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Klaus Scheffel (13.08.2019, 09:45)
Es war die Zeit des Niedergangs des individuellen Einkommens, die Zeit
als das ursprüngliche Arbeitsamt abgeschafft wurde und die soziale
Mindestsicherung auf ein Minimum reduziert wurde.
Da hatten, so meine Erinnerung unter der SPD die Grünen als
Juniorpartner das Sagen, also ein treibender Partner bei dieser das
gemeine Volk verachtenden Politik.
Heute plädieren diese Grünen unter dem Deckmantel "Klimawandel" wieder
für die Einführung neuer Belastungen der kleinen Leute (CO2 - Steuer auf
Kraftstoffe und Heizöl).
Die Einführung von normalpreisigem Treibstoff für Flugzeuge wäre
bestimmt eine in dieser Hinsicht lohnende Aufgabe, da der
Durchschnittsbürger das Flugzeug nicht zum täglichen Gebrauch benötigt,
wie den PKW für den Arbeitsweg und das Heizöl.

Den Bauern wird der Einsatz von Unkrautvernichtern verboten, ohne die
Bereitstellung entsprechender Alternativen sicher zu stellen.

Das Alles kann das Volk doch nicht übersehen, oder doch? Woher kommt
sonst der Zugewinn dieser Partei in der letzten Zeit?
Theo P. (13.08.2019, 12:50)
Klaus Scheffel schrieb:
> Es war die Zeit des Niedergangs des individuellen Einkommens, die Zeit
> als das ursprüngliche Arbeitsamt abgeschafft wurde und die soziale
> Mindestsicherung auf ein Minimum reduziert wurde.
> Da hatten, so meine Erinnerung unter der SPD die Grünen als
> Juniorpartner das Sagen, also ein treibender Partner bei dieser das
> gemeine Volk verachtenden Politik.
> Heute plädieren diese Grünen unter dem Deckmantel "Klimawandel" wieder
> für die Einführung neuer Belastungen der kleinen Leute (CO2 - Steuer auf
> Kraftstoffe und Heizöl).


[...]

Luisa Neubauer, Klima-Aktivistin von Fridays For Future: Wir können
nicht so weiter machen wie bislang. Dafür brauchen wir Ehrlichkeit.

1740 Mal sind Mitarbeiter des _Bundesumweltministeriums_ bislang in
diesem Jahr dienstlich zwischen Bonn und Berlin hin- und her geflogen.
Die aktuellen Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Januar bis Juli.

Noch Fragen, Kienzle?
Heide Bauer (13.08.2019, 19:56)
Am 13.08.2019 um 09:45 schrieb Klaus Scheffel:
[..]
> Bereitstellung entsprechender Alternativen sicher zu stellen.
> Das Alles kann das Volk doch nicht übersehen, oder doch? Woher kommt
> sonst der Zugewinn dieser Partei in der letzten Zeit?

Dieser Hype, die Grünen betreffend, ist mir auch ein Rätsel. Ich kanns
mir nur so erklären: Grün wählen ist chic geworden. Wasser predigen und
Wein trinken, das trifft auf die Grünen zu.
Klaus Scheffel (14.08.2019, 10:45)
Am 13.08.2019 um 12:50 schrieb Theo P.:
[...]
> Luisa Neubauer, Klima-Aktivistin von Fridays For Future: Wir können
> nicht so weiter machen wie bislang. Dafür brauchen wir Ehrlichkeit.
> 1740 Mal sind Mitarbeiter des _Bundesumweltministeriums_ bislang in
> diesem Jahr dienstlich zwischen Bonn und Berlin hin- und her geflogen.
> Die aktuellen Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Januar bis Juli.
> Noch Fragen, Kienzle?


Das TABU, die zwei Sitze des EU-Parlaments und die damit regelmäßig
verbundenen absolut unnötigen Aufwendungen und Umweltbelastungen traut
sich Keiner anzutasten.

Warum eigentlich?
Gibt es dafür Fakten?
Mathias Fuhrmann (14.08.2019, 18:17)
Klaus Scheffel schrieb:

[..]
> bestimmt eine in dieser Hinsicht lohnende Aufgabe, da der
> Durchschnittsbürger das Flugzeug nicht zum täglichen Gebrauch benötigt,
> wie den PKW für den Arbeitsweg und das Heizöl.


