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Hannes Kuhnert (08.02.2019, 22:59)
Es gibt hier einen DSL-Anschluss, an dem die Bandbreite eines Tags sprunghaft
heftig gesunken und seither sehr niedrig geblieben ist. Weiß vielleicht
jemand Rat?

Jahrelang lag ein ISDN- und DSL-Anschluss von Versatel vor. Die DSL war
tariflich auf eine Nenn-Bandbreite von 2 Mbit/s im Download beschränkt und
hat dies auch zuverlässig geleistet.

Im Januar wurde der Anschluss von 1&1 Telecom ubernommen und in einen reinen
DSL-Anschluss umgewandelt. Tariflich sind seitdem 16 Mbit/s möglich.
Tatsächlich technisch ausgehandelt wurde die Leitung wiederholt auf 6
Mbit/s. Etwas in dieser Größenordnung war von den äußeren Gegebenheiten, der
Ortslage her zu erwarten. Soweit lief das alles einwandfrei. Doch dann gab
es auf einmal nur noch etwa 1,2 Mbit/s. Und dabei ist es bis heute
geblieben.

Der Einbruch von 6 Mbit/s auf 1,2 Mbit/s ist laut Log des Routers des nachts
gewesen. Es hat da nach einem Verbindungsabbruch eben nur noch auf die
niedrige Bandbreite synchronisiert und seither ist es nie wieder höher
gekommen.

Von 1&1 Telecom hat es auf konkrete Nachfrage bis jetzt nur eine allgemeine
Erklärung zur möglichen DSL-Geschwindigkeit unter den diversen
Rahmenbedingungen gegeben. Es wurde festgestellt, dass 1,2 Mbit/s momentan
an diesem Ort die technisch mögliche maximale Bandbreite wäre. Auf die
Tatsache, dass es nicht nur jahrelang nennenswert mehr gab, sondern auch
technisch genau dieser Anschluss anfangs sehr viel schneller lief, wurde
nicht eingegangen.

Das ist durchaus unbefriedigend. Ein Bandbreiteneinbruch auf nur noch ein
Fünftel ist nicht mit bloßem Verweis auf Allgemeinplätze abgetan.

Was fallen Euch für Möglichkeiten ein, hier ein Problem einzugrenzen oder
eine Verbesserung zu erzielen?
Hergen Lehmann (09.02.2019, 00:33)
Am 08.02.19 um 21:59 schrieb Hannes Kuhnert:

> Es gibt hier einen DSL-Anschluss, an dem die Bandbreite eines Tags sprunghaft
> heftig gesunken und seither sehr niedrig geblieben ist. Weiß vielleicht
> jemand Rat?


Wackelkontakt, Kabel beschädigt oder ein neuer (V-)DSL-Kunde im selben
Kabel.

Überprüfe mal, ob das Problem irgendwo im Bereich deiner Wohnung liegt
(an allen Verbindungen wackeln und auf Veränderungen achten), aber wenn
nicht, wirst du damit leben müssen.

> Im Januar wurde der Anschluss von 1&1 Telecom ubernommen und in einen reinen
> DSL-Anschluss umgewandelt. Tariflich sind seitdem 16 Mbit/s möglich.
> Tatsächlich technisch ausgehandelt wurde die Leitung wiederholt auf 6
> Mbit/s.


Das spricht dafür, das die Leitungsqualität schon immer grenzwertig
schlecht war. Keine guten Aussichten...

> Von 1&1 Telecom hat es auf konkrete Nachfrage bis jetzt nur eine allgemeine
> Erklärung zur möglichen DSL-Geschwindigkeit unter den diversen
> Rahmenbedingungen gegeben. Es wurde festgestellt, dass 1,2 Mbit/s momentan
> an diesem Ort die technisch mögliche maximale Bandbreite wäre. Auf die
> Tatsache, dass es nicht nur jahrelang nennenswert mehr gab, sondern auch
> technisch genau dieser Anschluss anfangs sehr viel schneller lief, wurde
> nicht eingegangen.
> Das ist durchaus unbefriedigend. Ein Bandbreiteneinbruch auf nur noch ein
> Fünftel ist nicht mit bloßem Verweis auf Allgemeinplätze abgetan.


