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Gerrit Heitsch (02.06.2020, 07:12)
On 6/1/20 11:40 PM, Hartmut Kraus wrote:
> Am 01.06.20 um 22:09 schrieb Werner Holtfreter:
> Rein interessehalber: Was passiert mit dem Natrium?


Na plus Wasser? Er gibt NaOH und das bleibt in Lösung.

Gerrit
Thomas Prufer (02.06.2020, 09:03)
On Mon, 1 Jun 2020 18:55:23 +0200, Martin Gaiß <news> wrote:

>Drossel statt R wird wohl auch nicht klappen wegen Schweinereien mit dem
>Erregerkondensator(Resonanzen und so).


Nein, klappt nicht:-)

Im Sinne von darf nix kosten, nehmen was ich hab. Ich hab eine 2kW Trafo 220-110
Volt. Den an den Generator, und sekundär den Motor vom Vertikutierer dran: Motor
dreht sich langsam, zu langsam. Primärspule vom Trafo als Drossel in Reihe zum
Vertikutierer: Da dreht sich garnix.

Wegen dem Schweinkram mit Erregerkondensator, Schlupf, Anlaufverhalten,
Blindströmen zwischen Motor und Motor und Kondensatoren hab ich ja auch erst gar
nicht angefangen, eine theoretische Lösung zu entwickeln, sondern bastel rum mit
Toastern und Wasserkochern...

Thomas Prufer
Thomas Prufer (02.06.2020, 09:12)
On Mon, 01 Jun 2020 14:48:22 +0200, Werner Holtfreter <holtfreter> wrote:

>Wohl eher unmöglich mit so kleinen Teilen, wenn wir hier von
>ein paar Sekunden Anlaufzeit reden.


Eher zehn oder mehr Sekunden, dazu bleibt der Vertikutieren bei mechanischer
Überlast (also all naslang) immer wieder "hängen", also wiederholt sich das
Ganze recht oft. "Wasserkocher" gefällt mir gut, denn der hat den Kühlkörper ja
quasi eingebaut, und bei "Toaster" denk ich dran wie man den Bräunungsschalter
als Zeitschaltuhr verwenden könnte...

Der Häcksler mit mehr Leistungsaufnahme am Typenschild funktioniert dagegen
einwandfrei am Generator, und bringt Leistung bis dessen Elektronik abschaltet.
Blockade raus, Reset, weiter. Bosch AXT 2000 (oder ähnlich).

Thomas Prufer
Thomas Prufer (02.06.2020, 09:19)
On Mon, 1 Jun 2020 06:38:00 -0400, "Wolfgang Allinger" <all2001>
wrote:

>Haushaltsüblich? Ungefährlich? Aber als Experiment Eimer mit Salzlösung
>und dann langsam 2 Platten eintauchen als Potentiometer in Serie zu Motor.


Wieso zwei Platten, der Eimer ist doch aus Blech!

(Oder zwei Eisenstangen in den Boden, und kann ich hinterher die Würmer
einsammeln:-)

>Hab ich vor über 50a mal an einem Kirmeskarusell gesehen. Hab mich da mal
>als Schüler als Helferlein verdingt um Taschengeld zu generieren.


Das hab ich letztes Jahr beim Riesenrad gesehen! Wohl auch das allerletzte Jahr:



Platten (2? 3? ist hinten versteckt) werden über Drehkurbel und Kette ein- und
ausgetaucht. Das Riesenrad dürfte ja ein ordentlicher Trägheitsmoment haben, und
da werkelt ein Motor mit Transmissionsriemen und offenem Getriebe. Und dadurch
das das Riesenrad eher klein ist, drehen die das recht schnell.

Schade drum das die das nimmer aufstellen...

Thomas Prufer
Sebastian Wolf (02.06.2020, 10:14)
Am 02.06.2020 um 07:12 schrieb Gerrit Heitsch:
> On 6/1/20 11:40 PM, Hartmut Kraus wrote:
> Na plus Wasser? Er gibt NaOH und das bleibt in Lösung.


