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wolfgang sch (18.07.2019, 11:11)
Lars Gebauer <lars.gebauer> wrote in
news:slrnqj08to.1qg.lars.gebauer:

>> Sozialdemokratische Politik ist der Versuch, die Fehler des
>> Kapitalismus zu korrigieren ohne ihn abzuschaffen,

> Das nennt man revisionistische Politik.


Kannst du gern machen.

> Und das hat *nichts* mit "links" zu tun.


Vielleicht nennen es Hardcore-Sozialisten nicht so, aber viele andere
Leute schon.

>> und unter Beachtung demokratischer Spielregeln.

> ... unter Beachtung bürgerlich-parlamentarischer Spielregeln.


Zumindest irgendwas was mit Demokratie zu tun hat.

> Als ob
> es nur diese gäbe & als ob Moses die höchstpersönlich vom Berg Sinai
> mitgebracht hätte.


Was die Sozialdemokratie explizit ablehnt ist die Diktatur einer Partei.
Lars Gebauer (18.07.2019, 11:53)
* wolfgang sch:
> Lars Gebauer <lars.gebauer> wrote in
>> Und das hat *nichts* mit "links" zu tun.

> Vielleicht nennen es Hardcore-Sozialisten nicht so, aber viele andere
> Leute schon.


Die nennen auch Wetter Klima.

>> Als ob
>> es nur diese gäbe & als ob Moses die höchstpersönlich vom Berg Sinai
>> mitgebracht hätte.

> Was die Sozialdemokratie explizit ablehnt ist die Diktatur einer Partei.


Da war sich die Sozialdemokratie sogar mit der SED oder der KPdSU
einig. Denen ging es um die Diktatur der Arbeiterklasse.
gunter Kühne (19.07.2019, 11:27)
Am 18.07.19 um 08:07 schrieb wolfgang sch:
> Lars Gebauer <lars.gebauer> wrote in
> news:slrnqioudg.83b.lars.gebauer:
> Ich meinte Sozialdemokratie als politische Richtung, nicht als Partei.
> Das ist nicht deckungsgleich; die heutige SPD ist zB überhaupt nicht
> sozialdemokratisch, die Linke war es dafür bis vor kurzem. Die SPD war
> es aber vor 40 Jahren.
> Sozialdemokratische Politik ist der Versuch, die Fehler des
> Kapitalismus zu korrigieren ohne ihn abzuschaffen, und unter Beachtung
> demokratischer Spielregeln.

Geil Jeder macht sich seine Definition, und behauptet seine wäre die
Richtige.
Und im Anschluss wunderen wir uns das Hass und Missachtung entsteht.
Ich sehe das Funktioniert im Großen wie im Kleinen.( International)
wolfgang sch (20.07.2019, 09:48)
Lars Gebauer <lars.gebauer> wrote in
news:slrnqj0ga6.3qd.lars.gebauer:

>> Was die Sozialdemokratie explizit ablehnt ist die Diktatur einer Partei.

> Da war sich die Sozialdemokratie sogar mit der SED oder der KPdSU
> einig. Denen ging es um die Diktatur der Arbeiterklasse.


Ach so, dann ist da irgendwas schiefgelaufen.
Lars Gebauer (20.07.2019, 13:25)
* wolfgang sch:
> Lars Gebauer <lars.gebauer> wrote in
>>> Was die Sozialdemokratie explizit ablehnt ist die Diktatur einer Partei.

>> Da war sich die Sozialdemokratie sogar mit der SED oder der KPdSU
>> einig. Denen ging es um die Diktatur der Arbeiterklasse.

> Ach so, dann ist da irgendwas schiefgelaufen.


Na ja, der Sozialdemokratie ging/geht es ja nur darum, die eigene
Marktnische zu behaupten. Und diese ist im Falle Soz./Komm.
tatsächlich in Gefahr.
Florian Ritter (29.07.2019, 21:16)
Am Freitag, 12. Juli 2019 11:34:52 UTC+2 schrieb Torsten Mueller:

>> »Während ihres erneuten Zitteranfalls bewegte Angela Merkel sichtbar die
> > Lippen (...) Merkel soll mantraartig "Ich schaffe das" wiederholt
>> haben."« Soll ich jetzt Mitleid haben? Alle Zitate aus:
>>


> Der Merkur also.


Es gibt unter dem Titel auch das Kulturblatt von Klett-Cotta,
Untertitel: Zeitschrift für europäisches Denken.
Eine Verwandte von mir war in der Redaktion.

> Ich darf dann künftig auch "brisant" citieren oder am
> besten gleich die Gala.


Aber bitte, lieber Junge, es gibt nicht das mindeste, was
dagegen spräche. Ich erteile Dir auch Permit, den
Struwwelpeter auszugsweise anzuführen, nur zu - FR
Florian Ritter (29.07.2019, 21:22)
Am Freitag, 12. Juli 2019 12:55:36 UTC+2 schrieb Torsten Mueller:

>> Hast Du einen besseren Vorschlag?


