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Ruediger (01.01.1970, 02:00)
Wie schauts aus bei einer neuen 7590- und der nicht zugestimmten
Nutzung / Bereitstellzng eines öffentlichen Hotspots seitens AVM
-- ich habe da doch vor kurzem mit halben Ohr was im Radio
gehört... was muss man machen um diesem Treiben einen Riegel vor
zu schieben?
Thomas Einzel (07.05.2019, 23:06)
Am 07.05.2019 um 21:14 schrieb Ruediger:
> Wie schauts aus bei einer neuen 7590- und der nicht zugestimmten
> Nutzung / Bereitstellzng eines öffentlichen Hotspots seitens AVM
> -- ich habe da doch vor kurzem mit halben Ohr was im Radio
> gehört... was muss man machen um diesem Treiben einen Riegel vor
> zu schieben?


Mein erster Vorschlag wäre zunächst mit mindestens einem ganzen Ohr
zuzuhören und nicht 3 halbe Sachen durcheinander misszuverstehen.

Zum nachlesen zu FRITZ!OS 7.10 und der 7590 beim Hersteller:


Ein wiedererkennbares Pseudonym wäre nicht schlecht, Rüdigers kenne ich
mehrere und bringe die ggf. durcheinander...
hannes wendelfinger (08.05.2019, 09:44)
On 07.05.2019 22:14, Ruediger wrote:
> Wie schauts aus bei einer neuen 7590- und der nicht zugestimmten
> Nutzung / Bereitstellzng eines öffentlichen Hotspots seitens AVM
> -- ich habe da doch vor kurzem mit halben Ohr was im Radio
> gehört... was muss man machen um diesem Treiben einen Riegel vor
> zu schieben?


seitens avm? die presse bzw die situation war dass kabelanbieter (aber
ich habe auch schon xdsl anbieter gesehen glaube ich) auf ihren
vermieteten endgeraeten hotspots ungefragt anbieten wollen.

aber grundlegend war glaube ich dass kabel kunden dann dennoch in ihren
verwaltungsportalen da einen opt-out hatten.

und dass natuerlich auf kundeneigenen endgeraeten kein hotspot durch den
anbieter ausloesbar war.

avm als geraetehersteller macht sowas nicht.

und eine 7590 ist ein xdsl geraet, also zumindest was die letzten monate
in der presse rumging waren kabel coax breitbandkabel situationen.
Kay Martinen (08.05.2019, 11:20)
Am 07.05.2019 um 22:14 schrieb Ruediger:
> Wie schauts aus bei einer neuen 7590- und der nicht zugestimmten
> Nutzung / Bereitstellzng eines öffentlichen Hotspots seitens AVM


Die Telekom bietet Wlan to go. Das dürfte Geräte-unabhängig sein...
.... sprichst du von Mesh-WLAN? Das ist alles was ich zu AVM neu hörte.

> gehört... was muss man machen um diesem Treiben einen Riegel vor
> zu schieben?


Es bei deinem Provider kündigen! Ging hier auch, sogar Telefonisch weil
sich das beim Aktivieren des WLAN gern erst mal mit aktivierte. Darauf
wollte ich nicht warten. Und mit bestellt hatte ich es auch nicht.

Schau in deinen Vertrag. Da müßte es drin stehen wenn es Bestandteil
ist. Ansonsten auf deiner Kundenseite mal in den Optionen suchen ob da
eine zugebucht ist die du nicht willst.

Kay
Hans Korn (08.05.2019, 12:53)
Kay Martinen schrieb am Wed, 8 May 2019 11:20:50 +0200:

>Die Telekom bietet Wlan to go. Das dürfte Geräte-unabhängig sein...


Nein. WLAN to go geht nur auf Telekomgeräten, und nur wenn der Kunde
es will. Auf bisherigen AVM-Geräten geht das nicht, es sei denn AVM
hat es für die nächsten Geräte vorgesehen. Und abstellen kan man das
jederzeit.

H.K.
Kay Martinen (08.05.2019, 15:44)
Am 08.05.2019 um 12:53 schrieb Hans Korn:
> Kay Martinen schrieb am Wed, 8 May 2019 11:20:50 +0200:
>> Die Telekom bietet Wlan to go. Das dürfte Geräte-unabhängig sein...

> Nein. WLAN to go geht nur auf Telekomgeräten, und nur wenn der Kunde
> es will. Auf bisherigen AVM-Geräten geht das nicht, es sei denn AVM


Das meinte ich nicht. Die Telekom hat früher schon Router von Arcadyn,
AVM, Huawei u.s.w. unter eigenmarke vertrieben. Was ich meinte ist das
deren Wlan2go sicher nicht auf eine Hardware begrenzt ist. Leider wissen
wir nicht welchen Provider er verwendet, aber es sind ja viele dort.
Wenn der Schuh nicht paßt muß man ihn ja nicht an ziehen.

