expertenaustausch > etc.* > etc.beruf.selbstaendig

jessen (21.07.2004, 20:05)
Schaut das wirklich so schlim aus?
Ab 1.1.2005?

Was ändert sich denn da?
Andreas Pothe (21.07.2004, 20:33)
"jessen" <jessen>:

> Schaut das wirklich so schlim aus?^


Noch viel schlimer. Was ist eigentlich "schlim"?^

> Ab 1.1.2005?


Ja ja!

> Was ändert sich denn da?


Z. B. das Jahr. Man schreibt dann 2005, und nicht mehr 2004.

CU
Andreas
Martin Hentrich (21.07.2004, 20:44)
jessen bemerkte:
^^ Name fehlt.

>Schaut das wirklich so schlim aus?


Ja. Insbesondere nach der neuen deutschen Rechtschreibung.

Hartz IV.

>Ab 1.1.2005?


ACK.

>Was ändert sich denn da?


googeln hilft. Das steht ja nun wirklich überall, daß du es problemlos
finden kannst.

Vielleicht findest du dann auch deinen Namen wieder.

Oder der ändert sich auch.

Bald.

Martin
Edgar Warnecke (21.07.2004, 23:36)
Am Wed, 21 Jul 2004 20:05:23 +0200 schrieb jessen:

> Schaut das wirklich so schlim aus?
> Ab 1.1.2005?
> Was ändert sich denn da?


Ruf einfach den Clement an, hat er gestern angeboten.
Rufnummer gips auf



Ob der allerdings bei einem "jessen" annimmt wage ich zu bezweifeln.

Ich halte die Frage fuer berechtigt. Nach drei Wochen Studium der
Texte, zusammen mit drei Leuten, ticke ich immer noch nicht durch.
Wo ist bei Hartz IV die Selbstaendigkeit geregelt?

In Hannover, Celle und Uelzen ist in der BA anscheinend keiner
zustaendig. Zumindest habe ich noch nie soviel Warteschleifenmusik
gehoert und sowenig kompetente Sachberabeiter.
Ergebnis der Anrufe = 0

Edg@r
Will Berghoff (22.07.2004, 09:35)
jessen wrote:
> Schaut das wirklich so schlim aus?
> Ab 1.1.2005?
> Was ändert sich denn da?


Vergleiche es mal mit Weich Ei

Für Selbstständige jedenfalls nix.

SCNR
Will
Juergen Kiesheyer (22.07.2004, 09:45)
Tach Edgar,

> Ich halte die Frage fuer berechtigt. Nach drei Wochen Studium der
> Texte, zusammen mit drei Leuten, ticke ich immer noch nicht durch.
> Wo ist bei Hartz IV die Selbstaendigkeit geregelt?


Im Zusatzbogen für die Einkommensangaben müssen Selbständige ihre
Einnahmen angeben. Davon werden pauschal 30% als Kosten abgesetzt. Höhere
Kosten müssen durch Belege nachgewiesen werden.

Ich habe hier einen Handelsbetrieb. Wenn die die Rechnungen der letzten 5
Jahre haben wollen, kann ich schon mal nen Containertransport
organisieren. Und wer will die alle lesen und auftippen?

Denen sollte eigentlich auch der letzte Steuerbescheid zusammen mit Bilanz
und GuV bzw. der letzte Jahresabschluss reichen.

Ansonsten sind die Formulare IMHO gut verständlich und der eigentliche
Antrag hat 6 Seiten und nicht 16. Soweit zur Desinformation in den Medien.

Man kann nach den Formulren und Hilfstexten Googlen. Man findet die
vorläufige Endfassung als PDF zum Download - natürlich nicht bei der
Bundesagentur.

Bis die Tage, Jürgen

PGP public key available on demand.
Edgar Warnecke (22.07.2004, 11:35)
Am 22 Jul 2004 08:45:00 +0100 schrieb Juergen Kiesheyer:

> Tach Edgar,


Moin zusammen,

>> Ich halte die Frage fuer berechtigt. Nach drei Wochen Studium der
>> Texte, zusammen mit drei Leuten, ticke ich immer noch nicht durch.
>> Wo ist bei Hartz IV die Selbstaendigkeit geregelt?

