expertenaustausch > etc.* > etc.beruf.selbstaendig

Gerrit Brodmann (16.10.2005, 16:13)
Wolfgang Uhr <fromNewsGroups> wrote:

>Hallo
>Ja aber die Postzustellung in China wird in der Regel nicht von den
>Akademikern gemacht. Und schon alleine die Tatsache, dass jemand so
>einen Monsterumschlag wo abgegeben hat, die spricht sich rum. Ein
>solcher Betrag fällt immer auf.
>Ich habe nur letztens von jemandem gehört, dass sogar die Inder
>mitlerweile in China fertigen lassen. Es kann sein, dass die 50 cent die
>kalkulatorischen Kosten sind mit allem inbegriffen. Der Lohn ist das
>niemals.


Es wurde von Lohn gesprochen. "Ein Arbeiter verdient 50 cent in der
Stunde"

>Nun es gibt bei dem ganzen Spektakel auch einen Materialeinsatz, es gibt
>Transportkosten und es gibt Schmiergelder. Und kaufmännisch zählt nur
>die Summe.


Schmiergelder hatte ich jetzt nicht gerechnet, ansonsten fände ich es
recht heftig. Materialeinsatz dürfte nicht so sehr ins Gewicht fallen,
da es dort sehr viele Arbeitsstunden gab.
Heinrich Butschal (16.10.2005, 17:07)
Gerrit Brodmann schrieb:
> Wolfgang Uhr <fromNewsGroups> wrote: ....
> Kann nicht ganz sein, bzw hängt von der Arbeit ab. Neulich gab es nen
> Bericht über Carrera Rennbahnen. Die fertigen in China udn dort giobt
> es nen Stundenlohn von 50 cent.
> Interessant fand ich BTW, daß sie dann meinten, die viele handarbeit
> sei für Deutschland zu teuer, hier würden die Rennwagen dann 6x so
> viel kosten. Lassen die dann in D von 1 Euro Kräften fertigen oder wie
> kommen sie auf 6x? Die Löhne liegen hier doch etwas höher als 3
> Euro...

Das ist ja nur ein Aspekt, die Vorarbeiter und die deutschen Leitenden sowie
der Mehraufwand an Kommunikation kosten mehr.

Mit freundlichem Gruß,
Heinrich Butschal
Thomas Bohl (16.10.2005, 21:50)
Hallo

Tom Berger wrote:

> Erstens ist das nicht blauäugig, zweitens: warum soll man nicht über
> entsprechende Erfahrungen berichten. ich jedenfalls habe über meine sehr
> guten Erfahrungen damit berichtet - die bezogen sich aber halt auf
> Australien und nicht auf China.


Habe mal zwei DVDs nach Vietnam geschickt. Der Brief wurde ganz unscheniert
mit dem Klebeband vom Postamt Ho-Chi-Minh-Stadt wieder zugeklebt. Schwester
war ein Jahr in Pakistan, alle Briefe und Pakete wurden geöffnet.
China würde ich da direkt einordnen. Bei Australien hätte ich aber auch
keine bedenken.
Frank Lindner (16.10.2005, 22:28)
Gerrit Brodmann wrote:

> Wolfgang Uhr <fromNewsGroups> wrote:
> Kann nicht ganz sein, bzw hängt von der Arbeit ab. Neulich gab es nen
> Bericht über Carrera Rennbahnen. Die fertigen in China udn dort giobt
> es nen Stundenlohn von 50 cent.
> Interessant fand ich BTW, daß sie dann meinten, die viele handarbeit
> sei für Deutschland zu teuer, hier würden die Rennwagen dann 6x so
> viel kosten. Lassen die dann in D von 1 Euro Kräften fertigen oder wie
> kommen sie auf 6x? Die Löhne liegen hier doch etwas höher als 3
> Euro...


Materialkosten, Fertigungskosten, usw, usw....

Da der Anteil an manueller Arbeit nicht 100 % ist kann man über diesen
Faktor auf den ca. Anteil der Handarbeit schließen.
Sofern die Angabe stimmt, aber wer sagt schon die Wahrheit bei der
Kalkulation.
Lueko Willms (16.10.2005, 23:18)
.. Am 16.10.05
schrieb Thomas-Bohl (Thomas Bohl)
auf /DE/ETC/BERUF/SELBSTAENDIG
in 4352af5b$0$10719$bc1648c9
ueber Re: Geld in Brief nach China?

TB> Habe mal zwei DVDs nach Vietnam geschickt. Der Brief wurde ganz
TB> unscheniert mit dem Klebeband vom Postamt Ho-Chi-Minh-Stadt wieder
TB> zugeklebt.

Das macht das hiesige Zollamt auch.

