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Peter Veith (12.07.2019, 14:00)
Am 12.07.2019 um 13:41 schrieb René Marquardt:

> Huch, Mutti zittert aber dolle? Rechts.


Alle Rechte außer Mutti?

Veith
Peter Veith (12.07.2019, 14:12)
Am 12.07.2019 um 13:48 schrieb Torsten Mueller:

> Peter Veith schrieb:
>> Ich muß Dir in Anlehnung an Genossen Dimitroff zustimmen: Ein
>> Faschist vertritt die offene und _brutale_ Diktatur der ....
>> wissenschon.

> Ein Faschist ist vor allem ein aktiver Un- und Antidemokrat!


Was ist ein "Undemokrat"?

Zumal, "Demokratie" definitionsbedürftig ist. Ich kürze mal ab:


> Er hält schlicht jedes Mittel zur Durchsetzung politischer Interessen
> für legitim, inklusive Diktatur, Sklavenarbeit, Totalüberwachung,
> Folter, Euthanasie, Mord und Massenmord, Krieg, d.h. letztendlich
> Terror, und zwar selbst gegenüber dem eigenen Volk.


Ohne jetzt an Details rumpopeln zu wollen, würde ich das unter obiges
"vertritt die offene und _brutale_ Diktatur" subsumieren.

> Solches werden eben große Teile eher rechter und rechtsnationaler
> Kreise (CSU und sogar Teile der AfD) durchaus nicht von sich
> behaupten.


Richtig, hier gibt es noch die Vorstellung, das gegenwärtige politische
und Wirtschaftssystem ohne obige Komponenten aufrecht erhalten zu können[*].

> Ein Faschist hat meiner bescheidenen Ansicht nach außerdem immer auch
> eine offen rassistische und völkische Komponente.


Richtig, das "rassische" als Erscheinungsform hatte ich ausgelassen. Das
ist so ein "Trägermittel" der Ideologie, wie "Ausländer", "Islamisten"
.... "deutsche Leitkultur" *huch*
[*] "In Wirklichkeit gelangt der Faschismus gewöhnlich zur Macht im
gegenseitigen, zuweilen scharfen Kampf mit den alten bürgerlichen
Parteien oder mit einem bestimmten Teil dieser Parteien, im Kampf sogar
innerhalb des faschistischen Lagers selbst, der manchmal bis zu
bewaffneten Zusammenstößen führt, wie wir das in Deutschland, Österreich
und anderen Ländern gesehen haben.

Alles das verringert indessen nicht die Bedeutung der Tatsache, daß vor
der Errichtung der faschistischen Diktatur die bürgerlichen Regierungen
in der Regel eine Reihe von Vorbereitungsetappen durchlaufen und eine
Reihe reaktionärer Maßnahmen durchführen, die den Machtantritt des
Faschismus unmittelbar fördern."


Veith
Uwe Schickedanz (12.07.2019, 14:30)
On Fri, 12 Jul 2019 10:22:38 +0200, Peter Veith <veith>
wrote:

>Am 11.07.2019 um 19:38 schrieb Ronald Konschak:
>Nun, man solle mit diesem Begriff nicht so umsichwerfen, sonst kommt das
>böse Überraschen, wenn man plötzlich im Folterkeller von echten Nazis
>aufwacht.


Dieser Moment, wenn "Linke" sich mit der CDU solidarisieren...

Gruß Uwe
Lars Gebauer (12.07.2019, 14:38)
* Uwe Schickedanz:
>>Am 11.07.2019 um 19:38 schrieb Ronald Konschak:
>>> Aktuell tut er sich mit den anderen Faschisten zusammen, um über Frau
>>> Merkel und ihren Gesundheitszustand herzuziehen.

> Dieser Moment, wenn "Linke" sich mit der CDU solidarisieren...


