expertenaustausch > etc.* > etc.beruf.selbstaendig

Mark (02.07.2003, 06:44)
Hallo,

ich plane einen Frühstücksservice. Das ganze ist noch in einem sehr
frühen Planungsstadium aber ich bräuchte ein wenig Hilfe. Im Rahmen
des Frühstücksservice sollen Brötchen, Marmelade und Honig (abgepackte
kleine Portionen) ausgeliefert werden. Zum einen direkt an
Privathaushalte und eventuell auch zu Firmenkunden. Was muß ich
rechtlich beachten wenn ich nur die Brötchen beim örtlichen Bäcker
beziehe und diese ausliefere (ggf. mit abgepackten Marmeladen) und wie
sähe es aus wenn ich die Brötchen fertig und frisch belege (z.B. mit
Wurst und Käse)?

Meine zweite Frage wäre, ob ich aus Kostengründen das ganze zunächst
von zuhause aus organisieren könnte. D.h. die Brötchen kommen vom
ortsansässißgen Bäcker und ich würde sie daheim in Tüten verpacken
(ggf belegen) und ausliefern. Oder brauche ich dazu (aus irgendwelchen
Lebenmittelrechtlichen Gründen?) einen extra Raum außerhalb der
Wohnung? Geplant ist auch Getränke mit auszuliefern. Eventuell auch
frisch gepresste Fruchtsäfte.

Ich bin für jeden Hinweis, Link, Ansprechpartner dankbar. Wäre toll,
wenn sich jemand ein wenig damit auskennt.

Danke schön!

Viele Grüß
Mark
Martin Hentrich (02.07.2003, 07:14)
Mark bemerkte am 1 Jul 2003 21:44:45 -0700:

>Ich bin für jeden Hinweis, Link,


Kuckst du hier:
Gesetz über den Verkehr mit Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen,
kosmetischen Mitteln und sonstigen Bedarfsgegenständen

Lebensmittelhygiene-Verordnung


Arbeite dich vom allgemeinen zum besonderen vor.

Martin
Matthias Kryn (02.07.2003, 08:17)
Mark <markkeller> schrieb:

Hallo Mark,

> ich plane einen Frühstücksservice. Das ganze ist noch in einem sehr
> frühen Planungsstadium aber ich bräuchte ein wenig Hilfe.


diese Idee ist ja - wie so vieles andere - nicht ganz neu.

Hier im Rhein-Main-Gebiet habe ich diverse solcher Frühstücksdienste
kommen und gehen sehen. Das Problem lag meistens nicht an der Qualität
des Angebotes, sondern am mangelnden Absatz. Unabhängig davon, ob sich
die Unternehmensgründer und ihre Verkäufer an Ampeln stellten oder in
Fußgängerzonen, oder ob sie per Handzettel Privatkunden direkt
ansprachen - es wurde einfach zu wenig gekauft.

Die einzigen, die sich halten können, sind die, die vormittags in die
Gewerbegebiete oder in die Bürohochhäuser (wenn es denn möglich ist
bzw. erlaubt wird) gehen. Und dort ist der Markt sehr zersplittert.

> Im Rahmen des Frühstücksservice sollen Brötchen, Marmelade
> und Honig (abgepackte kleine Portionen) ausgeliefert werden.


Ich persönlich kenne ja mehr Frühstücksmuffel :-)

> Zum einen direkt an Privathaushalte


IMHO keine gute Idee.

> und eventuell auch zu Firmenkunden.


Das klingt besser. VHS, Bildungsträger, Seminaranbieter ...

> Ich bin für jeden Hinweis, Link, Ansprechpartner dankbar.


Due grundlegenden Sachen hat Martin ja schon genannt.

Grüße
Matthias
Mark (03.07.2003, 08:16)
"Matthias Kryn" <usenet.kryn> wrote in message news:6d93
> Mark <markkeller> schrieb:
> Hallo Mark,
> > ich plane einen Frühstücksservice. Das ganze ist noch in einem sehr
> > frühen Planungsstadium aber ich bräuchte ein wenig Hilfe.