Und NaOH + Cl2 --> .....
Gerrit Heitsch (02.06.2020, 10:22)
On 6/2/20 10:14 AM, Sebastian Wolf wrote:
> Am 02.06.2020 um 07:12 schrieb Gerrit Heitsch:
> Und NaOH + Cl2 --> .....


Ja, aber nicht alles. Wenn es nach Chlor riecht entkommt Cl2 aus der
Lösung und das ist dann weg.

Mit der Zeit verwandelt sich das Salzwasser immer mehr in Natronlauge.

Gerrit
Sebastian Wolf (02.06.2020, 11:04)
Am 02.06.2020 um 10:22 schrieb Gerrit Heitsch:
> On 6/2/20 10:14 AM, Sebastian Wolf wrote:
> Ja, aber nicht alles. Wenn es nach Chlor riecht entkommt Cl2 aus der
> Lösung und das ist dann weg.
> Mit der Zeit verwandelt sich das Salzwasser immer mehr in Natronlauge.


Es gibt wohl kaum eine chemische Reaktion, die besser untersucht ist,
als die Chloralkali-Elektrolyse.

Ohne räumliche Trennung, und dann noch mit Wechselstrom...
Gerrit Heitsch (02.06.2020, 11:15)
On 6/2/20 11:04 AM, Sebastian Wolf wrote:
> Am 02.06.2020 um 10:22 schrieb Gerrit Heitsch:
> Es gibt wohl kaum eine chemische Reaktion, die besser untersucht ist,
> als die Chloralkali-Elektrolyse.
> Ohne räumliche Trennung, und dann noch mit Wechselstrom...


Ändert nichts an dem Detail, daß wenn es nach Chlor riecht dieses eben
weg ist und nicht mehr zur Verfügung steht.

Gerrit
Sebastian Wolf (02.06.2020, 11:41)
Am 02.06.2020 um 11:15 schrieb Gerrit Heitsch:
> On 6/2/20 11:04 AM, Sebastian Wolf wrote:
> Ändert nichts an dem Detail, daß wenn es nach Chlor riecht dieses eben
> weg ist und nicht mehr zur Verfügung steht.


Er glaubt es roch nach Chlor...
Gerrit Heitsch (02.06.2020, 11:54)
On 6/2/20 11:41 AM, Sebastian Wolf wrote:
> Am 02.06.2020 um 11:15 schrieb Gerrit Heitsch:
> Er glaubt es roch nach Chlor...


Der Geruch ist ziemlich eindeutig.

Gerrit
Sebastian Wolf (02.06.2020, 11:56)
Am 02.06.2020 um 11:54 schrieb Gerrit Heitsch:

>> Er glaubt es roch nach Chlor...

> Der Geruch ist ziemlich eindeutig.


Für ein Kind? Vor geschätzten 100 Jahren?
Axel Berger (02.06.2020, 13:06)
"horst-d.winzler" wrote:
> Mir ist der "Versuch" aus versehen passiert.


Ja nat?rlich. Absicht war das in den von mir zitierten F?llen auch
nicht.

> die Kochplatte aber nicht mehr eben. Also eigentlich für die Tonne.


Gut. In der hier angenommenen Verwendung wird es kaum der Stolz der
Hausfrau aus der Luxusk?che sein. Ich hatte so eine Platte in der
Werkstatt. Darauf konnte ich ?l erhitzen, eine Kette hindurchziehen und
danach zum Abtropfen dr?ber h?ngen lassen. Die war purer Luxus, die
hatte sogar einen Bimetallschalter und einen Temperatursteller.
(Irgendwo f?r nix abgestaubt. Zum Erw?rmen in der Flasche zum leichteren
Umf?llen hatte ich ein f?r Pfennige in der DDR gekauftes
Ersatzheizelement f?r L?tkolben.)
Rolf Bombach (02.06.2020, 22:05)
Werner Holtfreter schrieb:
> Rolf Bombach wrote:
> Glaube ich nicht. Sie laufen, weil im Kurzschlussläufer ein
> Magnetfeld induziert wird, das im Zusammenspiel mit dem umlaufenden
> Magnetfeld eine Kraftwirkung auf den Läufer ausübt. Je niedriger
> der Widerstand der Kurzschlusswindung, desto geringer der Schlupf
> und desto geringer die Verluste.


