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H.-P. Schulz (21.10.2019, 13:01)
Ich bin ja selbst schuld: Was, genau genommen, habe ich in der "City"
zu suchen?
Die Erfahrung, nie genau das (und auch nicht in noch akzeptabler
Näherung) zu finden, was man sucht, auffrischen?
Na, egal ...
Jedenfalls steht nun fest, dass ich dort nicht mehr kreuzen werde.
Nachdem ich nun wiederholt und unfreiwillig die Slalom-Stange für den
spochtlichen E-Roller-Fahrer machen musste, ich also von rückwärts,
überraschend, sehr knapp umfahren wurde, und das mit erheblichem
Tempo, ...
.... will ich nicht ferner mein Glück strapazieren, nicht riskieren, im
entscheidenden, nämlich falschen Augenblick etwa ein unkalkulierbares,
unangekündigtes Manöver zu machen, und bums! - - - und auch wenn ich
dann "Recht" bekomme und Schadenersatz und Schmerzensgeld und allen
Furz & Feuerstein: Im Eventualfall springt der jungsche rücksichtslose
Kindskopf längst wieder in seinem unwerten Leben herum, während ich
noch in der Reha das Linoleum des Gymnastikraums auswendig lerne!

Nee.

Nicht, dass mir dieses rücksichtslose Verhalten *vor* den Rollern
nicht begegnet wäre, mit Radlern! Aber jetzt kommt eben dieses
"Fußgängerslalom" per E-Roller *hinzu*! Und *so* knapp wie mit
letzteren bin ich von Fahrrädern doch nie geschnitten worden.

Auf diesen Rollern sehe ich fast sortenrein jene Spezies von
City-Lemuren, die - vor Jahrzehnten schon - meine Schwiegermutter
selig in ihrer unnachahmlichen Wortschöpfungsbegabung
"Portokassenjünglinge" nannte: lässigfeinflott gekleidete Urbans, 23
bis 33, die recht überzeugend tun, als hätten sie einen gutbezahlten
Job.

Auch wenn - klarer Fall! - in einem Jahr keine Sau mehr an diese
peinliche Mode erinnert werden will, das je eigene Mittun aber sowas
von aus dem Gedächtnis gelöscht:
Mich sieht die Shopping- und WichtigeBüros-City nicht mehr.

Was mir natürlich insofern auch leicht fällt, als ich fortziehe ...

Und zu der brennenden Frage, was das denn wohl etwa für unberechenbare
Manöver wären, die dann dem knapp schneidenden Rollerer seine
Antizipation vermasseln könnten:

Man kann zB plötzlich stehen bleiben, weswegen auch immer.
Man gewahrt einen Hundekackbatzen gleich vor sich und macht einen
Ausfallschritt.
Man ändert, verändertem Entschluss gmäß, einfach die Gehrichtung.

Das darf man! Das muss man nicht extra anmelden!
Quinn C (29.10.2019, 23:48)
* H.-P. Schulz:

[..]
> nicht begegnet wäre, mit Radlern! Aber jetzt kommt eben dieses
> "Fußgängerslalom" per E-Roller *hinzu*! Und *so* knapp wie mit
> letzteren bin ich von Fahrrädern doch nie geschnitten worden.


Das kann ich verstehen, und das sollte auch nicht passieren.

Was ich nicht verstehe, ist, daß viele, mit denen ich darüber rede oder
von denen ich ähnliches lese, vor diesen Nahbegegnungen mit Fahrrädern
oder Rollern mehr Angst haben als vor Autos. Wenn ich die Straße
überquere und ein Auto mit erheblicher Geschwindigkeit auf mich
zusteuert, keineswegs unbedingt von hinten, dann wird mir ganz anders.
Und das passiert mir etwa ein, zweimal pro Monat; das mit Fahrrädern
(Roller sind hier noch ganz neu) so etwa zweimal im Jahr. Und dann auf
Fußgängerwegen im Park, nie auf dem Bürgersteig.

Von Begegnungen mit Lkw als Fahrradfahrer ganz zu schweigen.
H.-P. Schulz (30.10.2019, 12:07)
Quinn C <lispamateur> schrieb:

>Was ich nicht verstehe, ist, daß viele, mit denen ich darüber rede oder
>von denen ich ähnliches lese, vor diesen Nahbegegnungen mit Fahrrädern
>oder Rollern mehr Angst haben als vor Autos.