> Im Zusatzbogen für die Einkommensangaben müssen Selbständige ihre
> Einnahmen angeben. Davon werden pauschal 30% als Kosten abgesetzt. Höhere
> Kosten müssen durch Belege nachgewiesen werden.


da geht's doch schon los.

> Ich habe hier einen Handelsbetrieb. Wenn die die Rechnungen der letzten 5
> Jahre haben wollen, kann ich schon mal nen Containertransport
> organisieren. Und wer will die alle lesen und auftippen?


Deine Frage ist ein bissel flasch gestellt. :->
Lesen sollte nicht das Problem sein, die BA hat sich 3000 Telekomiker
dafuer ausgeliehen.

Wohin auftippen?
Laut "Zeit" krepieren die Projektler momentan bei der Software an den
komplexen Zusammenhaengen und den divergierenden Vorstellungen von BA
und kommunalen Traegern (aka Sozialamt).

> Denen sollte eigentlich auch der letzte Steuerbescheid zusammen mit Bilanz
> und GuV bzw. der letzte Jahresabschluss reichen.


Noe, geht nicht. Die Kohle wird "monatlich" berechnet. Deswegen muss
monatlich eingereicht werden. Auf deutsch: Die muessen Deine
Buchhaltung wiederholen und dann in ihr System eindaddeln.

> Ansonsten sind die Formulare IMHO gut verständlich und der eigentliche
> Antrag hat 6 Seiten und nicht 16. Soweit zur Desinformation in den Medien.


Ich gebe Dir gerne die 16 Seiten als (*.pdf) *.zip, wenn Du beim
googeln nicht fuendig geworden bist.

Okay, ein Beispiel und Du wirst sehen. ;->

Eine verheiratete Frau mit Kleinkind lebt nicht mit ihrem Mann sondern
ihrem Freund zusammen, der im Monat 2 auszieht. Im Monat 3 zieht das
Kind zum Vater. Dafuer zieht ein trunksuechtiger Onkel in das
Kinderzimmer ein. Die Frau macht sich waehrenddessen selbstaendig.

Nun fangt mal an zu rechnen.

Jemand meint das Beispiel waere an den Haaren herbeigezogen?
Genau solche Dinger und noch besser (wenn der Insolvenzverwalter nach
der Pleite ins Spiel kommt) liegen hier auf dem Tisch.

> Man kann nach den Formulren und Hilfstexten Googlen. Man findet die
> vorläufige Endfassung als PDF zum Download - natürlich nicht bei der
> Bundesagentur.


Doch, die haben das auch. Bis man das bei denen gefunden hat ist aber
ein Tag rum. Ohne flatte Ratte geht das nicht.

> Bis die Tage, Jürgen


Dito!

> PGP public key available on demand.


Brauche ich nicht. Soll Echolon doch mitlesen.
Tun die sowieso nicht, sonst wuerde das nicht so chaotisch ausarten.

Egal, ich freue mich schon.

Zynischen Gruss

Ed[IANAL!]g@r
Martin Hentrich (22.07.2004, 12:13)
Edgar Warnecke bemerkte:

>Eine verheiratete Frau mit Kleinkind lebt nicht mit ihrem Mann sondern
>ihrem Freund zusammen, der im Monat 2 auszieht. Im Monat 3 zieht das
>Kind zum Vater. Dafuer zieht ein trunksuechtiger Onkel in das
>Kinderzimmer ein. Die Frau macht sich waehrenddessen selbstaendig.
>Nun fangt mal an zu rechnen.
>Jemand meint das Beispiel waere an den Haaren herbeigezogen?


Ja.

>Genau solche Dinger und noch besser (wenn der Insolvenzverwalter nach
>der Pleite ins Spiel kommt) liegen hier auf dem Tisch.


