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Reinhard Zwirner (05.02.2020, 18:06)
Hi,

nun hat das dreiwöchige Zittern ;-) ein Ende: der neue W10-PC ist
eingerichtet und läuft - toi, toi, toi.

Auf meinem alten W7-PC habe ich von Acronis True Image (ATI) das
Systembild regelmäßig speichern lassen, was mich auch ein paarmal vor
Herzinfarkten bewahrt hat, die ich natürlich auch in Zukunft nicht
haben möchte ...

Also suche ich jetzt was Passendes für W10, allerdings wohl nicht
ATI: möglicherweise lag's ja an meiner Unfähigkeit, aber ich habe
keine Möglichkeit gefunden, einzelne Programme/Ordner zu restaurieren
- es ging immer nur nach dem Motto "Wir können das Ersatzschräubchen
nicht liefern, aber das neue Auto durchaus ...".

Was könnt Ihr Experten empfehlen? Ist die W10-eigene Möglichkeit
ausreichend?

Für hilfreiche Tips dankkt im voraus

Reinhard
Werner Tann (05.02.2020, 21:37)
Reinhard Zwirner <reinhard.zwirner> schrieb:

>ATI: möglicherweise lag's ja an meiner Unfähigkeit, aber ich habe
>keine Möglichkeit gefunden, einzelne Programme/Ordner zu restaurieren


Gewöhnlich kann man aus Images einzelne Ordner und Dateien
weiderherstellen, aber keine Programminstallationen! Natürlich kannst
du Glück haben, und es reicht, den/die Programmordner
wiederherzustellen und das Programm läuft wieder. Hat bei mir mehrfach
funktioniert. Wenn es aber an Registryeinstellungen hakt, nützt das
nichts. Da müsstest du die ganze Registry wiederherstellen, und das
will man in so einem Fall eher nicht. Außerdem könnte das unerwünschte
Nebenwirkungen aufs Restsystem haben.

>Was könnt Ihr Experten empfehlen?


Auf jeden Fall Drive Snapshot.


Jahrelang im Einsatz, mehrfach erfolgreicher Notfalleinsatz.
Reinhard Zwirner (07.02.2020, 14:27)
Werner Tann schrieb:
> Reinhard Zwirner <reinhard.zwirner> schrieb:


[...]
>> Was könnt Ihr Experten empfehlen?

> Auf jeden Fall Drive Snapshot.
>


Hallo Werner,

danke für den Tip. Interessant ist tatsächlich die Möglichkeit, per
Snapshot (SNS) über ein virtuelles Laufwerk auch einzelne Dateien
wiederhestellen zu können (wenn ich das Manual richtig verstanden habe).

Was mich allerdings sehr stört, ist die mangelnde
Bedienfreundlichkeit des Programms. ATI kann so figuriert werden, daß
es beim Runterfahren des PCs startet: so hat man stets ein Image vom
letzten Systemstand. Bei SNS konnte ich diese Funktionalität
(bisher?) nicht finden. Entweder muß man also SNS im laufenden
Betrieb werkeln lassen, wodurch nicht sicher ist, daß stets ein Image
des letzten Status' gespeichert wird, oder man muß erst den Abschluß
des Backups abworten, bevor der PC runtergefahren werden kann: unschön.

Ciao

Reinhard
Werner Tann (07.02.2020, 18:14)
Reinhard Zwirner <reinhard.zwirner> schrieb:

>danke für den Tip. Interessant ist tatsächlich die Möglichkeit, per
>Snapshot (SNS) über ein virtuelles Laufwerk auch einzelne Dateien
>wiederhestellen zu können (wenn ich das Manual richtig verstanden habe).


Ja.

>Was mich allerdings sehr stört, ist die mangelnde
>Bedienfreundlichkeit des Programms. ATI kann so figuriert werden, daß
>es beim Runterfahren des PCs startet: so hat man stets ein Image vom
>letzten Systemstand. Bei SNS konnte ich diese Funktionalität
>(bisher?) nicht finden. Entweder muß man also SNS im laufenden
>Betrieb werkeln lassen, wodurch nicht sicher ist, daß stets ein Image
>des letzten Status' gespeichert wird, oder man muß erst den Abschluß
>des Backups abworten, bevor der PC runtergefahren werden kann: unschön.


Lies dir das mal durch:

Mit der "Volume Schatten Kopie" friert DS das System quasi ein, macht
ein "Abbild" und startet dann die Erstellung des Images aus diesem
Abbild. Derweil kann man in Ruhe weiterarbeiten. Damit hatte ich nie
Probleme. Ich muss ja nicht ausgerechnet, wenn ich das Image erstelle,
ressourcenlastige Programme laufen haben mit heftigen Plattenzugriffen
usw. Da würden sich die Prozesse gegenseitig bremsen.

Kaum jemand macht jeden Abend ein Image seines OS. Die meisten
kombinieren die Images (in größeren Abständen, etwa einmal die Woche)
mit dem klassischen (autogestarteten, täglichen) Backup gewisser
Ordner und Dateien (für Letzteres verwende ich RoboCopy).

Übrigens hat deine Runterfahrlösung den Nachteil, dass dann dein
Backup nur einmal auf einer Platte vorhanden ist: Platte tot, Backup
weg. Das Erste, was ich nach einem Image-Run mache, ist, das Image auf
eine zweite Platte zu kopieren - als Backup des Backups. Okay, das
könnte man evt. beides (Image plus Image-Kopieren) mit einem Skript
automatisieren. Aber wie gesagt, es gibt nicht wirklich einen Grund,
dies vor dem Runterfahren zu erledigen. Und täglich zu imagen ist eine
überflüssige Fleißaufgabe.
Wendelin Uez (15.02.2020, 21:12)
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