Das Gesockse, was sich da heutzutage alles so "links" schimpft, ...
Kannst'e einfach vergessen. Ist auch nur so ein lausiger Abklatsch des
revisionistischen Luschentums.
gunter Kühne (12.07.2019, 17:47)
Am 12.07.19 um 12:55 schrieb Torsten Mueller:
> Ronald Konschak <dl1dww> schrieb:
> Ein Rechter. Dagegen wird kaum einer was sagen können. Davon ausgehend
> gibt's Spezialisierungen in diverse Richtungen: Rechtskonservativer,
> Rechtspopulist, Rechtsnationaler, Rechtsradikaler. Ein Rechter ist
> allerdings beileibe nicht immer ein Faschist. Ich finde schon, daß man
> diese Unterscheidung bewußt treffen sollte.

Also einer der alles Recht macht, oder??
Naja wen man sich vor Augen führt, wie das rechts links entstanden ist,
müsste man Fragen, vor oder hinter dem Reichstag.
Also auch nicht unbedingt Zielführend.
Peter Veith (12.07.2019, 17:59)
Am 12.07.2019 um 17:47 schrieb gunter Kühne:

> Naja wen man sich vor Augen führt, wie das rechts links entstanden ist,
> müsste man Fragen, vor oder hinter dem Reichstag.
> Also auch nicht unbedingt Zielführend.


Nicht doch,

"Links" definiert sich seit rd. 150 Jahren über die Haltung zum
Privateigentum an Produktionsmitteln (ergo ist auch die Linkspartei
nicht wirklich "links", aber besser als nix).

Veith
gunter Kühne (12.07.2019, 18:00)
Am 12.07.19 um 14:00 schrieb Peter Veith:
[..]
gunter Kühne (12.07.2019, 18:15)
Am 12.07.19 um 17:59 schrieb Peter Veith:
> Am 12.07.2019 um 17:47 schrieb gunter Kühne:
> Nicht doch,
> "Links" definiert sich seit rd. 150 Jahren über die Haltung zum
> Privateigentum an Produktionsmitteln (ergo ist auch die Linkspartei
> nicht wirklich "links", aber besser als nix).
> Veith

Das ist eine so Definition .
Wieso schreibt dann Marx irgend wo was von Rechts oder Links
Nein, nein das ist schon so entstanden.
Wie sich links heute definiert da mag das sein.
Früher hießen die Kommunisten und Sozialisten.
Die haben sich über das Verhältnis zum Privateigentum am PM definiert.
Und was heute vergessen wird.
Über ihr Verhältnis zu Religionen im Allgemeinen.
( Bei den heutigen Linken ist das ja Umgekehrt, da wird ja wieder die
eine oder andere Religion vergöttert.)
MfG
Peter Veith (12.07.2019, 18:35)
Am 12.07.2019 um 18:15 schrieb gunter Kühne:

> Am 12.07.19 um 17:59 schrieb Peter Veith:
>> "Links" definiert sich seit rd. 150 Jahren über die Haltung zum
>> Privateigentum an Produktionsmitteln (ergo ist auch die Linkspartei
>> nicht wirklich "links", aber besser als nix).

> Das ist eine so Definition .


Ja.

> Wieso schreibt dann Marx irgend wo was von Rechts oder Links


Machte er so nicht. Das war tatsächlich i.e.S. das mitten Reichstag und so.

> Nein, nein das ist schon so entstanden.
> Wie sich links heute definiert da mag das sein.
> Früher hießen die Kommunisten und Sozialisten.


Ja, wobei da bis 1914 nicht unterschieden wurde, erst mit Bewilligung
der Kriegskredite und Zusammenbruch der II. Internationale sowie
Niederschlagung der Revolutionen in Mitteleuropa mit Hilfe der
Sozialdemokratie kam die Trennung.

> Die haben sich über das Verhältnis zum Privateigentum am PM definiert.


Ja.

> Und was heute vergessen wird.
> Über ihr Verhältnis zu Religionen im Allgemeinen.


Ja, ok. Die Religion aka der Paffe von der Kanzel spielt heute nicht
mehr so die Rolle.

Veith
gunter Kühne (12.07.2019, 19:28)
Am 12.07.19 um 18:35 schrieb Peter Veith:
[..]
Ronald Konschak (12.07.2019, 20:47)
Torsten Mueller <muellerto> schrieb:
> Ronald Konschak <dl1dww> schrieb:
>> Hast Du einen besseren Vorschlag?

