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Holger (06.06.2020, 11:29)
Am 06.06.20 um 11:14 schrieb Thomas Prufer:
> On Fri, 5 Jun 2020 14:08:35 +0200, Holger <me> wrote:
> Meine Anforderungen schließen ausdrücklich ölgekühlte Anlaßwiderstände aus,
> sofern es nicht ein Fritteuse ist. Auch Schütze kann ich nicht brauchen,
> ebensowenig Schaltschränke.
> Ich warte auf einen ungefähren Dimensionierungsvorschlag, 10 Ohm oder eines,
> oder...


Das kannst du doch nun ausrechnen. Erhöhe den Wirkwiderstand der
Schaltung mit dem Motor so, dass sich die Scheinleistung derselben
ungefähr halbiert. Die bessere Idee wäre ein Dimmer. Das habe ich dir
aber schon geschrieben. Und wenn dir das auch zuviel ist, würde ich an
deiner Stelle einen Elektrobetrieb vor Ort darum bitten, sich deine
Sache einmal anzusehen.

Holger
Thomas Prufer (06.06.2020, 11:30)
On Sat, 6 Jun 2020 00:09:20 +0200, Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1>
wrote:

>Am 05.06.2020 um 12:40 schrieb Thomas Prufer:
>Richtig.
>Das wäre dann ein *Heißleiter*, und der wäre als Anlaßwiderstand genau
>richtig.


Jo, weis ich doch, Hartmut Kraus empfahl einen Kaltleiter. Die habe ich zum
Sau-Füttern: 1000 Watt Halogenbrenner. Haushaltsübliche Heißleiter in der
Leistungsklasse "2 PS" fielen mir keine ein. Und Bügeleisen und Konsorten
dürften auch nur deshalb weniger Kaltleiter sein als der Halogenbrenner, weil
der von 20°C auf Weißglut geht, und das Bügeleisen von 20°C auf 200°.

>Die erwähnten Bügeleisen etc. sind lediglich hilfreich weil sie viel
>Energie (Wärme) abtransportieren können ohne gleich in Flammen
>aufzugehen. Die müssen dann nach dem Hochlaufen abgeschaltet
>(überbrückt) werden.


Genauso:-) Ist ein Leistungswiderstand mit Bakelitgriff, eingebauter
Temperaturmessung und Notabschaltung, und in der Luxusausführung mit
Wasserkühlung.

Thomas Prufer
Axel Berger (06.06.2020, 11:32)
Thomas Prufer wrote:
> Ich warte auf einen ungefähren Dimensionierungsvorschlag,


Den brauchst Du wirklich von anderen? Als nullte Näherung siehst du
Deinen Vertekutierer als Kurzschluß und nimmst den größten ohmschen
Verbraucher, aka kleinsten Widerstand, den Dein Generator noch treiben
kann.

Als ZUsatzhinweis: Ich habe über dem Bett einen 1 kW Halogenstab an
einer Schaltuhr, weil ich im Finstern nicht aufstehen kann. Der schmiß
nackt die Sicherung und hat jetzt eine kleine Heißleiterperle in Serie.
Genauer zwei. Die Perlen haben einen zulässigen Höchststrom und einen
Kaltwiderstand. Letzterer war mir bei den groß genug gewählten immer
noch etwas zu klein. Im eingeschwungenen Zustand ist der dauerhafte
Spannungsverlust um 4 Volt. Für Licht nicht schön, aber noch erträglich.
Das sind Pfennigartikel.

Für einen Motor sind sie viel zu schnell, aber eine passende Ergänzug
für billige Halogenstäbe als Vorwiderstand.
Hartmut Kraus (06.06.2020, 12:04)
Am 06.06.20 um 11:32 schrieb Axel Berger:
> Ich habe über dem Bett einen 1 kW Halogenstab an
> einer Schaltuhr, weil ich im Finstern nicht aufstehen kann.