Leider doch. Das Kabel gehört weder dir noch 1&1, und der Eigentümer
(wahrscheinlich die T) hat alles Recht der Welt, weitere Kunden auf das
selbe Kabel aufzuschalten.
> Was fallen Euch für Möglichkeiten ein, hier ein Problem einzugrenzen oder
> eine Verbesserung zu erzielen?


Du kannst auf einen Technikerbesuch drängen, aber die Chancen, das der
eine konkrete Ursache findet, stehen schlecht. Am Ende wirst du die
Rechnung zahlen müssen ohne etwas gewonnen zu haben.

Schau nach, was an deinem Wohnort via VDSL, Breitbandkabel oder LTE
möglich ist.

Hergen
markus philippi (09.02.2019, 00:48)
Hannes Kuhnert <hannes.kuhnert> wrote:

> Der Einbruch von 6 Mbit/s auf 1,2 Mbit/s ist laut Log des Routers des nachts
> gewesen. Es hat da nach einem Verbindungsabbruch eben nur noch auf die
> niedrige Bandbreite synchronisiert und seither ist es nie wieder höher
> gekommen. [?]
> Was fallen Euch für Möglichkeiten ein, hier ein Problem einzugrenzen oder
> eine Verbesserung zu erzielen?


Evtl. wurde in der Nacht die Leitung umrangiert und Du hängst jetzt mit
einer deutlich längeren Leitung am Internet.
Karl-Josef Ziegler (09.02.2019, 11:43)
Am 08.02.2019 um 21:59 schrieb Hannes Kuhnert:

> Es gibt hier einen DSL-Anschluss, an dem die Bandbreite eines Tags sprunghaft
> heftig gesunken und seither sehr niedrig geblieben ist. Weiß vielleicht
> jemand Rat?


Einen ähnlichen Fall hatte ich auch schon einmal, das lag dann laut
Techniker daran, dass die Erdleitung (Masseleitung) einen 'Knacks'
hatte. Das wurde dann im Hausverteiler vor Ort beseitigt.
Bernd Ohm (09.02.2019, 12:20)
Am 08.02.2019 um 21:59 schrieb Hannes Kuhnert:

> Es gibt hier einen DSL-Anschluss, an dem die Bandbreite eines Tags sprunghaft
> heftig gesunken und seither sehr niedrig geblieben ist. Weiß vielleicht
> jemand Rat?


Um die Hausinstallation als Fehlerquelle auszuschließen,
öffnen wir grundsätzlich den APL und prüfen, ob das Signal
dort besser aussieht.
Das geht auch ohne teuren ARGUS, wenn man beispielsweise
eine aktuelle Fritzbox zur Hand hat.

Eine beliebte Fehlerquelle ist übrigens regelmäßig
die verf***te 3-fach TAE-Dose.

Am besten austauschen gegen eine mit nur einer Buchse
oder, falls das nicht in Betracht kommt, das Router-
Verbindungskabel in die linke (=erste) Buchse stecken.
Dazu am TAE-Stecker die Kodierung mit Küchenmesser
oder Nagelfeile entfernen, dann passt er rein. ;-)

Bitte benutze nicht das Wort "Bandbreite", wenn du eigentlich
Datenübertragungsrate meinst.
Die Bandbreite von DSL beträgt 2,2 MHz oder 17 MHz oder 35 Mhz.
Georg Schwarz (09.02.2019, 17:55)
Hannes Kuhnert <hannes.kuhnert> wrote:

[..]
> gewesen. Es hat da nach einem Verbindungsabbruch eben nur noch auf die
> niedrige Bandbreite synchronisiert und seither ist es nie wieder höher
> gekommen.


Was für ein Router hängt da dran? Sagt der etwas aus zur
Leitungsqualität und zum Sperktrum?
Mit welcher Verbindungstechnologie kommt die Verbindung zustande?
ADSL2+ mit Annex-J? Mit Annex-B? Oder ADSL?