> Ein Rechter. Dagegen wird kaum einer was sagen können.


Eben. Deswegen reicht das nicht.

> Davon ausgehend
> gibt's Spezialisierungen in diverse Richtungen: Rechtskonservativer,
> Rechtspopulist, Rechtsnationaler, Rechtsradikaler. Ein Rechter ist
> allerdings beileibe nicht immer ein Faschist.


Wozu sollen all diese Schubladen dienen? Genau, um den Faschismus
zu normalisieren. Ach, wird man über Bernd Höcke sagen, der ist nur
ein bisschen rechtsnational, das ist nicht schlimm. Vergiss es. Die
Einen tragen die Flagge des Kaiserreichs, die Nächsten die Wirmer-
Fahne, und die ganz Mutigen schwarz-rot-gold. Weißte was die vereint?
Die haben alle nur eine Ersatzfahne in der Hand. Wäre es nicht
verboten, sie kämen mit der roten Fahne mit dem weißen Kreis, in
dessen Mitte ein Hampelkreuz prangt.

Ronald.
wolfgang sch (12.07.2019, 21:25)
Uwe Schickedanz <Uwe_usenet.spam> wrote
in news:rqbeie9goachb2avi8vpu52lr8n17cj24u:

> Ich könnte mir vorstellen, daß er gemeint hat, daß die NZZ eine
> Außensicht auf die Dinge hat, die manchmal ganz hilfreich sein kann.


Der Vergleich der heutigen BRD-Medien mit dem Ostfernsehen ist mir auch
schon eingefallen, weil sie politisch gleichgeschaltet sind und weil
die Trennung von Nachricht und Meinung nicht mehr besteht. Natürlich
ist es eine andere Ideologie.
wolfgang sch (12.07.2019, 21:29)
Peter Veith <veith> wrote in news:qgaapm$e8k$1:

> "Links" definiert sich seit rd. 150 Jahren über die Haltung zum
> Privateigentum an Produktionsmitteln


Naja das ist die Definition von Sozialismus. Es gibt aber auch andere
Formen linker Politik.

> (ergo ist auch die Linkspartei
> nicht wirklich "links", aber besser als nix).


Die Linkspartei war bis vor kurzem sozialdemokratisch. Seit es ihr
wichtiger ist, dass das Wetter 1/20 Grad kühler wird als HartzIV zu
bekämpfen, würd ich ihr das Attribut aber absprechen.
wolfgang sch (12.07.2019, 21:32)
Ronald Konschak <dl1dww> wrote
in news:h71nvf-a12.ln1:

> Ach, wird man über Bernd Höcke sagen, der ist nur
> ein bisschen rechtsnational, das ist nicht schlimm. Vergiss es.


Die rechteste Partei im aktuellen Bundestag sind die Grünen. Eine
kapitalistischere, kriegsgeilere und sozial abgefucktere Partei sitzt
da im Moment nicht drin, und zur Zierde haben sie sich die bekloppteste
aller Religionen zusätzlich aufs Haupt gesetzt, samt Papst und
Heiligenverehrung.
René Marquardt (13.07.2019, 00:52)
On Friday, July 12, 2019 at 2:08:03 PM UTC-5, Ronald Konschak wrote:

> Wozu sollen all diese Schubladen dienen? Genau, um den Faschismus
> zu normalisieren. Ach, wird man über Bernd Höcke sagen, der istnur
> ein bisschen rechtsnational, das ist nicht schlimm. Vergiss es. Die
> Einen tragen die Flagge des Kaiserreichs, die Nächsten die Wirmer-
> Fahne, und die ganz Mutigen schwarz-rot-gold. Weißte was die vereint?
> Die haben alle nur eine Ersatzfahne in der Hand. Wäre es nicht
> verboten, sie kämen mit der roten Fahne mit dem weißen Kreis, in
> dessen Mitte ein Hampelkreuz prangt.


"Alle Nazis, ausser Mutti!" :P

Und falls du nix mitkriegst, Faschismus normalisieren tust du und deine Crew.

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