1kW? Ist dass dein Ernst?
Hartmut Kraus (06.06.2020, 12:08)
Am 06.06.20 um 11:30 schrieb Thomas Prufer:
> On Sat, 6 Jun 2020 00:09:20 +0200, Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1>
> wrote:
>> Das wäre dann ein *Heißleiter*, und der wäre als Anlaßwiderstand genau
>> richtig.

> Jo, weis ich doch, Hartmut Kraus empfahl einen Kaltleiter.


Was ist los? Du wurdest mehrmals darauf hingewiesen, dass eine Glühlampe
dafür ungeeignet ist, weil sie ein Kaltleiter ist. Zweimal von mir.
Andreas Neumann (06.06.2020, 12:08)
Thomas Prufer wrote:

> [ Bügeleisen ]
> Genauso:-) Ist ein Leistungswiderstand mit Bakelitgriff, eingebauter
> Temperaturmessung und Notabschaltung, und in der Luxusausführung mit
> Wasserkühlung.


Das ist Netdigest-verdächtig ;)
Thomas Prufer (06.06.2020, 12:08)
On Tue, 2 Jun 2020 22:05:57 +0200, Rolf Bombach
<rolfnospambombach> wrote:

>Ja, so wäre es mir auch lieber, aber einen definitiven Beschrieb
>hab ich noch nicht gesehen.


Ich häng hier mal das Ergebnis an, weil hier letztes Post im Teilthread mit
Umlaut:

Der Rasen ist vertikutiert, warum, weiß ich nicht.

Generator, Widerstand in Serie zum Vertikutierer, Vertikutierer mit 1500 Watt
Kondensatormotor. (nicht 1800 wie ich woanders falsch sagte).

Anlauf-Widerstand: 1 kW Halogenbrenner (KB 5 min) parallel 1600 Watt
Heißluftgebläse, parallel 1600 Watt identisches Heißluftgebläse. (Die Ohm
dürften doch recht variabel sein...) Manueller Schalter zum Überbrücken des
Anlauf-Widerlings.

Da dreht sich nix, die Motor-Welle zuckt nur. Der Halogenbrennstab zeigt eine
periodisches Heller- und dunklerwerden, 6-10 Sekunden Periode.

Ich will die Sau zum Laufen bekommen: Abdeckung runter, Zahnriemen mit dem
Akkubohrer beschleunigt. Motor dreht hoch, sobald der Akkubohrer weg ist, dreht
er langsam wieder unter. (Weitere Bügeleisen bzw. Lastwiderstände sind keine
dabei...) Der Halogenbrenner pulsiert munter weiter, irgendwie mit- oder
gegenphasig Schalter drücken, damit der Motor anläuft bringt nix.

Wenn einem nix anderes einfällt macht man halt weiter wie bisher, oder?

Nach etlichen Minuten läuft der Motor dann sehr zögerlich, und über vielleicht
120 Sekunden zu voller Drehzahl. (Halogenbrenner glimmmt nur noch rötlich). Bei
Last stoppt der Motor sofort -- klar, Strombegrenzung.

Nochmal Drehzahl hochfahren lassen, Widerlinge gebrückt, und vertiktuiert. Bei
größerer Last hat der Motor gestockt. Dann den Schalter am Motor aus, Widerling
in Serie, Schalter ein, lastfrei hochdrehen lassen (zuletzt 10-15 Sekunden)
Widerling brücken, weitermachen.

So, warum läuft der, nachdem er sich zehn Minuten geziert hat, bei identischer
Schaltung? Das der beim eine oder anderen Widerstand nicht läuft -- OK. Aber
beim selben, dann langsam in Gänge kommen?

-- er ist alt und musste sich erst an Gedanken gewöhnen, arbeiten zu müssen.
-- der Kondensator am Motor hat sich neu formieren müssen.
-- er hat sich erwärmt und deshalb funktioniert.
-- die Heißluftgebläse waren kalt grenzwertig, und warm haben sie gepasst.