"Angewandte Relativitätstheorie" - oder was? ;-\

Du verstehst, ja?

> Wenn ich die Straße
>überquere und ein Auto mit erheblicher Geschwindigkeit auf mich
>zusteuert, keineswegs unbedingt von hinten, dann wird mir ganz anders.


Wenn ich _sehe_, was auf mich zu kommt, ist das doch schon mal etwas
ganz anderes, als wenn man von hinten überrascht wird.

Der Schreck, den ich kriege, wenn ich da als Slalomstange genommen
werde, ist das eine. Das andere ist die Erwägung des möglichen
Unfalls, wenn ich mich anders bewege, als der Rolllerfahrer meint
antizipieren zu können. Dieses - kindliche - Gottvertrauen auf die
Stetigkeit und Berechnbarkeit der "Randbedingungen", dieses
Schmarotzen an der Vernunft anderer zum Frommen der eigenen
Fahrlässigkeit: Das führen diese Roller-Bubis in Reinkultur vor!
Martin Udelhoven (30.10.2019, 14:32)
"H.-P. Schulz" schrieb:

>> Wenn ich die Straße
>>überquere und ein Auto mit erheblicher Geschwindigkeit auf mich
>>zusteuert, keineswegs unbedingt von hinten, dann wird mir ganz anders.


> Wenn ich _sehe_, was auf mich zu kommt, ist das doch schon mal etwas
> ganz anderes, als wenn man von hinten überrascht wird.


Quinn hat ja nun ausdrücklich beide Möglichkeiten eingeschlossen.

> Der Schreck, den ich kriege, wenn ich da als Slalomstange genommen
> werde, ist das eine. Das andere ist die Erwägung des möglichen
> Unfalls, wenn ich mich anders bewege, als der Rolllerfahrer meint
> antizipieren zu können. Dieses - kindliche - Gottvertrauen auf die
> Stetigkeit und Berechnbarkeit der "Randbedingungen", dieses
> Schmarotzen an der Vernunft anderer zum Frommen der eigenen
> Fahrlässigkeit: Das führen diese Roller-Bubis in Reinkultur vor!


Gerade diese Verhaltensweise ist im Autoverkehr leider mindestens
genauso verbreitet, dort aber weit gefährlicher.
Regelmäßige Beobachtung auf der Autobahn vor einer Abzweigung/Ausfahrt:
Wenige Meter vor dieser Abzweigung kommt ein BMW/Audi (oder sonstwas)
von der linken bzw. mittleren Spur mit hohem Tempo und kurz vor den
Autos auf der rechten Spur herübergezogen und fährt rechts ab, dabei
notgedrungen bremsend, da zu schnell für die Kurve. Das _kann_ nur dann
gutgehen, wenn alle anderen Fahrer rechts von ihm sich berechenbar
gleichmäßig fortbewegen, also eben gerade nicht so wie der Rüpel. Ich
wünsche mir gelegentlich, dass dieser sich bei dem Versuch selbst
entleibt, ohne andere zu touchieren.
Ähnliches gilt für das zunehmende Fahren über "war doch eben noch grün"
an der Kreuzung.

Martin
Frank Hucklenbroich (30.10.2019, 15:43)
Am Wed, 30 Oct 2019 13:32:35 +0100 schrieb Martin Udelhoven:

> Ähnliches gilt für das zunehmende Fahren über "war doch eben noch grün"
> an der Kreuzung.


Hmm, das war schon vor 30 Jahren so und hat sich seitdem nicht wirklich
geändert.

Grüße,

Frank
Andreas Karrer (30.10.2019, 15:44)
* Quinn C <lispamateur>:
> * H.-P. Schulz:
> Was ich nicht verstehe, ist, daß viele, mit denen ich darüber rede oder
> von denen ich ähnliches lese, vor diesen Nahbegegnungen mit Fahrrädern
> oder Rollern mehr Angst haben als vor Autos. Wenn ich die Straße
> überquere und ein Auto mit erheblicher Geschwindigkeit auf mich
> zusteuert, keineswegs unbedingt von hinten, dann wird mir ganz anders.