> diese Idee ist ja - wie so vieles andere - nicht ganz neu.


Ja das stimmt. Aber man kann es ja immer versuchen besser zu machen
als andere.

> Hier im Rhein-Main-Gebiet habe ich diverse solcher Frühstücksdienste
> kommen und gehen sehen. Das Problem lag meistens nicht an der Qualität
> des Angebotes, sondern am mangelnden Absatz. Unabhängig davon, ob sich
> die Unternehmensgründer und ihre Verkäufer an Ampeln stellten oder in
> Fußgängerzonen, oder ob sie per Handzettel Privatkunden direkt
> ansprachen - es wurde einfach zu wenig gekauft.


Hm, interessant. Ich kenne persönlich keinen einzigen solchen Dienst
und wenn ich Leute ganz unverbindlich anspreche, was sie davon halten
würden, wenn morgens vor der Tür frische Brötchen liegen würden,
finden das die meisten eine feine Idee. Okay, ob die dann auch
wirklich bestellen würden ist wieder eine andere Sache. Du meinst also
eher, dass sich das nicht lohnt.

Ich hatte mir das sogar so vorgestellt, dass man Familien so ein
bißchen die morgendliche Hektik abnehmen kann. Sprich, Frühstück
machen und vor allem auch die Pausenbrote für die Kinder oder für
einen selbst ins Büro. Das ganze wollte ich eher so ein bißchen nach
dem Motto "fit in den Tag" oder so ähnllich aufbauen, weil ich glaube
dass diese ganze "ich will mich ja eigentlich gesünder ernähren
aber...." Schiene eine recht große Chance ist um eine entsprechende
Dienstleistung anzubieten. Mal ganz abseits vom Frühstücksservice
glaube ich einfach, dass es genug Leute gibt, die sich statt dem
Kantinenfraß oder der fettigen Pizza vom Pizzaservice auch was
knackiges, gesundes genehmigen würden.

> Die einzigen, die sich halten können, sind die, die vormittags in die
> Gewerbegebiete oder in die Bürohochhäuser (wenn es denn möglich ist
> bzw. erlaubt wird) gehen. Und dort ist der Markt sehr zersplittert.


Das wäre für mich die zweite Zielgruppe. Aber da hast Du recht, es
kommt natürlich drauf an was die jeweiligen Kantinen bieten bzw.
inwiefern schon genug Lieferdienste am Kuchen knabbern. Trotzdem meine
ich (siehe oben), dass man sich mit einem Lieferdienst, der nicht wie
tausend andere Pizza oder ähnlichen Fast Food anbietet abgrenzen kann.
Klar, inwiefern meine Annahmen der Wirklichkeit entsprechen, sprich
wie hoch die Akzeptanz für so etwas wäre, müßte ich noch überprüfen.

> > Im Rahmen des Frühstücksservice sollen Brötchen, Marmelade
> > und Honig (abgepackte kleine Portionen) ausgeliefert werden.

> Ich persönlich kenne ja mehr Frühstücksmuffel :-)


Stimmt. Kenne auch viele Frühstücksmuffel. Frage ist nur, wollen die
nix frühstücken oder ist ihnen einfach der Stress morgens zu
aufwendig? Das sind dann doch meist die, die sich dann noch schnell in
der nächsten Bäckerei eine Käsestange holen bevor sie zur Arbeit
gehen.

> > Zum einen direkt an Privathaushalte

> IMHO keine gute Idee.


Danke für Deine Meinung. Ich muss sagen, ich habe in dem Bereich auch
nicht so die Erfahrung, bin aber überzeugt davon, dass man im Bereich
Lieferdienst mehr bieten kann als bisher so geboten wird. Habe auch
schon verschiedene Konzepte durchgespielt. Das ging vom
Einkaufsservice (für vielbeschäftigte Berufstätige, ältere Menschen
usw.), bis zu einer Art Partyservice und eben auch diesem
Frühstücksservice.

