzt oral für die nächsten drei Wochen das
Gegengift fressen, aber schon das ist ein Problem. Bis jetzt hat sie
die für heute in's Futter gemischte Dosis nicht ganz gefressen.
Die dumme Nuss will auch schon wieder raus. Und damit kommt das
nächste Problem, wie bringe ich einer Katze, die 11 Jahre lang frei
gelebt hat, bei, daß sie jetzt nicht mehr raus darf und da die
Rattenbämpfungsaktion offensichtlich zu einer ebenfalls nicht
erlaubten Dauerbeköderung wird, dann für den Rest ihres Lebens?
Sie war heute mit mir etwas über eine Stunde unter Aufsicht draußen.
Ich habe die Ausgangssperre der Katzenklappe für Nachts aktiviert.
Ich hatte schon mal versucht sie einzusperren, aber sie rennt solange
mit dem Kopf gegen die Klappe, bis entweder die Klappe oder ihr Kopf
Schaden nimmt.
Und ich habe noch ein Problem, sie läßt sich nicht auf
Zahnfleischbluten untersuchen, ich kann sie auch nicht auf den Rücken
drehen um da nach blauen Flecken zu sehen.
Ich werde sie also entweder abgeben müssen, aber wer garantiert mir
dann, daß sie dort nicht vom regen in die Traufe kommt und da auch
diese widerlich perfide Art der Rattenbekämpfung durchgeführt wird
oder ich muß umziehen? Das wollte ich aus anderen Gründe zwar sowieso,
aber möglicherweise werden dann am neuen Wohnort auch wieder
Nicht-Zieltiere vergiftet.
Es ist zum verzweifeln und es ist nicht mal Frühling.

Für Tips wäre ich sehr dankbar.

Ich habe mich spaßeshalber mal an den örtlichen BUND gewandt, der sich
schon lange gegen diese verachtenswürdige Form der Rattenbekämpfung
mit Kollateralschaden wendet. Solange das aber offiziell noch erlaubt
ist, wird man da wenig machen können. Der TA meinte auch, daß es auch
Methoden gäbe, die keinen Kollateralschaden hätten und auch für die
Ratten humaner wäre, aber da ging es nur mal wieder um's Geld.
Der war übrigens schon knapp an Vitamin K, der größte Teil seine
Vorrats sei erst vor ein paar Tagen für einen Kater drauf gegangen.
Der lebt aber auch noch, im Gegenteil zu dem Hund, der verschleppten
Köder gefressen hatte, den mußte er von seinen Leiden erlösen.

Andere sind besser dran, da haben sich die Nachbarn zusammen getan und
machen das so einfach nicht mit. Die setzen Lebendfallen oder
Elektrofallen ein oder machen einfach gar nix, weil sie von dem
angeblichen Rattenbefall gar nichts bemerken können. Ja, die haben
dann auch alle Hunde oder Katzen oder wollen nicht Wildtiere töten,
sondern freuen sich, daß "ihre" Eule noch lebt.

Auf dem Rechtsweg werde ich nichts machen können, obwohl m. W. gleich
in mehreren Punkten gegen einschlägige Rechtsnormen verstpßen würde.
In Eckernförde z.B. verstößt sogar die Stadt ganz offen gegen
EU-Recht. Interessiert die nicht, jedenfalls solange nicht wie die
eigenenen Haustiere elend verrecken...

Für sachdienliche Hinweise oder Erfahrungsberichte wäre ich sehr
dankbar.
Und seid wachsam!
Sabine Wittrock (17.02.2019, 12:44)
Hallo Markus,

Am 17.02.2019 um 02:22 schrieb Markus Luft:
> Ich möchte hier alle Halter von Freigängern warnen.
> Maya ist in tierärztlicher Behandlung wegen des Verdachts auf
> Vergiftung mit Antikoagulanzien.

ich drücke Dir die Daumen!
LG
Sabine
Markus Luft (17.02.2019, 17:20)
Am Sun, 17 Feb 2019 11:44:08 +0100 schrieb Sabine Wittrock:

> Hallo Markus,
> Am 17.02.2019 um 02:22 schrieb Markus Luft:
>> Ich möchte hier alle Halter von Freigängern warnen.
>> Maya ist in tierärztlicher Behandlung wegen des Verdachts auf
>> Vergiftung mit Antikoagulanzien.