Wer ist der technische Anbieter? Das kann man an Hand der IP-Adresse
ersehen, die man zugewiesen bekommt. Hat sich da was geändert, z.B. ein
Schwenk von Telekom auf Vodafone (jeweils als Vorleister von 1&1)?
Evtl. kann man das imj Header alter verschickter Emails nachvollziehen,
was davor der IP-Adress-Anbieter war.
Wenn der Artikel von diesem Anschluss aus gepostet wurde, wird jetzt
wohl von 1&1 die Infrastruktur von O2 verwendet.

Wie weit ist denn der Anschluss von der lokalen Vermittlungsstelle
entfernt? Ist es ein Ort, in dem es mehrere VSt. gibt? Kann es sein,
dass früher einfach eine kürzere TAL verwendet wurde, und 1&1 hat nun
den vorleister gewechselt, und nun ist die TAL deutlich länger?

War da wirklich nachts um 2 oder so eine Umstellung?
Typischerweise wird doch alles, wo physisch in der VSt. Hand angelegt
werden muss, zu normalen Arbeitszeiten erledigt.
Aber wenn es eine große Umschaltung war, vielleicht legen sie dann extra
eine Nachschicht ein, damit nicht tagsüber zig Kunden betroffen sind.

> Von 1&1 Telecom hat es auf konkrete Nachfrage bis jetzt nur eine allgemeine
> Erklärung zur möglichen DSL-Geschwindigkeit unter den diversen
> Rahmenbedingungen gegeben. Es wurde festgestellt, dass 1,2 Mbit/s momentan
> an diesem Ort die technisch mögliche maximale Bandbreite wäre. Auf die
> Tatsache, dass es nicht nur jahrelang nennenswert mehr gab, sondern auch
> technisch genau dieser Anschluss anfangs sehr viel schneller lief, wurde
> nicht eingegangen.


wozu auch, solange der Kunde weiter zahlt.
Ich würde mal die Leistungsbeschreibung für den 1&1-Anschluss anschauen,
was da als Mindestgeschwindigkeiten definiert ist. Evtl. kann man 1&1
eine Frist zur Nachbesserung setzen und evtl. das Monatsentgelt kürzen
oder man hat ein Sonderkündigungsrecht.
Sieht allerdings erstmal wohl nicht so gut aus, da

als minimale Datenübertragungsrate 0,8 Mbit/s angibt.

> Das ist durchaus unbefriedigend. Ein Bandbreiteneinbruch auf nur noch ein
> Fünftel ist nicht mit bloßem Verweis auf Allgemeinplätze abgetan.
> Was fallen Euch für Möglichkeiten ein, hier ein Problem einzugrenzen oder
> eine Verbesserung zu erzielen?


s.o.; erstmal so genau wie möglich die technische Situation ergründen.
Dann kann man sehen, welche Handlungsoptionen es gibt.
Markus Luft (09.02.2019, 18:10)
Am Fri, 08 Feb 2019 21:59:06 +0100 schrieb Hannes Kuhnert:

[..]
> Fünftel ist nicht mit bloßem Verweis auf Allgemeinplätze abgetan.
> Was fallen Euch für Möglichkeiten ein, hier ein Problem einzugrenzen oder
> eine Verbesserung zu erzielen?


Da man nicht genau weiß, ob man Dir nur einen
Bla-Bla-Abwimmel-Textbaustein geschickt hat oder ob die "technisch
mögliche maximale Bandbreite" doch einen realen Hintergrund hat, ist
die Sache eben nicht eindeutig.

Es gibt die Hoffnung, daß der Fehler in Deinem Einflußbereich liegt.
Das hatte vor einigen Monaten meine Lieblingsnachbarin, an einem
ähnlichen DSL-Anschluß trat plötzlich ein ähnliches Phänomen ein. Da
war die Ursache aber mein Vermieter, der einen Fliesenleger an den APL
und Hausleitungen im Rahmen von Fassadenarbeiten zum Rumfummeln
beauftragt hat. Der Techniker hat direkt am ersten APL gemessen und da
war die Leitung "gut". Wer dafür jetzt letztlich aufkommen mußte,
entzieht sich meiner Kenntnis, aber meine Nachbarin war es nicht.
Insofern könntest Du nachfragen, was Dich das maximal kosten könnte.
So teuer wird das schon nicht sein. Anfahrt und eine ¼ Arbeitsstunde.
Du wüßtest dann zumindest auf welcher Seite das Problem liegt und ob
Du etwas verbessern kannst.

