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Diedrich Ehlerding (23.12.2018, 17:22)
Bernd Ullrich schrieb am 23.12.2018 um 16:09:
> Vom FG gehet eine wesentlich geringere Betriebsgefahr aus als vom KFZ.
> Also sind diese
> besser zu kennzeichne mittels WahnwestenFarbigen Bemalung des Bleches,
> mindest.


Wie dir unscher auffallen würde, wenn du auch nur ein wenig
nachdächtest, würde dir auffallen, dass KFZs im Dunkeln (sogar schon in
der Dämmerung) auffällig gekennzeichnet sind - vorn mit zwei weißen
Leuchten und hinten mit roten. Die Gefahr, dass ein solches KFZ einem
Fußgänger im Dunkeln nicht auffällt, halte ich für deutlich geringer als
die Gefahr, dass ein dunkel gekleideter Fußgänger übersehen wird.
HC Ahlmann (23.12.2018, 17:41)
Henning Sponbiel <sponbiel> wrote:

> Du weichst aus. Wo in dem folgenden Text, den du leider nicht mitzitiert
> hast, wird etwas _gefordert_?
> |"In diesem Zusammenhang wies die Polizei auch noch einmal darauf hin,
> |dass es auch als Fußgänger sinnvoll ist, reflektierende und helle
> |Kleidung zu tragen oder Lichtquellen mitzuführen."


Warum weist die Polizei nicht auf helle Farben für Autos hin, die wären
dann auch besser zu sehen?

Ich würde mich nicht an dem Wort Forderung hochziehen, wenn einseitig
Fußgängern und Radfahrern helle Kleidung wegen besserer Sichtbarkeit
nahgelegt wird, bei Autos aber unwichtig erscheint, obwohl sie ebenfalls
gegeben ist und Autos keineswegs immer beleuchtet am Verkehr teilnehmen,
sondern auch unbeleuchtet geparkt sind. Es ist diese einseitige
Adressierung, die sauer aufstößt und oft in victim blaming umschlägt.

Es mag sinnvoll sein, helle Kleidung zu tragen, aber es ist ebenso
sinnvoll und sogar normiert, sich an das Sichtfahrgebot zu halten.
Herberá¹­ Puá¹­z (23.12.2018, 18:01)
Am 22.12.2018 um 23:02 schrieb Bernd Ullrich:
>
> "Der Hund kam mit dem Schrecken davon. "
> "In diesem Zusammenhang wies die Polizei auch noch einmal darauf hin,
> dass es auch als Fußgänger sinnvoll ist, reflektierende und helle
> Kleidung zu tragen oder Lichtquellen mitzuführen."
> "oder Lichtquellen mitzuführen" , latürlich ohne rechtliche
> Begründung...die Pollizei ebend ...
> BU


Das fehlt leider der hilfreiche Tipp , wie die Lichtquelle beschaffen
sein soll. Selbst eine 950 lumen Stirnlampe
() reicht nicht aus,
um nicht von entgegenkommenden KFZ zu einem Sprung in den Straßengraben
gezwungen zu werden. BTDT (mehrfach!)
Bernd Ullrich (23.12.2018, 18:06)
Am 23.12.2018 um 16:22 schrieb Diedrich Ehlerding:
> Bernd Ullrich schrieb am 23.12.2018 um 16:09:
> Wie dir unscher auffallen würde, wenn du auch nur ein wenig
> nachdächtest, würde dir auffallen, dass KFZs im Dunkeln (sogar schon in
> der Dämmerung) auffällig gekennzeichnet sind - vorn mit zwei weißen
> Leuchten und hinten mit roten. Die Gefahr, dass ein solches KFZ einem
> Fußgänger im Dunkeln nicht auffällt,


> halte ich für deutlich geringer als
> die Gefahr, dass ein dunkel gekleideter Fußgänger übersehen wird.


Es ist allgemein bekannt dass im öffentlichem Verkehrsraum auf Sicht
gefahren werden "MUSS".

Wer das nicht mehr kann, dem muss die Pappe abgenommen werden.
Der FG muss sich nicht wegen einen blindgesoffenen Autler maskieren wie
auch immer...

BU
Andreas Portz (23.12.2018, 18:12)
HC Ahlmann schrieb:

> Warum weist die Polizei nicht auf helle Farben für Autos hin, die wären
> dann auch besser zu sehen?


Während du über diese Frage sinnierst, schlage mal bitte im Lexikon
unter 'Katzenauge' und anderen, an KFZ vorgeschriebenen, reflektierenden
Sicherheitseinrichtungen nach.

-Andreas
Rupert Haselbeck (23.12.2018, 19:00)
Herber? Pu?z schrieb:

> Das fehlt leider der hilfreiche Tipp , wie die Lichtquelle beschaffen
> sein soll. Selbst eine 950 lumen Stirnlampe
> () reicht nicht aus,
> um nicht von entgegenkommenden KFZ zu einem Sprung in den Straßengraben
> gezwungen zu werden. BTDT (mehrfach!)