> ich drücke Dir die Daumen!


Danke, die ist schon wieder putzmunter.
Ich war heute Nacht zweimal jedesmal etwas über eine Stunde mit ihr
Draußen. Sie muß schon wieder vor lauter Übermut auf Bäume kraxeln.
Nur morgen muß ich Nachts wieder schlafen...
Siegfrid Breuer (17.02.2019, 18:03)
01-2015 (Markus Luft) schrieb:

> Ich habe mich spaßeshalber mal an den örtlichen BUND gewandt, der
> sich schon lange gegen diese verachtenswürdige Form der
> Rattenbekämpfung mit Kollateralschaden wendet. Solange das aber
> offiziell noch erlaubt ist, wird man da wenig machen können. Es sind doch schon "Verbesserungen" im Gange:


<http://reusenet.froehlich.priv.at/posting.php?msgid=%3CEfBa8BcEnYB%3E>

Ueber kurz oder lang werden also alle Nager ueber eine gewisse
Grundkontaminierung verfuegen, an der sie aber nicht sterben.
Unsere Miezen werden sie dann leichter fangen koennen, und sich
das Zeug prima anreichern. Wer auf solche Ideen kommt, den sollte
man mit dem nassen Lappen erschlagen.
Markus Luft (18.02.2019, 00:13)
Am Sun, 17 Feb 2019 17:03:00 +0100 schrieb Siegfrid Breuer:

> 01-2015 (Markus Luft) schrieb:
> Es sind doch schon "Verbesserungen" im Gange:
> <http://reusenet.froehlich.priv.at/posting.php?msgid=%3CEfBa8BcEnYB%3E>
> Ueber kurz oder lang werden also alle Nager ueber eine gewisse
> Grundkontaminierung verfuegen, an der sie aber nicht sterben.
> Unsere Miezen werden sie dann leichter fangen koennen, und sich
> das Zeug prima anreichern. Wer auf solche Ideen kommt, den sollte
> man mit dem nassen Lappen erschlagen.


Du mußt auch die Toxitität des Wirkstoffs beachten, nicht nur die
Konzentration. Oder war das der gleiche Wirkstoff?
Ich habe übrigens gelesen, daß Resistenzen gegen die alten, wenig
wirksamen Wirkstoffe, wie Warfarin, bei Ratten schon wieder weg wären.

Das Laien die Ausbringung von Rattengift mittlerweile verboten ist,
finde ich eigentlich gut. Aber es passiert ja trotzdem, daß ein Kater
dann gleich so einen Köder anschleppt, was sicher auf eine laienhafte
oder gar böswillige Auslegung zurück geht. Nur weil es verboten ist,
heißt es ja nicht, daß es nicht mehr vorkäme. Zudem finde ich, daß die
Profis auch ständig irgendwelche Rechtsnormen verletzen.
Ich kann Dir gerne mal die "Rattenverordnung" der Stadt Kiel zukommen
lassen. Das wird natürlich nie so gemacht. Zu den billigst Preisen,
die von den Kunden genommen werden, geht das auch gar nicht. Und
wenn's teurer wäre, würden sich Grundstücksbesitzer, aber auch Mieter,
welche das ja bezahlen müssen, auch gut überlegen, ob man beim Sichten
einer Ratte gleich nach Gift schreit.

Ich habe jetzt gesehen, daß in der Nachbarschaft ein viel toxischeres
Gift eingesetzt wird und zwar Brodifacoum¹, da ist klar, daß eine
jagende Katze auf jeden Fall stirbt, wenn sie regelmäßig vergiftete
Mäuse frißt. Das so etwas überhaupt für den Außenbereich erlaubt ist.
| Bei wiederholter Verabreichung verteilt auf mehreren Tage können die
| oralen LD50-Werte für Coumarinderivate um bis zu zwei Zehnerpotenzen
| tiefer liegen.
Bei uns im Garten ist ja "nur" Difenacoum ausgelegt, was die
rechtswidrig gar nicht angegeben hatten und auch keine gut sichtbaren
Warnauskleber angebracht hatten. Die Köderboxen waren "schön"
versteckt im Garten. Die Boxen wurden auch nicht mal ansatzweise
hinreichend kontrolliert. Das war für Maya kurzfristig von Vorteil,
wenn die Köder durch Mäuse und Ratten weggefressen sind, besteht für
sie spätestens nach 10 Tagen ja keine akute Lebensgefahr mehr,
weil Katzen ja kein Aas fressen.