Dem stimme ich voll zu. Nur dem nächste Absatz

> Den Bauern wird der Einsatz von Unkrautvernichtern verboten, ohne die
> Bereitstellung entsprechender Alternativen sicher zu stellen.


muß ich vehement widersprechen. In der Landwirtschaft herrscht
Mißwirtschaft, die Natur ist keine Fabrik! Und da die Gesetze in
Deutschland, dank der Bauernlobby, extrem lasch sind, kommen die
Landverseucher mit riesigen Schweinemastanlagen pp. zusätzlich zu uns
aus den umliegenden Ländern.
Monsanto und Co. sind in meinen Augen die schlimmsten
Umweltver(oerpure)nichter.
Denen geht es _nur_ um Geld/Gewinn, dafür gehen sie über Leichen.
Ach ja ...

> Das Alles kann das Volk doch nicht übersehen, oder doch? Woher kommt
> sonst der Zugewinn dieser Partei in der letzten Zeit?


Die nachwachsenden Generationen lassen sich von den Medien zu leicht
beeinflussen. Wenn ich mir die Hype mit der Greta anschaue ...
Auch viele Alte wollen sich auf geistig jung/fortschrittlich trimmen und
bemerken nicht, daß sie falschen Göttern nachlaufen.
klaus r. (14.08.2019, 18:42)
Am Wed, 14 Aug 2019 18:17:30 +0200
schrieb Mathias Fuhrmann <yz.shueznaa>:
[..]
> beeinflussen. Wenn ich mir die Hype mit der Greta anschaue ...
> Auch viele Alte wollen sich auf geistig jung/fortschrittlich trimmen
> und bemerken nicht, daß sie falschen Göttern nachlaufen.


Aber ich bitte Dich, man tut doch was. Die Umweltministerin Schulze
(SPD) macht doch schon einen Plan, um die Plastiktüten zu verbieten.



Der Anteil der Plastiktüten liegt bei dem Gesamtplastikmüll zwar nur
bei ca. 1% (in Worten EIN Prozent), aber immerhin, man tut was. Man
zeigt seine Wichtigkeit. Und um den Schwachsinn auf die Spitze zu
treiben, man will auch ein Pfandsystem für Zigaretten einführen. Wegen
der vielen weggeworfenen Kippen, die überall rumliegen.

Meine Idee: Ein Pfandsystem für Kaugummis. Und die Verwaltung des
Ganzen, Ein- und Auszahlug natürlich für verdiente SPD-Parteigenossen.
Sozusagen als Ausgleich für die, die es nicht nach Brüssel schaffen
werden.

Klaus
Mathias Fuhrmann (15.08.2019, 11:45)
Klaus Scheffel schrieb:

> Da hatten, so meine Erinnerung unter der SPD die Grünen als
> Juniorpartner das Sagen, also ein treibender Partner bei dieser das
> gemeine Volk verachtenden Politik.
> Heute plädieren diese Grünen unter dem Deckmantel "Klimawandel" wieder
> für die Einführung neuer Belastungen der kleinen Leute (CO2 - Steuer auf
> Kraftstoffe und Heizöl).


Habeck als Kanzler können sich viele vorstellen. :-(
Die Partei der 'Gespaltenen Zunge'. Die anderen sind nicht viel besser!


Unterstellt mir keine Bevorzugung der Ostmedien, noch ist aber das
Lesen/Hören von 'Feindsendern' nicht verboten. ;-)
Wer _nur_ die Meldungen des Wertewestens liest, bleibt von der Wahrheit
weit entfernt. Propaganda betreiben alle ...
Klaus Scheffel (16.08.2019, 12:07)
Am 14.08.2019 um 18:17 schrieb Mathias Fuhrmann:
> Klaus Scheffel schrieb: ]...]
> muß ich vehement widersprechen. In der Landwirtschaft herrscht
> Mißwirtschaft, die Natur ist keine Fabrik! Und da die Gesetze in
> Deutschland, dank der Bauernlobby, extrem lasch sind, kommen die
> Landverseucher mit riesigen Schweinemastanlagen pp. zusätzlich zu uns
> aus den umliegenden Ländern.
> Monsanto und Co. sind in meinen Augen die schlimmsten
> Umweltver(oerpure)nichter.
> Denen geht es _nur_ um Geld/Gewinn, dafür gehen sie über Leichen.
> Ach ja ...