Die e-Roller und Fahrräder fahren auf dem *Trottoir* aks Gehweg aka
Bürgersteig. Oder in der Fussgängerzone. Dort haben sie zwar nichts zu
suchen, es ist sogar verboten, aber sie tun es dennoch.

Auf dem Trottoir will ich bei wenig Fussgängerverkehr zwanglos
rumschlendern können wie Goethe im Walde; nichts zu suchen, das ist
mein Sinn. Heranpreschende Kinderwägen oder Teeniegruppen sind das
Gefährlichste, mit dem zu rechnen ist.

Strasse (Fahrbahn) dagegen ist das Revier von Fahrzeugen. Die dürfen
da fahren. Und ausser bei Zebrastreifen oder bei Ampeln haben sie
Vorfahrt. Überqueren ist eine Situation, die für ein paar Sekunden
ungeteilte Aufmerksamkeit erfordert.

Im April waren wir in Paris, das dannzumal von einer unglaublichen
Masse von trottinettes électriques heimgesucht wurde. Insbesondere
wurden die Teile auch an den unmöglichsten Orten geparkt, z.B. direkt
vor Metrostationstreppen oder vor dem Haupteingang von Galeries
Lafayette, wo eigentlich immer Gedränge ist.

August waren wir wieder da, und siehe: Die Sache hat sich beruhigt: Auf
dem Trottoir fahren kostet jetzt 135 EUR, Parken an nicht dafür
ausgewiesenen Orten 35 EUR, viele Parks sind gesperrt und die Seineufer
auch.

- Andi
H.-P. Schulz (30.10.2019, 15:54)
"Martin Udelhoven" <maetesudelhoven> schrieb:

>"H.-P. Schulz" schrieb:


>> Dieses - kindliche - Gottvertrauen auf die
>> Stetigkeit und Berechnbarkeit der "Randbedingungen", dieses
>> Schmarotzen an der Vernunft anderer zum Frommen der eigenen
>> Fahrlässigkeit: Das führen diese Roller-Bubis in Reinkultur vor!

>Gerade diese Verhaltensweise ist im Autoverkehr leider mindestens
>genauso verbreitet, dort aber weit gefährlicher.


Ich gebe ja zu: Vom Elektroroller über den Haufen gefahren zu werden
nebst eventuell vier Monate Reha und allem (plus u.U. etwas
"Bleibendem") ist nicht "so schlimm" wie ein evtl. letaler Unfall bei
Tempo hundert-irgendwas.

>Regelmäßige Beobachtung auf der Autobahn vor einer Abzweigung/Ausfahrt:
>Wenige Meter vor dieser Abzweigung kommt ein BMW/Audi (oder sonstwas)
>von der linken bzw. mittleren Spur mit hohem Tempo und kurz vor den
>Autos auf der rechten Spur herübergezogen und fährt rechts ab, dabei
>notgedrungen bremsend, da zu schnell für die Kurve. Das _kann_ nur dann
>gutgehen, wenn alle anderen Fahrer rechts von ihm sich berechenbar
>gleichmäßig fortbewegen, also eben gerade nicht so wie der Rüpel.


Gutes Beispiel.
Aber im Auto hast Du wenigstens noch einen Rückspiegel ...
und eben noch'n Haufen Blech und Airbag um dich rum.
Schwacher "Trost", klar.

> Ich
>wünsche mir gelegentlich, dass dieser sich bei dem Versuch selbst
>entleibt, ohne andere zu touchieren.
>Ähnliches gilt für das zunehmende Fahren über "war doch eben noch grün"
>an der Kreuzung.


Die schlimmste Seuche ist das Nichtblinken. Das hat sich in den
letzten Jahren wirklich *dermaßen* verbreitet!
Ich hab mal eine Erklärung gelesen, die auf gewisse technische
Neuerungen, die das Blinken irgendwie un-intuitiv machten, hinauslief.
Da mag was dran sein, aber ich glaube, einen mindestens ebenso großen
Anteil an dieser Seuche hat die stärkere Ablenkung der Fahrer durch
Smartfon, Musikanlage u.a.m..
H.-P. Schulz (30.10.2019, 16:04)
Andreas Karrer <ak-9a> schrieb:

>* Quinn C <lispamateur>:
>Die e-Roller und Fahrräder fahren auf dem *Trottoir* aks Gehweg aka
>Bürgersteig. Oder in der Fussgängerzone. Dort haben sie zwar nichts zu
>suchen, es ist sogar verboten, aber sie tun es dennoch.