> hat es für die nächsten Geräte vorgesehen. Und abstellen kan man das
> jederzeit.


"Jederzeit" mit Abstrichen. Wenn dir beim Vertragswechsel wlan2go mit
auf gedrückt wird dann ist es mindestens einen Tag lang aktiv. Und
selbst wenn du es im Kundencenter deaktivierst dauert es (IMHO bis
mitternacht oder mehr) bis es schlußendlich aus IST und das auch bliebe.

Kay
Marc Haber (08.05.2019, 15:47)
Kay Martinen <kay> wrote:
>Am 07.05.2019 um 22:14 schrieb Ruediger:
>> Wie schauts aus bei einer neuen 7590- und der nicht zugestimmten
>> Nutzung / Bereitstellzng eines öffentlichen Hotspots seitens AVM

>Die Telekom bietet Wlan to go. Das dürfte Geräte-unabhängig sein...


Wie soll die Telekom das konfigurieren, wenn ich eine eigene Fritzbox
auf den Anschluß klemme? _Noch_ ist der Speedport-Mist auf den
normalen Anschlüssen kein Pflichtrouter.

Grüße
Marc
Jörg Tewes (08.05.2019, 17:38)
Kay Martinen schrieb:
> Am 07.05.2019 um 22:14 schrieb Ruediger:
> Die Telekom bietet Wlan to go. Das dürfte Geräte-unabhängig sein...
> ... sprichst du von Mesh-WLAN? Das ist alles was ich zu AVM neu hörte.
> Es bei deinem Provider kündigen! Ging hier auch, sogar Telefonisch weil
> sich das beim Aktivieren des WLAN gern erst mal mit aktivierte. Darauf
> wollte ich nicht warten. Und mit bestellt hatte ich es auch nicht.
> Schau in deinen Vertrag. Da müßte es drin stehen wenn es Bestandteil
> ist. Ansonsten auf deiner Kundenseite mal in den Optionen suchen ob da
> eine zugebucht ist die du nicht willst.


Einen öffentlichen Hotspot darf der Provider (nicht der Hersteller)
auf dem gemieteten Gerät bereitstellen ohne den Kunden fragen zu
müssen. Da gibt' ein BGH Urteil zu.



AVM könnte sowas überhaupt nicht machen.

Bye Jörg
Jörg Tewes (08.05.2019, 17:40)
Kay Martinen schrieb:
> Am 08.05.2019 um 12:53 schrieb Hans Korn:
> Das meinte ich nicht. Die Telekom hat früher schon Router von Arcadyn,
> AVM, Huawei u.s.w. unter eigenmarke vertrieben. Was ich meinte ist das
> deren Wlan2go sicher nicht auf eine Hardware begrenzt ist.


Nein, es ist nicht auf Hardware begrenzt, aber es muß die Software vom
Provider drauf sein.

>> hat es für die nächsten Geräte vorgesehen. Und abstellen kan man das
>> jederzeit.

> "Jederzeit" mit Abstrichen. Wenn dir beim Vertragswechsel wlan2go mit
> auf gedrückt wird dann ist es mindestens einen Tag lang aktiv.


Nur wenn du einen providereigenes Gerät nutzt.

Bye Jörg
Thomas Einzel (08.05.2019, 17:50)
Am 08.05.2019 um 14:44 schrieb Kay Martinen:
> Am 08.05.2019 um 12:53 schrieb Hans Korn:
> Das meinte ich nicht. Die Telekom hat früher schon Router von Arcadyn,
> AVM, Huawei u.s.w. unter eigenmarke vertrieben. Was ich meinte ist das
> deren Wlan2go sicher nicht auf eine Hardware begrenzt ist.


Nur "eine" nicht, aber nur die speziell dafür geeigneten Speedports der
Telekom unterstützen Wlan to go! Geräteliste auch unten im link.

> Leider wissen
> wir nicht welchen Provider er verwendet, aber es sind ja viele dort.
> Wenn der Schuh nicht paßt muß man ihn ja nicht an ziehen.
> "Jederzeit" mit Abstrichen. Wenn dir beim Vertragswechsel wlan2go mit
> auf gedrückt wird dann ist es mindestens einen Tag lang aktiv.


Warum schriebst du so etwas? Lies einfach:


> Und
> selbst wenn du es im Kundencenter deaktivierst dauert es (IMHO bis
> mitternacht oder mehr) bis es schlußendlich aus IST und das auch bliebe.