Jedesmal wenn ich selbst bei Burger King und Konsorten einkehre, frage
ich mich warum da soviele Leute hingehen? Das Essen ist im Prinzip
minderwertig, relativ teuer und nicht gerade gesund. Jeder weiß das
aber trotzdem geht fast jeder hin. Ich glaube wenn man ein gesünderes
Essen (z.B. leckere Sandwiches mit frischen, guten Zutaten, knackige
Salate, Säfte usw.) anbieten würde, dass man aber ähnlich fix serviert
bekommt wie bei Burger King, es bestimmt viele Leute zu schätzen
wüßten. Sofern es nicht zu arg auf der Öko-/Bioschiene laufen würde.
Oder meinst Du es wäre aussichtsreicher einen Laden in der Innenstadt
anzumieten und hauptsächlich auf Laufkundschaft zu setzen und schnelle
Snacks zu verkaufen, die sich aber von Döner, Currywurst, Hamburger
usw. absetzen?
> > und eventuell auch zu Firmenkunden.

> Das klingt besser. VHS, Bildungsträger, Seminaranbieter ...


Das wäre dann doch mehr so eine Art Partyservice oder?

> > Ich bin für jeden Hinweis, Link, Ansprechpartner dankbar.

> Due grundlegenden Sachen hat Martin ja schon genannt.
> Grüße
> Matthias


Danke Dir für Deine Meinung!!!!

Gruß
Mark
Jockel Hofmann (03.07.2003, 09:10)
Am Donnerstag, 3. Juli 2003 08:16 schreibselte Mark:

[bitte lege dir einen Nachnamen zu, steht in deinem Personalausweis]

>> diese Idee ist ja - wie so vieles andere - nicht ganz neu.

> Ja das stimmt. Aber man kann es ja immer versuchen besser zu machen
> als andere.


Solltest du mit "besser" die Qualität meinen, vergiss es. Da genügt "gut
genug". Es ist viel wichtiger, _anders_ zu sein, um sich von der Konkurrenz
zu unterscheiden.

....
> wenn morgens vor der Tür frische Brötchen liegen würden,
> finden das die meisten eine feine Idee. ....
> Ich hatte mir das sogar so vorgestellt, dass man Familien so ein
> bißchen die morgendliche Hektik abnehmen kann. Sprich, Frühstück
> machen und vor allem auch die Pausenbrote für die Kinder


IMHO anders genug für einen Feldversuch. In Frankfurt kann ich mir das in
einigen Wohnvierteln gut vorstellen. Abos einrichten, per Internet
(Ab-)Bestellmöglichkeit bis 24:00h, ab 5:30 (je nach Wunsch) liegen die
Brötchen vor der Tür.

Werbung wäre überschaubar, du musst nur aufpassen, dass du mit einer Route
so viele Kunden erreichst, dass die kritische Menge überschritten wird.

>> Gewerbegebiete oder in die Bürohochhäuser

> Das wäre für mich die zweite Zielgruppe. Aber da hast Du recht, es
> kommt natürlich drauf an was die jeweiligen Kantinen bieten bzw.
> inwiefern schon genug Lieferdienste am Kuchen knabbern. Trotzdem meine
> ich (siehe oben), dass man sich mit einem Lieferdienst, der nicht wie
> tausend andere Pizza oder ähnlichen Fast Food anbietet abgrenzen kann.


Der Markt ist dicht.

> Klar, inwiefern meine Annahmen der Wirklichkeit entsprechen, sprich
> wie hoch die Akzeptanz für so etwas wäre, müßte ich noch überprüfen.


Sprich mit jemandem, der's schon lange macht.