Ich finde derlei Erzählungen immer wieder bemerkenswert.
Bisher ist mir das bei abendlichen bzw. zur jetzigen Jahreszeit eher
nächlichen Joggingrunde noch nicht passiert. Freilich, ich ziehe mir keine
Sturmhaube über und pflege nicht mit schwarzer Kleidung die Straße zu
benutzen, obgleich ich ohnehin lieber Feld- und Waldwege zum Laufen habe.
Manchmal führt die Strecke aber nunmal auch auf einer Straße mit mehr
Autoverkehr entlang.
Aber selbst auf Feld- und Waldwegen ist man ja nicht unbedingt sicher, z.B.
vor wildgewordenen Radlern (gerne auch ohne Licht), so dass ich in der
Dunkelheit üblicherweise mit Stirnlampe und Blinkarmband an beiden Armen
unterwegs bin. In der Regel auch mit Warnweste bzw. retroreflektierender
Laufkleidung.
Damit vergibt man sich nichts. Es entspricht ganz einfach dem, was man als
vernunftbegabtes Lebewesen tut, wenn man erkennt, dass man eine Gefahr
massiv vergrößert, wenn man in Tarnkleidung unterwegs ist. Auch dann, wenn
man ja weiss, dass die anderen hätten aufpassen müssen, ist man nicht
weniger tot, wenn man übersehen und infolgedessen überfahren wurde. Aber es
gibt einfache und recht hilfreiche Mittel, das Übersehenwerden zu vermeiden.
Vernünftigerweise nutzt mnan sie!

MfG
Rupert
Bernd Ullrich (23.12.2018, 19:24)
Am 23.12.2018 um 18:00 schrieb Rupert Haselbeck:
[..]
> Dunkelheit üblicherweise mit Stirnlampe und Blinkarmband an beiden Armen
> unterwegs bin. In der Regel auch mit Warnweste bzw. retroreflektierender
> Laufkleidung.


Du gibbetz dich als pot. Opfer zu erknnen, da musste weg...

BU
Andreas Barth (23.12.2018, 20:04)
Rupert Haselbeck wrote:
> Johann Mayerwieser schrieb:
>> Man muss als Autofahrer schon sehr egozentrisch sein um zu fordern, dass
>> die anderen die Nichtbeachtung des Sichtfahrgebotes ausgleichen.


> Das fordert doch niemand!
> Es ist lediglich eine Frage der puren Vernunft, ja des Selbstschutzes, wenn
> man es anderen nicht gar zu schwer macht, ihren Pflichten nachzukommen. Vor
> allem, wenn man selber der Leidtragende der Prinzipienreiterei sein könnte


Ich würde es mal so formulieren:

Die (auch rechtliche - wir sind hier in de.soc.recht.*) Pflicht,
andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig zu erkennen und adäquat zu
handeln liegt beim Autofahrer. Der Verstoß gegen diese Pflichten wird
leider viel zu oft zu wenig polizeilich (klassischer
Polizeibegriff(!)) geahndet.

Aus Selbstschutz würde ich es allerdings jedem dringend empfehlen,
dafür zu sorgen, dass einem auch als andere Verkehrsteilnehmer nichts
passiert, auch in Situationen, in denen dies juristisch nicht
vorwerfbar ist. Aber davon hat man wenig, wenn man schwer verletzt /
tot ist.

Von den Organen der Rechtspflege und der Ordnungspolizei würde ich
dennoch erhoffen, dass sie Pflichtverletzungen auf Seiten der
Autofahrer adäquat angehen und nicht bei Radfahrer "übersehen" vor
allem die Radfahrer dahin gehend ansprechen, dass sie selbst noch mehr
das Fehlverhalten der Autofahrer kompensieren sollten.

Viele Grüße,
Andi
HC Ahlmann (23.12.2018, 20:58)
Andreas Portz <Andreas.Portz> wrote:

> HC Ahlmann schrieb:
> > Warum weist die Polizei nicht auf helle Farben für Autos hin, die wären
> > dann auch besser zu sehen?

> Während du über diese Frage sinnierst, schlage mal bitte im Lexikon
> unter 'Katzenauge' und anderen, an KFZ vorgeschriebenen, reflektierenden
> Sicherheitseinrichtungen nach.


Wenn Du alberne Ratschläge geben willst, zähle die Reflektoren an den
Seiten eines Pkws und die Vorkommen des Worts Rückstrahler in der StVZO.
Andreas Portz (23.12.2018, 21:19)
HC Ahlmann schrieb:

> Wenn Du alberne Ratschläge geben willst, zähle die Reflektoren an den
> Seiten eines Pkws und die Vorkommen des Worts Rückstrahler in der StVZO.

Also (m)ein PKW hat welche. Er steht aber üblicherweise gar nicht mit
seiner Seitenflanke in die potentielle Fahrtrichtung anderer
Verkehrsteilnehmer, da ich für gewöhnlich längs der Fahrbahn parke.
Ich bin mir aber absolut sicher, dass jemand wie du trotzdem eine
Möglichkeit finden wird, als Fußgänger bei Dunkelheit dagegen zu torkeln.