Klar, solche bleiben liegen. Weil Ausnahmen eben Ausnahmen sind. Oder
haben wir plötzlich 2 Mio trunksüchtige Onkel/Väter/Kinder/etc.pp.?

Und die normalen einfachen 16-seitigen Anträge sind eben schnell vom
Tisch. In der Sache zwar ärgerlich, aber leider keine Beispiele.

Merke: Ausnahmen sind aufwendig und kompliziert, weil es ebend
*Ausnahmen* sind. Das liegt in der Natur der Sache aller Ausnahmen.

Ansonsten wäre eine Gelddruckmaschine mit Dauerauftrag per Post
(Giro-Konto geht nicht, haben nicht alle, wären wieder Ausnahmen) sehr
einfach. Antrag 1 Seite. Aber das geht ja bei Wohnsitzlosen ohne
Postanschrift auch nicht, also wieder Ausnahmen.

Probleme, nichts als Probleme... ;-)

SCNR

Martin
Hans-Peter Popowski (22.07.2004, 12:43)
"Juergen Kiesheyer" <xp0309> schrieb im Newsbeitrag
news:u6cb

Hallo Jürgen,

> > Ich halte die Frage fuer berechtigt. Nach drei Wochen Studium der
> > Texte, zusammen mit drei Leuten, ticke ich immer noch nicht durch.
> > Wo ist bei Hartz IV die Selbstaendigkeit geregelt?


> Im Zusatzbogen für die Einkommensangaben müssen Selbständige ihre
> Einnahmen angeben. Davon werden pauschal 30% als Kosten abgesetzt. Höhere
> Kosten müssen durch Belege nachgewiesen werden.
> Ich habe hier einen Handelsbetrieb. Wenn die die Rechnungen der letzten 5
> Jahre haben wollen, kann ich schon mal nen Containertransport
> organisieren. Und wer will die alle lesen und auftippen?


wobei Du den wichtigsten Aspekt noch unterschlagen hast, "und wer will
(kann) die alle *verstehen*?".

> Denen sollte eigentlich auch der letzte Steuerbescheid zusammen mit Bilanz
> und GuV bzw. der letzte Jahresabschluss reichen.


Ja, aber sie wollen auch die laufenden "Einkünfte" prüfen.

> Ansonsten sind die Formulare IMHO gut verständlich und der eigentliche
> Antrag hat 6 Seiten und nicht 16. Soweit zur Desinformation in den Medien.


Naja, "gut verständlich" ist relativ, und wenn schon die Sachbearbeiter in
der AA stöhnen .... ;-))
Und was sagst Du zum Datenschutz im Allgemeinen und im Besonderen bei den
Fragen im Formular?

> Man kann nach den Formulren und Hilfstexten Googlen. Man findet die
> vorläufige Endfassung als PDF zum Download - natürlich nicht bei der
> Bundesagentur.


Die wäre ja auch IMHO überfordert, zumindest zum großen Teil. Nein, nicht
zum großen Teil der Formulare, denn es wird viele geben, die nur ganz wenig
ausfüllen müssen. Aber bei dem Rest, wird es bestimmt einige Probleme geben,
aber unsere Sozialgerichte sind ja nicht ausgelastet, durchschnittliche
Verfahrensdauer von drei Jahren ist doch noch nicht allzulange.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Hans-Peter Popowski (22.07.2004, 12:47)
"Edgar Warnecke" <ewarnecke> schrieb im Newsbeitrag
news:vdlg

Hallo Edgar,

> > Schaut das wirklich so schlim aus?
> > Ab 1.1.2005?
> > Was ändert sich denn da?