[ Da konnte ich sie bedenklos jagen lassen und sie war gut, sie müßte im
Sommer so ca. 60 Mäuse angeschleppt haben, Rekord war 4 Mäuse an einem
Tag. Die hat sie natürlich nicht alle gefressen. Man könnte fast
glauben, daß die Mäuse gefüttert und gepäppelt wurden, denn das müßte
echt ein Rekordjahr gewesen sein. Hier herrschte allerdings Dürre.
Wetter spiel da ja auch eine Rolle. ]

Letzlich führt so eine schlampige Rattenbekämpfung aber nur zu einer
Ausbildung von Resistenzen und zur verbotenen Dauerbeköderung. Außerdem
müssen die Ratten ja auch auf allen Ebenen bekämpft werden. Wenn Du in
den Abwasserkanälen nix machst, überleben da immer noch große
Populationen. Es gibt hier gegenden, da findet seit 10(!) Jahren eine
ganzjährige Dauerbeköderung statt und die Ratten bleiben. Ja, man ist
auch verpflichtet die Ursachen zu bekämpfen, was einfach unterlassen
wird. Ist ja auch ein "schönes" Geschäft, garantierte Dauereinnahmen.
Die Stadt Eckerförde hat auch eine stadtweite Rattenbekämfung
angeordnet, also unabhängig davon, ob da überhaupt ein Rattenbefall
ist, das ist vermutlich ein klarer Verstoß gegen EU-Recht.
Ich habe hier übrigens noch nie eine Ratte gesehen. Eim massiver
Befall kann IMHO gar nicht vorliegen. Ich kenne massiven Befall, da
siehst Du die Ratten zu jeder Tages und Nachtzeit und die kommen Dir
sogar aus den Mülleimern entgegen gesprungen. Ich habe die Köderboxen
unstersucht, manche sind leer und manche voll. Bei einen echten Befall
sind auch die weniger günstig gelegenen Boxen leer, einfach weil die
Ratten durch den hohen Populationsdruck unvorsichtig werden müssen.
Ich meine jedenfalls, wenn Rattenbekämpfung, auch mit Gift, ordentlich
nach den Regeln dieser anrüchigen Kunst gemacht würde, daß für
Nicht-Zieltiere dann nur wenige Wochen im Jahr akute Lebensgefahr
bestünde.

Ich bin verzweifelt, es ist völlig unmöglich jetzt Maya für den Rest
ihres Lebens einzusperren.
Was für Oberarschlöcher, man wünscht denen, daß deren Kinder und
Frauen ebenfalls so erbärmlich grausam verrecken!
Sorry, wenn das eigene, geliebte Haustier getötet werden soll, kann
ich nicht sachlich bleiben.

Aktuell habe ich das Problem, daß sie ihre Phytomenadion (Vitamin K1)
Dosis für heute anscheinend nicht fressen will. Sie wird kein neues
Nassfutter bekommen und ich hoffe, daß sie es im Laufe der Nacht doch
noch frißt.

Ich bin mal gespannt, ob ich heute Nacht überhaupt schlafen kann. Von
1-7 ist die Klappe zu. Hoffentlich verletzt sie sich nicht bei ihren
verzweifelten Versuchen nach Draußen zu kommen. BTDT
Ansonsten versuche ich es mit kontrolliertem Ausgang und solange ich
wach bin, kann ich ihr erlegte Mäuse wegnehmen, was vermutlich auch
nicht ewig geht, weil sie die dann vor Ort fressen wird. Bislang hat
sie aber ihre Beute fast immer mitgebracht und auf dem handtuch, was
ich ihr hingelegt habe, brav gefressen.
Jetzt kommen etliche Probleme auf mich zu und ich weiß nicht, ob ich
das gesundheitlich durchstehen kann.

Soll ich sie vielleicht doch besser abgeben und hoffen, daß sie in
eine Rattengift freie Gegend kommt?
Es fällt mir schwer rationale Entscheidungen zu treffen.