Klar, nur dort macht's ja richtig ... ? genau: Spaaaaß!
>Auf dem Trottoir will ich bei wenig Fussgängerverkehr zwanglos
>rumschlendern können wie Goethe im Walde; nichts zu suchen, das ist
>mein Sinn. Heranpreschende Kinderwägen oder Teeniegruppen sind das
>Gefährlichste, mit dem zu rechnen ist.


Hundekackbatzen nicht zu vergessen!

>August waren wir wieder da, und siehe: Die Sache hat sich beruhigt: Auf
>dem Trottoir fahren kostet jetzt 135 EUR,


Au-Ha! Gut dem Dinge!
Aber: Das erfordert Personal am Ort, das die Leut' erwischt!
Oder gilt da der "Videobeweis"? (Ich gehe mal davon aus, dass der
relevante öffentliche Raum inzwischen lückenlos videoüberwacht - und
zwar mit Personenerkennungsmöglichkeit! - ist.)
Aber das verstieße wohl wieder gegen irgend welche Menschenrechte;
"Polizeistaat" und so; 1984!!!
Quinn C (30.10.2019, 18:21)
* H.-P. Schulz:

> "Martin Udelhoven" <maetesudelhoven> schrieb:
> Ich gebe ja zu: Vom Elektroroller über den Haufen gefahren zu werden
> nebst eventuell vier Monate Reha und allem (plus u.U. etwas
> "Bleibendem") ist nicht "so schlimm" wie ein evtl. letaler Unfall bei
> Tempo hundert-irgendwas.
> Gutes Beispiel.
> Aber im Auto hast Du wenigstens noch einen Rückspiegel ...
> und eben noch'n Haufen Blech und Airbag um dich rum.
> Schwacher "Trost", klar.


Ich bin schon viele Male als Fahrradfahrer, also ohne Blech und Airbag,
geschnitten worden. Zwei Beispiele bleiben mir stark in Erinnerung:
einmal war es ein Lastwagen, und ich habe mich mit einem beherzten
"Sprung" (samt Fahrrad) auf den Bürgersteig gerettet, einmal war es ein
Stadtbus(!), da hatte ich Glück, daß es an einem steilen Aufstieg
passiert ist: sobald ich aufhörte zu treten, stand ich auch schon.

Und da, wo abbiegende Autos den Fahrradweg überqueren müssen, muß ich,
da mir mein Überleben lieb ist, immer davon ausgehen, daß sie es
wahrscheinlich falsch machen werden. Stressig ist es trotzdem, wenn ich
nicht dauernd Schrittgeschwindigkeit fahren will.
Quinn C (30.10.2019, 18:22)
* Andreas Karrer:

[..]
> dem Trottoir fahren kostet jetzt 135 EUR, Parken an nicht dafür
> ausgewiesenen Orten 35 EUR, viele Parks sind gesperrt und die Seineufer
> auch.


Wie gesagt, die Elektroroller sind hier (Montreal) noch ganz neu, erst
diesen Herbst eingeführt. Zu ihrer Benutzung ist auch ein Führerschein
erforderlich, es kann also im Prinzip sogar Punkte kosten.
Fa.lk.Sc.H.a.de (30.10.2019, 18:44)
Am 29.10.2019 um 22:48 schrieb Quinn C:
[..]
> Und das passiert mir etwa ein, zweimal pro Monat; das mit Fahrrädern
> (Roller sind hier noch ganz neu) so etwa zweimal im Jahr. Und dann auf
> Fußgängerwegen im Park, nie auf dem Bürgersteig.


das könnte etwas mit der Wahrnehmung auf Grund dr Silhouette zu tun
haben, ein Auto zumal auf der Straße wo man eh besser aufpasst, große
Silhouette, ein Radfahrer zumindest noch eine größere Silhouette als man
selbst, so ein Rollerfahrer hat aber quasi die Silhouette eines
Fußgängers. Ist nur viel schneller und kommt eben auch in Bereichen vor
wo selbst Radler ungewöhnlich sind.
Martin Ebert (30.10.2019, 18:50)
Am 30.10.19 um 13:32 schrieb Martin Udelhoven:

> Regelmäßige Beobachtung auf der Autobahn vor einer
> Abzweigung/Ausfahrt: Wenige Meter vor dieser Abzweigung kommt ein
> BMW/Audi (oder sonstwas) von der linken bzw. mittleren Spur mit hohem
> Tempo und kurz vor den Autos auf der rechten Spur herübergezogen und
> fährt rechts ab, dabei notgedrungen bremsend, da zu schnell für die
> Kurve.


Das halte ich für unkritisch.

> Das _kann_ nur dann gutgehen, wenn alle anderen Fahrer rechts
> von ihm sich berechenbar gleichmäßig fortbewegen, also eben gerade
> nicht so wie der Rüpel.


Da der Schnellfahrer *vor* denen ausfährt, ist eine Verhaltens-
änderung kaum denkbar: Ein derartiges Beschleunigungsvermögen gibt
es nicht.

Anderes scheint mir kritischer, insbesondere im Südwesten auffällig:
Erstens scheinen dort Blinker Sonderzubehör gegen Aufpresi zu sein,
bei Spurwechsel wird kaum noch geblinkt. Zweitens gilt das wohl auch
für den Warnblinker: Ich habe da mehrere Staus erlebt - niemand machte
bei Annäherung den Warnblinker an.

Von Rettungsgasse wollen wir mal gar nicht erst anfangen.

Mt
Quinn C (30.10.2019, 19:01)
* Martin Ebert:

> Am 30.10.19 um 13:32 schrieb Martin Udelhoven:
> Das halte ich für unkritisch.


Note to self: vermeide, auf gleicher Straße zu fahren wie Du.

>> Das _kann_ nur dann gutgehen, wenn alle anderen Fahrer rechts
>> von ihm sich berechenbar gleichmäßig fortbewegen, also eben gerade
>> nicht so wie der Rüpel.

> Da der Schnellfahrer *vor* denen ausfährt, ist eine Verhaltens-
> änderung kaum denkbar: Ein derartiges Beschleunigungsvermögen gibt
> es nicht.


Vielleicht haben wir es unterschiedlich verstanden: der Problemfall ist
für mich, wenn das Auto in Frage erst kurz vor der Ausfahrt auf die
rechte Spur wechselt. Aus Deiner Sicht hat jemand Dich gerade überholt
und will nun plötzlich langsamer fahren, und Du mußt es seinetwegen
auch, selbst wenn Du gar nicht abbiegen willst.

Der Schnellfahrer soll halt früh genug auf die rechte Spur wechseln,
auch wenn der Arme dann für zwei Minuten das normale Rechte-Spur-Tempo
fahren muß.
Quinn C (30.10.2019, 23:54)
* Frank Hucklenbroich:

> Am Wed, 30 Oct 2019 13:32:35 +0100 schrieb Martin Udelhoven:
>> Ähnliches gilt für das zunehmende Fahren über "war doch eben noch grün"
>> an der Kreuzung.

> Hmm, das war schon vor 30 Jahren so und hat sich seitdem nicht wirklich
> geändert.


Und aus Fußgängersicht in Deutschland relativ unkritisch. In Japan
mußte ich mich erst daran gewöhnen, daß da praktisch jedesmal noch
einer durchrauscht, wenn ich schon Grün habe, weil da zwischen Auto-Rot
und Fußgänger-Grün kein Sicherheitsabstand eingeplant ist.
E. Hoppenstedt (31.10.2019, 01:28)
Am Mittwoch, 30. Oktober 2019 22:54:28 UTC+1 schrieb Quinn C:
> * Frank Hucklenbroich:
> Und aus Fußgängersicht in Deutschland relativ unkritisch. In Japan
> mußte ich mich erst daran gewöhnen, daß da praktisch jedesmal noch
> einer durchrauscht, wenn ich schon Grün habe,


Vielleicht lag es auch daran, dass Du nicht geschnallt hattest, dass
in Japan der Linksverkehr gilt und höfliche Japaner Dir damit andeuten
wollten, dass Du ein Arschloch bist.

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