Das Monopolprodukt (jetzt vom dt. Hersteller) hat nur bedingt mit
dieser Misswirtschaft zu tun.
Du beziehst Dich bestimmt auf die riesigen sogenannten
AGRAR-Genossenschaften,
die sich jeweils tausende Hektar unter den Nagel gerissen haben und
mit industrieller Monokultur an den Grundaufgaben einer nationalen
Landwirtschaft vorbei Gewinnmaximierung betreiben.
Auf diesem Gebiet hat die Politik im Osten nach der Wende vollkommen
versagt, insbesondere die Treuhand.
Die fehlgelaufene Subventionspolitik auf dem Gebiet der Landwirtschaft,
die zum allergrößten Teil von der EU aus festgelegt und gesteuert wird,
unterstützt diesen Missbrauch unserer Ackerböden noch.
Die Bauernfamilie, die in den über Generationen gebildeten dörflichen
Strukturen u.a. von der Bewirtschaftung, der Ihnen zur Verfügung
stehenden Flächen ihren Lebensunterhalt bestreiten muss, ist in der
heutigen Zeit auf eine effektive Unkrautbekämpfung angewiesen, denn mit
ÖkO und BIO ist eine Ernährung nicht sicher zu stellen.
Mathias Fuhrmann (16.08.2019, 13:14)
Klaus Scheffel schrieb:

> Du beziehst Dich bestimmt auf die riesigen sogenannten
> AGRAR-Genossenschaften, die sich jeweils tausende Hektar unter den
> Nagel gerissen haben und mit industrieller Monokultur an den
> Grundaufgaben einer nationalen Landwirtschaft vorbei
> Gewinnmaximierung betreiben.


Ja, in erster Linie.

[--]
> Die Bauernfamilie, die in den über Generationen gebildeten dörflichen
> Strukturen u.a. von der Bewirtschaftung, der Ihnen zur Verfügung
> stehenden Flächen ihren Lebensunterhalt bestreiten muss, ist in der
> heutigen Zeit auf eine effektive Unkrautbekämpfung angewiesen, denn mit
> ÖkO und BIO ist eine Ernährung nicht sicher zu stellen.


Praktisch kenne ich die Arbeit der _Bauern_ aus der Zeit 1945 bis 1957,
in der ich als Kind/Flüchtling auf einem kleinen Dorf aufwuchs und aus
Neugier 'mitmachte'.
Nur mit den damaligen Methoden kann man heutzutage natürlich nicht
wirtschaften, nicht wegen der erzeugten Lebensmittelmenge, sondern wegen
höherer Preise.
Wenn ich hier so (SH) mit dem Auto durch die Gegend fahre, werden die
Straßen oft kilometerlang von Maispflanzen/Raps-Äckern gesäumt und
manche Medien/Reporter bezeichnen dies als 'Idylle'. :-(
Felder für 'Menschennahrung' (Kartoffel/Getreide u.ä.) sehe ich recht
selten, obwohl z.B. die Kartoffelpreise in meinen Augen extrem hoch
sind.
Im TV sah ich eine Sendung, in der ein 'Kartoffelbauer' zeigte, daß
diese schon auf dem Acker bertr. Größe automatisch sortiert und
abgepackt wurden. Und dann teilte er zu meinem Entsetzen mit, daß zu
große Kartoffeln untergepflügt würden, die könne er nicht verkaufen.

Zu meiner Dorfzeit wurden solche Kartoffeln zur Schweinemast verwendet,
in großen Geräten gedämpft (herumziehender Dienstleister) und in
gemauerte Tröge, oft von uns Kindern, eingestampft.
Heutzutage wird 'Kraftfutter' aus Übersee hierzu verwendet, welches u.a.
dafür sorgt, daß Wälder gefällt/vernichtet und die dortige Bevölkerung
durch Pestizide vergiftet wird.

Ach, was soll's ...
Carlo XYZ (16.08.2019, 14:36)
Am 16.08.19 um 13:14 schrieb Mathias Fuhrmann:

> Zu meiner Dorfzeit wurden solche Kartoffeln zur Schweinemast verwendet,
> in großen Geräten gedämpft (herumziehender Dienstleister) und in
> gemauerte Tröge, oft von uns Kindern, eingestampft.


Den Geruch, nein das Aroma, kann ich heute noch spüren,
die Schweine nebenan hören, wie sie grunzen und sich freuen.