Die Welle war echt leichtgängig, sosnt hätte ich an verharzte Lager gedacht,
diese Motoren haben doch untenrum ja wenig Drehoment...

Ansonsten hört sich da sso an wie ein multiple-choice-Fragebogen, nur alle
Antworten sind irgendwie flasch, oder? Und grad diese Schwebiung mit 10-12
Sekunden (Selbsterrgung nimmt zu und ab?), wobei der Motor nur da sitzt und
brummt, sehr merkwürdig.

Das ist so einer Vertikuitierer, übrigens:



Thomas Prufer
Hartmut Kraus (06.06.2020, 12:12)
Am 06.06.20 um 12:08 schrieb Thomas Prufer:
> Generator, Widerstand in Serie zum Vertikutierer, Vertikutierer mit 1500 Watt
> Kondensatormotor. (nicht 1800 wie ich woanders falsch sagte).
> Anlauf-Widerstand: 1 kW Halogenbrenner (KB 5 min) parallel 1600 Watt
> Heißluftgebläse, parallel 1600 Watt identisches Heißluftgebläse. (Die Ohm
> dürften doch recht variabel sein...) Manueller Schalter zum Überbrücken des
> Anlauf-Widerlings.
> Da dreht sich nix, die Motor-Welle zuckt nur. Der Halogenbrennstab zeigt eine
> periodisches Heller- und dunklerwerden, 6-10 Sekunden Periode.


Wie oft muss man dir noch sagen, dass der als Kaltleiter ungeeignet ist?

> [...]> Ansonsten hört sich da sso an wie ein multiple-choice-Fragebogen, nur alle
> Antworten sind irgendwie flasch, oder? Und grad diese Schwebiung mit 10-12
> Sekunden (Selbsterrgung nimmt zu und ab?), wobei der Motor nur da sitzt und
> brummt, sehr merkwürdig.


Wirst ihn schon noch kaputtkriegen. Oder den Generator oder beides. ;)
Wolfgang Allinger (06.06.2020, 13:57)
On 02 Jun 20 at group /de/sci/electronics in article kjsbdfp9tuvg4q0a8g20mpiu9ehd8k1h4i
<prufer.public> (Thomas Prufer) wrote:

> Im Sinne von darf nix kosten, nehmen was ich hab. Ich hab eine 2kW Trafo
> 220-110 Volt. Den an den Generator, und sekundär den Motor vom Vertikutierer
> dran: Motor dreht sich langsam, zu langsam. Primärspule vom Trafo als
> Drossel in Reihe zum Vertikutierer: Da dreht sich garnix.


> Wegen dem Schweinkram mit Erregerkondensator, Schlupf, Anlaufverhalten,
> Blindströmen zwischen Motor und Motor und Kondensatoren hab ich ja auch erst
> gar nicht angefangen, eine theoretische Lösung zu entwickeln, sondern bastel
> rum mit Toastern und Wasserkochern...


1. Die einfachste Methode: Rasen mit Unkraut-Ex düngen :] Dann haste kein
Problem mehr mit dem Vertikutierer. Wenn WAF schlecht, Fläche betonieren
und grün anstreichen.

2. Falls Du zu feige oder ängstlich bist, dann:

wäre es besser, sich von irgendwo (Kabeltrommel(n)) ordentliches Netz zu
holen. Sport hin oder her.

3. Falls das auch nicht geht, das ganze Geraffel Gen, Vert, Widerlinge...
nach einer Stelle mit ordentlichem Saft schaffen.

4. Dann am Netz probieren mit welchen Kombinationen der Vertikutierer
gerade noch anläuft bzw. nicht. Dabei Netzspannung und Stromaufnahme
messen... Spannungsabfall über die Vorwiderlinge messen. Lampen,
Heizplatten, Bügeleisen etc. kannste im eingeschwungenen Zustand als rein
ohmsche Last annehmen. R=U/I damit haste dann einen Anfangsschätzwert für
den Widerling.