Wlan to go geht nur wenn man es selbst aktiviert - man bekommt dafür ja
auch einen kostenfreien Wlan to go *Zugang*. Im Gegenteil, ich benutze
keinen Speedport (für mich ungeeignet) würde aber gern Wlan to go frei
geben. Geht nicht.
Michael Unger (09.05.2019, 18:01)
On 2019-05-08 17:38, "Jörg Tewes" wrote:

> Einen öffentlichen Hotspot darf der Provider (nicht der Hersteller)
> auf dem gemieteten Gerät bereitstellen ohne den Kunden fragen zu
> müssen. Da gibt' ein BGH Urteil zu.
>


In der Pressemeldung [1] des BGH heißt es:

| [...]
|
| [...] Die Aktivierung ist ein ausschließlich technischer Vorgang,
| der nach den Feststellungen des Berufungsgerichts keinerlei Nachteile
| für die Kunden mit sich bringt. Sie erfordert weder einen mit
| Störungen verbundenen Besuch bei den Kunden noch deren Mitwirkung.
| Der Internetzugang der Kunden wird durch die Aktivierung des zweiten
| WLAN-Signals nicht beeinträchtigt. Anhaltspunkte für eine Gefährdung
| der Sicherheit der Kunden oder durch die erweiterte Nutzung des
| Routers verursachte Mehrkosten zu Lasten der Kunden hat das
| Berufungsgericht nicht festgestellt.
|
| [...]

Und wenn von den (bleistiftsweisen) 16 Mb/s, die insgesamt zur Verfügung
stehen, sich "externe" Nutzer 15 Mb/s "abgreifen", soll das _kein_
Schaden für den Nutzer sein??

Das Urteil [2] gilt aber anscheinend ausschließlich für Miet-Router.

> [...]


Michael

[1]
<http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=2019&nr=94902 &linked=pm&Blank=1>
[2]
<http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=2019&nr=94917 &pos=1&anz=762>
Daniel Weber (09.05.2019, 18:51)
Am 09.05.2019 um 18:01 schrieb Michael Unger:
> Und wenn von den (bleistiftsweisen) 16 Mb/s, die insgesamt zur Verfügung
> stehen, sich "externe" Nutzer 15 Mb/s "abgreifen", soll das _kein_
> Schaden für den Nutzer sein??


1. Bezieht sich das Urteil auf Unity Media, also Kabelanschlüsse, dort
wird die für das zusätzliche WLAN nötige Datenrate einfach zusätzlich
(und getrennt) provisioniert und der Kunde hat tatsächlich keine
Einschränkung dadurch.

2. Selbst wenn das nicht funktionieren würde (z.B. bei einem
xDSL-Anschluss), kann man dem zusätzlichen WLAN einfach nur die im
Moment ungenutzte Datenrate zuteilen (so wie das die Fritzbox beim
Gastzugang machen kann).

Ciao
Daniel
Michael Limburg (09.05.2019, 19:01)
Michael Unger wrote:

> Und wenn von den (bleistiftsweisen) 16 Mb/s, die insgesamt zur Verfügung


Du hältst Dich also für schlauer?

> stehen, sich "externe" Nutzer 15 Mb/s "abgreifen", soll das _kein_
> Schaden für den Nutzer sein??


Beleg, Beispiel? Oder einfach nur so mal schlau daher fabuliert?
Bei T steht zu Thema: "Ihre ungenutzte Bandbreite wird geteilt."
Das man Traffic priorisieren/beschränken kann, ist bekannt?

Abgesehen davon stände einem hypothetisch auftretenden Nachteil
ein Vorteil, nämlich die Nutzung fremder Wlans, gegenüber. Zudem
steht es ja jedem frei, das Angebot nicht zu nutzen. IMHO gibt
es zumindest bei T keine Mindestvertragslaufzeit für diesen Dienst.

MfG
Jörg Tewes (09.05.2019, 19:43)
Michael Unger schrieb:
[..]
> Und wenn von den (bleistiftsweisen) 16 Mb/s, die insgesamt zur Verfügung
> stehen, sich "externe" Nutzer 15 Mb/s "abgreifen", soll das _kein_
> Schaden für den Nutzer sein??


Ich weiß nicht ob das auch für DSL-Anschlüsse gilt. Bei Kabel ist
üblciherweise deutlich mehr möglich. Und nein, der Speed ist natürlich
begrenzt.

> Das Urteil [2] gilt aber anscheinend ausschließlich für Miet-Router.


Wie sollte es auch für andere gelten? Die Software läßt das nicht zu.

Bye Jörg
Jörg Tewes (09.05.2019, 19:45)
Michael Limburg schrieb:

> Abgesehen davon stände einem hypothetisch auftretenden Nachteil
> ein Vorteil, nämlich die Nutzung fremder Wlans, gegenüber. Zudem
> steht es ja jedem frei, das Angebot nicht zu nutzen. IMHO gibt
> es zumindest bei T keine Mindestvertragslaufzeit für diesen Dienst.


Es gibt auch keine MVLZ dafür, außerdem gings in dem Urteil nur um das
einschalten ohne den Kunden vorher zu fragen. Sprich es gibt ein
Opt-Out, es muß aber kein Opt-In geben.

Bye Jörg

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