expertenaustausch > linux.debian.user.german

André Bischof (22.09.2005, 20:00)
Hallo,

ich möchte gerne die gzip-Option "--rsyncable" benutzen, pipe aber tar
durch gzip. Ich habe sowas gefunden:

GZIP="--rsyncable" tar zcvf toto.tar.gz /toto

Muss ich die GZIP-Option jedesmal voranschreiben, wenn ich verschiedene
tars in einem Shellskript mache, oder reicht es einmal am Anfang
GZIP="--rsyncable" zu schreiben?

Ich bin mir nicht sicher ob ich obige Zeile richtig verstehe, ich hätte
eigentlich sowas wie

GZIP="--rsyncable" && tar zcvf toto.tar.gz /toto

erwartet. Ist jetzt nicht unbedingt debianspezifisch, ich hoffe aber das
Fragen dieser Art hier trotzdem ok sind?

Viele Grüße
André
André Bischof (22.09.2005, 20:20)
Hallo Peter,

Peter Wiersig schrieb:
> On Thu, Sep 22, 2005 at 07:49:36PM +0200, André Bischof wrote:
> Ich denke du musst es entweder immer davor schreiben oder einmal
> export GZIP
> oder die Kombination
> export GZIP="--rsyncable"
> verwenden.


Hm, in einem Shellskript, ja? Werde das mal versuchen. Eigentlich dachte
ich ja, ich könnte das selbst lösen, leider ist mir aber schleierhaft
wie ich einer gz-Datei die Information entlocken kann, ob sie mit der
Option oder ohne gebildet wurde.

> Hast du eigentlich mal getestet ob die Option ueberhaupt bei
> deiner Anwendungsart Fruechte traegt?


Zur Zeit würde ich die nur sicherheitshalber benutzen, wirklich brauchen
tue ich die momentan nicht, da ich rsync mit der hardlink-Option benutze
- entweder wird also ein Hardlink gesetzt, oder die Datei vollständig
neu geschrieben.

Es kann aber sein, dass ich die Backups später auch via rsync gegen
einen anderen Rechner im Netz abgleiche, und dann wäre mir schon recht,
meine Archive rsyncfähig zu haben.

> Willst du ueberhaupt tar.gz zum Sichern nehmen, da dabei bei
> Bitfehlern alles ab einer bestimmten Stelle beschaedigt wird?


Gute Frage, was ist die Alternative? Unkomprimierte tars? Und, ich
glaube wenn ich gzips mit der rsync-Option erstelle, habe ich evtl.
bessere Chancen bei Bitfehlern, da ja der in den ca. ersten 1000 Bits
erstellte Komprimieralgorythmus auch für den Rest der Datei weiter
benutzt wird.

Aber Kompression wär schon gut. Bei Bitfehlern würde auch bei meinen
rsync-Backups am nächsten Tag eine neue Datei geschrieben, denn das der
gleiche Bitfehler 2x exakt gleich vorkommt ist doch extrem unwahrscheinlich.

Aber wie gesagt, ich bin für jeden Vorschlag dankbar.

Viele Grüße
André
Peter Wiersig (24.09.2005, 09:50)
On Thu, Sep 22, 2005 at 08:15:10PM +0200, André Bischof wrote:
> Hm, in einem Shellskript, ja?


Wenn du Variablen nicht exportierst, kennt tar diese Variable
nicht. Aber wie ich schrieb, ich "denke" nicht ich "weiss".

> ob sie mit der Option oder ohne gebildet wurde.


Beide erstellen und vergleichen. Die gzip-Doku spricht ja davon,
das die Archive mit dieser Option groesser werden.

> Es kann aber sein, dass ich die Backups später auch via rsync
> gegen einen anderen Rechner im Netz abgleiche, und dann wäre mir
> schon recht, meine Archive rsyncfähig zu haben.


ich meinte vielmehr: Diese Option kennt "gzip". tar bei deinem
Aufruf verwendet die libz-Routinen. Ob diese die
Environment-Variable auswerten ist mir einfach nicht bekannt.

tar-Archive kannst du so oder so uebertragen und wenn du die eh
jeden Tag neu erstellst, bietet dieses Vorgehen nicht unbedingt
Vorteile. Wenn du inkrementell sicherst mag der Vorteil groesser
sein.