Ja, so wäre es mir auch lieber, aber einen definitiven Beschrieb
hab ich noch nicht gesehen. Ich kenne eine Publikation über
Thomsons hüpfenden Ring, immerhin hat man das Experiment "bereits"
im Jahr 2000 zum ersten mal theoretisch korrekt beschrieben, dort
kommt man hinsichtlich jenes Experiments zu diesem Schluss. Dort
kann ich es auch nachvollziehen. Dort muss das L/R-Verhältnis
gut sein. Dein Argument mit dem Schlupf leuchtet daher ein.
Rolf Bombach (02.06.2020, 22:12)
Axel Berger schrieb:
> Rolf Bombach wrote:
>> Als ex-Blaulichtler rate ich von Tauchsiedern, Kochplatten
>> und ähnlichem ab.

> Warum Kochplatten? Klar soll nix brennbares draufliegen, aber den
> Versuch, die stundenlang hellrot glühen zu lassen, habe ich selbst und
> andere mehrfach folgenlos ausgeführt.


Dann muss sie aber fest eingebaut sein und genügend Abstand zu
brennbaren Sachen haben. Aber so zwischen Holz, Häckslern,
Benzinmotoren und -Kanistern am frei rumliegenden Stolperkabel
würde ich die wirklich nicht haben wollen.
Denk an den ganzen Schreibkram mit der Versicherung.

Hier gab es mal einen merkwürdigen Brandfall: Bügeleisen sehr
heiss; in der Wohnung toben Kinder. Der Mann hatte die an sich
nicht dämliche Idee, das Bügeleisen auf den Balkon zu stellen
und die Tür zu schliessen. Allerdings hat es dabei einen Kunststoff-
Gartenstuhl an das Bügeleisen gedrückt, und aus letztendlich nicht
ganz nachvollziebaren Gründen ging der dann in Flammen auf,
und anderes dann auch.
Thomas Prufer (03.06.2020, 08:51)
On Tue, 2 Jun 2020 22:12:43 +0200, Rolf Bombach
<rolfnospambombach> wrote:

>Dann muss sie aber fest eingebaut sein und genügend Abstand zu
>brennbaren Sachen haben. Aber so zwischen Holz, Häckslern,
>Benzinmotoren und -Kanistern am frei rumliegenden Stolperkabel
>würde ich die wirklich nicht haben wollen.


Ich bin ja froh, wenn die überhaupt warm wird. Der Knattermaxe macht 2kW, davon
mal die Hälfte im Widerstand, 10 Sekunden Anlaufen alle drei Minuten... Außerdem
hab ich als Maschinist einen Heizer, der den Schalter zum Brücken des
Anlaufwiderlings betätigt, und das Sammelsurium an Haushaltsgeräten überwacht.

Der Vertikutierer lief schon mal, mit einem "Vorwiderstand" aus Halogenstab um
die 1 kW, luftgekühlten Spezialwiderstand (ein Haarfön), und noch irgendein
Verbraucher. Ich hab mir damals genau gemerkt, welche Kombination von
Stromfressern funktioniert hat, und hab es nicht aufgeschrieben weil ich es mir
genau gemerkt hab, und hab's inzwischen vergessen. Aber es war viele Kaltleiter
dabei, wie die Halogen-Videoleuchte, deshalb meine Eingangsfrage.

(Warum der ganze Akt? Weil ein Benzin-Vertikutierer mieten 2-3 Stunden Rumfahren
und Zettel ausfüllen und Sie-müssen-unser-Aspen-Alkylatbenzin-kaufen verbunden
ist. Und der Handvertikutierer ist zwar da, aber ich komm damit nicht klar und
reiße Löcher in den Boden damit. Und weil es Sport ist, verflixt: das blöde Ding
hat zu laufen, und es darf nix kosten, weil lieber denke ich eine Woche darüber
nach als das ich aufgebe und z.B. einen größeren Generator leihe, oder einfach
gar nicht vertikutiere.)

Thomas Prufer

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