MfG,
Lüko Willms
/--------- L.WILLMS -- Alle Rechte vorbehalten --

"Der einzige Weg, Armut zu überwinden, ist den Armen die Macht zu geben"
- Hugo Chavez, Präsident von Venezuela
Christian @Soemtron (17.10.2005, 00:02)
Rolf Stemmer <rolf_stem> schrieb:

> Hatte überlegt, dass Geld ggf. einfach BAR in einem Umschlag zu
> versenden, hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht?


ich würde es evtl. so versuchen, mal mit kleineren Beträgen anzufangen
und dann genau zu verfolgen, ob der Umschlag ankommt oder geöffnet wurde.

cu,
Christian

PGP Key (RSA) available.
Gerrit Brodmann (17.10.2005, 00:30)
Frank Lindner <tm15874-seischlauprobierelinuxaus> wrote:

>Materialkosten, Fertigungskosten, usw, usw....
>Da der Anteil an manueller Arbeit nicht 100 % ist kann man über diesen
>Faktor auf den ca. Anteil der Handarbeit schließen.
>Sofern die Angabe stimmt, aber wer sagt schon die Wahrheit bei der
>Kalkulation.


Schon klar. Es wurde halt betont, daß da extrem viel Handarbeit drin
ist. Wer weiß, wie die das berechnet haben
Helga Schulz (17.10.2005, 11:48)
Wolfgang Uhr <fromNewsGroups> schrieb vorher:

>Hallo
>Und wie ist das mit den Behörden? Das Briefgeheimnis muss in China
>keineswegs so geschützt sein wie hier. Wenn die Briefe systematisch
>durchleuchtet oder sogar geöffnet werden und dabei eben ein Betrag
>entdeckt wird in der Größenordnung eines Monatslohns?

Ich weiß nur, daß Mitte der 80er Jahre wohl so ziemlich sämtliche
Briefe, die aus dem Ausland kamen, geöffnet wurden.
Frank Hucklenbroich (17.10.2005, 14:26)
Am Sun, 16 Oct 2005 09:13:45 +0200 schrieb Rolf Stemmer:

> Hatte überlegt, dass Geld ggf. einfach BAR in einem Umschlag zu versenden,
> hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht?


Mit China noch nicht, mit einigen anderen Ländern (auch "armen" Ländern)
schon. Meine Erfahrung: Wenn, dann den Brief per Einschreiben schicken.
Dann läßt sich nachvollziehen, wo der Brief ist und die Hemmschwelle der
Postler ist größer, denn es besteht ein realistisches Risiko, daß der
Diebstahl auffliegt.

Dann würde ich möglichst einen großen Schein reinlegen, und den Umschlag
mit schwarzer Pappe auspolstern. Dann kann man nichts durchleuchten. Und
möglichst einen unauffälligen Umschlag nehemen, also *kein* Luftpostbrief
mit tollen Sondermarken, sondern ein umweltschutzpapier-Ding mit Stamp-it.

Wobei bei China natürlich das Risiko besteht, daß der Umschlag aus
Zensur-Gründen geöffnet wird. Ob die das Geld dann klauen oder
beschlagnahmen kann man natürlich nicht sagen, jedenfalls reduziert der
Versand per Einschreiben das Risiko erheblich.

Grüße,

Frank
Frank Hucklenbroich (17.10.2005, 14:32)
Am Sun, 16 Oct 2005 13:30:09 +0200 schrieb Wolfgang Uhr:

> Und wie ist das mit den Behörden? Das Briefgeheimnis muss in China
> keineswegs so geschützt sein wie hier.


Die Frage ist halt, was mit dem Geld passiert. China ist recht
obrigkeitshörig, daß da einfach ein Postbeamter sich den Schein in die
Tasche steckt halte ich für sehr unwahrscheinlich - vermutlich muß der erst
mal 3 Formulare ausfüllen, bevor entschieden wird, was mit dem Geld
passiert.

> Wenn die Briefe systematisch
> durchleuchtet oder sogar geöffnet werden und dabei eben ein Betrag
> entdeckt wird in der Größenordnung eines Monatslohns?


s.o., China ist eine Bürokratie. Ich glaube kaum, daß da ein Postbeamter
alleine überhaupt so einen Brief öffnen darf (es könnte ja auch politische
Propaganda drin sein). Vermutlich sitzt da ein Polizist daneben, oder ein
politischer Kader, oder beide. Sich so einfach selbst bedienen wird sich
der Postler nicht können. Und vergiß nicht, in China sind schon Menschen
wegen Diebstahls hingerichtet worden, das kann man sicher nicht mit Indien
o.ä. vergleichen.

Ich habe vor einigen Jahren mal ein paar US-$ in bar als Rückporto zu einer
kleinen Insel im Pazifik geschickt (um von denen eine Radio-QSL-Karte zu
bekommen, war ein sender vom US-Militär). Die Dollars kamen im
Antwortschreiben zurück mit dem Hinweis, daß die Leute dort kein Bargeld
annehmen dürften. Könnte ich bei China sogar ähnlich vorstellen.

Grüße,

Frank
Frank Hucklenbroich (17.10.2005, 14:35)
Am Mon, 17 Oct 2005 11:48:56 +0200 schrieb Helga Schulz:

> Ich weiß nur, daß Mitte der 80er Jahre wohl so ziemlich sämtliche
> Briefe, die aus dem Ausland kamen, geöffnet wurden.