5. Dann am Generator mit diesen Werten trainieren. Der Gen ist
üblicherweise arg auf Kante genäht, d.h. er hat eher zuwenig
Ausgangsspannung als im zusammengelogenen Datenblatt (1). Will sagen, der
Widerling muss weniger Ohm haben. So kannste Dich rantaschen.

6. schön alles dokumentieren und Bilder dazu ins Netz.

7. Fetteren Moppel und/oder schwächerer Vert.

(1) mein Benzig Moppel Daewoo 6000E hat bestenfalls 5000VA, die 6kW ist
die zusammengelogene Ausgangsleistung des Honda Motors. Der wird an
anderen Stellen mit 14PS verleumdet... Also gut 10kW. Demnächst nennen die
das Teil dann ...10.000... wenn die hier mitlesen.

Noch mehr Punkte:

Ich kenne mindigens 3 Motoren Gruppen in der Leistungsklasse:

1. Allstrommotoren, kann man erkennen an Kohlen und laufen relativ langsam
an. Handbohrmaschinen, Hobbykreissägen, Trennschleifer...

2a. Kondensatormotore: Drehstrommotoren vermurkst mit Steinmetzschaltung.
Haben wenig Bumms beim Anlauf.

2b. Kondensatormotore: Hilfsphase mit Kondensator, asiatische Klimaanlage
(Flattermann an Decke) oder gerne auch 2 gleiche Wicklungen mit
Umschaltung der Drehrichtung (Rollladenmotor), auch wenig Kraft beim
ANlauf.

3. Motore mit Hilfswicklung und Fliehkraftschalter (genaue Motoren
Bezeichnung unbekannt). Die haben einen sehr hohen Anlaufstrom und sind
bei deutlich unter 1sec auf Touren und der FKS schaltet mit lautem Klack
die Startwicklung ab. Beim Abschalten macht der FKS wieder ein lautes
Klack. Ziehen Startstrom wie blöd und der FKS schaltet bei umme 90% Unenn
ab.

Werden gerne genommen in den USA, bei Poolpumpen, Klimakompressoren,
Hobbyständerbohrmaschienen usw. Der FKS ist übrinx vor über hundert Jahren
erfunden worden und immer noch im Einsatz.

Diese Motoren sind üble Gesellen für Moppel.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang
Hans-Peter Diettrich (06.06.2020, 16:45)
Am 06.06.2020 um 11:14 schrieb Thomas Prufer:

> Meine Anforderungen schließen ausdrücklich ölgekühlte Anlaßwiderstände aus,
> sofern es nicht ein Fritteuse ist. Auch Schütze kann ich nicht brauchen,
> ebensowenig Schaltschränke.
> Ich warte auf einen ungefähren Dimensionierungsvorschlag, 10 Ohm oder eines,
> oder...


Kohle ist ein Heißleiter, gab es schon mal als
Kohlefaden-Bienenkorb-Glühbirnen. 10 Ohm wären dann ca. 4840W heiß, kalt
vielleicht die Hälfte?

Der Lichteffekt ist überwältigend, da sieht man richtig die Sonne
aufgehen :-)

DoDi
Peter Thoms (06.06.2020, 17:48)
Am 06.06.20 um 13:57 schrieb Wolfgang Allinger:
> 1. Die einfachste Methode: Rasen mit Unkraut-Ex düngen :] Dann haste kein
> Problem mehr mit dem Vertikutierer. Wenn WAF schlecht, Fläche betonieren
> und grün anstreichen. Hallo,


sehr zweifelhaft ist das schon.
Besser wäre eher die richtige Rasensaatmischung.

Seit dem Vertikutieren lasse ich meine Gräser zum saaten wachsen.
Diese bleiben relativ niedrig, im Gegensatz zu "Sportrasen", den man
auch noch zwei mal pro Woche mähen sollte.

Die Grünmassenmenge von Sportrasen wird wohl nur noch von Futtergras
übertroffen.

Peter

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