Wenn Du jetzt nicht in Musterprozessen feststellen lassen möchtest,
was man unter "technisch mögliche maximale Bandbreite" so Alles noch
dulden muß, bleibt Dir nur die Kündigung und Ausweichen z.B. auf LTE,
sofern das überhaupt möglich ist. Je nach Ortslage wirst Du damit aber
auch nicht unbedingt glücklich. Hierzugegend gibt es genügend Dörfer,
wo es abends eigentlich gar kein Internet gibt. Die Kupferkabel geben
nix her oder der Anschluß wurde von der Telekom sogar schon gekündigt
und abends versuchen dann alle über LTE Internet zu erhaschen und es
bleibt keine Verbindungsgeschwindigkeit mehr über, mit der man was
anfangen könnte. Da hoffen dann alle auf ein Unternehmen, welches
Glasfaser auf's Dorf bringt und manche haben Glück.
Mit LTE kann man sogar in der Stadt Pech haben. An meinem Arbeitsplatz
hängen 22000 Studenten an 3 Masten im Internet, da bleibt dann nicht
mehr soviel für den Einzelnen übrig. Daheim habe über über VDSL
schnelleres Internet, obwohl ich über LTE theoretische 225 MBit/s
haben können sollte. (Gut, mein altes Handy schafft, glaube ich, nur
150 MBit/s, aber auch die kriege ich nicht mal annähernd in solchen
Ballungszonen. Da kommen dann real vielleicht ach schon mal nur 5
MBit/s über den Äther)

Haste schon mal Nachbarn befragt?

Mein Nachbar meinte neulich, daß Lettland sehr hübsch sei und er auch
auf einem Dorf Glasfaser bis in's Haus hatte.
Bernd Ohm (09.02.2019, 18:24)
Am 09.02.2019 um 16:55 schrieb Georg Schwarz:

[...]

Ihr nehmt da immer schon viel zu viel vorweg, was eventuell
erst sehr viel später eine Rolle spielen könnte.

Das allererste ist die Überprüfung des Signals direkt am APL,
danach kann man weiter sehen.
Daniel Weber (09.02.2019, 20:57)
Am 09.02.2019 um 16:55 schrieb Georg Schwarz:
> Wer ist der technische Anbieter? Das kann man an Hand der IP-Adresse
> ersehen, die man zugewiesen bekommt.


Nur noch bedingt: Immer mehr 1&1 Anschlüsse werden zwar IP-mäßig über
den 1&1 Versatel-Backbone angebunden, die Technik vom Kunden bis inkl.
BNG ist dabei aber von der Telekom. Erst ab da gehts per L2-BSA zu 1&1
Versatel.

> Wenn der Artikel von diesem Anschluss aus gepostet wurde, wird jetzt
> wohl von 1&1 die Infrastruktur von O2 verwendet.


Unwahrscheinlich, O2 bzw. Telefonica gibt seine eigene Access-Technik
weitestgehend auf und wechselt auch zu Telekom-Vorleistung per L2-BSA.
Vodafone zunehmend auch.

Ich sehe es auch so wie Bernd: Am besten erstmal am APL schauen, wie der
Anschluss sich dort verhält.

Ciao
Daniel
Georg Schwarz (09.02.2019, 21:43)
Daniel Weber <usenet> wrote:

> > Wenn der Artikel von diesem Anschluss aus gepostet wurde, wird jetzt
> > wohl von 1&1 die Infrastruktur von O2 verwendet.

> Unwahrscheinlich, O2 bzw. Telefonica gibt seine eigene Access-Technik
> weitestgehend auf und wechselt auch zu Telekom-Vorleistung per L2-BSA.
> Vodafone zunehmend auch.


der OP sollte leicht in der Lage sein, zu klären, von wem die vergebenen
IPs an dem Anschluss stammen und ob sich da wa sgeändert hat im
Zusammenhang mit der Verschlechterung.
Eine IP aus einem AS von 1&1 sagt dann natürlich nichts aus über die
Technik; im Fall einer IP von z.B. Vodafone allerdings schon. Somit ist
das zumindest mal ein betrachtenswertes Datum.