> Gute Frage, was ist die Alternative? Unkomprimierte tars?


Wenn ich diese Diskussion richtig mitbekommen habe ist bereits tar
der Uebeltaeter. Durch die Verwendung von gzip wird das Problem
nur deutlich, da tar keine Pruefsummen mitfuehrt.

Ich benutze rsync immer direkt mit Dateien und selten mit
Archiven.

> Aber wie gesagt, ich bin für jeden Vorschlag dankbar.


Redundante grosse IDE-Platten auf dem Zielrechner, Dateien nicht
in Archiven ablegen und vielleicht Pruefsummen vergleichen. Das
mag mit deiner Datenmenge nicht funktionieren, bei uns klappt's.

Die -z Option bei rsync hast du nicht uebersehen, oder?

Peter
André Bischof (24.09.2005, 17:40)
Hallo Peter,

Peter Wiersig schrieb:
> On Thu, Sep 22, 2005 at 08:15:10PM +0200, André Bischof wrote:
> Wenn du Variablen nicht exportierst, kennt tar diese Variable
> nicht. Aber wie ich schrieb, ich "denke" nicht ich "weiss".
> Beide erstellen und vergleichen. Die gzip-Doku spricht ja davon,
> das die Archive mit dieser Option groesser werden.


ja, werde ich mal systematisch durchtesten, gute Idee.

>>Es kann aber sein, dass ich die Backups später auch via rsync
>>gegen einen anderen Rechner im Netz abgleiche, und dann wäre mir
>>schon recht, meine Archive rsyncfähig zu haben.

> ich meinte vielmehr: Diese Option kennt "gzip". tar bei deinem
> Aufruf verwendet die libz-Routinen. Ob diese die
> Environment-Variable auswerten ist mir einfach nicht bekannt.


Auch das müßte ich dann im Vergleich sehen können.

> tar-Archive kannst du so oder so uebertragen und wenn du die eh
> jeden Tag neu erstellst, bietet dieses Vorgehen nicht unbedingt
> Vorteile. Wenn du inkrementell sicherst mag der Vorteil groesser
> sein.
> Wenn ich diese Diskussion richtig mitbekommen habe ist bereits tar
> der Uebeltaeter. Durch die Verwendung von gzip wird das Problem
> nur deutlich, da tar keine Pruefsummen mitfuehrt.
> Ich benutze rsync immer direkt mit Dateien und selten mit
> Archiven.


Und das löst das Problem? Ich benutze rsync quasi ohne Kenntnis der
Zieldateien - es durchläuft rekursiv angegebene Verzeichnisse, die ins
Backup sollen, unabhängig davon, welchen Dateityps die Dateien sind.

>>Aber wie gesagt, ich bin für jeden Vorschlag dankbar.

> Redundante grosse IDE-Platten auf dem Zielrechner, Dateien nicht
> in Archiven ablegen und vielleicht Pruefsummen vergleichen. Das
> mag mit deiner Datenmenge nicht funktionieren, bei uns klappt's.


Wie gesagt, bei mir können sowohl Dateien als auch Archive Ziel sein -
ansonsten arbeite ich mit redundanten Platten, nur momentan nicht remote
sondern lokal. Ein inkrementelles Tagesbackup (auf Hardlinkbasis, daher
im Zugriff als Vollbackup) kann ich dann immer noch nach remote
übertragen, dabei wären Prüfsummen dann sinnvoll.

> Die -z Option bei rsync hast du nicht uebersehen, oder?


Für die Übertragung nach remote würde ich die benutzen, lokal bringt die
wohl nichts, oder? Arbeitet rsync automatisch mit Prüfsummen?

Viele Grüße
André
Ähnliche Themen