....
> Oder meinst Du es wäre aussichtsreicher einen Laden in der Innenstadt
> anzumieten und hauptsächlich auf Laufkundschaft zu setzen und schnelle
> Snacks zu verkaufen, die sich aber von Döner, Currywurst, Hamburger
> usw. absetzen?


Das gibt es bereits reichlich. Schau dich mal in Metzgereien um.

>> Das klingt besser. VHS, Bildungsträger, Seminaranbieter ...

> Das wäre dann doch mehr so eine Art Partyservice oder?


Ich kenne das bei einem Bildungsträger: Morgens zwischen 10:00h und 10:30h
kommt die Brötchentante. Zeug etwas teurer als beim Metzger u.ä. 10 Min.
entfernt, aber eben im Büro/Seminar.

Umsatz in 2 Stockwerken (4 Klassen + Dozenten, 3 sonstige Mitarbeiter)
Größenordnung 100 EUR. Wenn da nicht noch entsprechende Abnehmer in
Laufweite sind, ist das ziemlich mager.

BTW: Wo kommst du her?

:-) Jockel
Matthias Kryn (03.07.2003, 09:48)
Mark <markkeller> schrieb:
> "Matthias Kryn" <usenet.kryn> wrote:
> > Mark <markkeller> schrieb:


> Ja das stimmt. Aber man kann es ja immer versuchen besser zu machen
> als andere.


Besser bedeutet häufig nur "mit einem höheren Anspruch an sich selbst
und dadurch mehr Kosten". Besser bedeutet (leider) nicht, dass es
dadurch erfolgreicher wird.

> Hm, interessant. Ich kenne persönlich keinen einzigen solchen Dienst


In welchem Gebiet lebst Du denn?

> und wenn ich Leute ganz unverbindlich anspreche, was sie davon
> halten würden, wenn morgens vor der Tür frische Brötchen liegen
> würden, finden das die meisten eine feine Idee.


Die Idee an sich finde ich auch toll. Nur leider liegen die
Preisvorstellungen der Anbieter und mein Zahlungswille etwas
auseinander.

> Okay, ob die dann auch wirklich bestellen würden ist wieder eine
> andere Sache. Du meinst also eher, dass sich das nicht lohnt.


Eher ja.

[..]
> glaube ich einfach, dass es genug Leute gibt, die sich statt dem
> Kantinenfraß oder der fettigen Pizza vom Pizzaservice auch was
> knackiges, gesundes genehmigen würden.


Familien mit Kinder sind - ab einem bestimmten Bildungsniveau, ich
kenne hier auch einige, die ihren Kindern morgens 'ne Tafel
Schokolade in die Hand drücken - schon daran interessiert, sich
vollwertig und gesund zu ernähren. Leider ist das gerade die
Zielgruppe, die mit am meisten aufs Geld gucken muss.

> > Die einzigen, die sich halten können, sind die, die vormittags in
> > die Gewerbegebiete oder in die Bürohochhäuser (wenn es denn
> > möglich ist bzw. erlaubt wird) gehen. Und dort ist der Markt sehr
> > zersplittert.

> Das wäre für mich die zweite Zielgruppe.


IMO lohnender: mehr Umsatz an einem Ort bei weniger Aufwand.

> Stimmt. Kenne auch viele Frühstücksmuffel. Frage ist nur, wollen die
> nix frühstücken


Ich könnte momentan morgens frühstücken, Zeit wäre auch da, mir
persönlich ist der Aufwand zu hoch (Tisch decken, Zeit am Tisch, Tisch
abdecken). _Das_ würde sich auch nicht ändern, wenn mir jemand fix und
fertig geschmierte Brötchen liefern würde. Außerdem wäre ich dann eher
für frisch zubereitetes Früchtemüsli zu haben.