¹ <https://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?clinitox/toxdb/KLT_003.htm?clinitox/klt/toxiklt.htm>
noebbes (18.02.2019, 09:09)
On 17.02.2019 23:13, Markus Luft wrote:

Geh tagsüber die Köder suchen und merke Dir die Stellen. Wenns dunkel
ist gehst Du sie wegräumen. Lass dich halt nicht erwischen.
Dietz Proepper (18.02.2019, 11:14)
noebbes wrote:

> On 17.02.2019 23:13, Markus Luft wrote:
> Geh tagsüber die Köder suchen und merke Dir die Stellen. Wenns dunkel
> ist gehst Du sie wegräumen. Lass dich halt nicht erwischen.


Naja, ich würde zunächst versuchen, herauszubekommen, wer die Köder gelegt
hat. Vielleicht langt ein klärendes Gespräch?

$hier in der Gegend gab es vor ein paar Jahren auch jemanden der Giftköder
setze. Dem war das Problem garnicht bewusst, und er hat es nach freundlicher
Ansprache sein gelassen.
Markus Luft (18.02.2019, 12:17)
On Mon, 18 Feb 2019 10:14:53 +0100, Dietz Proepper wrote:

> noebbes wrote:
> Naja, ich würde zunächst versuchen, herauszubekommen, wer die Köder gelegt
> hat. Vielleicht langt ein klärendes Gespräch?
> $hier in der Gegend gab es vor ein paar Jahren auch jemanden der Giftköder
> setze. Dem war das Problem garnicht bewusst, und er hat es nach freundlicher
> Ansprache sein gelassen.


Die Köder sind nicht wild oder böswillig ausgelegt. Das haben
professionelle Firmen gemacht. Nur bei den Köderboxen bei mir im
Garten bin ich mir nicht wirklich sicher, ob die Firma das nicht
einfach meinem Vermieter verkauft hat. Das war schon so offensichtlich
unprofessionell, daß es eben wie "typisch" nach meinem Vermieter
aussieht.
Da ist nix mit Reden, der Typ von der Firma meines Vermieters (Ich
mußte den ja kontaktieren, da rechtswidrig der Wirkstoff nicht
angegeben war), hat natürlich alle Schuld von sich gewiesen und wußte
oder wollte nix von Sekundärvergiftungen wissen.
Der Wirkstoff, der in der Nachbarschaft eingesetzt wird, ist so
potent, daß eine Katze bei mehrfacher Einnahme einer Maus ganz sicher
stirbt, sofern sie nicht rechtzeitig behandelt wird.
Ich werde der Stadt Kiel noch einen (länglichen) Brief schicken und
auf die von mir beobachteten Unregelmäßigkeiten hinweisen.
Ich glaube zwar nicht, daß es hilft, aber ich werde denen auch mal die
Konsequenzen schildern.
Bei mir ist es zunächst mal, daß die Katze das riechende Vitamin K1
nicht mehr fressen mag und das ich Nachts nicht mehr richtig schlafen
kann, weil Maya ja Ausgangssperre hat und ich dann mit ihr Nachts
kontrolliert ausgehen muß. Ansonsten versucht sie halt verzweifelt
auszubrechen und zerkratzt mir alles. Unsauber ist sie (noch) nicht
geworden. Wahrscheinlich werde ich wegen des Schlafmanegels krank und
verliere am Ende womöglich noch meine Arbeit.
Die beteiligten Leute sollen ruhig mit den Konsequenzen konfrontiert
werden.
Ich werde mir halt nach und nach Fachwissen aneignen. Inwieweit man da
auf rechtlicher Ebene etwas tun kann, weiß ich nicht. Ich sehe da eher
schwarz, denn mit den Radweggeschichten kenne ich mich einigermaßen
aus, da wird ja auch flächendeckend gegen geltende Rechtsnormen
verstoßen.
Wenn ich in meiner Nähe Verbündete finde, kann man auch durch
Öffentlichkeitsarbeit diese Branche in Verruf bringen. Besser wäre es
aber, man könnte diese Profifallensteller dazu zwingen sich genau an
die Rechtsnormen zu halten, dann wird die Sache nämlich teuer und die
Leute überlegen sich dann genauer, ob eine Rattenbekämpfung auch
wirklich Not tut. Mit dem übermäßigen Fleischkonsum ist es ja ähnlich,
alle wissen, was sie Tieren damit antun. Von einigen ethisch
motivierten leuten mal abgesehen, konsumieren alle fleißig Fleisch,
weil es billigst angeboten wird. Würde es ohne Tierquälerei
produziert, wäre es wesentlich teuerer und der Konsum ging zurück.
Ich sehe noch mal in der Nebenkostenabrechnung nach, aber ich meine,
das war so billig, daß man da auch gar keine ordnungsgemäße
Rattenbekämpfung für kriegen kann. Über den Geldbeutel kann man besser
überzeugen.
Markus Luft (18.02.2019, 12:24)
On Mon, 18 Feb 2019 08:09:04 +0100, noebbes wrote:

> On 17.02.2019 23:13, Markus Luft wrote:
> Geh tagsüber die Köder suchen und merke Dir die Stellen. Wenns dunkel
> ist gehst Du sie wegräumen. Lass dich halt nicht erwischen.


Ich mußte ja eine der beiden Firmen kontaktieren, da die
vorschriftswidrig den Wirkstoff nicht angebenen hatten. Man hat mich
also auf dem Kieker. Der Typ hat auch gleich darauf hingewiesen, daß
man nicht an die Köderboxen¹ dürfe. Mal lieber erst vor der eigenen
Türe kehren. Die Sache läuft so: Ich kriege ein Knöllchen, weil ich
nicht auf dem Radweg fahre, das Fahrbahnverbot ist aber
rechtswidrig.

¹ Mal sehen, vielleicht kann ich ja den Sackundenachweis erwerben,
dann darf ich das. ;-)
noebbes (18.02.2019, 12:35)
On 18.02.2019 11:24, Markus Luft wrote:
> On Mon, 18 Feb 2019 08:09:04 +0100, noebbes wrote:
> Ich mußte ja eine der beiden Firmen kontaktieren, da die
> vorschriftswidrig den Wirkstoff nicht angebenen hatten. Man hat mich
> also auf dem Kieker. Der Typ hat auch gleich darauf hingewiesen, daß
> man nicht an die Köderboxen¹ dürfe.


Meine Güte - wo kein Käger da kein Richter. Wenn Du dich nicht erwischen
lässt kann dir keiner was beweisen.

Mal lieber erst vor der eigenen
> Türe kehren. Die Sache läuft so: Ich kriege ein Knöllchen, weil ich
> nicht auf dem Radweg fahre, das Fahrbahnverbot ist aber
> rechtswidrig.
> ¹ Mal sehen, vielleicht kann ich ja den Sackundenachweis erwerben,
> dann darf ich das. ;-)


Nein, denn die Dinger sind dann immer noch fremdes Eigentum. Entsorge
sie halt ein paar Strassen weiter in einem öffentlich zugänglichen
Abfallbehälter.
Susanne Jäger (18.02.2019, 13:52)
noebbes wrote on 18.02.19 11:35:
>On 18.02.2019 11:24, Markus Luft wrote:


>> ¹ Mal sehen, vielleicht kann ich ja den Sackundenachweis erwerben,
>>    dann darf ich das. ;-)

>Nein, denn die Dinger sind dann immer noch fremdes Eigentum. Entsorge
>sie halt ein paar Strassen weiter in einem öffentlich zugänglichen
>Abfallbehälter.


Wo sie dann von Ratten oder sonstwem rausgeholt werden und es andere
Katzen trifft? Ich habe so meine Zweifel, dass es rattensichere
öffentliche Abfallbehälter gibt. Scheint mir kein sonderlich sinnvoller
Ratschlag zu sein.

Gruß
Susanne
noebbes (18.02.2019, 14:26)
On 18.02.2019 12:52, Susanne Jäger wrote:
> noebbes wrote on 18.02.19 11:35:
> Wo sie dann von Ratten oder sonstwem rausgeholt werden und es andere
> Katzen trifft? Ich habe so meine Zweifel, dass es rattensichere
> öffentliche Abfallbehälter gibt. Scheint mir kein sonderlich sinnvoller
> Ratschlag zu sein.


Man könnte es ja vorher "rattensicher" Verpacken zB in einem
Schraubdeckelglas. Ein wenig mitdenken darf ich doch voraussetzen, oder?
Markus Luft (18.02.2019, 17:11)
On Mon, 18 Feb 2019 12:52:04 +0100, Susanne Jäger wrote:

> noebbes wrote on 18.02.19 11:35:
> Wo sie dann von Ratten oder sonstwem rausgeholt werden und es andere
> Katzen trifft? Ich habe so meine Zweifel, dass es rattensichere
> öffentliche Abfallbehälter gibt. Scheint mir kein sonderlich sinnvoller
> Ratschlag zu sein.