-Andreas, Stirnlampenpflicht jetzt!
HC Ahlmann (23.12.2018, 21:47)
Andreas Portz <Andreas.Portz> wrote:

> HC Ahlmann schrieb:
> Also (m)ein PKW hat welche. Er steht aber üblicherweise gar nicht mit
> seiner Seitenflanke in die potentielle Fahrtrichtung anderer
> Verkehrsteilnehmer, da ich für gewöhnlich längs der Fahrbahn parke.
> Ich bin mir aber absolut sicher, dass jemand wie du trotzdem eine
> Möglichkeit finden wird, als Fußgänger bei Dunkelheit dagegen zu torkeln.


Deine Fixierung auf Reflektoren lässt mich befürchten, dass Du dunkle
Gegenstände ohne Reflektoren gar nicht wahrnimmst, egal ob Du sie im
Lichte der Scheinwerfer oder Deines Verstandes zu betrachten versuchst.

Als Fahrzeugführer muss man mit dunklen Gegenständen rechnen und davor
anhalten können; fehlende Reflektoren oder helle Kleidung sind für ein
Übersehen keine Entschuldigung.

Das scheinst Du nicht zu begreifen, daher EOD.
Siegfrid Breuer (23.12.2018, 22:14)
hc.ahlmann (HC Ahlmann) schrieb:

> Es mag sinnvoll sein, helle Kleidung zu tragen, aber es ist ebenso
> sinnvoll und sogar normiert, sich an das Sichtfahrgebot zu halten.


Hautsache, der Autofahrer ist schuld, wenn er mich plattgefahren hat!
Rupert Haselbeck (23.12.2018, 22:50)
HC Ahlmann schrieb:

> Henning Sponbiel <sponbiel> wrote:
> Warum weist die Polizei nicht auf helle Farben für Autos hin, die wären
> dann auch besser zu sehen?


Es gibt eher selten dunkle, in matten Farben gehaltene Autos am
Fahrbahnrand, welche unbeleuchtet da langlaufen bzw. fahren. Autos verfügen
bereits in Standardausrüstung über diverse Beleuchtungseinrichtungen und
auch Reflektoren, so dass man sie in aller Regel /deutlich/ leichter
erkennen kann als dunkelgekleidete unbeleuchtete Fußgänger.

> Ich würde mich nicht an dem Wort Forderung hochziehen, wenn einseitig
> Fußgängern und Radfahrern helle Kleidung wegen besserer Sichtbarkeit
> nahgelegt wird, bei Autos aber unwichtig erscheint, obwohl sie ebenfalls
> gegeben ist und Autos keineswegs immer beleuchtet am Verkehr teilnehmen,
> sondern auch unbeleuchtet geparkt sind.


Du musst an seltsamen Stellen unterwegs sein, wenn du Autos begegnest,
welche du als Fußgänger nicht sehen kannst :->

> Es ist diese einseitige
> Adressierung, die sauer aufstößt und oft in victim blaming umschlägt.


Blödsinn! Sind wir hier im Kindergarten?
So dämlich kann ja wohl kaum jemand sein, um den Unterschied zwischen
Selbstschutz und dem, was du hier victim blaming nennst - egal, was genau du
damit in diesem Zusammenhang meinen magst - zu erkennen.

> Es mag sinnvoll sein, helle Kleidung zu tragen, aber es ist ebenso
> sinnvoll und sogar normiert, sich an das Sichtfahrgebot zu halten.


Ja, natürlich! Das hat bisher ja auch niemand in Abrede gestellt

MfG
Rupert
Bernd Ullrich (23.12.2018, 23:50)
Am 23.12.2018 um 21:50 schrieb Rupert Haselbeck:
> HC Ahlmann schrieb:
> Es gibt eher selten dunkle, in matten Farben gehaltene Autos am
> Fahrbahnrand,


Die stehen nur rum und fahren nie?

> welche unbeleuchtet da langlaufen bzw. fahren. Autos verfügen
> bereits in Standardausrüstung über diverse Beleuchtungseinrichtungen und
> auch Reflektoren,


Wo sind am Auto vorne oder seitlich Reflektoren?
Und was sollen die reflektieren, das Licht was die
genmanipulierten\selbststrahlenden FG aussenden?

BU
Johann Mayerwieser (24.12.2018, 03:40)
Am Sun, 23 Dec 2018 21:50:10 +0100 schrieb Rupert Haselbeck:

> Du musst an seltsamen Stellen unterwegs sein, wenn du Autos begegnest,
> welche du als Fußgänger nicht sehen kannst :->


Gestern wieder zwei Autos gesehen, die sich als Motorräder tarnen - auf
einer Seite der Front rein gar kein Licht. Fällt mir übrigens erst auf,
seitdem diese neue Technik (Name fällt mir gerade nicht ein - ein Mal
Strom zu einer Leuchte und an- und ausschalten des Lichtes mit
irgendwelchen Codes), wenn da der Strom dorthin ausfällt, ist alles
finster, also auch kein Begrenzungslicht. Fahrzeuge mit derartigen
Fehlern sehe ich immmer wieder.

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