> Ich glaube wenn man ein gsünderes
> Essen (z.B. leckere Sandwiches mit frischen, guten Zutaten, knackige
> Salate, Säfte usw.) anbieten würde, dass man aber ähnlich fix
> serviert bekommt wie bei Burger King, es bestimmt viele Leute zu
> schätzen wüßten.


Ja, aber schätzen != Umsatz.

> Sofern es nicht zu arg auf der Öko-/Bioschiene laufen würde.
> Oder meinst Du es wäre aussichtsreicher einen Laden in der
> Innenstadt anzumieten


Zu teuer. Und momentan hoffnungsdlos überbesetzt. Da musst Du noch
Animation nebenbei bieten, bis jemand auf Dich aufmerksam wird.

Hier in OF drängeln sich in der Füßgängerzone Bäckereien (Filialisten
und Einzelkämpfer), Metzgereien (Filialisten und Einzelkämpfer),
Würstchen-, Imbiss- und Snackbuden.

> > > und eventuell auch zu Firmenkunden.

> > Das klingt besser. VHS, Bildungsträger, Seminaranbieter ...

> Das wäre dann doch mehr so eine Art Partyservice oder?


Nee, eben mit dem Weidekorb voller frischer Brötchen und ein paar
angemachten Salaten in der ersten Pause in den Seminarraum kommen. Das
ist nach meiner Erfahrung bei akzeptablen Preisen sehr gefragt.

Grüße
Matthias
Matthias Kryn (03.07.2003, 09:49)
Jochen Kriegerowski <Kriegerowski> schrieb:

> Frühstück im Büro zubereiten? (Pancakes, Rührei mit Speck?)
> Zielgruppe: Kleine Büros in großem Bürohaus...
> Ausstattung: Kleinstküche auf Rädern


Jetzt haben wir so viel übers Frühstücken geschrieben, jetzt habbich
Hunger. Muss Müsli machen gehen.

Grüße
Matthias
Jochen Kriegerowski (03.07.2003, 09:54)
"Mark" <markkeller> schrieb

> Stimmt. Kenne auch viele Frühstücksmuffel. Frage ist nur, wollen die
> nix frühstücken oder ist ihnen einfach der Stress morgens zu
> aufwendig?


Dann oute ich mich mal als Frühstücksmuffel.
Ich arbeite zu Hause, habe also Zeit und Raum zu Frühstücken.
Aber morgens reicht mir ein Milchkaffee, oder zwei.
Feste Nahrung so ab 11:00 h ist in Ordnung. Aber morgens um 7?
Viel zu früh! Mein Magen ist vermutlich Langschläfer, im Gegensatz
zu mir <bg>

Gruß
Jochen
Matthias Kryn (03.07.2003, 09:58)
Jochen Kriegerowski <Kriegerowski> schrieb:

> Dann oute ich mich mal als Frühstücksmuffel.
> Ich arbeite zu Hause, habe also Zeit und Raum zu Frühstücken.
> Aber morgens reicht mir ein Milchkaffee, oder zwei.
> Feste Nahrung so ab 11:00 h ist in Ordnung. Aber morgens um 7?
> Viel zu früh! Mein Magen ist vermutlich Langschläfer, im Gegensatz
> zu mir <bg>


Huch. Das bin ja ich.

Grüße
Matthias
Will Berghoff (03.07.2003, 10:17)
Matthias Kryn wrote:
> Jetzt haben wir so viel übers Frühstücken geschrieben, jetzt habbich
> Hunger. Muss Müsli machen gehen.


Hast Du nix ordentliches im Haus? Ruf doch den Frühstücksservice!

SCNR
Will (nach Pinienkernbrot mit Ammerländer Schinken satt)
Richard Prinz (03.07.2003, 22:37)
"Mark" <markkeller> schrieb im Newsbeitrag
news:6ee5
> Hallo,
> ich plane einen Frühstücksservice.


Hallo Mark!