Wenn Ratten anfangen sich durch die Müllcontainer zu nagen, dann
herrscht eine heillose Überpopulation. Normalerweise sind Ratten viel
zu vorsichtig. Ich würde es ohnehin so sicher verpacken, daß auch
Menschen nicht zufällig damit in Berührung kommen.
M.Igrant (20.02.2019, 00:13)
On 18 Feb 2019 15:11:13 GMT, Markus Luft
<01-2014> wrote:

>[...]Ratten [...]


Merkel wŸrde zum Thema Ratten sagen: Nun sind sie halt da.
Die GrŸne Nargess Eskandari-GrŸnberg wŸrde analog dazu empfehlen: Wenn
Ihnen das nicht passt, mŸssen Sie woanders hinziehen.

Ihr wollt es doch bunt[*] in Euren urbanen Scheisskaffs.
Zur gewŸnschten Kulturbereicherung gehšren dann neben den 2-beinigen
Stammwirten auch deren 4- und 6-beinigen, teilweise auch 8-beinigen
"Kultur"-Folger.

Ich wŸnsch Euch noch sehr viel mehr Dreck in der Nachbarschaft! Viel
Spass! :D
[*] Bisher konnte mir noch keiner erklŠren, was an brauner Haut,
braunen Augen, braunen Haaren und braunen Lippen "bunt" sein soll und
was an blonden Haaren, roten Lippen, blauen Augen und weisser Haut
"braun" sein soll. FŸr`s erhellende F'uppen wŠre ich dankbar
Siegfrid Breuer (21.02.2019, 02:04)
01-2015 (Markus Luft) schrieb:

>> Ueber kurz oder lang werden also alle Nager ueber eine gewisse
>> Grundkontaminierung verfuegen, an der sie aber nicht sterben.

> Du mußt auch die Toxitität des Wirkstoffs beachten, nicht nur die
> Konzentration. Oder war das der gleiche Wirkstoff?


Brodifacoum. 0,05g/kg in der alten Laborierung, 0,0039g/kg in der
neuen.
> Ich habe übrigens gelesen, daß Resistenzen gegen die alten, wenig
> wirksamen Wirkstoffe, wie Warfarin, bei Ratten schon wieder weg
> wären.

Bzgl. Resistenzmanagement wird auf eine nichtexistente Webseite
verwiesen auf der Packung:

<http://www.baua.de/de/Chemikaliengesetz-Biozidverfahren/Biozide/Produkt/Hintergrund.html>

Selbst baua.de scheints schon nicht (mehr?) zu geben.

> Das Laien die Ausbringung von Rattengift mittlerweile verboten ist,
> finde ich eigentlich gut. Man sollte ihnen aber dann auch nix Kontraproduktives verkaufen.


> Aber es passiert ja trotzdem, daß ein Kater dann gleich so einen Köder
> anschleppt, was sicher auf eine laienhafte oder gar böswillige Auslegung
> zurück geht.

Die Koeder (blaue Paste in teebeutelartigen Kissen) finden weder mein
Kater noch meine Huehner interessant. Reiche ich den Ratten bei Bedarf
an fuer Kater und Huehner unzugaenglicher Stelle, und das wird an Ort
und Stelle von den Ratten verputzt, die Umhuellung bleibt da immer
liegen.
> wenn's teurer wäre, würden sich Grundstücksbesitzer, aber auch
> Mieter, welche das ja bezahlen müssen, auch gut überlegen, ob man
> beim Sichten einer Ratte gleich nach Gift schreit.


Sie erst zu bekaempfen, wenn sie sich vervielfacht haben, kann aber
auch nicht sinnvoll sein.

> Ich habe jetzt gesehen, daß in der Nachbarschaft ein viel toxischeres
> Gift eingesetzt wird und zwar Brodifacoum?


Ist nach Aussage des Raiffeisenmitarbeiters (mit Schaedlingsbekaempfer-
Abitur) einer der beiden letzten Wirkstoffe, gegen die noch keine
Resistenzen bestehen. Das wird sich ja nun aendern. ;((

> da ist klar, daß eine jagende Katze auf jeden Fall stirbt, wenn sie
> regelmäßig vergiftete Mäuse frißt.