> Ich sehe es auch so wie Bernd: Am besten erstmal am APL schauen, wie der
> Anschluss sich dort verhält.


das eine schließt das andere ja nicht aus. Es schade nichts, ein paar
Fakten zusammenzutragen. Eine Messunng am APL wre zweifellos sinnvoll.
Kay Martinen (09.02.2019, 22:26)
Am 09.02.2019 um 17:24 schrieb Bernd Ohm:
> Am 09.02.2019 um 16:55 schrieb Georg Schwarz:
> [...]
> Ihr nehmt da immer schon viel zu viel vorweg, was eventuell
> erst sehr viel später eine Rolle spielen könnte.


Dachte ich auch beim Lesen.

> Das allererste ist die Überprüfung des Signals direkt am APL,
> danach kann man weiter sehen.


Wenn die TAL intakt ist, kein Signalschwund zwischen APL und erster TAE
und der Kunde sein Endgerät nicht zerkonfiguriert hat, was dann... Sind
die Provider nicht inzwischen alle Verpflichtet eine Garantierte
Mindestbitrate im Vertrag zu nennen?



Natürlich sollte man erst mal im eigenen Bereich schauen ob alles so ist
wie es sein soll, ggf. den Router auf Werkseinstellung zurück setzen und
dann noch mal Testen.

Kay
Thomas Einzel (09.02.2019, 23:04)
Am 09.02.2019 um 21:26 schrieb Kay Martinen:
....
> Wenn die TAL intakt ist, kein Signalschwund zwischen APL und erster TAE
> und der Kunde sein Endgerät nicht zerkonfiguriert hat, was dann... Sind
> die Provider nicht inzwischen alle Verpflichtet eine Garantierte
> Mindestbitrate im Vertrag zu nennen?


Und wenn diese nicht die des Produktes erreicht, ist der Provider AFAIK
nicht verpflichtet eine neue Leitung zu bauen, sondern der Kunde
verzichtet entweder durch Zustimmung auf dieses Minimum, oder ganz auf
den Vertrag, oder der Anbieter kündigt den Vertrag weil er ihn nicht
einhalten kann. Der Endkunde hat dann... oft gar nichts mehr. Irgendwie
wird es nur mit der Nennung der Mindestübertragungsrate nicht besser.

Eine Grundversorgungsleistung für Breitband mit entsprechenden
Rahmenbedingungen wurde IIRC bisher nie verabschiedet (Niedergang des
Abendlandes etc.), das gibt es AFAIK nur für den "Zugang zu öffentlich
zugänglichen Telefondiensten".


Breitbandversorgung ist AFAIK thematisch primär "liberal" auf
Freiwilligkeit und Pr^h^hWirtschaftlichkeit ausgelegt. Der "Hinweis"
"kannst ja umziehen" kommt fast unweigerlich.

Es gibt viele gute Breitband-Initiativen, viele engagierte Bürger,
Gemeinden und Städte, keine Frage. Aber AFAIK keine Breitband
Grundversorgung, siehe BNetzA link.
Wolf gang P u f f e (10.02.2019, 17:17)
Am 08.02.2019 um 21:59 schrieb Hannes Kuhnert:
> Es gibt hier einen DSL-Anschluss, an dem die Bandbreite eines Tags sprunghaft
> heftig gesunken und seither sehr niedrig geblieben ist. Weiß vielleicht
> jemand Rat? ....
> Das ist durchaus unbefriedigend. Ein Bandbreiteneinbruch auf nur noch ein
> Fünftel ist nicht mit bloßem Verweis auf Allgemeinplätze abgetan.
> Was fallen Euch für Möglichkeiten ein, hier ein Problem einzugrenzen oder
> eine Verbesserung zu erzielen?


Ich hatte vor Jahren das Problem, dass meine stets stabile
DSL-Verbindung gelegentlich wegbrach.
Irgendwann bemerkte ich dem Zusammenhang, dass dies immer dann auftrat,
wenn ein bestimmter PC eingeschaltet war und einige Minuten lief.
Problem war ein Schaltnetzteil vom TFT-Monitor, welches im Laufe der
Jahre wohl einen schleichenden Defekt bekam, und dann nach ca. 10
Minuten Betrieb heftigste HF-Störungen verursachte.
Drauf gekommen bin ich, als ich mit einem kleinen Taschenradio im
Mittelwellenbereich in die Nähe gekommen bin. Das Karrte erbärmlich.
Das Knarren war am lautesten direkt am Netzteil des Monitors, welches
ca. 1m neben dem Modem-Router stand.
Zum Vergleich hielt ich das Radio auch an andere Schaltnetzteile, aber
keines machte so eine heftige Störung.
Netzteil getauscht, alles gut.