> Ein Rechter. Dagegen wird kaum einer was sagen können. Davon ausgehend
> gibt's Spezialisierungen in diverse Richtungen: Rechtskonservativer,
> Rechtspopulist, Rechtsnationaler, Rechtsradikaler. Ein Rechter ist
> allerdings beileibe nicht immer ein Faschist. Ich finde schon, daß man
> diese Unterscheidung bewußt treffen sollte.


Und, Totti, wenn Du mal eine Wurst musst, Du weißt ja wo, bist ja
schon ein großer Junge, gell - FR
Florian Ritter (29.07.2019, 21:33)
Am Sonntag, 14. Juli 2019 03:31:45 UTC+2 schrieb Martin Ebert:

>> Muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen und anschliessend
>> einen ansaufen: es gab Naziverbrecher, die selbst den Nazis zu krass waren.


> Also wenn schon morden, dann nach "unserem" Plan, das ist
> der Punkt. Und tatsächlich hat es auf dem Zeitstrahl jede
> Menge unterschiedlicher Phasen gegeben: Es gab auch Phasen,
> da war es nicht gewünscht freizudrehen.


Warum nur zwängelt sich mir nachdrücklich der Eindruck auf,
hier plagten sich Hermaphroditen mit Zwittern ab?

FR
Florian Ritter (29.07.2019, 21:57)
Am Dienstag, 16. Juli 2019 21:03:17 schrieb Wolfgang Puffe:

[..]
> zur Altersrente, und vor allem dem sozialverträglichen Ableben, kein
> Unendlicher sein wird.
> W. (...der seinen Plan heute übererfüllt hat, jawohl!)


Angesichts solch schamlosen Strebertums kommt mich
allsogleich das Speiben an - FR
Florian Ritter (29.07.2019, 22:06)
Am Sonntag, 14. Juli 2019 15:11:36 UTC+2 schrieb Torsten Mueller:

>>> Ein Rechter. Dagegen wird kaum einer was sagen können.


>> Eben. Deswegen reicht das nicht.


>>> Davon ausgehend gibt's Spezialisierungen in diverse Richtungen:
>>> Rechtskonservativer, Rechtspopulist, Rechtsnationaler,
>>> Rechtsradikaler. Ein Rechter ist allerdings beileibe nicht immer ein
>>> Faschist.


>> Wozu sollen all diese Schubladen dienen? Genau, um den Faschismus zu
>> normalisieren.


> Nein. Du drehst es einfach um und pauschalisierst damit unzulässig. Ein
> Faschist ist eine Spezialisierung eines Rechten, und zwar die bisher
> extremste.


Gäbest Du mir zu, man könne "extrem" nicht steigern, ich wäre
ganz der Deine - FR
Ronald Konschak (30.07.2019, 10:54)
Florian Ritter <hansrbierm> schrieb:
> Am Freitag, 12. Juli 2019 11:34:52 UTC+2 schrieb Torsten Mueller:
> Es gibt unter dem Titel auch das Kulturblatt von Klett-Cotta,
> Untertitel: Zeitschrift für europäisches Denken.


Das haste verwechselt. Das Blatt heißt "Nachrichten aus Mittelerde".

> Eine Verwandte von mir war in der Redaktion.


Alles wie immer.

Ronald.
Florian Ritter (01.08.2019, 12:29)
Am Dienstag, 30. Juli 2019 11:08:03 UTC+2 schrieb Ronald Konschak:

>>> Der Merkur also.


>> Es gibt unter dem Titel auch das Kulturblatt von Klett-Cotta,
>> Untertitel: Zeitschrift für europäisches Denken.


> Das haste verwechselt. Das Blatt heißt "Nachrichten aus Mittelerde".


Du bist so flach, dass es an Plattheit grenzt.

>> Eine Verwandte von mir war in der Redaktion.


> Alles wie immer.


Tja, mein Junge, es muß ebend alles seine Ordnung haben, newahr - FR
Torsten Mueller (10.08.2019, 20:11)
Florian Ritter <hansrbierm> schrieb:

> Gäbest Du mir zu, man könne "extrem" nicht steigern, ich wäre ganz der
> Deine - FR


Ich gebe Dir gar nichts zu. "extrem" ist meiner Ansicht nach kein
Superlativ, es ist ein schlichtes Adjektiv wie jedes andere. Einer kann
problemlos extremer sein als ein anderer, erst recht unter
Berücksichtigung verschiedener Orte und Epochen. "extrem" in der hier
gemeinten Bedeutung erfordert außerdem einen Bezug zu einer Kultur oder
einer Gesellschaft - es gibt also eine ganze Reihe von Bedingungen, die
zu durchaus verschiedenen Extremen führen können. Aber das weißt Du
sicher alles.

T.M.

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