Ich habe soetwas schon einmal gemacht, zwar nur als Helfer, aber es reichte,
einiges vom Unternehmer mitzubekommen.
Weißt du eigentlich welcher Aufwand das ist? Und vor allem, wie wenig Gewinn
davon überbleibt?
Du bist ab ca. 4:00 Uhr bereits im Streß. Du mußt bei deinem Vorhaben ca mit
150 Gefüllten Brötchen rechnen - das dauert. Und denk ans saubermachen
hinterher - das bezahlt dir niemand. Auch die Warenbeschaffung (Wurst, Käse,
Aufstriche) nicht vergessen.
Aus meiner Sicht reicht es nicht aus, wenn du alleine Auslieferst (höchstens
für einen Zusatzverdienst). Du müßtest min. 4 Fahrer beschäftigen, die dir
deine Ware draußen verkaufen (beachte hier aber die höhere
Produktionsmenge - Personal). Bei 4 Auslieferern rechne ca mit 600 Stück
Ware (Brötchen, gef.Baguette, usw.).

>Meine zweite Frage wäre, ob ich aus Kostengründen das ganze zunächst
>von zuhause aus organisieren könnte.


Ganz klar: Nein !
Informiere dich über die Hygienevorschriften....
Rechne ca. 2-4 Wochen nach Gewerbeanmeldung mit einer Überprüfung der
Gesundheitsbehörde (Marktamt).

Wie stellst du dir den Einkauf von Wurst, Käse usw. vor (Preis)?
Wie lagerst du die Lebensmittel? Ein Haushaltseiskasten reicht hier nicht
aus.

100% Aufschlag zum Einkaufs-bzw.Herstellungspreis ist empfehlenswert. Aber
achte darauf, daß keine Apothekerpreise daraus werden. Die Tour, die ich
damals gefahren bin (ca. 8 Firmen mit starken Essern) brachte einen Umsatz
von ca. 150-200 Euro pro Tag. Wenn du davon den Einkauf, Fahrzeugkosten,
Ust, Ekst, Sozialversicherung, Stromkosten und anderes abziehst, bleibt
nicht mehr viel übrig. Vergiß auch die "Zuviel-Ware" nicht. Schließlich
musst du deinem letzten Kunden auch noch genug Auswahl bieten können, somit
bleibt immer etwas übrig (kannst du dann an Freunde oder Nachbarn
verschenken oder entsorgen).

Eine gute Idee wäre, wenn du auch ein Mittagessen anbieten kannst (auf
Vorbestellung). Selber kochen ist aber bei deinem Gewerbe nicht drinnen. Du
könntest ev. mit einer Großküche zusammenarbeiten. Diese verpacken die Menüs
so, daß man das Essen einfach in der Mikrowelle wärmen kann. Ist eine reine
Rechensache....wie hoch ist der EKP wie hoch der VKP. Nach meiner Erfahrung
schmerzt den Kunden alles, was über 5 Euro kostet.

Denke alles in Ruhe durch.

Viel Erfolg
Richard
Heinrich Butschal (04.07.2003, 07:25)
Mark wrote:

> Hm, interessant. Ich kenne persönlich keinen einzigen solchen Dienst
> und wenn ich Leute ganz unverbindlich anspreche, was sie davon halten
> würden, wenn morgens vor der Tür frische Brötchen liegen würden,
> finden das die meisten eine feine Idee. Okay, ob die dann auch
> wirklich bestellen würden ist wieder eine andere Sache. Du meinst also
> eher, dass sich das nicht lohnt.


Wir hatten in unserem Wohngebiet in München in 15 Jahren 2 die begonnen
und wieder aufgehört hatten.
In Industriegebieten gibt es mehrere, die mit fertig belegten Brötchen
durch die Büroetagen gehen, das scheint besser zu halten.
Man könnte ja beides verbinden.
Beim Bäcker holen, im Lieferwagen für Privathaushalte sortieren und
ausliefern, anschließend belegen und durch die Büros laufen.
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