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Peter Veith (10.07.2019, 22:18)
Eine lustige Aufregung:

»Für mich ist die NZZ so etwas wie ?Westfernsehen?«


Der betreffende Artikel:


Hier bspw. das Zentralorgan dazu:


Zitat
»Der frühere CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz meinte: "Ein früherer
Präsident des Verfassungsschutzes vergleicht die deutschen Medien mit
der SED-Einheitspresse. (...)"«

Also, ich hielt weder von AK noch ND sehr viel, aber diesen Vergleich
haben sie wirklich nicht verdient! Und NZZ ist hin und wieder
erfrischend zu lesen, aber eine disziplinierende Wirkung auf die
BRD-Medien hat sie nun wirklich nicht.

Aber, vielleicht sollte Maaßen mal RT -deutsch und Spuniknews lesen und
sich analog äußern :-D

Veith
klaus r. (10.07.2019, 22:45)
Am Wed, 10 Jul 2019 22:18:53 +0200
schrieb Peter Veith <veith>:

[..]
> Aber, vielleicht sollte Maaßen mal RT -deutsch und Spuniknews lesen
> und sich analog äußern :-D
> Veith


Gerade habe ich einen Bericht im WDR über die Vergewaltigung einer
jungen Frau in Mülheim durch fünf 12-14jährige Jugendliche gesehen. Nur
Geschwafel und Geschwurbel und nur nicht konkret werden.
Über die Möglichkeiten der Presse hätten ND und AK von den heutigen
Sendern eine Menge lernen können.



Ab min 01:00 beginnt der Bericht und der Berufsschwafler ab 04:30.

Ein anderer Bericht über den gleichen Vorfall:



Klaus
René Marquardt (11.07.2019, 03:42)
On Wednesday, July 10, 2019 at 3:18:59 PM UTC-5, Peter Veith wrote:
[..]
> BRD-Medien hat sie nun wirklich nicht.
> Aber, vielleicht sollte Maaßen mal RT -deutsch und Spuniknews lesen und
> sich analog äußern :-D


NNZ auf Twitter:

Notiz in eigener Sache: Wir sind kein Westfernsehen. Dieser Vergleich ist unpassend und Geschichtsklitterung. Auch bei deutschen Medien arbeiten ausgezeichnete Journalisten und Journalistinnen.
Lars Gebauer (11.07.2019, 09:25)
* René Marquardt:
> NNZ auf Twitter:
> Notiz in eigener Sache: Wir sind kein Westfernsehen. Dieser Vergleich ist unpassend und Geschichtsklitterung. Auch bei deutschen Medien arbeiten ausgezeichnete Journalisten und Journalistinnen.


Aber ja! Relotius wure sogar mehrfach ausgezeichnet.
Uwe Schickedanz (11.07.2019, 14:46)
On Thu, 11 Jul 2019 07:25:37 -0000 (UTC), Lars Gebauer
<lars.gebauer> wrote:

>* René Marquardt:
>> NNZ auf Twitter:
>> Notiz in eigener Sache: Wir sind kein Westfernsehen. Dieser Vergleich ist unpassend und Geschichtsklitterung. Auch bei deutschen Medien arbeiten ausgezeichnete Journalisten und Journalistinnen.

>Aber ja! Relotius wure sogar mehrfach ausgezeichnet.


Ich könnte mir vorstellen, daß er gemeint hat, daß die NZZ eine
Außensicht auf die Dinge hat, die manchmal ganz hilfreich sein kann.
Aber wahrscheinlich ist er nur ein pöhser Nazi.

Gruß Uwe
Ronald Konschak (11.07.2019, 19:38)
Uwe Schickedanz <Uwe_usenet.spam> schrieb:
> On Thu, 11 Jul 2019 07:25:37 -0000 (UTC), Lars Gebauer
> <lars.gebauer> wrote:
> Ich könnte mir vorstellen, daß er gemeint hat, daß die NZZ eine
> Außensicht auf die Dinge hat, die manchmal ganz hilfreich sein kann.
> Aber wahrscheinlich ist er nur ein pöhser Nazi.


Maaßen ist sogar ganz sicher ein Faschist. Aktuell tut er sich mit
den anderen Faschisten zusammen, um über Frau Merkel und ihren
Gesundheitszustand herzuziehen.

Ronald.
Peter Veith (12.07.2019, 10:22)
Am 11.07.2019 um 19:38 schrieb Ronald Konschak:

> Maaßen ist sogar ganz sicher ein Faschist.


Nun, man solle mit diesem Begriff nicht so umsichwerfen, sonst kommt das
böse Überraschen, wenn man plötzlich im Folterkeller von echten Nazis
aufwacht.