Ich scheine Glueck zu haben, und Findus findet das unsportlich,
kraenkelnde Maeuse zu fangen, oder es treiben sich einfach keine
rum. Ratten gibts hier alle paar Jahre wellenartig, warum auch immer.
Es gibt aber auch reichlich unterirdische Hohlraeume (alte Festungs-
anlage), und die Stadtmenschen, die im Sommer in die Schrebergaerten
einfallen, und ihre Grillreste vergraben oder hinter die Hecke
schmeissen, sorgen fuer reich gedeckte Tafeln fuer die Tierchen.
Vorletzten Herbst hatte ich sie zu spaet bemerkt, und sie haben alle
meine Chilis geerntet in nur einer Nacht. (Die Ratten, nicht die
Stadtmenschen)
> Bei uns im Garten ist ja "nur" Difenacoum ausgelegt, was die
> rechtswidrig gar nicht angegeben hatten und auch keine gut sichtbaren
> Warnauskleber angebracht hatten. Die Köderboxen waren "schön"
> versteckt im Garten. Die Boxen wurden auch nicht mal ansatzweise
> hinreichend kontrolliert. Moeglicherweise eine ebenso verbotene wie aufwandsarme Dauerbekoederung.
> Letzlich führt so eine schlampige Rattenbekämpfung aber nur zu einer
> Ausbildung von Resistenzen und zur verbotenen Dauerbeköderung.


Was nun durch die neue Unwirksamkeit der Koeder forciert wird.

> Außerdem müssen die Ratten ja auch auf allen Ebenen bekämpft werden.
> Wenn Du in den Abwasserkanälen nix machst, überleben da immer noch
> große Populationen. Es gibt hier gegenden, da findet seit 10(!)
> Jahren eine ganzjährige Dauerbeköderung statt und die Ratten bleiben.


Dann lachen die inzwischen ueber das verwendete Mittel und nehmen das
als willkommenen Snack zwischendurch.

> Ich habe hier übrigens noch nie eine Ratte gesehen.

Wenn Du eine siehst, sind ein paar Dutzend da. Glaub mir. Hab ich oft
genug erlebt. Deswegen warte ich ueblicherweise nie, bis ich zwei sehe.

> Ich kenne massiven Befall, da siehst Du die Ratten zu jeder Tages
> und Nachtzeit und die kommen Dir sogar aus den Mülleimern entgegen
> gesprungen. Das ist aber dann schon extrem, und die schieben Kohldampf ohne Ende.


> Ich bin verzweifelt, es ist völlig unmöglich jetzt Maya für den Rest
> ihres Lebens einzusperren.


Das kann ich Dir gut nachfuehlen.

> Was für Oberarschlöcher, man wünscht denen, daß deren Kinder und
> Frauen ebenfalls so erbärmlich grausam verrecken!
> Sorry, wenn das eigene, geliebte Haustier getötet werden soll, kann
> ich nicht sachlich bleiben.


Auch das verstehe ich gut. Ginge mir aehnlich.
> Ich bin mal gespannt, ob ich heute Nacht überhaupt schlafen kann. Von
> 1-7 ist die Klappe zu. Hoffentlich verletzt sie sich nicht bei ihren
> verzweifelten Versuchen nach Draußen zu kommen.

Die Klappen, die man verriegeln kann, moegen praktisch sein (ich hab
auch so eine), aber das durchschnittliche Katzentier versteht das
nicht, und aergert sich einen Wolf, weil es die offensichtlich defekte
Klappe nicht wie gewuenscht in Gang kriegt. Das duerfte auch weiteren
Frustabbau in der Wohnung nach sich ziehen. Ich habe mir schon lange
angewoehnt, irgendwas grosses schweres vor die Klappe zu stellen, dann
ist auch mit Katzenintellekt leicht ersichtlich, dass man da nun nicht
rauskann. Das Genoele bleibt natuerlich.
> Soll ich sie vielleicht doch besser abgeben und hoffen, daß sie in
> eine Rattengift freie Gegend kommt?
> Es fällt mir schwer rationale Entscheidungen zu treffen.


Da kann ich Dir beim besten Willen keinen hilfreichen Tip geben.

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