ACK, die Frage ist halt, ob das Geld beschlagnahmt wird. Wenn ein
ordentliches Schreiben in englisch dabei ist, aus klar hervorgeht, wofür
das Geld ist?! Geöffnet werden die Briefe ja um politische Propaganda zu
unterbinden, und nicht, um die eigene Wirtschaft zu behindern.

Ich würde aber auch mal die Empfänger des Geldes fragen, vielleicht haben
die ja eine gute Idee (vielleicht was mit Kreditkartenzahlung...)

Grüße,

Frank
Harald Hengel (17.10.2005, 16:19)
Frank Hucklenbroich schrieb:

> jedenfalls reduziert
> der Versand per Einschreiben das Risiko erheblich.


Gerade der Versand per Einschreiben erhöht das Risiko!
Um so gewöhnlicher der Brief, desto geringer das Risiko.

Ein Einschreiben ist schon einmal ein klarer Hinweis suf wichtigen Inhalt,
der Verdacht auf wertvollen Inhalt liegt nahe.
Ebenso sind Briefe verdächtig, bei denen erkennbar der Inhalt unkenntlich
gemacht werden soll, z.B. Pappe im Brief, das ist im normalen Brief
ungewöhnlich und ein Hinweis auf möglichen speziellen Inhalt.
Bargled am Besten durch mehrere Bogen gewöhnliches Papier abdecken, der
Brief muss eben aussehen wie ein Breif, sich anfühlen wie ein Brief etc.
Schwarze Pappe, die durchleuchten verhindet, verstärkt beim
Durchleuchtungsversuch auch Verdachtsmomente und wird nicht verhindern, dass
geöffnet wird, im Gegenteil, es wird gerade deshalb geöffnet.

Harald
Frank Hucklenbroich (17.10.2005, 16:43)
Am Mon, 17 Oct 2005 16:19:26 +0200 schrieb Harald Hengel:

> Frank Hucklenbroich schrieb:
>> jedenfalls reduziert
>> der Versand per Einschreiben das Risiko erheblich.

> Gerade der Versand per Einschreiben erhöht das Risiko!
> Um so gewöhnlicher der Brief, desto geringer das Risiko.


Kommt halt darauf an, wo das Risiko des "Verschwindens" am größten ist. Ich
kenne es von einigen Ländern so, daß Briefe per Einschreiben von den
Empfängern persönlich am Postamt abgeholt werden müssen, gegen Vorlage des
Passes. Da entfällt schonmal das Risiko, daß die Nachbarn was aus dem
Briefkasten fischen.

Das hilft natürlich nichts, wenn der Brief schon im Postamt "verschwindet".
Da nimmt man in der Tat lieber Standardversand. Nur gibt es halt ein paar
Länder, in denen Standardbriefe erst sehr spät oder auch nie ankommen, weil
die Post überlastet ist. Zumindest Einschreiben kommen da eher durch, weil
man sie nachverfolgen kann.

> Ein Einschreiben ist schon einmal ein klarer Hinweis suf wichtigen Inhalt,
> der Verdacht auf wertvollen Inhalt liegt nahe.


Stimmt schon, so oder so macht mans falsch.

> Ebenso sind Briefe verdächtig, bei denen erkennbar der Inhalt unkenntlich
> gemacht werden soll, z.B. Pappe im Brief, das ist im normalen Brief
> ungewöhnlich und ein Hinweis auf möglichen speziellen Inhalt.
> Bargled am Besten durch mehrere Bogen gewöhnliches Papier abdecken, der
> Brief muss eben aussehen wie ein Breif, sich anfühlen wie ein Brief etc.


ACK. Habe auch schon mal auf den Umschlag "Fotos inside, please don't fold"
geschrieben. Für Urlaubsschnappschüsse interessiert sich ja i.d.R. keiner,
und es erklärt, warum man nicht durchleuchten kann. Nur beim OP (China)
könnten gerade Fotos ja auch Neugier wecken.

> Schwarze Pappe, die durchleuchten verhindet, verstärkt beim
> Durchleuchtungsversuch auch Verdachtsmomente und wird nicht verhindern, dass
> geöffnet wird, im Gegenteil, es wird gerade deshalb geöffnet.


Stimmt schon, also lieber was unverdächtiges rein. Prospekte oder so.

Grüße,

Frank
Thomas Bohl (19.10.2005, 00:29)
Lueko Willms wrote:

> Das macht das hiesige Zollamt auch.


Briefe öffnen?

BTW, ist dir eigentlich bewusst das man deine Posts ganz schlecht lesen
kann?
Martin Hentrich (19.10.2005, 09:08)
On Wed, 19 Oct 2005 00:29:00 +0200, Thomas Bohl <Thomas-Bohl>
wrote:

>BTW, ist dir eigentlich bewusst das man deine Posts ganz schlecht lesen
>kann?


Das interessiert ihn nicht im geringsten. Ignorier ihn.

Martin

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