> Aktuell tut er sich mit den anderen Faschisten zusammen, um über Frau
> Merkel und ihren Gesundheitszustand herzuziehen.


Immer langsam mit den alten Pferden.

Frau Merkel gibt als BK die Richtlinien der bundesdeutschen Politik vor
und ist im Kriegsfall Oberbefehlshaberin ... da sollte sie schon fit
sein. Was der mangelnde Gesundheitszustand im Krisenfall begünstigen
kann, haben wir im gruppenkonformen Zeitraum gesehen.

Insofern hat Maaßen recht: "Der Gesundheitszustand eines Regierungschefs
ist keine Privatsache. Die Menschen in Deutschland haben ein Recht zu
erfahren, ob der Regierungschef gesundheitlich noch in der Lage ist,
sein Amt mit ganzer Kraft auszuüben."

Ist eigentlich klar, daß der Vertrete Olaf Scholz wäre!?

Als wenn das nicht gruselig genug wäre:

»Während ihres erneuten Zitteranfalls bewegte Angela Merkel sichtbar die
Lippen (...) Merkel soll mantraartig "Ich schaffe das" wiederholt
haben."« Soll ich jetzt Mitleid haben? Alle Zitate aus:


-> Maaßen ist sogar ganz sicher ein *Politiker*
Schielt er da nach einen Posten nach der Machtergreifung?

Wie schrieb ich bereits im September 2018:
#Nach den Äußerungen von Maaßen und Seehofer glaube ich ABER inzwischen,
daß derzeit politische Konsolidierungen stattfinden und sich die Ersten
für eine CDU-AfD-Koalition ab 2021 im Bund andienen. Man achte auch auf
das derzeitige Stühlerücken in Brandenburg, da läuft 2019 der "Pilot".

Also, daß ich noch eine Machtergreifung miterleben "darf", hätte selbst
ich nicht befürchtet.#

Veith
Torsten Mueller (12.07.2019, 11:34)
Peter Veith <veith> schrieb:

> »Während ihres erneuten Zitteranfalls bewegte Angela Merkel sichtbar die
> Lippen (...) Merkel soll mantraartig "Ich schaffe das" wiederholt
> haben."« Soll ich jetzt Mitleid haben? Alle Zitate aus:
>


Der Merkur also. Ich darf dann künftig auch "brisant" citieren oder am
besten gleich die Gala.

T.M.
Ronald Konschak (12.07.2019, 11:41)
Peter Veith <veith> schrieb:
> Am 11.07.2019 um 19:38 schrieb Ronald Konschak:
>> Maaßen ist sogar ganz sicher ein Faschist.

> Nun, man solle mit diesem Begriff nicht so umsichwerfen, sonst kommt das
> böse Überraschen, wenn man plötzlich im Folterkeller von echten Nazis
> aufwacht.


Nazi soll man nicht sagen. Nazi kommt von Nationalsozialismus, da
steckt das Wort Sozialismus drin, und der ist böse. Die NSDAP war
nämlich eine linke Partei, so hat Springer das verkündet, und
links sein geht ja nun garnicht. Also nennt man sie Faschisten.
Hast Du einen besseren Vorschlag?

Ronald.
Peter Veith (12.07.2019, 11:41)
Am 12.07.2019 um 11:34 schrieb Torsten Mueller:

> Peter Veith zitierte:
> Der Merkur also. Ich darf dann künftig auch "brisant" citieren oder am
> besten gleich die Gala.


Selbstverständlich!

SuperIllu kommt hierzuortens auch immer sehr gut. Oder um Karl Chemnitz
zu zitieren: "In der Politik darf man sich, um ein bestimmtes Ziel zu
erreichen, mit dem Teufel selbst verbünden nur muß man die Gewißheit
haben, daß man den Teufel betrügt, und nicht umgekehrt."

Veith
Torsten Mueller (12.07.2019, 12:55)
Ronald Konschak <dl1dww> schrieb:

> Hast Du einen besseren Vorschlag?


Ein Rechter. Dagegen wird kaum einer was sagen können. Davon ausgehend
gibt's Spezialisierungen in diverse Richtungen: Rechtskonservativer,
Rechtspopulist, Rechtsnationaler, Rechtsradikaler. Ein Rechter ist
allerdings beileibe nicht immer ein Faschist. Ich finde schon, daß man
diese Unterscheidung bewußt treffen sollte.

T.M.
Peter Veith (12.07.2019, 13:10)
Am 12.07.2019 um 12:55 schrieb Torsten Mueller:

> Ronald Konschak schrieb:
>> Hast Du einen besseren Vorschlag?


> Ein Rechter ist allerdings beileibe nicht immer ein Faschist. Ich
> finde schon, daß man diese Unterscheidung bewußt treffen sollte.