W.
Harald Müller (01.03.2019, 08:59)
Am 08.02.2019 um 21:59 schrieb Hannes Kuhnert:
> Es gibt hier einen DSL-Anschluss, an dem die Bandbreite eines Tags sprunghaft
> heftig gesunken und seither sehr niedrig geblieben ist. Weiß vielleicht
> jemand Rat?


Ich hatte bei einem Kunden mal ein ähnliches Problem, allerdings betraf
es den Upload. Damals auch Kunde von 1&1. Fehler beim Kunde konnte ich
ausschließen, aber 1&1 weigerte sich einen Techniker zu schicken da sie
keinen Fehler feststellen konnten. Das Angebot der Schuldige zahlt den
Techniker hat nicht geholfen.

1 paar Tage später 2 Häuser weiter genau das gleiche Problem, allerdings
bei einem Telekom Kunden. Auch die konnten kein Fehler finden.
Allerdings funktioniert bei der Telekom da Angebot, dass der Schuldige
zahlt.

Die Ursache war ein Fehler im Verteiler, Technikerrechnung kam keine.
Und siehe da, der Anschluss des 1&1 Kunde hat danach auch wieder
funktioniert.

Harry
Hannes Kuhnert (03.03.2019, 21:58)
Hergen Lehmann schrieb:
> Am 08.02.19 um 21:59 schrieb Hannes Kuhnert:
>> Es gibt hier einen DSL-Anschluss, an dem die Bandbreite eines Tags
>> sprunghaft heftig gesunken und seither sehr niedrig geblieben ist. Weiß
>> vielleicht jemand Rat?

> Wackelkontakt, Kabel beschädigt oder ein neuer (V-)DSL-Kunde im selben
> Kabel.


>> Im Januar wurde der Anschluss von 1&1 Telecom ubernommen und in einen
>> reinen DSL-Anschluss umgewandelt. Tariflich sind seitdem 16 Mbit/s
>> möglich. Tatsächlich technisch ausgehandelt wurde die Leitung wiederholt
>> auf 6 Mbit/s.

> Das spricht dafür, das die Leitungsqualität schon immer grenzwertig
> schlecht war. Keine guten Aussichten...


Grenzwertig schlecht? Meines Erachtens ist 6 Mbit/s schon nicht ganz wenig.

Der Gedanke, dass eine neu dazugekommene weitere Nutzung im selben Kabel die
mögliche Übertragungsrate reduziert haben könnte, war mir bereits über den
Weg gelaufen. Das kann hier aber kaum das Problem ausmachen. Zum einen lag
der Einbruch mitten in der Nacht. Unwahrscheinlich, dass eine neu
eingerichtete Leitung erstmals um diese Zeit genutzt wird! Zum anderen
liegen zwischen 6 Mbit/s und 1,2 Mbit/s noch mehrere weitere Schaltstufen.
Es erscheint nahezu ausgeschlossen, dass eine technisch korrekt ausgeführte
Aufschaltung auf ein benachbartes Adernpaar (oder deren mehrere) zu so einem
massiven Einbruch führt.

> Schau nach, was an deinem Wohnort via VDSL, Breitbandkabel oder LTE
> möglich ist.


Die Deutsche Telekom hat vor ein paar Jahren einen DSLAM am Kabelverzweiger
aufgebaut und bietet damit VDSL an.

Fernsehkabel liegt an, aber nur am Hausübergabepunkt im Keller. Die zur
Nutzung nötigen Installationsarbeiten haben es bisher ? trotz guter
Erfahrungen von Nachbarn ? aus der Anschlusswahl ausscheiden lassen.

Den Mobilfunk zu nutzen käme nur in Frage, wenn gar keine Art Kabelanschluss
möglich wäre.

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