> Heutzutage wird 'Kraftfutter' aus Übersee hierzu verwendet, welches u.a.
> dafür sorgt, daß Wälder gefällt/vernichtet und die dortige Bevölkerung
> durch Pestizide vergiftet wird.


Der Bauer ein paar km weiter hat Viehzucht gegen Monokultur-Mais
drangegeben, seine Begründung: viel weniger Arbeit, viel mehr Gewinn.

> Ach, was soll's ...


Viel soll's. Ich wäre bereit,wie früher nur <= einmal pro
Woche Fleisch zu essen, und für die Jungen wär's gesünder.
klaus r. (16.08.2019, 15:09)
Am Fri, 16 Aug 2019 14:36:23 +0200
schrieb Carlo XYZ <carloxyz>:

> [...]
> > Ach, was soll's ...

> Viel soll's. Ich wäre bereit,wie früher nur <= einmal pro
> Woche Fleisch zu essen, und für die Jungen wär's gesünder.


Und für die Tiere erst. Gleich nach dem Krieg liefen die Schweine noch
frei (im Sommer) auf einem eingezäunten Stück Land rum und grunzten und
quiekten fröhlich vor sich hin. Und sie hatten eine Suhle.
Die Kälber auf der Weide durften noch bei der Mutterkuh trinken.

Damals wollte man gutes Fleisch, heute zählt *nur* Profit. Tierwohl?
Scheixxegal.

Klaus
Hartmut Ott (16.08.2019, 15:44)
Hej,

Am 16.08.2019 um 13:14 schrieb Mathias Fuhrmann:

> Im TV sah ich eine Sendung, in der ein 'Kartoffelbauer' zeigte, daß
> diese schon auf dem Acker bertr. Größe automatisch sortiert und
> abgepackt wurden. Und dann teilte er zu meinem Entsetzen mit, daß zu
> große Kartoffeln untergepflügt würden, die könne er nicht verkaufen.


Oh, hier werden die als Pommes Kartoffeln verkauft.

mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
Mathias Fuhrmann (16.08.2019, 17:50)
Hartmut Ott schrieb:

> Am 16.08.2019 um 13:14 schrieb Mathias Fuhrmann:


>> Und dann teilte er zu meinem Entsetzen mit, daß zu große Kartoffeln
>> untergepflügt würden, die könne er nicht verkaufen.


> Oh, hier werden die als Pommes Kartoffeln verkauft.


Es kommt auf die Kartoffelsorte an ..., vielleicht waren seine hierfür
ungeeignet.
Dorothee Hermann (16.08.2019, 18:31)
Am 16.08.19 um 15:44 schrieb Hartmut Ott:
> Am 16.08.2019 um 13:14 schrieb Mathias Fuhrmann:
>> Im TV sah ich eine Sendung, in der ein 'Kartoffelbauer' zeigte,
>> daß diese schon auf dem Acker bertr. Größe automatisch sortiert
>> und abgepackt wurden. Und dann teilte er zu meinem Entsetzen mit,
>> daß zu große Kartoffeln untergepflügt würden, die könne er nicht
>> verkaufen.


> Oh, hier werden die als Pommes Kartoffeln verkauft.


Und als "Backkartoffeln". Und der Preis ist höher.

Dorothee
Klaus Scheffel (17.08.2019, 10:03)
Am 16.08.2019 um 13:14 schrieb Mathias Fuhrmann:
> Klaus Scheffel schrieb:
> Ja, in erster Linie. [...]
> Praktisch kenne ich die Arbeit der _Bauern_ aus der Zeit 1945 bis 1957,
> in der ich als Kind/Flüchtling auf einem kleinen Dorf aufwuchs und aus
> Neugier 'mitmachte'.
> Nur mit den damaligen Methoden kann man heutzutage natürlich nicht
> wirtschaften, nicht wegen der erzeugten Lebensmittelmenge, sondern wegen
> höherer Preise.

[...]
Es war kurz nach der Wende, als so ein "Agra-Genosse" vorher an den
Staat zwangsverpachtetes Ackerland für 25DM! pro Hektar und Jahr mit
Bestätigung durch die damaligen staatlichen Organe pachten wollte.
Da kann man sich ja leicht vorstellen, wie so mancher ehemaliger Bauer
auf dem Dorf über den Tisch gezogen wurde.

Ähnliche Verhältnisse herrschten damals auch bei Forstflächen.

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