Ich muß Dir in Anlehnung an Genossen Dimitroff zustimmen: Ein Faschist
vertritt die offene und _brutale_ Diktatur der .... wissenschon.

So weit würde ich im konkreten Fall (noch?) nicht gehen.

Andere Faschismus-Definitionen haben den Hang zur Beliebigkeit und der
Verschiebung der Verantwortung vom Finanzkapital (Bankenkrise seit
2007!) auf das Individuum (wolle Aktien kaufen?!).

Veith
Peter Veith (12.07.2019, 13:21)
Am 12.07.2019 um 13:10 schrieb Ingrid:

> Ich muß Dir in Anlehnung an Genossen Dimitroff zustimmen: Ein Faschist
> vertritt die offene und _brutale_ Diktatur der .... wissenschon.


Vorsorglich:

Wissenden wird aufgefallen sein, daß ich hier den Begriff
"terroristische" durch "brutale" ersetzt und hervorgehoben habe.

Grund: Der Terror-Begriff ist mMn in den letzten Jahrzehnten stark
ausgehöhlt und beliebig geworden und schließt den hier gemeinten
("Faschismus an der Macht") Staatsterrorismus regelmäßig aus.

Ich möchte ergänzend noch die zeitgenössischen, richtungsweisenden und
wahrhaftigen Worte des Stählernen hinzufügen:

"Den Sieg des Faschismus in Deutschland (...) darf man nicht nur als
Zeichen der Schwäche der Arbeiterklasse und als Ergebnis des Verrats der
Sozialdemokratie an der Arbeiterklasse betrachten, die dem Faschismus
den Weg ebnete.

Man muß ihn auch als Zeichen der *Schwäche der Bourgeoisie* betrachten,
als ein Zeichen dafür, daß die Bourgeoisie nicht mehr imstande ist, mit
den alten Methoden des Parlamentarismus und der bürgerlichen Demokratie
zu herrschen, weshalb sie in der Innenpolitik gezwungen ist, zu
terroristischen Regierungsmethoden zu greifen;

als ein Zeichen dafür, daß sie nicht mehr imstande ist, einen Ausweg aus
der jetzigen Lage auf dem Boden einer friedlichen Außenpolitik zu
finden, weshalb sie gezwungen ist, zur Politik des Krieges zu greifen."


Veith
René Marquardt (12.07.2019, 13:41)
On Friday, July 12, 2019 at 5:55:36 AM UTC-5, Torsten Mueller wrote:
> Ronald Konschak <dl1dww> schrieb:
> Ein Rechter. Dagegen wird kaum einer was sagen können. Davon ausgehend
> gibt's Spezialisierungen in diverse Richtungen: Rechtskonservativer,
> Rechtspopulist, Rechtsnationaler, Rechtsradikaler. Ein Rechter ist
> allerdings beileibe nicht immer ein Faschist. Ich finde schon, daß man
> diese Unterscheidung bewußt treffen sollte.


Pro Grundgesetz = rechts. Gültigkeit des Grundgesetzes anzweifeln = rechter Reichsbürger.
Huch, Mutti zittert aber dolle? Rechts.
"Wälder abholzen für Windräder ist bekloppt". Auch rechts.
Ernst Thälmann? So total rechts, die Mutti zittert in den Latschen!

Referenz:
Torsten Mueller (12.07.2019, 13:48)
Peter Veith <veith> schrieb:

>> Ein Rechter ist allerdings beileibe nicht immer ein Faschist. Ich
>> finde schon, daß man diese Unterscheidung bewußt treffen sollte.

> Ich muß Dir in Anlehnung an Genossen Dimitroff zustimmen: Ein Faschist
> vertritt die offene und _brutale_ Diktatur der .... wissenschon.
> So weit würde ich im konkreten Fall (noch?) nicht gehen.


Ein Faschist ist vor allem ein aktiver Un- und Antidemokrat! Er hält
schlicht jedes Mittel zur Durchsetzung politischer Interessen für
legitim, inklusive Diktatur, Sklavenarbeit, Totalüberwachung, Folter,
Euthanasie, Mord und Massenmord, Krieg, d.h. letztendlich Terror, und
zwar selbst gegenüber dem eigenen Volk. Solches werden eben große Teile
eher rechter und rechtsnationaler Kreise (CSU und sogar Teile der AfD)
durchaus nicht von sich behaupten. Ein Faschist hat meiner bescheidenen
Ansicht nach außerdem immer auch eine offen rassistische und völkische
Komponente. Das Völkische war ja auch das, worin sich Hitler und
Mussolini durchaus nicht einig waren, was in Südtirol zum Konflikt
führte.

T.M.

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