[..]
> zustaendig. Zumindest habe ich noch nie soviel Warteschleifenmusik
> gehoert und sowenig kompetente Sachberabeiter.
> Ergebnis der Anrufe = 0


warzs nur ab, wenn erst die ehemaligen Telekombeamten in der Spur sind.
Im Osten werden sie ganz bestimmt sehr freundlich empfangen, wenn sie sich
outen sollten,ein paar Tage Chrashkurs Sozialrecht und sie waren fit. Und
wenn man sich noch das "Honorar anschaut, 100 % Tariflohn, "Buschzulage" und
eine Reisekostenpauschale.
Wobei die Reisekostenpauschale oder auch die Buschzulage jeweils schon das
einzelne ALG II übersteigt, der nächste Knackpunkt, ob es nicht vor Ort
(dort wo ein Beratungsmehrbedarf entsteht) nicht genügend Arbeitslose gibt,
die bestimmt auch einen Crashkurs für Sozialrecht absolviert hätten?
Und das für ein viel geringeres Entgelt, also weit unter 50 %.
Kann Clement nicht rechnen?

Aber das war halt wieder eine "politische" Entscheidung von ganz oben, bei
der nicht gedacht wurde.

Finde immer mehr, dass die DDR dagegen in vieler Hinsicht eine Lachnummer
war.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Edgar Warnecke (22.07.2004, 12:56)
Am Thu, 22 Jul 2004 09:35:34 +0200 schrieb Will Berghoff:

>> Was ändert sich denn da?

> Vergleiche es mal mit Weich Ei
> Für Selbstständige jedenfalls nix.


Doch,
jede Menge. Links habe ich hinreichend geposted.
Lesen muesst Ihr selbst.
Hat der "Super"minister doch gesagt.
Selbstaendigkeit kommt bei Harz IV nicht vor.

Eben wieder ein Anruf nach dem Motto: Wat nu?

> SCNR


Verstehe ich nicht. Geht's Euch wegen Draeger so/zu gut?

Edg@r
Matthias Kryn (22.07.2004, 13:52)
Hans-Peter Popowski schrieb:

> warzs nur ab,


Das ist mal kreativ <vbg>.

Grüße
Matthias
Edgar Warnecke (22.07.2004, 14:12)
Am Thu, 22 Jul 2004 13:52:03 +0200 schrieb Matthias Kryn:

> Hans-Peter Popowski schrieb:
>> warzs nur ab,

> Das ist mal kreativ <vbg>.


Der Osten hat gequiekt, die West"beamten" sind vom Tisch.

Wenn bloss alles so schnell ginge.

Nu wacht doch mal auf da drueben! ;-)
Ihr habt es doch jetzt schon zweimal gezeigt, dass es fungiert.

Edg@r
Thomas Noll (22.07.2004, 19:48)
Edgar Warnecke <ewarnecke> writes:

> Am Thu, 22 Jul 2004 09:35:34 +0200 schrieb Will Berghoff:
> >> Was ändert sich denn da?

> > Für Selbstständige jedenfalls nix.

> Selbstaendigkeit kommt bei Harz IV nicht vor.
> Eben


Die Zitate geben in dieser Form nicht unbedingt die Aussage der zitierten
wieder, haben aber grad so schön gepasst :-)
Pedro Hermundurius (22.07.2004, 21:05)
"Hans-Peter Popowski" <Vogtland1947> wrote:

> warzs nur ab, wenn erst die ehemaligen Telekombeamten in der Spur sind.
> Im Osten werden sie ganz bestimmt sehr freundlich empfangen, wenn sie sich
> outen sollten,ein paar Tage Chrashkurs Sozialrecht und sie waren fit. Und
> wenn man sich noch das "Honorar anschaut, 100 % Tariflohn, "Buschzulage" und
> eine Reisekostenpauschale.


Warum eigentlich sollen nur und ausschließlich Beamte (ausm Westen)
in der Lage sein, die Fragebögen korrekt auszufüllen?
Lt. Herrn Clement soll das doch soo kinderleicht sein, daß da jeder
mit klarkommen sollte?
Das ist irgendwie kein Ost-West-Konflikt.
Eher - nun, wir brauchen wohl einen neuen Bundeskanzler.

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